RheinStars mit starkem Spiel, aber ohne Belohnung

Trotz einer über weite Strecken sehr starken Vorstellung beim Topfavoriten der 2. Basketball-Bundesliga ProA mussten die RheinStars am Samstagabend mit leeren Händen die Heimreise antreten.  Bei eigener 75:70-Führung schlug sich das Momentum am 14. Spieltag knapp zweieinhalb Minuten vor Ende endgültig auf die Seite der Hausherren. In einem sehr guten  Spitzenspiel unterlag der Tabellendritte beim Zweiten SC RASTA Vechta mit 75:83 (20:18, 25:15, 16:18, 14:32). Köln befindet sich nach zuvor sechs Siegen in Serie weiter Mitten unter den Verfolgers des Führungsduos Vechta-Crailsheim.

Kommenden Donnerstag (19.30 Uhr/LANXESS arena) geht es für die RheinStars mit dem abschließenden Weihnachtsheimspiel gegen die Ulmer Talentfiliale Orange Academy weiter. Präsentiert von Hauptsponsor Unitymedia, begleitet von der DKMS-Registrierungsaktion im Kampf gegen Blutkrebs. Und aufs Rückspiel dieser beiden Topteams am Aschermittwoch in Köln dürfen sich die Fans beider Lager sicher schon jetzt freuen.

37 Minuten lang hatten die Kölner vorne gelegen im mit 3.140 Zuschauern ausverkauften Rasta-Dome, in dem sich die im Bus gemeinsam angereisten RheinStars-Fans viel Gehör schafften. „Hochklassig war das Spiel vor allem in der Verteidigung. Aus meiner Sicht haben wir das Spiel jeweils in den letzten Minuten beider Halbzeiten aus der Hand gegeben. Erst haben wir es versäumt, vielleicht mit 18 oder 20 Punkten in die Pause zu gehen – und spielen es nicht wirklich clever. Und was in den letzten Minuten passiert ist, haben dann alle gesehen. Vechta hat viel Druck gemacht, das Publikum ist aufgewacht und wir haben sicher sechs oder sieben unserer Ballverluste zum Schluss gehabt. So kannst du dann nicht gewinnen. Aber daraus werden wir lernen. Wir können hier mit erhobenem Kopf rausgehen.“

Im Mittelpunkt der letzten Minuten stand ausgerechnet Topwerfer Jesse Morgan (18 Punkte/3 Dreier). Erst verfehlte er einen Dreier, dann rutschte ihm 20 Sekunden vor Schluss unbedrängt der Ball aus der Hand – und bevor sich der geschockte Guard von seinem Pech erholt hatte, war noch ein weiterer Ballverlust hinzugekommen. Der Deckel war auf einem Spiel drauf, dass die Kölner aufgrund ihres geschlossenen Auftritts eigentlich hätten als Sieger beenden können.

Wie so oft diktierten die RheinStars die Partie über Ihre Defensive, verteidigten geschickt, bissig und erfolgreich. Und hatten mit Keith Ramsey (14 Punkte, 6 Rebounds/4 Assists) eine Bank unterm Korb. Bis weit ins letzten Viertel trafen die Niedersachsen nicht einen Dreier. Vorne hingegen spielten die Kölner schnell, mannschaftsdienlich und schnörkellos; verteilten die Punkte auf viele Köpfe. Ende des zweiten Viertels waren sie auf 45:27 enteilt. Natürlich setzte sich der Bundesliga-Absteiger zur Wehr, kämpfte sich zur Pause auf zwölf Zähler heran. Aber noch zum Start des letzten Viertels betrug der Vorsprung 10 Punkte (61:51). Köln bewegte sich und den Ball allerdings schon  nicht mehr so leicht und selbstverständlich. RASTA verkürzte Punkt um Punkt. Trotzdem, bis zum 75:70 der RheinStars 166 Sekunden vor dem Spielende war mit diesem dann klaren Ausgang nicht unbedingt zu rechnen.

