13. Spieltag

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77 VS 74

WochentagMittwoch
Datum13.12.2017
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

Maximilian DiLeo (RheinStars Koeln #3)[/caption]

RheinStars wollen sechsten Sieg in Serie

„Wir wollen den sechsten Sieg in Serie. Das ist alles“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Spitzenspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Hamburg Towers. Am morgigen Mittwochabend erwarten die RheinStars Köln einen der ganz heißen Aspiranten auf die Aufstiegsplätze in der LANXESS arena (19.30 Uhr) zum Abschluss des 13. Spieltags.

Die Voraussetzungen sind einfach zur verstehen. Gewinnt Köln, ziehen die RheinStars auf den dritten Tabellenlatz vor. Ein reizvolles Ziel, aber nicht leicht zu erreichen. „Die Towers tragen ihren Namen zurecht. Eine große Mannschaft, mit Vechta wahrscheinlich auch die am tiefsten besetzte der Liga“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer mit Blick auf die drei bulligen Center der Norddeutschen: Stefan Schmidt, Justin Raffington und Enosch Wolf; zwischen 107 und 120 Kilo schwer und zwischen 2,05 und 2,15m groß.

„Auch sonst haben sie im Kader alles, was man braucht, um erfolgreich zu sein. Es ist vor allem eine Offensiv sehr starke Mannschaft. Stehen zu recht da oben.“ Hamburgs Headcoach Hamed Attarbashi erwartet ebenfalls einen schwierigen Auftritt: „Köln hat fünf Spiele in Folge gewonnen und stellt die beste Verteidigung der Liga. Das wird definitiv eine große Herausforderung.“

Dabei können die Hamburger aber voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen, derzeit sind alle Akteure einsatzbereit. Allein der sportliche Leiter Marvin Willoughby fehlt. Der ehemalige Kölner Spieler erhält während des Spiels bei der Hamburger Sport-Gala für sein soziales Engagement den Ehrenpreis verliehen. Und weil auch die RheinStars bis auf Leon Baeck und Andi Wenzl alle an Bord haben, nachdem auch Besnik Bekteshi ohne größere Probleme ins Training zurückgekehrt ist, läuft alles auf ein hochinteressantes Spiel hinaus.

„Die Aktivitäten der Hamburger auch bei den Spielern lassen darauf schließen, dass sie in diesem Jahr einiges vorhaben“, sagt Coach Wucherer. „Sie sind in den nächsten Monaten einer der ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten.“

Max DiLeo in Aktion – Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RHEINSTARS EROBERN DRITTEN TABELLENPLATZ

Die RheinStars Köln gewinnen ihr sechstes Spiel in Serie, rücken auf Platz drei vor in der 2. Basketball-Bundesliga ProA – und schaffen das alles auch noch durch ihr bestes Saisonspiel. Nach dem 77:74 (15:27, 23:13, 14:15, 25:19) über die ebenfalls sehr starken Hamburg Towers vor 1.460 begeisterten Zuschauern am 13. Spieltag in der LANXESS arena, darunter Fußball-Weltmeister Lukas Podolski, geriet sogar Cheftrainer Denis Wucherer ins Schwärmen. „Das hatte was von BBL, von Euroleague, diese 1:1-Situationen. Mann gegen Mann. Toll.“ Um sich dann aber selbst schnell wieder einzufangen: „Bevor wir jetzt abheben. Ich meine die letzten drei Minuten.“

Doch schon zuvor hatten die Zuschauer eine mitreißende Partie erlebt. Die Towers erwischten am Mittwochabend den besseren Start und entschieden das erste Viertel 15:27 für sich.  „Wir müssen enger an unsere Gegner ran, hat der Trainer uns mitgegeben“, sagte Besnik Bekteshi, der nach seinem kurzen Krankenhausaufenthalt wegen eines Schlags auf die Brust aus dem Chemnitz-Spiel wieder ohne Probleme mitmischen konnte in der intensiven Auseinandersetzung. Köln setzte die Forderung um, profitierte dabei vor der Pause vor allem vom Kampfgeist und von der Treffsicherheit von Alex Foster.

Angeführt von Foster kämpften sich die RheinStars mit einem 10-Lauf auf zwei Zähler (14.) heran. Bis in die Schlussminuten entfernten sich die Teams anschließend nicht mehr als fünf Punkte voneinander. Die RheinStars gingen bei 66:63 (37) erst zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung. Dann trat Kavin Gilder-Tilbury auf den Plan. In den letzten 60 Spielsekunden traf er zwei Dreier als Antworten auf Hamburger Führungen, brachte Köln wieder mit ein bzw. zwei Punkten zurück und in Front.

Hamburgs Coach Hamed Attarbashi leistete sich im Getümmel einen Wechselfehler, brachte 13 Sekunden vor Ende beim Stand von 74:74 nur einen von zwei geforderten deutschen Spielern aufs Feld. Es gab ein Technisches Foul gegen die Towers-Bank. Köln traf durch Jesse Morgan den Freiwurf und blieb in Ballbesitz. Kapitän Max DiLeo wurde gefoult, verwandelte seine beiden Freiwürfe sicher zum 77:74. Den letzten Angriff verteidigten die Kölner erfolgreich, Anthony Cantys Dreierversuch fiel unter dem Korb durch. Feierabend. Jubel in Köln. Am Samstag (19.30 Uhr) geht es bei Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta.

Spielfilm: 5:10 (5.), 15:27 (10.), 25:29 (15.), 38:40, 50:52 (35.), 52:55 (30.), 59:61 (35.), 77:74 (40.)

Besondere Stats: Keith Ramsey mit 5 Assists und +11 bei +/-. Alex Foster (+8), Lukas Wank (75 % Dreier/3 von 4), Toscorer Kavin Gilder-Tilbury und Jesse Morgan (je 16). Rebounds Köln 35:36 Hamburg, Steals: 9:3, Turnover 8:12.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (16/3 Dreier), Max DiLeo (6), Keith Ramsey (5), Matt Vest (5), Lukas Wank (11/3), Jesse Morgan (16/3), Besnik Bekteshi (3), Dennis Heinzmann (4), Alex Foster (11/3), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Jonas Gottschalk, Filip Kukic.

Zur kompletten Spielstatistik geht es hier

RheinStars-Jubel – Foto: Gero Müller-Laschet