RheinStars scheitern deutlich am Mitteldeutschen BC

Drittes Spiel, dritte Niederlage. Die Saison 2016/2017 der RheinStars Köln fand am Mittwochabend mit einem 68:97 (38:52) beim Mitteldeutschen BC ihr Ende. Der Aufstiegsfavorit setzte sich gegen den Tabellenachten der 2. Basketball-Bundesliga ProA letztlich deutlich mit 3:0-Siegen im Playoff-Viertelfinale durch. Ein Durchmarsch ohne Zweifel. Köln war dem Liga-Dominator vor gut 2.000 Zuschauern nicht gewachsen an diesem Abend.

„So wie der MBC spielte, stellt man sich einen Aufstiegsaspiranten vor. Eine bockstarke Mannschaft“, sagte Manager Stephan Baeck und atmete an seinem 52. Geburtstag erstmal tief durch, bevor er das Gesehene gleich mit der kompletten Saison zusammenfasste. „Hier kann man verlieren, aber man muss das mit mehr Gegenwehr machen. Es war ein Jahr aus dem wir viel lernen werden für unsere Entwicklung. Wir haben mit den Playoffs unser Minimalziel erreicht. Jetzt arbeiten wir die Saison auf, stellen uns neu auf und greifen im nächsten Jahr wieder an.“

Großartig beschäftigen musste man sich zu diesem Zeitpunkt mit der Partie in der Stadthalle Weißenfels nicht mehr. Knapp 20 Unterstützer hatten sich auf den Weg in die gut 40.000 Einwohner zählende Mittelstadt in Sachsen-Anhalt gemacht. Und wer unter ihnen an eine Überraschung oder zumindest einen harten Kampf geglaubt hatte, war schnell ernüchtert. Die Hausherren kontrollierten Ball und Gegner, spielten hart, trafen aber auch kaum auf Gegenwehr und lagen nach dem ersten Viertel schon 13 Punkte vor (18:31).

Einziger Lichtblick war zu Beginn Anthony King, der mit einem Kraftakt tatsächlich die ersten 13 Punkte der RheinStars im Alleingang servierte. Lennart Steffen komplettierte mit fünf weiteren Zählern die 18 Punkte. Die RheinStars entwickelten keine Teamleistung und konnten froh sein, dass sie nur 14 Punkte zur Pause (38:52) hinten lagen.

Nach der Pause prägten die stets kämpferischen Robin Christen und Alex Foster das Bild bei den RheinStars, zudem zeigte der spät ins Spiel gekommene Leon Baeck eine ansprechende Vorstellung. Es änderte sich allerdings nichts mehr am ungleichen Spiel. Der MBC dominierte bis zum Ende und holte sich mit 29 Punkten Vorsprung den verdienten Halbfinaleinzug. Bleibt zu hoffen, dass der MBC mit einem weiteren Sieg in der Halbfinalserie gegen Kirchheim oder Heidelberg zügig in die erste Liga verschwindet. Die anstehende Rückkehr von Rasta Vechta aus dem Oberhaus wird Herausforderung genug.

Viertelergebnisse: 18:31, 20:21, 9:22, 21:23.

Besondere Stats: Anthony King (13 Punkte, 9 Rebounds), Richard Williams 7 Assists, Teamstats: Rebounds Köln 35:48 MBC, Assists 13:23, Steals 3:8, Turnover 14:8.

RheinStars: Anthony King (13 Punkte/1 Dreier), Richard Williams (8), Chris Eversley (2), Jelani Hewitt (2), Tim van der Velde, Lennart Steffen (5), Leon Baeck (7/1), Dennis Heinzmann, David Downs, Alex Foster (6/1), Hugh Robertson (2), Robin Christen (16/3).

Alle Stats hier

Die RheinStars-Serie im Viertelfinale „Best of five“

Freitag, 7. April  – MBC vs. RheinStars 84:66
Sonntag, 9. April  – RheinStars vs. MBC 68:81
Mittwoch, 12. April  – MBC  vs. RheinStars 97:68

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars wollen Auswärtssieg als Ostergeschenk für die Fans

Alles wie gehabt. Die RheinStars Köln sind einen Tag vor dem nächsten Auswärtsspiel zum Spielort aufgebrochen, um sich professionell auf ihr nächstes „Do or Die“-Spiel vorzubereiten. Nicht zum ersten Mal steht der Zweitligist in der 2. Basketball-Bundesliga ProA in der Spielzeit 2016/2017 vor dem nächsten Spiel vor dem möglichen Saisonaus. Diesmal ist es halt das dritte Playoff-Viertelfinale in der „best of five“-Serie gegen den Mitteldeutschen BC. Der Topfavorit liegt mit zwei Siegen vorne, einmal noch nicht gewinnen, dann wäre für die RheinStars die Saison vorbei. Ähnlich sah es vor dem Gang gegen Paderborn aus oder dem Auftritt in Nürnberg. Das Resultat? Die RheinStars sind immer noch dabei.