Spielfilm: 10:9 (5.), 20:18 (10.), 31:24 (15.), 45:33 (20.), 49:43 (25.), 61:51 (30.), 68:64 (35.), 75:83 (40.)

Besondere Stats: Köln 9/23 Dreier (39%), Vechta 1/13 (8%), Köln 18/34 Zweier (53%), Vechta 29/51 (57%), Assits 19:14, Rebounds 30:39, Fouls 25:22, Steals 14:16, Turnover 24:18

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (11), MaxDiLeo (10/2 Dreier), Keith Ramsey (14), Matt Vest (2), Lukas Wank (2), Jesse Morgan (18/3), Besnik Bekteshi (6/2), Dennis Heinzmann (4), Alex Foster (8/2). Ohne Spielzeit: Bene von Laack

Alle Stats des Spiels gibt es hier

Foto: Keith Ramsey I Gero Müller-Laschet

 

 

Bei RASTA Vechta soll der siebte Streich folgen

Vor der bislang wohl größten Herausforderung in der Saison stehen die RheinStars Köln am Samstag. Im Spitzenspiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA tritt der Tabellendritte nach sechs Siegen in Folge bei Bundesliga-Absteiger RASTA Vechta (19.30 Uhr/Livestream airtango.live) an. Und der aktuelle Zweite, der sich am Donnerstag bei Phoenix Hagen nach ein paar Startschwierigkeiten sicher mit 95:83-durchsetzte und zu Tabellenführer Crailsheim mit 12:1-Siegen aufschloss, hat in der ProA saisonübergreifend seit gut zwei Jahren kein Heimspiel mehr verloren.

„Vechta ist für mich der Kader mit der meisten Qualität und der tiefsten Bank. Sie haben sehr gute Spieler, die wissen, wie Basketball funktioniert“, sagt Kölns Cheftrainer Denis Wucherer. „In der vergangenen Woche konnte es sich Vechta in Kirchheim sogar leisten, einen Mann wie Josh Young draußen zu lassen und trotzdem zu gewinnen.“ Auch Robin Christen, der vor der Saison von Köln zum Ligafavoriten wechselte, hat dort seine Rolle im Spiel von Trainer Doug Spradley gefunden. Auf Kölner Seite konnte Besnik Bekteshi sicher einiges über seinen vorherigen Verein erzählen.  Er hat in der vergangenen Spielzeit 25 BBL-Spiele für RASTA absolviert.

Gleichwohl sind die RheinStars nicht gewillt, Vechta im wie so oft mit 3.140 Zuschauern ausverkauften Rasta-Dome nur zu besuchen. „Wir können uns auf unsere Defense verlassen und gegen Hamburg wie auch zuvor gegen Hanau haben wir im Angriff schon gute Lösungen gefunden“, sagt Wucherer. Der siebte Sieg in Serie soll also her – und damit würden die Kölner den Abstand zum Führungsduo weiter verkürzen.  Begleitet werden sie von mindestens 30 Anhängern im Fanbus. Eine spontane Einladung der RheinStars im Advent nach dem Erfolg über Kirchheim. Vielleicht gibt es ja für alle sogar noch vor dem nächsten Heimspiel am kommenden Donnerstag gegen die Ulmer Talentfiliale Orange Academy ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Basketballer geben Blutkrebs einen Korb

Heimspiel gegen die Orange Academy steht im Zeichen der DKMS – Besonderes Angebot für Sportler und Mannschaften

Am Donnerstag vor Weihnachten, dem 21. Dezember 2017, empfangen die RheinStars Köln in der LANXESS arena die Mannschaft der Orange Academy ab 19.30 Uhr in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Während die Kölner Basketballstars auf dem Feld um einen weiteren Heimsieg kämpfen werden, steht abseits des Spiels ein anderer Kampf im Mittelpunkt: Gemeinsam mit der DKMS gGmbH werben die RheinStars Köln für den Kampf gegen Blutkrebs – und auch die Zuschauer können such als potenzielle Stammzellspender bei der DKMS registrieren.

