10. Spieltag

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91 VS 81

VS

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Datum12.11.2016
Uhrzeit19:30
OrtSportzentrum Maspernplatz Paderborn

Vorbericht

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RheinStars bei den Königen der Assists und Steals

„Wir wollen den Schwung aus den vergangenen beiden Siegen mit nach Paderborn nehmen und auch dort was holen“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Auftritt der RheinStars Köln am Samstag bei den Uni Baskets (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Mit dem Erfolg in Ehingen und vor allem mit dem Sieg und dem furiosen Schlussviertel gegen die MLP Academics Heidelberg haben sich die Kölner vor dem zehnten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA aufs Mittelfeld zubewegt, jetzt könnte bei den Ostwestfalen der nächste Schritt in die gewünschte Richtung erfolgen.

Ausschlaggebend für die jüngsten Siege waren sicherlich die jeweiligen Steigerungen in der Defense, so dass am Ende beide Gegner unter 70 Punkten gehalten werden konnten. In der Offense sieht Headcoach Arne Woltmann für das Spiel gegen die Uni Baskets noch stärkeres Verbesserungspotenzial. „Da haben wir noch deutlicher Luft nach oben.“ Bei diesem Ansinnen ist dem Team auf jeden Fall lautstarke Begleitung in der Maspernhalle sicher. Der Fanklub „Flying Flönz“ hat auch dank der Unterstützung von zahlreichen Fans einen Bus chartern können, der die kölsche Delegation einen Tag nach dem Sessionsstart nach Paderborn fahren wird.

Allerdings stehen die RheinStars an der Pader vor einer großen Herausforderung. Zum einen war die Bilanz beider Teams untereinander im Vorjahr ausgeglichen, jeweils die Heimspiele wurden gewonnen. Und die Paderborner sind stark in die Saison gestartet. Selbst wenn die letzten drei Spiele alle verloren gingen, die Hausherren sind gefährlich.

Sie waren vielleicht nur beim deutlichen 60:85 bei den Oettinger Rockets am vergangenen Sonntag wirklich chancenlos. Ihre anderen Spiele glichen eher einer Achterbahnfahrt. In Heidelberg spielten die Schützlinge von Coach Uli Naechster die Academics zur Halbzeit mit 41:27 beinahe an die Wand und verloren trotzdem noch 77:83. Zuhause wurden die Kirchheim Knights vor Wochenfrist im ersten Viertel mit 33:13 dominiert, erst in den letzten zwei Minuten gaben die Paderborner die Führung her und kassierten noch eine 75:80-Niederlage. „Solche Chancen, Teams von ganz oben zu schlagen, bekommst du in einer Saison nicht so oft. Und dann solltest du auch mal zuschlagen“, resümierte Head Coach Naechster in der Neuen Westfälischen.

Der anfangs jeweils herausgespielte Vorsprung ist dabei keineswegs Zufall sondern Ausdruck der eigentlich vorhandenen Stärke. Die Uni Baskets haben in der Pro A aktuell die meisten Assists (181) sowie die größte Anzahl an Steals (94) zu verzeichnen. Besonders Shooting Guard Matt Vest ragt mit 54 Assists – Höchstwert in dieser Kategorie – heraus und zählt derzeit zu den sportlich wertvollsten Spielern der Liga. Auch Point Guard Chase Adams spielte bis jetzt eine äußerst gute Saison und brilliert sowohl als Vorlagengeber (46 Assists), als auch als Abwehr-Ass mit den zweitmeisten Steals der Liga (27). Der dritte im Bunde ist der Power Forward Till Gloger, der vor der Saison von der University of Maine an die Pader wechselte und keine lange Eingewöhnungszeit benötigte. Mit 141 erzielten Punkten (15,7 Pkt. pro Spiel) ist er der Topscorer der Mannschaft und rangiert auch in der ligaweiten Statistik ganz weit vorne.

Es wird also ein heißer Tanz bei den Uni Baskets in Paderborn.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

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RHEINSTARS VERSEMMELN ES IN DER VERTEIDIGUNG

Klappt die Verteidigung der RheinStars Köln, klappt es mit den Siegen. Beim 81:91 (42:45) am Samstagabend bei den Uni Baskets Paderborn klappte es nicht – so blieben die Punkte am zehnten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA in Ostwestfalen. Köln verpasste den durchaus möglichen Sprung auf Platz neun. Trotz erneuter Rebound-Überlegenheit (40:33) und einem gut aufgelegten Chris Eversley (23 Punkte) sowie einem beständigen Jelani Hewitt (22/4 Assists) bekam die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann nicht den entscheidenden Zugriff auf die Hausherren in der von 1.341 Zuschauern besuchten Maspernhalle. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) geht es gegen Schlusslicht Dresden Titans weiter mit dem nächsten Heimspiel in der LANXESS arena.

Dabei mussten die RheinStars wie schon gegen Heidelberg vom Start weg ohne Tim van der Velde auf der Spielmacher-Position agieren. Der junge Ersatz-Pointguard hatte sich am vergangenen Dienstag schwerer am rechten Knie verletzt und wird den RheinStars frühestens Anfang des neuen Jahres wieder zur Verfügung stehen. „Unsere Serie auf der Position ist schon unheimlich“, bemerkte Manager Stephan Baeck nach der feststehenden Diagnose unter der Woche.

Trotzdem begannen die RheinStars gut, hatten die Defense zu Beginn im Griff und gingen bis zur sechsten Minuten mit 19:9 in Führung. Zur Freude des im Sonderbus mitgereisten laut starken Anhangs. Wie aber schon in den ersten Spielen dieser Saison leisteten sich die Köln im Anschluss Schwächen in der Verteidigung, vernachlässigten die Hilfen und ließen zudem die ein oder andere klare Chance im Angriff ungenutzt – und schon waren die Hausherren wieder dran. Aus der knappen 24:22-Führung nach dem ersten Viertel wurde im Laufe der zweiten 10-Minuten ein Rückstand. Immerhin, nach dem 40:45 gelang Hugh Robertson mit der Pausensirene das 42:45.

Im dritten Viertel bekamen die RheinStars erneut die Defense besser in den Griff, gingen ihrerseits wieder mit 54:53 (26.) in Front, doch wie so oft in dieser bisherigen Saison: Der endscheidende Punch gelang nicht. Lennart Steffen versiebt einen Dreier, im Gegenzug holen sich die Hausherren den Lead zurück. So ging es mit einem 58:63 in den Schlussabschnitt. Dort wurde Maxim Kuhle bei den Paderbornern zum Matchwinner – er traf alle sechs seiner Dreierwürfe – vorentscheidend die beiden von 62:67 zu 62:73. Köln kam noch einmal zurück, doch als Jelani Hewitt bei 79:85 (38.) erst einen überhasteten Turnover produzierte und im Gegenzug Paderborn traf, war der Sieg der Ostwestfalen praktisch Fakt. Am Ende blieb der Sieg mit 81:91 an der Pader.

Besondere Stats: Rebounds (40:33), Dennis Heinzmann, Robin Christen (je 8), Turnover 7:9, Steals 5:3., Chris Eversley (23 Punkte/22 Effektivität)

RheinStars: Chris Eversley (23/1 3er), Jelani Hewitt (22/2), Hugh Robertson (10), Robin Christen (9/1), Dennis Heinzmann (2), Lennart Steffen, Andi Wenzl (2), Alex Foster (13/3), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet

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Foto: Chris Eversley I Gero Müller-Laschet