Die beiden Niederlagen zum Auftakt der Serie sind abgearbeitet, der Blick geht nach vorne. Lange Trübsal blasen entspricht eh nicht der rheinischen Lebensart. „Unsere Chancen sehe ich nicht so schlecht. Vielleicht bei 40 zu 60. Warum sollen wir da nicht gewinnen?“ fragt Manager Stephan Baeck. Ähnlich sieht es Headcoach Matt Dodson: „Ich schaue gar nicht auf die Serie, ich schaue mit meinem Team einfach auf das nächste Spiel. Wir haben gut trainiert, sind frisch und wollen es noch mal wissen.“

So nehmen die RheinStars die positiven Aspekte aus der zweiten Auseinandersetzung mit dem Tabellenführer der Hauptrunde mit. Beim Stande von 56:49 hatten die Kölner kurz vor Ende des dritten Viertels ihren Kontrahenten am Rande einer Niederlage und auch in Weißenfels war zumindest das erste Viertel ausgeglichen. Gelingt den Kölnern ein komplett konstant gutes und fehlerfreies Spiel, wer weiß was dann am Ende auf dem Scoreboard steht.

Das Backoffice jedenfalls hat die mögliche vierte Partie vorbereitet. Sollte den RheinStars der Auswärts-Coup gelingen, können über die RheinStars-Seite direkt im Anschluss Tickets für Ostersamstag gebucht werden. Tippoff ist dann um 19.30 Uhr, inklusive Liveübertragung auf sportdeutschland.tv. „Das wäre sicher ein schönes Ostergeschenk für unsere Fans, wenn wir uns noch ein zweites Heimspiel in der Serie holen“, sagt Manager Stephan Baeck.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars reichen drei starke Viertel nicht zum Sieg

Zweites Spiel in der Playoff-Serie „Best of five“, zweite Niederlage für die RheinStars.  Mit 68:81 (37:42) unterlagen die Kölner in eigener Halle dem Mitteldeutschen BC und müssen nun am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) in Weißenfels einen Sieg im dritten Viertelfinale landen, ansonsten ist die Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProA für die Rheinstars Geschichte.  Immerhin sahen die 2.035 Zuschauer am späten Sonntagnachmittag in der LANXESS arena ein gutes Basketballspiel, das RheinStars-Partner Canada Life präsentierte, mit lange Zeit spiel- und kampfstarken Hausherren, die erst im letzten Viertel dem Liga-Topfavoriten nicht mehr stoppen konnten.

„Wir haben das drei Viertel lang sehr gut gemacht als Mannschaft , aber am Ende dann leider nicht mehr. Mittwoch greifen wir wieder an“, fasste Manager Stephan Baeck die Geschehnisse zusammen. Die Story des Spiels spielte sich in der Schlussphase des dritten Durchgangs ab. Der zuvor schon mehrfach von den Schiedsrichtern ermahnte MBC-Coach Igor Jovovic kassierte zwei Technische Fouls und musste beim Stand von 48:45 für Köln kurz vor Beginn der 27. Spielminute die Halle verlassen. Köln zog das Momentum auf seine Seite.

Die RheinStars erhöhten durch den starken Richard Williams (19 Punkte, 5 Assists, 7 Rebounds) auf 50:45 und führten 140 Sekunden vor Ende des Viertels sogar mit 56:49. Plötzlich aber verloren die Hausherren ihren Faden in der Offensive, aus Teamaktionen wurden Einzelversuche. „Wir haben ohne Not unsere Linie verlassen und das darf dir gegen einen solch guten Gegner nicht passieren“, sagte Headcoach Matt Dodson. So meldete sich der MBC in der Partie zurück und demonstrierte, warum Erfahrung und Cleverness in solchen Momenten hilfreich sein kann. Abgeklärt verarbeiteten die Gäste die heikle Phase und holten sich bis zum Start des vierten Viertels erst das Momentum und dann die Führung zurück (56:57).