Schon Wochen vor dem Heimspiel sind Spieler und Mitarbeiter der RheinStars mit gutem Beispiel vorangegangen. Gemeinsam registrierten sie sich als Lebensretter. „Als wir die Aktion den Spielern vorgestellt haben war alle von der Idee begeistert, sich für den Kampf gegen Blutkrebs einzusetzen. Und es war für die Spieler ebenso klar, sich registrieren zu lassen. Eine zweite Lebenschance zu schenken ist so einfach, da sollte jeder mitmachen“, erklärt Cheftrainer Denis Wucherer.

Am Spieltag selbst können sich alle Zuschauer registrieren. Wenn sich die Türen der
LANXESS arena diesmal bereits um 18 Uhr öffnen, gibt es zwei Stände im Umlauf, an denen eine Registrierung bei der DKMS möglich sein wird.

Besonderes Angebot für Sportler und Mannschaften

Für den Spieltag am 21. Dezember bieten die RheinStars Köln ein besonderes Ticket für die DKMS-Aktion an, die von den RheinStars-Partnern Unitymedia und EXPRESS sowie vom Westdeutschen Basketball-Verband unterstützt wird. Alle Sportmannschaften erhalten zu einem Ticketpreis von 5 Euro pro Person in der Preiskategorie 2 das rabattierte Angebot (gilt ab einer Bestellmenge von 5 Tickets).

Das Angebot erhalten alle Interessierten, indem sie in einer Mail an basketball@dkms.de das Angebot mit allen Details anfragen.

Aktuell sind in der DKMS weltweit mehr als 7,7 Millionen Menschen registriert, bislang konnte die DKMS mehr als 66.000 Lebenschancen ermöglichen. Doch Hilfe tut Not: Alle 35 Sekunden erkrankt weltweit ein Mensch an Blutkrebs, für viele ist eine Stammzellspende die einzige oder letzte Chance auf Leben.

 

Über die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 26 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie 7,5 Millionen  Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

Hintergründe, Materialien und viele weitere Geschichten für Ihre Berichterstattung finden Sie in unserem DKMS Media Center unter dkms-mediacenter.de

Für aktuelle Infos folgen Sie uns gerne auf Twitter oder erhalten Sie weitere Insights zur DKMS und zum Thema Kampf gegen Blutkrebs auf unserem Corporate Blog dkms-insights.de.

Zur Registrierung als Stammzellspender besuchen Sie bitte unsere Webseite dkms.de.

Fotos: RheinStars Köln

RheinStars erobern dritten Tabellenplatz

Die RheinStars Köln gewinnen ihr sechstes Spiel in Serie, rücken auf Platz drei vor in der 2. Basketball-Bundesliga ProA – und schaffen das alles auch noch durch ihr bestes Saisonspiel. Nach dem 77:74 (15:27, 23:13, 14:15, 25:19) über die ebenfalls sehr starken Hamburg Towers vor 1.460 begeisterten Zuschauern am 13. Spieltag in der LANXESS arena, darunter Fußball-Weltmeister Lukas Podolski, geriet sogar Cheftrainer Denis Wucherer ins Schwärmen. „Das hatte was von BBL, von Euroleague, diese 1:1-Situationen. Mann gegen Mann. Toll.“ Um sich dann aber selbst schnell wieder einzufangen: „Bevor wir jetzt abheben. Ich meine die letzten drei Minuten.“

Doch schon zuvor hatten die Zuschauer eine mitreißende Partie erlebt. Die Towers erwischten am Mittwochabend den besseren Start und entschieden das erste Viertel 15:27 für sich.  „Wir müssen enger an unsere Gegner ran, hat der Trainer uns mitgegeben“, sagte Besnik Bekteshi, der nach seinem kurzen Krankenhausaufenthalt wegen eines Schlags auf die Brust aus dem Chemnitz-Spiel wieder ohne Probleme mitmischen konnte in der intensiven Auseinandersetzung. Köln setzte die Forderung um, profitierte dabei vor der Pause vor allem vom Kampfgeist und von der Treffsicherheit von Alex Foster.

