12. Spieltag

rsk_spielplan_250x250_rheinstars

70 VS 49

WochentagMontag
Datum04.12.2017
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

DILEO, LUST AUF CHEMNITZ UND DEN NÄCHSTEN SIEG

Vier Siege in Serie für die RheinStars Köln, Platz fünf in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und am kommenden Montag wieder eine echte Herausforderung vor der Brust. „So macht Basketball am meisten Spaß. Wir haben Lust auf den nächsten Gegner“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf das Monday-Night-Game in der LANXESS arena (19.30 Uhr) gegen den letztjährigen Fast-Bundesliga-Aufsteiger NINERS Chemnitz am zwölften Spieltag der Saison 2017/2018.

„Chemnitz hat eine starke Mannschaft und einen guten Trainer“, sagt Kölns Cheftrainer Denis Wucherer. „Ähnlich wie Trier werden sie in der Saison sicher noch ins Laufen kommen. Für mich gehören sie zu den Topteams der Liga.“ Im vergangenen Jahr stand die Mannschaft von Coach Rodrigo Pastore nach einer 2:0-Führung im Playoff-Halbfinale gegen die hoch favorisierten Oettinger Rockets vor der Sensation. Zwei Heimspiele vor Augen und nur einen Sieg noch entfernt von Aufstieg. Dann aber schlug die Stunde des jetzigen Kölner Kapitäns Max DiLeo. Mit seiner Energie führte er die Rockets doch noch zum Halbfinal-Erfolg und in die erste Liga.

Während die DiLeo danach an den Rhein wechselte, konnten die NINERS viele Leistungsträger halten, die auch in der aktuellen Saison funktionieren wie Joe Lawson, Malte Ziegenhagen und Michael Fleischmann. Dazu kommt mit dem jungen polnische Pointguard Andrzey Mazuraczak ein starker Neuzugang, der die höchsten Effektivitätswerte im Kader aufweist. „Mit den Chemnitzern muss man auf jeden Fall rechnen“, sagt Wucherer.

Auch wenn Tabellenplatz 10 und vier Siege in elf Spielen sicher nicht die Wunschbilanz der NINERS ist, haben sie noch eine weitere mentale Herausforderung für RheinStars im Angebot. Bislang hat Köln in zwei Anläufen noch keinen Heimsieg über das Pastore-Team feiern können. Allerdings scheren sich die diesjährigen RheinStars bislang herzlich wenig um solcherart Statistiken. So gab es in dieser Spielzeit zum Beispiel sowohl den ersten Sieg über Kirchheim wie auch den ersten Auswärtserfolg in Paderborn oder Hanau. Zumal die Kölner Max DiLeo als Anführer im Kader haben; dazu aktuell neben den am Knie verletzten Leon Baeck und Andi Wenzl keine Verletzungssorgen, eine intensive Trainingsarbeit und eben vier Siege in Serie auf der Habenseite. Sieg Nummer fünf soll am Montag her.

Max DiLeo I Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RHEINSTARS HOLEN SICH FÜNFTEN SIEG IN SERIE UND PLATZ VIER

Die RheinStars Köln marschieren weiter unbeirrt von Sieg zu Sieg. Am Montagabend gelang der Mannschaft von Cheftrainer Denis Wucherer der fünfte Erfolg in Serie. Mit 70:49 (10:14, 22:21, 11:7, 27:7) besiegten die Hausherren erstmals die NINERS Chemnitz in eigener Halle und rückten in der 2. Basketball-Bundesliga ProA nach nun 12 Spieltagen auf den vierten Tabellenplatz vor. Am kommenden Mittwoch in acht Tagen (13. Dezember, 19.30 Uhr) erwarten die RheinStars nun die Hamburg Towers in der LANXESS arena. Bei einem weiteren Sieg im Verfolgerduell klettern sie auf den dritten Platz.

Cheftrainer Wucherer musste mit dem Blick auf die Statistik lächeln. „Es ist nicht immer hübsch, aber es läuft“, kommentierte er die neuerlich bärenstarke Verteidigungsleistung seiner Spieler augenzwinkernd. Insbesondere die Guards-Defensive um Max Di Leo, Besnik Bekteshi, Jesse Morgan, Matt Vest und auch Lukas Wank entwickelte sich im Verlauf des Spiels zu einem Alptraum für die Gäste aus Sachsen, die am Ende trotz einer lange Zeit guten Vorstellung deutlich geschlagen die Heimreise antreten mussten und Mitte des letzten Viertels die Teilnahme am Spiel mental frustriert mehr oder weniger einstellten.

„Mir gefällt einfach die Leidenschaft mit der wir unterwegs sind. Die Jungs wollen in jeder Phase des Spiels gewinnen“, freute sich Manager Stephan Baeck. Die NINERS hatten sich lange gegen die Kölner gewehrt und sogar noch zum Start des vierten Durchgangs 43:45 geführt. Aber dann übernahmen die RheinStars mit ihrer knallharten Verteidigung, ihren Steals und dem schnellen Umschalten endgültig die Regie. Und einmal im Vorwärtsgang angekommen, war dann auch Topscorer Kavin Gilder-Tilbury oft nur noch durch Fouls zu bremsen.

„Offensiv war es jetzt sicher keine Offenbarung, aber wir sind durch unsere Abwehrarbeit für unsere Gegner derzeit sehr schwer zu spielen“, bilanzierte Coach Wucherer. Vor den 880 Zuschauern in der LANXESS arena brachen schließlich unter der Last des Kölner Drucks beim Vorjahres-Halbfinalisten die Dämme. Vorne ging nichts mehr, unter den Körben bestimmten die Kölner Keith Ramsey und Alex Foster die Szenerie – und hinten konnten sie die RheinStars auch nicht mehr stoppen. Von 43:45 (31.) ging es auf 53:48 (33.), es folgte der umjubelte 17:1-Lauf der Kölner bis zum Schlussergebnis. „Drei Viertel haben wir das eigentlich gut gemacht“, sagte der enttäuschte Chemnitzer Trainer Rodrigo Pastore. „Aber das letzte Viertel werden wir in Ruhe analysieren müssen.“

Spielfilm: 6:5 (5.), 10:14 (10.), 20:22 (15.), 32:35 (20.), 42:35 (25.), 43:42 (30.), 55:48 (35.), 70:49 (40.).

Besondere Stats: Keith Ramsey (+22 +/-) (7 Rebounds), Alex Foster (+19 +/-), Kavin Gilder-Tilbury (+18 +/- ) (8 Fouls gezogen). Rebounds Köln 39:37 Chemnitz. Assists 12:11, Steals 17:7, Turnover 16:22.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (19), Besnik Bekteshi (9/2 Dreier), Keith Ramsey (6), Matt Vest (6), Lukas Wank (2), Jesse Morgan (11), Max DiLeo (5), Filip Kukic (1), Thomas Müller-Laschet, Dennis Heinzmann (3), Alex Foster (6/2), Bene van Laack (2).

Alle Stats gibt es hier

Alles im Blick: Besnik Bekteshi – Foto: Gero Müller-Laschet