Köln bekam im Schlussabschnitt trotz weiterhin ordentlicher Verteidigung und lautstarker Unterstützung des Publikums, darunter FC-Präsident Werner Spinner und FC-Profi Christian Clemens, in der Offensive wenig zusammen. Viertelübergreifend brachten es die RheinStars in über acht Minuten auf ganze zwei Punkte. Aus 56:49 wurde ein 58:69. Auffällig dabei, die Kölner kamen kaum noch in die Zone, geschweige denn wirklich gefährlich unter den Korb, zogen keine Fouls und waren dann auch punktemäßig aus der Zone unterlegen – und mussten so die Niederlage hin- und annehmen.

Viertel: 20:24, 17:18, 19:15, 12:24

Besondere Stats:  Richard Williams (19 Punkte, 5 Assists, 7 Rebounds), Alex Foster (14 Punkte/7 Rebounds) Teamstats Freiwürfe Köln 11 von 14 (795), MBC 19:33 (58%), Rebounds 44:36, Steals 4:7, Turnover 15:9

RheinStars: Anthony King (5 Punkte), Richard Williams (19/3 Dreier), Robin Christen (1), Alex Foster (14/2), Hugh Robertson (16/2), Chris Eversley, Jelani Hewitt (7/1), Lennart Steffen (5/1), Leon Baeck, Dennis Heinzmann (1),  Ohne Spielzeit: Tim van der Velde, David Downs.

Alle Stats hier

Verlässlicher Kämpfer: Alex Foster Foto: Gero Müller-Laschet

„Wir können uns das nächste Spiel holen. Alle zusammen“

Mit einer Niederlage sind die RheinStars Köln am Freitagabend in die Playoff-Viertelfinalserie der 2. Basketball-Bundesliga ProA gestartet. 66:84 (24:43) lautete es am Ende beim Ligasouverän Mitteldeutscher BC vor gut 2.500 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels. Sicher hatten sich die RheinStars das erste Playoffspiel nach zehn Jahren Pause anders vorgestellt, hatten aber auch keine Probleme, die Lehren aus dem Auftakt der „Best-of-Serie“ anzunehmen. „Wir wissen jetzt sehr genau, mit welcher Intensität wir arbeiten müssen, um das nächste Spiel zu gewinnen. Das konnten wir uns beim MBC abschauen. Sie waren gut und intensiv. Wir müssen besser spielen, aber das können wir auch“, sagte Headcoach Matt Dodson. Sonntag, 17 Uhr, geht es in der LANXESS arena (live auf sportdeutschland.tv) weiter.

„Es war eine klare Sache heute. Jetzt schütteln wir uns und dann greifen wir wieder an. Wir können uns das nächste Spiel holen. Alle zusammen: Mannschaft, Trainer, Publikum. Wenn wir uns gemeinsam dagegenstemmen, dann haben wir eine Chance“, schwor Manager Stephan Baeck die RheinStars nach der Partie auf den Sonntag ein. „Alle zusammen – und dann von Anfang an bereit. So wie der MBC heute.“

In der Tat hatte der MBC vom Start weg keinen Zweifel daran gelassen, seinen Heimvorteil mit Mann und Maus zu verteidigen. Und dabei kamen ihm wahrscheinlich sogar drei schnelle Pfiffe gegen ihren Center Djordje Pantelic zu Hilfe. Der holte sich in den ersten Minuten gegen Anthony King und Robin Christen drei Fouls ab und räumte nach 3:11min Spielzeit das Feld. Fortan war der MBC nicht nur geweckt, sondern spielte in gezwungenermaßen in kleinerer Formation besser und überraschender. Die RheinStars taten sich zunehmend schwerer.

Köln konnte zwar das erste Viertel nahezu ausgeglichen gestalten (15:16), aber in den zweiten zehn Minuten häuften sich die Fehler im Angriff. Richie Williams, Hugh Robertson, Christen, Alex Foster und King mühten sich ohne Fortune. Dennis Heinzmann durfte dazu wenig zeigen, ohne gleich abgepfiffen zu werden. Aber fakt war: Weißenfels stand in der Abwehr sicher, machte seinerseits in der Offense wenig Fehler und die RheinStars kamen damit nicht zurecht.

„Wir sind in alte Muster zurückgefallen“, stellte Manager Baeck. Statisch, ohne Tempo im Aufbau, in der Abwehr nicht bissig genug – und summierten sich die Fehlwürfe und Ballverluste zum einem Viertelergebnis von 9:27 und dem Pausenstand von 24:43. Nach dem Wechsel ging es erst einmal so weiter und bald war klar, dass sich die Rheinstars an diesem Abend nichts holen würden können. Bis auf 35:59 (27.) enteilten die „Wölfe“, bevor sich die RheinStars wieder fingen. So setzten dann eher auch die Bankspieler an diesem Abend die positiven Akzente: Leon Baeck  im Aufbau, Rückkehrer Lennart Steffen nach seiner Verletzung, dazu der fleißige Chris Eversley  – und die RheinStars gewannen das letzte Viertel mit 21:15. Ein positiver Moment, auf dem sie aufbauen können.

