05. Spieltag

67 VS 78

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WochentagSamstag
Datum21.10.2017
Uhrzeit19:00
OrtGraf-Stauffenberg-
Halle Bamberg

Vorbericht

Kavin Gilder-Tilbury (RheinStars Koeln #1)[/caption]

Köln will den Schwung vom Karlsruhe-Sieg nach Baunach mitnehmen

Vor einer kniffligen Herausforderung stehen die RheinStars am kommenden Wochenende in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Am Samstag (19 Uhr) gastieren die Kölner am fünften Spieltag bei den Baunach Young Pikes, dem Ausbildungsteam des Euroleague-Teams und amtierenden Deutschen Meisters und Pokalsiegers Brose Bamberg. Knifflig, weil der aktuell letzte Tabellenplatz der Baunacher nicht annähernd das Talent des Gegners widerspiegelt. Köln will aber unbedingt den Schwung aus dem 75:57-Sieg über Karlsruhe für die nächste Heimpartie gegen Ex-Bundesligist Crailsheim am Freitag in acht Tagen mitnehmen. Also muss in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle ein Sieg her.

„Baunach ist sicherlich eine Mannschaft mit einem der höchsten Basketball-IQs in unserer Liga. Ich freue mich auf den Vergleich“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer. „Sie haben sehr viel Talent im Kader. Man sieht, dass in der Arbeit der Trainer das Gewinnen gegenüber der Entwicklung der Spieler zurücksteht. Aber sie werden kommen und am Ende der Saison sicherlich nicht dort stehen wo sie sich jetzt befinden. Nicht nur Vechta haben sie das Siegen echt schwer gemacht“ Vor allem der 19 Jahre alte Australier William McDowell-White hat es ihm angetan. „Ein ganz starker Spieler, der ihnen in den letzten beiden Spielen gefehlt hat. Wenn er dabei ist, wird es ungleich schwerer für uns.“

Andererseits spricht das Gesetz der Serie für einen Kölner Erfolg. In allen vier bisherigen Auseinandersetzungen gingen die RheinStars als Sieger vom Feld. Teilweise gab es Erfolge nach ganz hochklassigen Vergleichen wie im Januar in der LANXESS arena, als die Kölner in Arnoldas Kulboka und Leon Kratzer ihre größten Herausforderungen hatten. Beide sind inzwischen in Topligen untergekommen. Kratzer bei s.Oliver Würzburg in der easycredit-Bundesliga, Kulboka in Italien beim sizilianischen Klub Capo D´Orlando. Damit dienen die zwei sicherlich als Vorbilder für die neuen Young Pikes, dem mit 19,8 Jahren im Schnitt neben dem Ulmer Ausbildungsteam „Orange Academy“ jüngsten Team der ProA.

Köln wiederum hat sich inzwischen zu einem gelasseneren Umgang mit den Verletzungen seiner Spieler durchgerungen. In dieser Woche fehlten neben Jesse Morgan (Sprunggelenk) und Andi Wenzl (Knie) auch Dennis Heinzmann (Knie) und Kalvin Gilder-Tilbury (Sprunggelenk). „Wir werden sehen, wer Freitagabend beim Abschlusstraining dabei ist“, sagt Coach Wucherer mit einem leichten Augenzwinkern. Schließlich hat Gilder-Tilbury schon in der Vorwoche aussetzen müssen, aber am Sonntag beim Erfolg über Karlsruhe einen überzeugenden Auftritt hingelegt. „Schauen wir mal, wie lange das ohne Training so bleibt.“

Achtung! Das Spiel ist nur über den Liveticker der 2. Basketball-Bundesliga ProA im Netz zu verfolgen. Zum Ticker geht es hier

Kavin Gilder-Tilbury Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

Besnik Bekteshi (RheinStars Koeln #7)

Mutige RheinStars am Ende unwiderstehlich

Mit einem energischen Schlussspurt haben sich die RheinStars Köln den dritten Saisonerfolg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gesichert und weiteren Schwung für die nächste Heimaufgabe am kommenden Freitag in der LANXESS arena gegen die Crailsheim Merlins holen können. Am Ende langte es am fünften Spieltag bei der starken Bamberger Talentfiliale der Baunach Young Pikes am Samstagabend zu einem 78:67-Sieg (18:20, 15:24, 22:17, 23:6) in der mit 800 Zuschauern gut besuchten Graf-Stauffenberg-Halle. Bei nun 3:2-Siegen haben die RheinStars erstmals seit dem 23. Januar 2016 wieder ein positives Punktverhältnis im aktuellen Ligatableau aufzuweisen.

