10. Spieltag

rsk_spielplan_250x250_rheinstars

64 VS 58

WochentagFreitag
Datum17.11.2017
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

Jesse Morgan (RheinStars Koeln #2)[/caption]

Duell auf Augenhöhe gegen die Ritter aus Kirchheim

Ein spannendes Duell auf Augenhöhe erwarten die RheinStars Köln mit ihrem nächsten Gegner Kirchheim Knights am Freitag (19.30 Uhr) in der LANXESS arena. Aktuell liegen die beiden Kontrahenten vor ihrem Aufeinandertreffen auf Platz acht und neun der 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Wir wollen gewinnen, um den Anschluss an die Topteams nicht zu verlieren“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer vor dem zehnten Spieltag der Saison.

Mit zwei Siegen im Rücken sieht sich der Coach sein Team im Aufwind. ‘Wir gewinnen aktuell Spiele, weil wir in der Verteidigung Zugriff auf die Gegner bekommen. Gegen Trier und Paderborn haben wir es in wichtigen Phasen geschafft, die Gegner unter zehn Punkten pro Viertel zu halten. So kannst du natürlich selbst dann gewinnen, wenn es im Angriff mal nicht so läuft“, führt Wucherer aus.

Bei den Offensivbemühungen seiner Mannen sieht er in der Tat noch viel Potenzial. „Wir arbeiten jeden Tag daran im Training, an besseren Entscheidungen, an besseren Abschlüssen, am Setzen von besseren Blöcken. Das ist ein Prozess, der dauert einfach“, erklärt Coach Wucherer. „Momentan ist das eher wie ein Besuch beim Zahnarzt: Es tut manchmal richtig weh und es zieht sich. Es wäre schön, wenn wir mal eine gewisse Leichtigkeit reinbekommen könnten.“

Einen, der ihn auf dem Weg dahin helfen könnte, ist seit Beginn der Woche wieder aktiv am Training beteiligt. Jesse Morgan hat seine Probleme im Sprunggelenk auskuriert und mischt nach knapp sechs Wochen Pause wieder intensiv mit. Manager Stephan Baeck „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Er hat ein gutes Auge, einen guten Wurf und kann auch mal einen Gegner ausspielen. Ich freue mich, dass er wieder da ist. Jetzt beobachten wir das unter der Woche und schauen, für was es eventuell reichen kann gegen Kirchheim.“  Leon Baeck (Patellarsehne) und Andi Wenzl (Knie) fehlen hingegen weiter auf unbestimmte Zeit. „Bei Leon kann sich das in zwei, drei Wochen zum Guten wende, bei Andi wird es weiter dauern“, sagt Coach Wucherer.

Gegen das zur Saison komplett runderneuerte Kirchheimer Ensemble sieht Wucherer den Schlüssel zum Sieg natürlich auch in der Verteidigungsarbeit: „Wenn wir mit der Aggressivität unserer Guards und unserer relativ großen Rotation auch noch die Wege von dem sehr guten Aufbau einschränken, könnte das der Weg zum Erfolg werden.“ Die Ritter haben mit dem 25 Jahren ehemaligen Würzburger Charles Barton einen starken Spielmacher, der es aktuell auf 17,1 Punkte und 6,2 Assists pro Spiel bringt. Dazu verlässt sich der finnische Coach Anton Mirolybov auf eine recht kurze Rotation, in der Corban Collins (14,3 Punkte im Schnitt) bei den Guards und Kapitän Andre Kronhardt (14,1) unterm Korb herausstechen.

Vor seiner Rückkehr: Jesse Morgan I Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

Jesse Morgan (RheinStars Koeln #2)[/caption]

Intensiven RheinStars gelingt der dritte Sieg in Folge

Die RheinStars Köln arbeiten sich weiterhin erfolgreich durch die 2. Basketball-Bundesliga ProA. Am Freitagabend konnte die 1.653 Zuschauer in der LANXESS arena im Duell mit einem direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze den dritten Sieg in Folge feiern. 64:58 (15:14, 21:18, 10:16, 18:10) gewannen die Hausherren zum Auftakt des zehnten Spieltags erstmals überhaupt gegen die Kirchheim Knights und setzten sich in der oberen Hälfte der Tabelle fest.