Holen sie sich am Sonntag den Heimsieg, steht auch gleichzeitig fest, dass es ein weiteres Heimspiel für die RheinStars am Ostersamstag geben wird. Nicht die schlechteste Motivation.

Viertelergebnisse: 15:16, 9:27, 21:26, 21:15

Besondere Stats: King (9 Punkte/ 9 Rebounds), Freiwürfe Köln 67%  (12 von 18), Würde aus dem Feld Köln (23/65 = 35%), MBC 25/55 = 45%), Rebounds Köln 38 – MBC 37, Assists 9:13, Steals 6:8, Turnover 16:13,

RheinStars: Richie Williams (14 Punkte/2 Dreier), Hugh Robertson (4), Robin Christen (11/3), Alex Foster (3), Anthony King (9), Leon Baeck (5), Jelani Hewitt (8/2), Chris Eversley (5), Lennart Steffen (3/1), Tim van der Velde (2), Dennis Heinzmann (2), David Downs.

Alle Stats hier 

Foto: Matthias Kuch/MBC

Riesige Vorfreude auf erste Playoff-Serie seit zehn Jahren

Erstmals seit zehn Jahren ziehen wieder Kölner Basketballer in eine Playoff-Serie. Kein Wunder also, dass die Vorfreude bei den RheinStars Köln auf die Auseinandersetzung mit dem Mitteldeutschen BC im Playoff-Viertelfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProA riesengroß ist. Am Freitag startet die „best of five“-Serie für die Rheinländer in Weißenfels (19.30 Uhr), bevor es dann am Sonntag in der LANXESS arena (17 Uhr) mit dem ersten Heimspiel für die RheinStars – präsentiert von Partner Canada Life – weitergeht. Drei Siege sind zum Weiterkommen nötig – und der klare Favorit ist der souveräne Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger aus Sachsen-Anhalt. Nur drei von 30 Spielen hat der MBC verloren, würde also seine Niederlagenzahl bei einem Ausscheiden glatt verdoppeln.

In Köln allerdings kümmert die verständlicherweise breite Brust und das Selbstbewusstsein des MBC so recht niemanden. Die Spielzeit war von genügend Hindernissen geprägt, das Erreichen der Playoffs wurde auf dem harten Weg erarbeitet. „Wir haben spät, aber rechtzeitig den Turnaround geschafft“, sagt Manager Stephan Baeck.

Wieso also sollten sich die RheinStars vor einer Auseinandersetzung mit den Liga-Dominatoren fürchten? Zumal die Bilanz mit dem Mitteldeutschen BC ausgeglichen ist. Einer 64:79-Niederlage auswärts steht ein 85:70-Erfolg in der LANXESS arena gegenüber. Außerdem passen die Spieler auf den einzelnen Positionen aus Kölner Sicht recht gut zueinander und unter den Körben haben die RheinStars sogar ein deutliches Rebound-Übergewicht. Soweit die Theorie.

„Wir haben die Woche gut trainiert, haben eine gute Mannschaft und wissen alle, worum es geht. Nach der Hauptrunde sind die Playoffs wie ein Neuanfang für uns. Dabei geht es für alle bei null los, jede Mannschaft kann gewinnen“, sagt Headcoach Matt Dodson. „Wir haben große Lust auf die Spiele und freuen uns. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen Charakter gezeigt und auch die Fans begeistert. Der MBC hat zurecht eine breite Brust, wir aber haben eine Menge Rückenwind aus den letzten Spielen mitgenommen. Wir wollen dem MBC das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt Manager Stephan Baeck und zitiert den Trainer-Altmeister Svetislav Pesic: „Es ist theoretisch und praktisch unmöglich, ein Spiel zu gewinnen oder zu verlieren, bevor man es gespielt hat.“

Das Selbstbewusstsein jedenfalls hat bei den Kölnern durch den späten Einzug in die Runde der besten acht Team noch einmal einen Sprung gemacht. Wer sich aus der fünften Liga bis in die zweite Liga zurückgekämpft hat und nun Playoffs bestreiten darf, der fühlt sich mit dem Gang gegen den Ex-Bundesligisten eher belohnt. Vor zehn Jahren gab es übrigens einen 3:2-Sieg über die Eisbären Bremerhaven. Und auch die hatten damals zuerst Heimrecht.

