08. Spieltag

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64 VS 60

WochentagDonnerstag
Datum09..11.2017
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

TRIER SOLL WIEDER VOLLGAS-VERANSTALTUNG WERDEN

Der Blick der RheinStars Köln geht nach vorne. Drei Spiele in neun Tagen, drei Chancen auf Punkte für die Tabelle in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Drei Möglichkeiten, zurück auf die Playoff-Plätze zu klettern. Den Auftakt bildet am kommenden Donnerstag, 9. November, das Derby mit dem ehemaligen Bundesligisten RÖMERSTROM Gladiators Trier ab 19.30 Uhr in der LANXESS arena. Danach folgt die Karnevalsfahrt am Elften im Elften zu den Unibaskets Paderborn, bevor am Freitag, 17. November die Kirchheim Knights nach Köln kommen.

„Trier ist eine starke Mannschaft mit Ambitionen und ein sehr guter Test für uns“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer, der nach der überraschend klaren Niederlage in Nürnberg aktuell im Training vor allem am Offensivspiel seiner Mannen arbeitet. „Wir müssen unsere Spielsysteme laufen und die dann auch exekutieren. Das funktioniert von Tag zu Tag und Training zu Training immer ein bisschen besser.“

Auch Manager Stephan Baeck ist überzeugt davon, dass die Mannschaft wie schon gegen die Karlsruhe Lions und die Crailsheim Merlins höchst motiviert und mit vollem Einsatz an ihrer Heimspielstätte zu Werke gehen wird. „Vielleicht sind sie alle nach dem Ausrutscher in Nürnberg anfangs etwas nervös, aber zusammen mit den Fans an der Seite wird sich das schnell legen. Ich bin überzeugt davon, dass wir eine gute Partie sehen werden. Vielleicht sogar wieder eine echte Vollgas-Veranstaltung.“

Zumal das Duell der beiden Basketball-Standorte ein traditionsreiches ist. Kölner Basketball Klubs kommen auf 782 Erstliga-Spiele, Trierer sogar auf 50 mehr. Insgesamt haben beide Städte über 1.600 Bundesliga-Spiele in zusammen gut 50 Spielzeiten absolviert. In der ProA liegt die Bilanz aus Kölner Sicht bei 1:3. Letztes Jahr unterlagen die RheinStars in eigener Halle der Mannschaft von Trainer Marco van den Berg, davor gab es einen Heimsieg. Am Donnerstag sollen der Sieg und die Punkte wieder in Köln bleiben.

Kölns Coach Denis Wucherer konnte nach dreitägiger Pause und dem Wochenende am Montag im Training auf alle Spieler bis auf Jesse Morgan (Sprunggelenk) zurückgreifen, der in der zweiten November-Hälfte in den Kader zurückkehren soll. Auch die Gäste sind nicht frei von Sorgen: Nach dem Ausfall von Kilian Dietz zu Saisonbeginn und den Rückenproblemen von Kapitän Simon Schmitz, müssen die Trierer nun langfristig auf Justin Alston verzichten. Der 23 Jahre alte Center erlitt im Training einen Haarriss im Fuß und fällt voraussichtlich mindestens acht Wochen aus. Vor Wochenfrist zählte er neben Topscorer Kyle Dranginis und den erfahrenen Jermaine Buckenor, Kevin Smits und eben Schmitz zu den Leistungsträgern beim Erfolg über die Hebeisen White Wings aus Hanau.

Kavin Gilder-Tilbury I Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RHEINSTARS KÄMPFEN SICH MIT HERZ ZUM SIEG

In einem intensiven Kampfspiel setzten sich die RheinStars Köln am Donnerstagabend gegen die Römerstrom Gladiators Trier mit 64:60 (19:19, 18:14, 10:19, 17:8) durch und kletterten zum Abschluss des achten Spieltags der 2. Basketball-Bundesliga ProA wieder auf einen Playoff-Platz. Wie schon die jüngste Auseinandersetzung in Overtime mit den Crailsheim Merlins war auch dieses Heimspiel nichts für schwache Nerven. Zehnmal wechselte die Führung, fünf Mal stand es remis. Doch anders als gegen die Süddeutschen behielten die RheinStars im Duell der Römerstädte das bessere Ende für sich.