Sicher hatte der Sieg nicht die filigrane und leichte Aura des Auftritts der beiden Harlem Globetrotters Firefly und Thunder, die in der ersten Viertelpause für ihr Gastspiel im kommenden Frühjahr in Köln warben. Aber eines hatten sich die Kölner abgeschaut: Egal wie es bei den Globetrotters läuft, am Ende gewinnen sie. Immer. „Es war ein ausgeglichenes, enges Spiel. Aber durch das letzte Viertel hat Köln das verdient gewonnen“, sagte Kirchheims Trainer Anton Mirolybov und gratulierte Kölns Cheftrainer Denis Wucherer zum sechsten Saisonsieg.

Wucherer selbst freute sich, „das Jesse Morgan nach seiner Verletzung eine sehr passable Vorstellung in der ersten Hälfte“ lieferte und über seine Verteidigung: „Wir haben einen guten Gegner unter 60 Punkte gehalten, das war erneut die Basis zum Erfolg.“ Auch den Angriffsbemühungen seiner Jungs attestierte er einen kleinen Fortschritt: „Es war zwar immer noch wie zuletzt ähnlich einem Besuch beim Zahnarzt. Aber sicherlich keine Wurzelbehandlung mehr. Gebohrt wurde aber schon noch.“

Die Zuschauer sahen jedenfalls über 40 Minuten eine enge, intensive und spannende Partie, bei der 13 Mal die Führung wechselte und es sieben Mal Unentschieden stand. Die höchste Gästeführung lag bei 42:46 (29.). Köln kam erst in der vorletzten Minute auf acht Punkte davon (62:54). Und auch wenn es bei Keith Ramsey im Abschluss nicht so klappte wie in Paderborn, war er doch schlussendlich entscheidend am Sieg beteiligt. Erst traf er seine beiden Freiwürfe zum 61. und 62. Kölner Punkt. 43 Sekunden vor Schluss fingerte er einen so gut wie verlegten Versuch von Matt Vest doch noch irgendwie in die Reuse. 64:57, die Ritter waren geschlagen. Eine der raren Kölner Aktionen unter dem Korb mit Punkten. Für Ramsey aber standen trotzdem 11 Punkte und 12 Rebounds in der Statistik. Double Double.

Bis zur Entscheidung hatten die RheinStars zum einen von ihrer Defense gelebt, vor allem gegen Kirchheims Spielmacher Charles Barton, dem sie früh drei Fouls anhängten. In den letzten zehn Minuten konnten sie wiedermal noch einen Schlag an Intensität zulegen. Und zum anderen von insgesamt 12 Dreiern bei einer Trefferquote von 40 Prozent. „Dass wir uns darauf verlassen können ist gut“, sagte Wucherer abschließend, „aber schön wäre es, wenn alles andere auch so klappen würde.“ Die Fans jedenfalls konnte sich dank des Sion-Spiels „3 für 3“ auf 36 Liter Freikölsch in der benachbarten Joe Champs Sportsbar freuen. Für die Mannschaft geht es dann am nächsten Samstag in Hanau bei den White Wings weiter.

Spielfilm: 9:8 (5.), 15:15 (10.), 26:26 (15.), 36:32 (20.), 39:38 (25.), 46:48 (30.), 56:52 (35.), 64:58 (40.)

Besondere Stats: Keith Ramsey 11 Punkte, 12 Rebounds. Lukas Wank mit 12 +/- bester Kölner Spieler. Matt Vest 67% Dreier (4/6) und mit 16 Punkten erfolgreichster Werfer des Spiels, Jesse Morgan 75% Dreier (3/4), Rebounds Köln 40:42 Kirchheim. Assists 16:13, Steals 6:6, Turnover 12:10.

Rheinstars: Kavin Gilder-Tilbury (4), Besnik Bekteshi (5/1 Dreier), Keith Ramsey (11/1), Matt Vest (16/4), Lukas Wank (9/2), Jesse Morgan (11/3), Max DiLeo (5/1), Dennis Heinzmann, Alex Foster (2), Bene van Laack (1), Ohne Spielzeit: Filip Kukic, Thomas Müller-Laschet

Alle Stats gibt es hier

Rückkehrer Jesse Morgan I Foto: Müller-Laschet