Die RheinStars-Termine im Viertelfinale

Freitag, 7. April (19.30 Uhr) – MBC vs. RheinStars
Sonntag, 9. April (17 Uhr) –  RheinStars vs. MBC
Mittwoch, 12. April (19.30 Uhr) – MBC  vs. RheinStars
*Ostersamstag, 15. April – RheinStars – MBC
*Ostermontag, 17.April – MBC – RheinStars
Die mit einem * gekennzeichneten Spiele finden nur statt, wenn die Serie nicht vorher schon entschieden ist.

Playoffs, Baby! Foto: Gero Müller-Laschet

 

Alle Infos zu den Playoffs 2016/2017

Mit dem Erfolg in Nürnberg haben die RheinStars Köln am Samstagabend erstmals in ihrer Historie den Einzug in die Playoff-Runde der besten acht Teams in der 2. Basketball-Bundesliga ProA geschafft. Gegner in der Viertelfinal-Serie ist Liga-Topfavorit, Bundesliga-Absteiger und Tabellenführer Mitteldeutscher BC. Obwohl der MBC in der Hauptrunde nur drei Spiele verloren hat, ist die Bilanz zwischen beiden Mannschaften in der laufenden Saison ausgeglichen. In Weißenfels verloren die RheinStars mit 64:79, gewannen aber das Rückspiel in der LANXESS arena mit 85:70. Jenseits der sportlichen Situation klären wir aber heute erst einmal die wichtigsten Fakten zu den Playoffs. 

Wie funktionieren die Playoffs?
In den Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProA werden sowohl das Viertelfinale als auch das Halbfinale im Modus „best of five“ ausgetragen. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist weiter. Heimrecht im ersten Spiel, im dritten Spiel und – sofern notwendig – im fünften Spiel hat in beiden Playoff-Runden jeweils die Mannschaft, die nach Abschluss der Hauptrunde besser platziert war. Der Gegner in den Spielen zwei – und sofern notwendig – und vier. Die beiden Sieger der Halbfinals haben sich sportlich sowohl für die easycredit-Bundesliga als auch für die ProA-Finalspiele qualifiziert. Das Finale um die Meisterschaft wird in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen, wobei die nach Abschluss der Hauptrunde besser platzierte Mannschaft das Heimrecht im zweiten Spiel hat.

Die Playoff-Termine 2016/2017

  • Viertelfinalspiele 7., 9., 12., 15. und 17. April
  • Halbfinalspiele, 21., 23., 26., 29. April und 1. Mai
  • Finalspiele 4. und 7. Mai

Die RheinStars-Termine im Viertelfinale

Freitag, 7. April (19.30 Uhr) – MBC vs. RheinStars
Sonntag, 9. April (17 Uhr) –  RheinStars vs. MBC
Mittwoch, 12. April (19.30 Uhr) – MBC  vs. RheinStars
*Ostersamstag, 15. April – RheinStars – MBC
*Ostermontag, 17.April – MBC – RheinStars
Die mit einem * gekennzeichneten Spiele finden nur statt, wenn die Serie nicht vorher schon entschieden ist.

Infos zu Dauerkarten und Einzeltickets in den Playoffs

  • Eine Dauerkarte bei den RheinStars Köln umfasst alle Heimspiele der Hauptrunde in der ProA und gilt automatisch für alle eventuellen Playoff-Spiele der Saison 2016/17.
  • Jede Dauerkarte behält ihren Platz aus der Hauptrunde
  • Alle während der Playoffs ausgetragenen Heimspiele werden gesondert nach der Saison abgerechnet.
  • Weiterführende Informationen über die Sonderpreise für Dauerkarteninhaber erhaltet ihr hier
  • Einzeltickets sind wie üblich im Online-Shop und ab Montag bei den bekannten Vorverkaufsstellen zu erwerben.

Wo spielt der Mitteldeutsche BC? Wie weit ist das?
Der MBC trägt seine Heimspiele in der Stadthalle Weißenfels aus. Die aufgrund des MBC-Spitznamens „Die Wölfe“ auch „Wolfsbau“ genannte Halle bietet 3.000 Plätze, davon sind 2.300 Sitzplätze. Weißenfels mit seinen rund 40.000 Einwohnern liegt in Sachsen-Anhalt und rund 460 Kilometer von Köln entfernt. Die Anfahrt erfolgt über A45 und A4.