Dabei tat sich der Favorit aus dem Rheinland lange Zeit schwer gegen die hochtalentierten Hausherren, bei denen der erst 19 Jahre alten Pointguard William McDowell-White (Grippe) erstmals seit seinem Auftritt beim 65:67 gegen Ligafavorit Rasta Vechta mitwirken konnte. Aber wie schon gegen den Karlsruher Richie Williams gelang auch gegen die Young Pikes dann irgendwann das Eindämmen der Schaltzentrale durch die Defensiv-Arbeit der Kölner Guards. Der junge Australier spielte fast durch – aber im entscheidenden Moment hatten die RheinStars dann mehr Körner, mehr Willen, die längere Bank und damit auch den erfolgreicheren Plan.

„Gratulation an die gesamte Mannschaft. Sie hat sich mit viel Herz und der richtigen Intensität nach der Pause bei einem starken Gegner verdient durchsetzen können“, sagte Manager Stephan Baeck nach der intensiven Auseinandersetzung. Köln hatte über das gesamte Spiel die Ruhe bewahrt, sich auch von den zwischenzeitlichen Rückständen zur Halbzeit (33:44) und nach 25 Minuten (42:54) nicht vom Weg abbringen lassen. „Die erste Halbzeit war sicherlich ein Abbild der letzten beiden Trainingswochen mit vielen Verletzten. Wir waren gegen eine intelligenten Gegner immer einen Schritt zu spät, hatten keinen Zugriff. Aber nach der Pause haben wir unser Herz gefunden. Und es am Ende den Sieg auch gut nach Hause gespielt“, bilanzierte Cheftrainer Denis Wucherer. „So ein Erfolg ist wichtig für die Mannschaft, zeigt uns aber auch, das wir weiterhin viel Arbeit vor uns haben.“

Noch bis zum 52:61 (30.) konnten die Bamberger die RheinStars gehörig ärgern. Aber dann begannen die Minuten von Besnik Bekteshi, der nach seinen Fußproblemen aus der Vorwoche wieder mitwirken konnte. Genauso übrigens wie die angeschlagenen Kavin Gilder-Tilbury und Dennis Heinzmann. In der spielentscheidenden Phase waren die RheinStars hellwach und unwiderstehlich. Bekteshi läutete die Aufholjagd mit einem Dreier zum 55:61 vier Sekunden vor Ende des dritten Durchgangs ein. Aus einem 9:0-Lauf wurde ein 27:2-Spektakel. Allein Bekteshi, der bislang in dieser Saison erst acht Punkte insgesamt erzielt hatte, war mit 11 Punkten beteiligt.

Manager Baeck weiter: „Das war ein echter Teamerfolg, an dem alle ihren Anteil hatten. Wir haben uns mit viel Engagement den Sieg erkämpft und das sollte uns auch für das Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins am kommenden Freitag den nötigen Mut geben.“

Spielfilm: 18:20 (10.), 33:44 (20.), 42:55 (25.), 55:61 (30.), 68:63 (35.), 78:67 (40.)

Stats nach zwischenzeitlichem Ausfall in Bamberg ohne Gewähr!

Besondere Stats: Matt Vest (88% Treffer aus dem Feld, 7/8, davon alle drei 3er), Kavin Gilder-Tilbury (73 % aus dem Feld, 8/11), Freiwürfe 12/14 (86%), Rebounds 23:22 für Köln, Assists 18:18, Turnover 8:18, Steals 6:6.

RheinStars. Max Die Leo (2), Leon Baeck (5), Matt Vest (18/3 Dreier), Kalvin Gilder-Tilbury (17/1), Keith Ramsey (11), Besnik Bekteshi (11/3), Dennis Heinzmann (7), Alex Foster (3), Bene van Laack, Lukas Wank (4). Ohne Spielzeit: Jonas Gottschalk

Die kompletten Stats gibt es hier

Besnik Bekteshi I Foto: Gero Müller-Laschet