Angeführt von Foster kämpften sich die RheinStars mit einem 10-Lauf auf zwei Zähler (14.) heran. Bis in die Schlussminuten entfernten sich die Teams anschließend nicht mehr als fünf Punkte voneinander. Die RheinStars gingen bei 66:63 (37) erst zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung. Dann trat Kavin Gilder-Tilbury auf den Plan. In den letzten 60 Spielsekunden traf er zwei Dreier als Antworten auf Hamburger Führungen, brachte Köln wieder mit ein bzw. zwei Punkten zurück und in Front.

Hamburgs Coach Hamed Attarbashi leistete sich im Getümmel einen Wechselfehler, brachte 13 Sekunden vor Ende beim Stand von 74:74 nur einen von zwei geforderten deutschen Spielern aufs Feld. Es gab ein Technisches Foul gegen die Towers-Bank. Köln traf durch Jesse Morgan den Freiwurf und blieb in Ballbesitz. Kapitän Max DiLeo wurde gefoult, verwandelte seine beiden Freiwürfe sicher zum 77:74. Den letzten Angriff verteidigten die Kölner erfolgreich, Anthony Cantys Dreierversuch fiel unter dem Korb durch. Feierabend. Jubel in Köln. Am Samstag (19.30 Uhr) geht es bei Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta.

Spielfilm: 5:10 (5.), 15:27 (10.), 25:29 (15.), 38:40, 50:52 (35.), 52:55 (30.), 59:61 (35.), 77:74 (40.)

Besondere Stats: Keith Ramsey mit 5 Assists und +11 bei +/-. Alex Foster (+8), Lukas Wank (75 % Dreier/3 von 4), Toscorer Kavin Gilder-Tilbury und Jesse Morgan (je 16). Rebounds Köln 35:36 Hamburg, Steals: 9:3, Turnover 8:12.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (16/3 Dreier), Max DiLeo (6), Keith Ramsey (5), Matt Vest (5), Lukas Wank (11/3), Jesse Morgan (16/3), Besnik Bekteshi (3), Dennis Heinzmann (4), Alex Foster (11/3), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Jonas Gottschalk, Filip Kukic.

Zur kompletten Spielstatistik geht es hier

 

RheinStars-Jubel – Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars wollen sechsten Sieg in Serie

„Wir wollen den sechsten Sieg in Serie. Das ist alles“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Spitzenspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Hamburg Towers. Am morgigen Mittwochabend erwarten die RheinStars Köln einen der ganz heißen Aspiranten auf die Aufstiegsplätze in der LANXESS arena (19.30 Uhr) zum Abschluss des 13. Spieltags.

Die Voraussetzungen sind einfach zur verstehen. Gewinnt Köln, ziehen die RheinStars auf den dritten Tabellenlatz vor. Ein reizvolles Ziel, aber nicht leicht zu erreichen. „Die Towers tragen ihren Namen zurecht. Eine große Mannschaft, mit Vechta wahrscheinlich auch die am tiefsten besetzte der Liga“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer mit Blick auf die drei bulligen Center der Norddeutschen: Stefan Schmidt, Justin Raffington und Enosch Wolf; zwischen 107 und 120 Kilo schwer und zwischen 2,05 und 2,15m groß.

„Auch sonst haben sie im Kader alles, was man braucht, um erfolgreich zu sein. Es ist vor allem eine Offensiv sehr starke Mannschaft. Stehen zu recht da oben.“ Hamburgs Headcoach Hamed Attarbashi erwartet ebenfalls einen schwierigen Auftritt: „Köln hat fünf Spiele in Folge gewonnen und stellt die beste Verteidigung der Liga. Das wird definitiv eine große Herausforderung.“

Dabei können die Hamburger aber voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen, derzeit sind alle Akteure einsatzbereit. Allein der sportliche Leiter Marvin Willoughby fehlt. Der ehemalige Kölner Spieler erhält während des Spiels bei der Hamburger Sport-Gala für sein soziales Engagement den Ehrenpreis verliehen. Und weil auch die RheinStars bis auf Leon Baeck und Andi Wenzl alle an Bord haben, nachdem auch Besnik Bekteshi ohne größere Probleme ins Training zurückgekehrt ist, läuft alles auf ein hochinteressantes Spiel hinaus.