Adresse:
Stadthalle Weißenfels
Beuditzstraße 69a
06667 Weißenfels

Internetseite mit Ticketinfos mitteldeutscherbc.de

Foto: Sportfoto Zink

 

 

RheinStars kämpfen sich in Nürnberg in die Playoffs!

Vor, zurück, zur Seite, ran – Herzlich Willkommen, Neuanfang! So singt es Clueso – und so gilt es auch für die RheinStars Köln. Auf geht´s in die Playoffs 2016/2017. Nach dem 84:78 (43:32)-Erfolg bei den Nürnberg Falcons BC am Samstagabend steht es fest, die Kölner ziehen als Achte ins Viertelfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Erstmals. Gegner in der „Best of five“-Serie wird Bundesliga-Absteiger und Tabellenführer Mitteldeutscher BC. Freitag startet die Serie in Weißenfels, am Sonntag (17 Uhr) kommt dann der Topfavorit in die LANXESS arena.

Während die Nürnberger nach dem Ende des 30. Spieltags ihren überraschend sicher erreichten Klassenerhalt feierten, ballten nicht allein die RheinStars-Verantwortlichen bei den Kölnern die Fäuste. „Ich bin überglücklich. Wir sind in den Playoffs, das zählt. Jetzt geht es von vorne los“, sagte Manager Stephan Baeck. Man darf das ja nicht vergessen: Nach dem Start mit 1:6-Siegen waren die RheinStars zwischendurch auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. Verletzungen, Neuzugänge, Trainerwechsel. Beeindruckende Erfolge über die Topteams, verdaddelte Siege. Nichts ging leicht. Und nun am Ende doch ein „Zwischen-Happend“.

„Die letzten vier Spiele waren ein Charaktertest für die Mannschaft. Den haben wir gemeinsam bestanden. Wir haben uns trotz der Foulprobleme von Richie und Leon durchgesetzt. Jetzt sind wir in den Playoffs – und es geht von vorne los“, freute sich Headcoach Matt Dodson.

Vor den gut 500 Zuschauern in der Halle des Berufsbildungszentrums in Nürnberg hatten die RheinStars das Spiel lange diktiert. Es ging gleich mit einem 10:0-Lauf los, der bis auf 33:12  (12.) ausgebaut wurde. Doch die Hausherren, die sich in ihrem letzten Saisonspiel nochmal von ihrer besten Seite zeigen wollten, kamen zurück und bis auf 68:70 (36.) ran. Wie so oft in der Saison der Kölner wurde es so dann doch wieder eine Nervenprobe. Währenddessen die früh im letzten Viertel mit vier Fouls belasteten Richie Williams und Leon Baeck ihre liebe Mühe im Pointguard-Duell mit Dante Watkins (29 Punkte) hatten, kämpften sich die Gäste vor allem Dank der herausragenden Alex Foster (23 Punkte, dabei die die ersten drei Dreier verwandelt), Hugh Robertson (18 Punkte/16 davon nach der Pause) und Robin Christen (verwandelte alle seine 10 Freiwürfe) zum Erfolg.

Am Ende hatten so alle etwas vom Abend. Die Zuschauer einen prickelnden Abend, die Nürnberger eine kampfstarke Mannschaft und die Kölner den ersten Playoff-Einzug in der Historie. MBC, wir kommen!

Viertelergebnisse: 29:12, 14:20, 20:21, 21:25

Besondere Stats: Alex Foster 23 Punkte, 4 von 7 Dreiern, 6 Rebounds; Hugh Robertson 18 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists. Köln trifft 28 von 29 Freiwürfen (97%), Rebounds 40:32 Köln, Assists 14:18, Turnover 17:11.

RheinStars: Hugh Robertson (18 Punkte/2 Dreier), Alex Foster (23/4), Robin Christen (10), Anthony King (4), Richie Williams (5/1), Leon Baeck (9), Jelani Hewitt (6/2), Dennis Heinzmann (2), Chris Eversley (5/1), Tim van der Velde (2). Ohne Spielzeit: Andi Wenzl, David Downs.

