9. Spieltag

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77 VS 65

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Datum8.11.2016
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

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Außenseiter gegen Heidelberger Defensiv-Spezialisten

Als Außenseiter gehen die RheinStars Köln am morgigen Dienstag in die Begegnung mit den MLP Academics Heidelberg (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Die beiden Universitätsstädte beschließen in der LANXESS arena den neunten Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga und damit auch den Doppelspieltag, der für beide Mannschaften am Freitag unterschiedlich endete. Während die RheinStars nach einem schwachen Start die Partie beim Aufsteiger Team Ehingen Urspring noch drehen konnten, unterlagen die Heidelberger knapp beim Ligafavoriten Mitteldeutscher BC mit 62:70. Allerdings nach einer höchst ansprechenden Leistung.

Trotz der Niederlage steht die Mannschaft des Serbischen Trainers Branislav Ignjatovic mit 6:2-Siegen in der Liga stark da und ist entsprechend selbstbewusst vor der Visite bei den 2:6-Kölnern. Zumal die Academics im Vorjahr beide Partien gegen die RheinStars gewinnen konnten. „Wir müssen erst einmal die Wunden lecken, aber eigentlich haben wir keinen Grund, lange traurig zu sein“, ließ Coach Ignjatovic am Montag in der Rhein-Neckar-Zeitung zuversichtlich verlauten. Er wolle die Rolle des Favoriten, die sich die Spieler der MLP Academics Heidelberg im bisherigen Saisonverlauf durch überzeugende Leistungen hart erarbeiteten, in Köln erneut unter Beweis stellen.

Der gute Saisonstart ist gewiss kein Selbstläufer. Erst erkämpfte sich Heidelberg gegen den Bundesligaabsteiger Crailsheim auswärts 2 Punkte, dann wurden zuhause die Chemnitzer 80:54 abgefertigt. Kurz darauf gab es jedoch eine 46:84-Packung bei den Gladiatoren in Trier. Danach konnte sich der Zweitligist aber wieder fangen und siedelte sich im oberen Tabellendrittel an.

Die Academics aus Heidelberg kommen vor allem über ihre Verteidigung. Die Defense ist mit nur 543 kassierten Punkten aktuell die beste in der ProA. Vor der Saison konnten die Kurpfälzer einige Leistungsträger wie Publikumsliebling Devin White halten und verstärkten sich mit 4 Neuzugängen, darunter auch der Rückkehrer und derzeitige Topscorer Phillipp Heyden (105 Pkt.). Der Center gehört zu den effektivsten Spielern seiner Mannschaft und ist mit durchschnittlich 31:48 Einsatzminuten ein Dauerbrenner auf dem Parkett. Der zweite Motor ist Shooting Guard Hrovje Kovacevic. Durchschnittlich 32:29 Minuten verbucht der mit 30 Jahren älteste im Team. Ein weiterer Stützpfeiler ist der Kapitän Albert Kuppe, der mit 18 versenkten Dreiern (54,4%) zu den gefährlichsten Scharfschützen der Liga zählt.

In Köln blickt man derweil dem Heimspiel mindestens genauso motiviert entgegen. Aus dem Auswärtserfolg in Ehingen nahm das Team von Coach Arne Woltmann neben dem Sieg noch einige positive Dinge mehr mit ins Rheinland. Vor allem die Defense überzeugte, in den ersten drei Vierteln wurden nur 41 Punkte zugelassen, besonders weil der Gegner keine langen Läufe bekam und so nicht zu seinem Rhythmus finden konnte. Bezeichnend dafür ist zudem, dass Ehingen zwischen Minute 13 und 30 nur vier Korberfolge aus dem Spiel heraus verzeichnete. Für die Moral der Kölner spricht, dass sie erstmals in dieser Saison einen 10-Punkte-Rückstand drehten.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

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RheinStars überzeugen beim Sieg über Heidelberg

Mit einem überzeugenden Heimsieg über die MLP Academics Heidelberg haben die Rheinstars Köln den Doppelspieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA abgeschlossen. Beim letztlich deutlichen 77:65 (35:34)-Erfolg über den Tabellenvierten am Dienstagabend deuteten die Mannen von Headcoach Arne Woltmann nach dem eher mit der Brechstange erkämpften Auswärtssieg am Freitag in Ehingen erstmals auch ihre spielerischen Möglichkeiten an.