„Die Aktivitäten der Hamburger auch bei den Spielern lassen darauf schließen, dass sie in diesem Jahr einiges vorhaben“, sagt Coach Wucherer. „Sie sind in den nächsten Monaten einer der ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten.“

Max DiLeo in Aktion – Foto: Gero Müller-Laschet

Bekteshi zur Beobachtung im Krankenhaus

Ein unangenehmes Nachspiel hatte am Montagabend die siegreiche Partie der RheinStars Köln für Besnik Bekteshi. Der bald 25 Jahre alte Guard bekam während des Spiels gegen die NINERS Chemnitz (70:49) einen Schlag gegen die Brust, der offenbar auch die Lunge verletzte. Um alle Risiken auszuschließen, entschied Mannschaftsarzt Oliver Pütz noch in der LANXESS arena, Bekteshi im Eduardus-Krankenhaus in Deutz direkt eingehend untersuchen zu lassen. „Besnik wird auch noch bis Mittwoch für alle Untersuchungen im Krankenhaus bleiben. Er scheint soweit in Ordnung, aber sicher ist sicher“, sagte Stephan Baeck, Manager des Tabellenvierten der 2. Basketball-Bundesliga ProA am Dienstagmittag.

Mehr über Besnik Bekteshi erfahrt ihr hier

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars holen sich fünften Sieg in Serie und Platz vier

Die RheinStars Köln marschieren weiter unbeirrt von Sieg zu Sieg. Am Montagabend gelang der Mannschaft von Cheftrainer Denis Wucherer der fünfte Erfolg in Serie. Mit 70:49 (10:14, 22:21, 11:7, 27:7) besiegten die Hausherren erstmals die NINERS Chemnitz in eigener Halle und rückten in der 2. Basketball-Bundesliga ProA nach nun 12 Spieltagen auf den vierten Tabellenplatz vor. Am kommenden Mittwoch in acht Tagen (13. Dezember, 19.30 Uhr) erwarten die RheinStars nun die Hamburg Towers in der LANXESS arena. Bei einem weiteren Sieg im Verfolgerduell klettern sie auf den dritten Platz.

Cheftrainer Wucherer musste mit dem Blick auf die Statistik lächeln. „Es ist nicht immer hübsch, aber es läuft“, kommentierte er die neuerlich bärenstarke Verteidigungsleistung seiner Spieler augenzwinkernd. Insbesondere die Guards-Defensive um Max Di Leo, Besnik Bekteshi, Jesse Morgan, Matt Vest und auch Lukas Wank entwickelte sich im Verlauf des Spiels zu einem Alptraum für die Gäste aus Sachsen, die am Ende trotz einer lange Zeit guten Vorstellung deutlich geschlagen die Heimreise antreten mussten und Mitte des letzten Viertels die Teilnahme am Spiel mental frustriert mehr oder weniger einstellten.

„Mir gefällt einfach die Leidenschaft mit der wir unterwegs sind. Die Jungs wollen in jeder Phase des Spiels gewinnen“, freute sich Manager Stephan Baeck. Die NINERS hatten sich lange gegen die Kölner gewehrt und sogar noch zum Start des vierten Durchgangs 43:45 geführt. Aber dann übernahmen die RheinStars mit ihrer knallharten Verteidigung, ihren Steals und dem schnellen Umschalten endgültig die Regie. Und einmal im Vorwärtsgang angekommen, war dann auch Topscorer Kavin Gilder-Tilbury oft nur noch durch Fouls zu bremsen.