Alle Stats gibt es hier:

Foto: Sportfoto Zink

Willi Ostermann vereint Karneval und Basketball

Die RheinStars Köln und die Willi Ostermann Gesellschaft machen ab sofort gemeinsame Sache. „Für mich sind die RheinStars ein Teil von Köln genau wie wir. Karneval und Basketball, Offenheit und Leichtigkeit, dass passt hervorragend zusammen. Deshalb wollen wir in Zukunft schauen, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können“, sagte jetzt Ralf Schlegelmilch, Präsident der Willi Ostermann Gesellschaft Köln zur Kooperation mit dem Klub der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

„Basketball hat gerade in Köln eine Heimat. Wir sind ein Sport, der vor allem junge Menschen anspricht, aber wir leben und lieben ebenso unsere kölschen Wurzeln. Unsere Vereinsmitglieder genauso wie unsere jungen und alten Fans. Wer hat noch nicht Heimweh nach Kölle verspürt und ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn von Willi Ostermann auf den Lippen gehabt“, sagt Manager Stephan Baeck und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wir haben an unserem Karnevalsspiel in der Woche vor Rosenmontag sogar den scheinbar übermächtigen Tabellenführer Mitteldeutscher BC geschlagen. Ein jecker Abend mit ausschließlich kölschen Tönen. Wir sehen also, dass kölsche Mundart, Tradition und Karneval auch allein aus sportlichen Gründen wichtige Faktoren für uns sind.“

Über die Willi Ostermann Gesellschaft
Die Willi Ostermann Gesellschaft Köln 1967 e.V. hat sich der Brauchtumspflege und dem Andenken an den großen Kölner Heimat- und Liederdichter Willi Ostermann verpflichtet. Zahlreiche Ostermann-Ausstellungen, die Andenkenpflege und jährlich stattfindende Traditionsfahrten unterstreichen diese Aufgabe. Neben den abwechslungsreichen Sitzungen veranstaltet die Willi Ostermann Gesellschaft jedes Jahr die traditionelle Sessionseröffnung am 11.11. auf dem Heumarkt. Gegründet wurde die Gesellschaft am 28. Februar 1967 im „Haus Zims“ am Heumarkt mit vierzehn Mitstreitern.

Mehr Infos hier

Stephan Baeck und Ralf Schlegelmilch vor dem Willi-Ostermann-Brunnen in Köln. Foto: Gero Müller-Laschet

Volle Konzentration aufs wichtigste Saisonspiel

Einen Schritt noch in die richtige Richtung. Nur einen Sieg, dann hätten die RheinStars Köln ihr großes Saisonziel „Teilnahme an den Playoffs“ doch noch erreicht. Aus eigener Kraft, am abschließenden 30. Spieltag der Hauptrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Gewinnen die RheinStars am Samstag (19.30 Uhr/liveblog auf nordbayern.de) in der Halle des Berufsbildungszentrums am Berliner Platz in Nürnberg bei den Falcons BC, stehen sie als Achter der Tabelle fest.

Ein Schritt nur, aber einer, den die RheinStars mit sehr viel Respekt angehen. „Nürnberg ist eine starke Mannschaft, die weiß wie man Basketball spielt. Sie haben nur drei Spiele weniger gewonnen als wir“, sagt Headcoach Matt Dodson vor dem Gang zum Tabellenzwölften. Niemand bei den Kölnern möchte sich da vom klaren 88:51-Hinspielsieg Anfang Dezember täuschen lassen, als die staugeplagten Falcons gefühlt erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn in der LANXESS arena auftauchten. Das war ein anderer Tag und andere Umstände. Köln jedenfalls wird schon einen Tag vorher ins Frankenland reisen.

„Wie beim Sieg über Paderborn müssen wir alle zusammen hochkonzentriert an die Sache herangehen. Keinen Millimeter dürfen wir unseren Fokus von dem Spiel am Samstag ablenken. Alles was davor war und was danach kommen könnte, darf uns nicht interessieren. Das wird unser wichtigstes Spiel der Saison. Und wir haben die riesige Chance unseren Aufwand mit dem Einzug in die Playoffs zu belohnen“, sagt Manager Stephan Baeck. Mit einem Erfolg wären die RheinStars im Dreikampf um Platz acht mit den Uni Baskets Paderborn und den Hamburg Towers unabhängig von dem Ausgang der anderen Partien durch. Andernfalls muss neu gerechnet werden.

Die BC Falcons verfügen gegenüber dem Hinspiel über einen eingespielten Kader sowie mit Andrew Young über einen weiteren starken Guard. Er bildet mit Aufbau Diante Watkins auf den kleinen Positionen eine gefährliche Kombination, die zusammen für knapp 30 Punkte und 8 Assists pro Spiel gut ist. Dazu kommen mit André Calvin, Sebastian Schröder und Dan Oppland weitere punktstarke Leistungsträger. Bei den Teamstatistiken liegen beide Teams nicht weit auseinander. Köln hat etwas mehr Punkte geworfen und weniger kassiert, aber Nürnberg trifft hochprozentiger sowohl bei den Würfen aus dem Feld als auch von der Freiwurflinie. Dafür greifen die RheinStars deutlich mehr Rebounds, sind bei den Defensivrebounds inzwischen sogar Ligaspitze. Alle anderen Statistiken geben sich nicht wirklich viel.