Dabei hatten es die RheinStars erneut nicht leicht auf ihrem Weg zum dritten Saisonerfolg. Nach Leon Baeck und David Downs verletzte sich im Spiel nach 26 Sekunden mit Tim van der Velde tatsächlich gleich der nächste Aufbauspieler. Der Stellvertreter des Stellvertreters verdrehte sich bei einer spektakulären Abwehraktion im ersten Viertel das rechte Knie. Am Mittwoch wird er näher untersucht. So musste Jelani Hewitt weitestgehend alleine ran.

So musste der Headcoach mit seinem Assistenten Matt Dodson erneut auf den Positionen umstellen. Doch wenn die Kölner in dieser Saison eines wohl gelernt haben, dann den Kopf bei Schwierigkeiten nicht zu verlieren.  Wohl auch deshalb wollte Arne Woltmann keinen Spieler herausheben. „Wir haben das als Mannschaft gewonnen, auch wenn die großen Spieler sicher einen sehr guten Job gegen die starken Heidelberger gemacht haben.“  Erstmals gewannen die RheinStars ein Reboundduell klar mit 43:29. „Das war in der Tat sonst eher umgekehrt“, bemerkte Woltmann schmunzelnd.

Die Vorentscheidung in dieser Partie vor 720 Besuchern in der LANXESS arena fiel dabei Ausgang des dritten Viertels. Nach einer knappen Pausenführung (35:34) gelang den Heidelbergern „Pausenübergreifend“ ein 9:0-Lauf zum 35:40. Doch wie schon in Ehingen stoppten die Kölner um den sehr gut aufgelegten Jelani Hewitt ihren Kontrahenten frühzeitig, schafften ihrerseits 18:6-Punkte und gingen mit acht Punkten Vorsprung ins letzten Viertel.

Und wenn es denn beim Basketball mal läuft, dann läuft es eben. So fanden die RheinStars auf jeden Versuch der Heidelberger eine passende Antwort und gefielen zwischenzeitlich immer mal wieder sowohl durch spektakuläre Pässe unter den Korb als auch durch schnelles Freispielen der Schützen von Außen.

Zur Pause hatte Tim Schulz vom Fliegen gesungen – auf die RheinStars traf das in den Schlussminuten definitiv zu. Fünf Dreier fanden in den letzten knapp vier Minuten ihr Ziel im Korb der Heidelberger. Zwei davon kamen von Jelani Hewitt, der es bei fünf  3er-Versuchen auf  vier Treffer brachte. Insgesamt zählte die Statistik 23 Punkte für den Topscorer der Hausherren an diesem Tag, bei einer Plusminus-Bilanz von 24. Zur Freude der Anhänger des Sion-Kölsch-Spiels „3 für 3“ – direkt im Anschluss gab es im Joe Champs 27 Liter Freibier für insgesamt neun Kölner Dreier.

„Die Leute wollen Sieger sehen“, gab sich Manager Stephan Baeck zuversichtlich, dass demnächst wieder mehr Zuschauer den Weg in die Arena finden. Gegen die Dresden Titans am 20. November gibt es ab 18 Uhr die nächste Gelegenheit. Vorher geht es am Samstag nach Paderborn, die nächste schwere Prüfung auf dem Weg nach oben.

Viertel: 19:14, 16:20, 18:11, 24:20.

Besondere Stats:  Jelani Hewitt (4 von 5 Dreiern), Hugh Robertson 18 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists. Andi Wenzl 7 Rebounds. Rebounds 43 Köln I 29 Heidelberg

RheinStars: Hugh Robertson (18/1 3er), Jelani Hewitt (23/4), Robin Christen (8/2), Chris Eversley (13/1), Dennis Heinzmann (1), Andi Wenzl (7), Alex Foster (7/1), Lennart Steffen , Bene van Laack, Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet.

Alle Stats

Foto Topscorer Jelani Hewitt: Gero Müller-Laschet