„Offensiv war es jetzt sicher keine Offenbarung, aber wir sind durch unsere Abwehrarbeit für unsere Gegner derzeit sehr schwer zu spielen“, bilanzierte Coach Wucherer. Vor den 880 Zuschauern in der LANXESS arena brachen schließlich unter der Last des Kölner Drucks beim Vorjahres-Halbfinalisten die Dämme. Vorne ging nichts mehr, unter den Körben bestimmten die Kölner Keith Ramsey und Alex Foster die Szenerie – und hinten konnten sie die RheinStars auch nicht mehr stoppen. Von 43:45 (31.) ging es auf 53:48 (33.), es folgte der umjubelte 17:1-Lauf der Kölner bis zum Schlussergebnis. „Drei Viertel haben wir das eigentlich gut gemacht“, sagte der enttäuschte Chemnitzer Trainer Rodrigo Pastore. „Aber das letzte Viertel werden wir in Ruhe analysieren müssen.“

Spielfilm: 6:5 (5.), 10:14 (10.), 20:22 (15.), 32:35 (20.), 42:35 (25.), 43:42 (30.), 55:48 (35.), 70:49 (40.).

Besondere Stats: Keith Ramsey (+22 +/-) (7 Rebounds), Alex Foster (+19 +/-), Kavin Gilder-Tilbury (+18 +/- ) (8 Fouls gezogen). Rebounds Köln 39:37 Chemnitz. Assists 12:11, Steals 17:7, Turnover 16:22.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (19), Besnik Bekteshi (9/2 Dreier), Keith Ramsey (6), Matt Vest (6), Lukas Wank (2), Jesse Morgan (11), Max DiLeo (5), Filip Kukic (1), Thomas Müller-Laschet, Dennis Heinzmann (3), Alex Foster (6/2), Bene van Laack (2).

Alle Stats gibt es hier

Alles im Blick: Besnik Bekteshi – Foto: Gero Müller-Laschet

 

DiLeo, Lust auf Chemnitz und den nächsten Sieg

Vier Siege in Serie für die RheinStars Köln, Platz fünf in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und am kommenden Montag wieder eine echte Herausforderung vor der Brust. „So macht Basketball am meisten Spaß. Wir haben Lust auf den nächsten Gegner“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf das Monday-Night-Game in der LANXESS arena (19.30 Uhr) gegen den letztjährigen Fast-Bundesliga-Aufsteiger NINERS Chemnitz am zwölften Spieltag der Saison 2017/2018.

„Chemnitz hat eine starke Mannschaft und einen guten Trainer“, sagt Kölns Cheftrainer Denis Wucherer. „Ähnlich wie Trier werden sie in der Saison sicher noch ins Laufen kommen. Für mich gehören sie zu den Topteams der Liga.“ Im vergangenen Jahr stand die Mannschaft von Coach Rodrigo Pastore nach einer 2:0-Führung im Playoff-Halbfinale gegen die hoch favorisierten Oettinger Rockets vor der Sensation. Zwei Heimspiele vor Augen und nur einen Sieg noch entfernt von Aufstieg. Dann aber schlug die Stunde des jetzigen Kölner Kapitäns Max DiLeo. Mit seiner Energie führte er die Rockets doch noch zum Halbfinal-Erfolg und in die erste Liga.

Während die DiLeo danach an den Rhein wechselte, konnten die NINERS viele Leistungsträger halten, die auch in der aktuellen Saison funktionieren wie Joe Lawson, Malte Ziegenhagen und Michael Fleischmann. Dazu kommt mit dem jungen polnische Pointguard Andrzey Mazuraczak ein starker Neuzugang, der die höchsten Effektivitätswerte im Kader aufweist. „Mit den Chemnitzern muss man auf jeden Fall rechnen“, sagt Wucherer.