Zum Live-Blog am Samstag geht es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars mit Willen und Leidenschaft zum Happyend

Wille, Leidenschaft und endlich auch mal ein Happyend. Jedenfalls für den Moment. Die RheinStars Köln haben am Freitagabend die Nerven behalten, die Uni Baskets Paderborn in überzeugender Manier mit 67:51 (35:26) geschlagen – und sich neben dem direkten Vergleich gegen einen direkten Playoff-Konkurrenten auch bessere Karten für das Ligafinale am ersten April-Wochenende in Nürnberg besorgt. Nach dem Auftakt des 29. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA übernachten die RheinStars sogar auf dem achten Platz der Tabelle. Dem Ziel aller aktuellen Träume. Aber der Weg bis zur Absicherung ist noch weit und voller Unwägbarkeiten. Die Chancen stehen derzeit vielleicht bei 50:50. Wer hätte das vor ein, zwei Wochen noch gedacht.

Manager Stephan Baeck waren die Rechenspiele erstmal egal. „Wir haben uns heute endlich einmal für unseren Aufwand belohnt. Wahrscheinlich sogar das erste Mal in dieser Saison“, freute sich Baeck. In der Tat gelang den RheinStars ein glatter Auftritt vor den 2.058 begeisterten Zuschauern in der LANXESS arena, darunter der frisch verabschiedete Fussball-Nationalspielerer Lukas Podolski, DJ Chino von Culcha Candela, Ex-FC-Profi und Trainer Patrick Helmes, Musiker Mo Torres, zahlreiche Haie-Spieler und, und, und. Es gab was zu sehen in und um das Spiel, das von Partner Weinor präsentiert wurde.

Konzentriert, aggressiv in der Verteidigung und eigentlich wie schon in Hamburg durchweg wach, erspielten sich die Hausherren von Beginn an Vorteile gegen die Uni Baskets. „Wir waren nicht so richtig präsent“, monierte Gästetrainer Uli Nächster, „aber die Kölner haben uns auch sehr stark verteidigt.“ Über 17:10 im ersten Viertel ging es von 29:26 (16.) auf 35:26 zur Halbzeit – und als die Kölner wieder hellwach aus der Kabine kamen, wuchs der Vorsprung auf 46:26 (25.).

Von da an ging es aufgrund der RheinStars-Vorstellung tatsächlich nicht mehr zuvorderst um den Sieg, sondern um dessen Höhe. Denn neben dem Erfolg brauchten die RheinStars auch den direkten Vergleich, um ihre Chancen auf die Playoff-Teilnahme zu verbessern. 81:91 war das Hinspiel an die Uni Baskets gegangen, jetzt lagen die Kölner mit zehn Punkten in der Gesamtwertung vorne – und von dieser Spannung lebte das Spiel bis zum Happyend für die RheinStars. Nur einmal verkürzten die Gäste auf 48:36 (28.), doch dann pendelte sich der Vorsprung bei 15 ein, mal zwei Zähler weniger, mal zwei mehr – die Uni Baskets immer gefährlich im Schlepptau mit Blick auf den direkten Vergleich.

„Wir durften nicht nachlassen, denn man konnte immer sehen, dass Paderborn eine sehr starke Mannschaft ist“, sagte Headcoach Matt Dodson. „Wir werden jetzt durchschnaufen und dann beschäftigen wir uns ab Montag intensiv mit Nürnberg.“ Zusammen mit Assistant Coach Johannes Strasser will er den nächsten Sieg holen, um dann zu schauen, was am Ende herausgekommen ist. Vielleicht ja sogar die Fortsetzung der Saison im Playoff-Viertelfinale.

Viertelergebnisse: 17:10, 18:16, 18:11, 14:14

Besondere Stats: Dennis Heinzmann „Double-Double“ – 11 Punkte/12 Rebounds, Richard Williams 8 Assists, Anthony King 10 Rebounds.

RheinStars: Robin Christen (5 Punkte/1 Dreier), Richie Williams (11/1), Hugh Robertson (15/1), Alex Foster (9/1), Anthony King (5), Dennis Heinzmann (11), Chris Eversley (7/1), Jelani Hewitt (2), Tim van der Velde, Leon Baeck (2), David Downs. Ohne Spielzeit: Andi Wenzl

Alle Stats hier

Anthony King. Foto: Gero Müller-Laschet