7. Spieltag

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78 VS 82

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Datum28.10.2016
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

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Voller Tatendurst gegen die Zauberer aus Crailsheim

Das nächste Heimspiel, die nächste Herkulesaufgabe. Am kommenden Freitag erwarten die RheinStars Köln mit den Crailsheim Merlins ab 19.30 Uhr in der LANXESS arena (live auf sportdeutschland.tv) den nächsten Bundesligaabsteiger. Bereits am vergangenen Samstag gastierte die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann beim Mitteldeutschen BC. Anders als in Sachsen-Anhalt soll diesmal jedoch ein Sieg gelingen. „Irgendwann werden wir den Bock umstoßen. Die Zeit ist reif“, sagt Woltmann angesichts der Startbilanz von einem Sieg bei sechs Versuchen und einer guten Trainingswoche ohne weitere Verletzungen.

Der siebte Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA wird angesichts des bevorstehenden Halloween-Spektakels am 31. Oktober an gleicher Stätte von Deiters präsentiert, dem Marktführer von Verkleidungen und Kostümen aller Art. Er könnte aber auch unter dem Motto „Jung gegen Alt“ stehen – der Kölner Kader weist ein Durchschnittsalter von 21,7 Jahre auf; die Zauberer der Merlins kommen auf 27,2. Die Erfahrung scheint dabei favorisiert: Die Gäste reisen nach einem soliden Saisonstart und dem zuletzt überlegenen 97:71-Sieg gegen die Dresden Titans mit vier Siegen und der zweitbesten Defense der Liga nach Köln.

Aus der vorigen Bundesliga-Saison sind dem Team von Coach Tuomas Iisalo neben dem Kapitän Konrad Wysocki mit Michael Jost und Patrick Flomo noch zwei weitere Leistungsträger erhalten geblieben. Außerdem konnte sich Crailsheim vor der Saison unter anderem die Dienste des Finnischen Rekordnationalspielers Tuukka Kotti sichern. Der 35-jährige Center überzeugte bislang mit 68 Punkten sowie 47 Rebounds und legte gegen Dresden ein „Double-double“ (17 Pkt., 15 Reb.) auf. Auch der aktuell erfolgreichste Schütze der Merlins, Chase Griffin (72 Pkt.), kam vor der Saison aus Vechta und bringt mit seinen 33 Jahren ebenfalls viel Ruhe und Erfahrung ins Team. Der dritte im Bunde ist ein Neuzugang aus der ersten Ungarischen Liga. Mit 32 Jahren ist Point Guard Chris Dunn eine erfahrener Ballverteiler mit aktuell 29 Assists.

Die RheinStars hingegen sind trotz des holprigen Beginns tatendurstig, wollen endlich die Trainingsarbeit in zählbare Erfolge verwandeln. „Wir kennen die Stärken des Gegners. Crailsheim ist ungemein erfahren, aber wir wollen mit hoher Intensität und Spritzigkeit dagegen halten. Wir sind bereit“, hält Headcoach Arne Woltmann fest. Und Halloween ist eh eine Sache vor allem für die jüngeren Semester inklusive des Auftritts von Darius Zander in der Halbzeit, der gerade bei „Voice of Germany“ für Furore sorgt.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

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RheinStars kämpfen und rackern ohne Erfolg

Klar, hätte Jelani Hewitt kurz vor Schluss seinen Dreier getroffen – oder wenig später anstelle von Chris Eversley an der Dreierlinie den freistehenden Hugh Robertson unter dem Korb gesehen oder mit einem Pass gefunden – wer weiß, ob dieses nervenaufreibende und verrückte Spiel dann bei einem Rückstand von nur noch einem bzw. zwei Punkten nicht doch noch die RheinStars Köln als Sieger gefunden hätte. Wer weiß. Am Freitagabend jedenfalls ging es 78:82 (33:39) aus für die Gäste aus Crailsheim. Die Merlins holten sich als Bundesligaabsteiger ihren fünften Sieg am siebten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA, der von Deiters präsentiert wurde in der LANXESS arena. Köln wartet weiter auf den Brustlöser in Form des zweiten Sieges. Am kommenden Freitag in Ehingen geht es weiter.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit ein tiefes Loch gegraben, aus dem wir nicht mehr ganz rausgekommen sind. Wir kämpfen uns dann zurück und versuchen alles. Aber wir bekommen immer wieder Läufe gegen uns, die wir zu spät gestoppt bekommen“, bilanzierte Headcoach Arne Woltmann. Die 1.200 Zuschauer sahen dabei ordentliche Kölner Startminuten und eine 8:3-Führung (4.), die sich dann – von allen derzeit möglichen Unzulänglichkeiten der RheinStars eskortiert – in einen 11:24-Rückstand verwandelte nach den ersten zehn Minuten. Langsam und voller Fehler im Angriff, nicht energisch und voller Fehler in der Verteidigung. Bis auf 13:30 (13. Minute) wuchs die Gästeführung.

Aber wenn die RheinStars in der Saison 2016/17 etwas haben, dann den Mut der Verzweiflung, mit dessen Erscheinen dann auch das Talent sichtbar wird – und ein geduldiges Publikum, das sich bis zum Schluss bereitwillig an die Seite des Teams stellt. Auch in der zweiten Hälfte machten sie einen neuerlichen 17-Zähler-Rückstand klein (51:68/33.) – bis auf 69:73 (Dreier verworfen von Hewitt/38.) und 75:79 (Dreier Everlsey verworfen) 12 Sekunden vor dem Ende. „Einer von 80 Millionen“, sang Voice-of-Germany-Kandidat Darius Zander zur Pause, genau diesen einen Wurf „Glück“ hätte es gebraucht. Aber er fiel nicht.

„Wir waren sicherlich die bessere Mannschaft über das komplette Spiel betrachtet. Aber wir haben auch immer wieder Phasen, in denen wir komplett die Konzentration verlieren – und Köln hat auf der anderen Seite auch nie aufgegeben“, sagt Merlins-Cheftrainer Tuomas Iisalo. Ein Rollercoaster-Spiel. Spannend, mitreißend und unterhaltsam für die Zuschauer, weniger spaßig zumindest für den Kölner Teil der anwesenden Profikader.

Viertel: 11:24, 22:15, 16:22, 29:22

Besondere Stats: Steals 13:7 für Köln, Turnover 11:22, Rebounds 28:42.

RheinStars: Hugh Robertson (18), Jelani Hewitt (16/6 Assists/5 Steals), Robin Christen (7), Chris Eversley (15), Dennis Heinzmann (4), Alex Foster (11), Andi Wenzl (2), Lennart Steffen (3), Tim van der Velde (2). Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet, Benedict van Laack.

Die komplette Statistik

Foto: Robin Christen I Gero Müller-Laschet.