Auch wenn Tabellenplatz 10 und vier Siege in elf Spielen sicher nicht die Wunschbilanz der NINERS ist, haben sie noch eine weitere mentale Herausforderung für RheinStars im Angebot. Bislang hat Köln in zwei Anläufen noch keinen Heimsieg über das Pastore-Team feiern können. Allerdings scheren sich die diesjährigen RheinStars bislang herzlich wenig um solcherart Statistiken. So gab es in dieser Spielzeit zum Beispiel sowohl den ersten Sieg über Kirchheim wie auch den ersten Auswärtserfolg in Paderborn oder Hanau. Zumal die Kölner Max DiLeo als Anführer im Kader haben; dazu aktuell neben den am Knie verletzten Leon Baeck und Andi Wenzl keine Verletzungssorgen, eine intensive Trainingsarbeit und eben vier Siege in Serie auf der Habenseite. Sieg Nummer fünf soll am Montag her.

Max DiLeo I Foto: Gero Müller-Laschet

 

Spielfreudige RheinStars holen sich vierten Sieg in Folge

In einem rasanten Offensivspektakel setzten die RheinStars Köln ihren positiven Lauf in der 2. Basketball-Bundesliga ProA fort und gewannen am Samstagabend 96:82 (28:25, 18:22, 23:18, 27:17) bei den Hebeisen Hanau White Wings. Somit stehen die Kölner nach dem elften Spieltag und dem vierten Sieg in Folge erstmals im oberen Drittel des Tableaus und erwarten nun am Montag, 4. Dezember die Niners Chemnitz in der LANXESS arena als nächste Aufgabe. „Wir waren heute das bessere von zwei sehr guten Teams“, freute sich RheinStars-Manager Stephan Baeck.

Es war nach den jüngsten Defensivauseinandersetzungen in der Tat ein komplett anderes Gesicht, dass die RheinStars in der Main-Kinzig-Halle vor knapp 1.000 Zuschauern zeigten. „Die Kölner haben heute einen richtig guten Job gemacht, sie haben den Ball gut bewegt, mit ihren vielen guten Werfern die richtigen Abschlüsse gefunden und absolut verdient gewonnen. 27 Assists sprechen eine klare Sprache“, sagte Hanaus Headcoach Simon Cote nach der ersten Heimniederlage gegen die RheinStars in der gemeinsamen ProA-Zeit.

Zum ersten Mal in dieser Saison gewannen die RheinStars zudem ein Rebound-Duell mit dem Gegner klar (33:18) und trafen zudem traumwandlerisch sicher aus der Nah- und Halbdistanz. 83 Prozent der 29 Zweipunktversuche fanden ihr Ziel, dazu kamen 45 Prozent von der Dreierlinie. Außergewöhnlich. Die besagten 27 Assists als Teamrekord der Saison ebenso. „Und wir haben viele Punkte von der Bank bekommen“, sagte Matt Vest, der wieder einmal mit knapp 28 Minuten mit am längsten bei den RheinStars auf dem Feld gestanden hatte. So kamen diesmal mit Kapitän Max DiLeo und Alex Foster die mit 16 Zählern erfolgreichsten Werfer nicht aus der Starting Five. Köln wird so für die Gegner immer schwieriger auszurechnen.

Auf der anderen Seite konnten sich die Kölner trotzdem auf die erarbeiteten Stärken der vergangenen Wochen verlassen. „Wir wussten, dass es ein langer Weg zum Ziel in Hanau werden würde gegen eine talentierte Mannschaft, die gerade in der Offensive ihre Stärken hat“, bilanzierte Kölns Trainer Denis Wucherer. „Hanau hat uns drei Viertel lang das Leben schwergemacht. Wir mussten geduldig bleiben und haben auch lange gebraucht, bis wir in der Defensive den richtigen Zugriff gefunden hatten. Letztlich hat sicherlich auch unsere längere Bank den Ausschlag gegeben.“

Als die Kölner aber den Hebel zum Sieg gefunden hatten, gingen Sie unbeirrt ihren Weg. Hanaus Punkte wurden von Viertel zu Viertel weniger – 25, 22, 18, 17 – während die Kölner Zähler ab dem zweiten Viertel von 18 über 23 auf 27 stetig wuchsen. Bis in die 32. Minute (78:74 für Köln) waren die Gastgeber noch im Fahrwasser, dann machten sich die Kölner davon. Über 84:74 (37.) ging es auf 93:78 (38.), mögliche Zweifel über den Sieger des Abends waren ausgeräumt. Wieder einmal hatten die RheinStars das letzte Viertel klar für sich entschieden – diesmal mit 27:17.