Die Trainer beider Teams waren sich hernach einig: „Es war sicher nicht das beste Basketballspiel, das ich jemals gesehen habe“, bemerkte Triers Headcoach Marco van den Berg und Kölns Cheftrainer Denis Wucherer stimmte zu. „Beide Teams haben mit vielen Verletzungen zu kämpfen, versuchen gerade ihre Struktur, ihr Gefüge zu finden.“ Bei Köln fehlte diesmal neben Jesse Morgan (Sprunggelenk) und Andi Wenzl (Knie) noch Leon Baeck, der sich im Abschlusstraining am gestrigen Mittwoch verletzte. Auf Trierer Seite musste der Coach auf Kapitän Sebastian Schmitz, Kilian Dietz und John Alston verzichten. Immerhin konnte er mit Anton Shoutvin einen frisch verpflichteten Center-Ersatz für Alston bringen. Und obwohl viel Qualität auf beiden Seiten verletzungsbedingt fehlte, bekamen die 1.278 Zuschauer in der LANXESS arena einen mitreißenden Abend geboten.

Köln hatte dabei, wie schon in den Vorwochen, Probleme im Angriff die Systeme zu Ende zu spielen, wirkte mitunter überhastet und fand nicht wirklich ins Spiel. „Letztlich haben wir uns sowohl zum Start als auch nach der Halbzeit anfangs nicht gefunden“, sagt Coach Wucherer. Zweimal lagen die RheinStars deutlich hinten. Immerhin, nach dem 9:19 (7. Minute) kamen die Kölner auf, glichen aus bis zum Ende des ersten Viertels (19:19) und gingen mit einem kleinen Vorsprung (37:33) in die Pause. Nach dem Seitenwechsel gelangen den Hausherren in den ersten sechs Minuten nur zwei Zähler, Trier kam auf 15 und führte in der 26. Minute 39:48. Doch wenn Köln in diesem Jahr eines auszeichnet, dann der Wille, ein Spiel doch noch irgendwie zu biegen. Schlussendlich fanden die Kölner auch die richtigen Spieler für diesen Abend auf dem Feld.

Wucherer: „Wir haben das Line Up einige Male wechseln müssen, aber dann hatten wir es gefunden und haben am Ende auch die Leistung gezeigt, die man braucht, um solche Spiele zu gewinnen.“ In diesem Fall Topscorer Kavin Gilder-Tilbury (25), „Dauerbrenner“ Matt Vest (16 Punkte), Alex Foster und Lukas Wank mit den besten Plusminus-Werten des Teams sowie den nimmermüden Kapitän Max DiLeo. Bei 58:56 (36.) holten sich die RheinStars die Führung zurück, behielten sie bei 60:57 (37.), kassierten 20 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich (60:60), um dann nach vier Freiwürfen von Gilder-Tilbury in Jubel ausbrechen zu können.

Coach Denis Wucherer: „Wenn beide Mannschaften wieder mit der vollen Kapelle spielen können, dann werden wir nicht nur beide besser spielen, sondern uns auch in der Playoffs wiedersehen. “

Spielfilm: 9:13 (5.), 19:19 (10.), 26:25 (15.), 37:33 (20.), 39:45 (25.), 47:52 (30.), 56:56 (35.), 64:60 (40.)

Besondere Stats: Köln 14 von 16 Freiwürfen (88%), Rebounds Köln 32:33 Trier, Turnover 19:20, Steals 8:8, Assists 16:12.

RheinStars: Kevin Gilder-Tilbury (25/2 Dreier), Max DiLeo (6), Besnik Bekteshi, Keith Ramsey, Matt Vest (16/2), Dennis Heinzmann (3), Alex Foster (7), Bene van Laack (3), Lukas Wank (4), Ohne Spielzeit: Filip Kukic, Jonas Gottschalk.

Alle Stats gibt es hier

Kavin Gilder-Tilbury I Foto Gero Müller-Laschet