Spielfilm: 8:8 (5.), 28:25 (10.), 38:39 (15.), 46:47 (20.), 59:57 (25.), 69:65 (30.), 80:74 (35.), 96:82 (40.)

Besondere Stats: Max DiLeo 4 von 5 Dreier (80%), Köln mit 83% Zweierqoute (24/29), 45 % Dreier (14/31), Rebounds Köln 33:18 Hanau. Assists 27:13, Steals 5:10, Turnover 19:10.

Rheinstars: Kavin Gilder-Tilbury (12/2 Dreier), Besnik Bekteshi (9/2), Keith Ramsey (9), Matt Vest (6), Lukas Wank (15/1), Jesse Morgan (7/1), Max DiLeo (16/4), Dennis Heinzmann (6), Alex Foster (16/4), Bene van Laack.

Alle Stats gibt es hier

 

 

Siegerhuddle in Hanau Foto: RheinStars

Optimismus, Geduld und Intensität in Hanau gefragt

Vor einer spannenden Auswärtsaufgabe stehen die RheinStars Köln am kommenden Samstag bei den Hebeisen Hanau White Wings. Ab 19 Uhr soll am elften Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA der Grundstein für den vierten Sieg in Folge gelegt werden. „Wir haben uns in eine gute Ausgangsposition gebracht. Wir spielen immer besser und eine sehr gute Verteidigung, die uns zum Ende des Spiels immer in die Position bringt, ein Spiel noch zu drehen“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Gang in der Main-Kinzig-Halle (live auf airtango.live). „Mit der Rückkehr von Jesse Morgan spielen wir auch im Angriff etwas leichter. Deswegen bin ich guten Mutes. Wir fahren dahin, um den nächsten Sieg zu holen.“

„Hanau ist gewohnt gut in die Saison gestartet“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer. „Sie haben mit Chase Adams im Aufbau einen Spieler, der die Liga kennt und das im Vorjahr in Paderborn gut gemacht hat. Und von außen mit Christian von Fintel und Luquon Choice zwei gefährliche Leute, die hochprozentig treffen. Da musst du aufpassen, dass sie dir nicht heiß laufen“ Allerdings sind die White Wings unter Simon Cote auch in der Saison 2017/2018 mit einem zahlenmäßig kleinen Kader und einer entsprechend kurzer Rotation unterwegs.

Wucherer schätzt den Gegner wie folgt ein: „So lange die Hanauer Energie haben, sind sie unbequem. Wir werden natürlich probieren, mit unserer tieferen Bank die Intensität hoch zu halten über 40 Minuten, damit wir sie irgendwann knacken. Aber gerade in Hanau brauchst du eine Menge Geduld. Du musst vor allem vernünftig ins Spiel starten und gut reinkommen. Nur dann hast du wirklich eine Chance, dort zu gewinnen.“ Nachdem es im jüngsten Spiel der vergangenen Saison einen überzeugenden ersten Kölner Heimsieg gegen die Hessen gab, soll nun auch der erste Auswärtserfolg her.

Da die aktuelle Trainingswoche der RheinStars auch ohne größere Komplikationen verläuft,  bis auf Leon Baeck (Knie) und Andi Wenzl (Knie) alle trainieren konnten,  ist der Trainer weiterhin überzeugt, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. „Unsere Verteidigung ist die Basis der Erfolge. Nach wie vor können wir offensiv an unserer Spielkultur arbeiten. Das machen wir täglich. Die Spieler haben die Chance sich im Training zu verbessern. Und auch das wird dann irgendwann kommen.“ Vielleicht gibt es ja in Hanau den nächsten Schritt in Richtung oberes Tabellendrittel.

Alex Foster steuerte im Vorjahr zehn Punkte und fünf Rebounds zum ersten Heimsieg über Hanau bei. Foto: Gero Müller-Laschet