11. Spieltag

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91 VS 85

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Datum20.11.2016
Uhrzeit18:00
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

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Spektakel zwischen RheinStars und den Titanen?

Es könnte tatsächlich ein Spektakel werden am Sonntag. Am elften Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA erwarten die RheinStars Köln die Dresden Titans um 18 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) in der LANXESS arena. Mit dem aktuellen Schlusslicht der Liga stellt sich nämlich die Mannschaft in Köln vor, bei der die meisten Körbe in den Spielen fallen. Auf beiden Seiten. „Das ist eine ganz starke Mannschaft in der Offensive, die wir über unser eigene Defense knacken müssen“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „ Wenn wir das Spiel gegen Dresden konzentriert angehen und uns auf die positiven Dinge der vergangenen drei Spiele besinnen, haben wir gute Chancen, die für uns wichtigen Punkte einzufahren.“

Zu den positiven Dingen zählte beim 81:91 bei den UniBaskets Paderborn sicher die Entwicklung bei den erzielten Punkten. 65 in Ehingen, 77 gegen Heidelberg und nun die Saisonbestleistung von 81. „Wir finden uns vorne besser zurecht“, sagt Manager Stephan Baeck. Dafür hatte die Defense anders als in den Spielen zuvor eher einen Tag der offenen Tür. „Wir haben sicherlich einiges mehr zugelassen als wünschenswert war, aber zusätzlich hatten dann die Schützen von Paderborn auch einen außerordentlichen sicheren Tag und sie haben als Team sehr gut zusammengespielt“, sagt Woltmann. „Es liegt immer an unserer eigenen Arbeit – und wenn die gegen Dresden stimmt, können wir auch gewinnen.“ Ein weiterer positiver Fakt.

Aktuell sind die „Elberiesen“ tief im Tabellenkeller, jedoch keineswegs zu unterschätzen. Sowohl gegen Kirchheim, als auch in Ehingen verlor der Aufsteiger knapp mit zwei Punkten, gegen Paderborn gab es eine 125:130-Overtime-Niederlage. Allein gegen Trier konnte das Team von Headcoach Steven Clauss einen Sieg einfahren. Ein etwas überraschender Zwischenstand, denn die Sachsen galten vor der Saison als gut verstärkt – und konnten mit Jusuf El Domiaty, Helge Baues, Jervon Pressley und RJ Price vier Topakteure an die Elbe locken. Besonders letzterer war eine wichtige Verpflichtung auf der Point Guard-Position und ist mit 16/32 getroffenen Dreiern ein gefürchteter Distanzschütze.

Jedoch ist fraglich, ob der US-Amerikaner Price am Sonntag in Köln zum Einsatz kommen wird, da er schon beim vergangenen Heimspiel gegen Baunach und am gestrigen Mittwoch (65:78 gegen Ehingen in einem vorgezogenen Spiel) wegen einer Rückenverletzung pausieren musste. Für Ersatz ist dennoch bestens gesorgt: Sein Landsmann und Führungsspieler der Titans, Randal Holt, dessen Vertrag während der Saisonvorbereitung zur Freude von Manager Peter Krautwald um ein weiteres Jahr verlängert werden konnte, spielt bislang eine starke Saison. Mit seinen 182 erzielten Punkten sowie den 52 Korbvorlagen ist er nicht nur maßgeblich an der vierthöchsten Punkteausbeute (903) der Liga beteiligt, sondern gehört auch sonst zu den effizientesten Basketballern in der Pro A. Hoffnung auf bessere Zeiten in Dresden macht schließlich das Comeback des etatmäßigen Centers Jervon Pressley nach vier Wochen Verletzungspause, der gegen Ehingen 13 Rebounds einsammelte und 21 Punkte erzielte – bei der Reboundarbeit gehören die Sachsen ebenso zu den Top 4 der Liga. Mit ihm sollte die Defense stärker werden, denn mit rund 95 Punkten im Schnitt kassieren die Gäste mit Abstand die meisten Punkte in der Liga.

Alex Foster – Kölns aktuell  sicherster Schütze aus dem Feld I Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

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RheinStars – Must-Win-Spiel mit Happyend

RheinStars Köln 91, Dresden Titans 85. Vor 1.400 Zuschauern setzten sich die Hausherren in der LANXESS arena letztlich verdient am 11. Spieltag gegen ihre Gäste aus Sachsen durch – und bewegten sich in der aktuellen Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf den 10. Platz. Die beste Platzierung seit dem Saisonstart – und am kommenden Samstag geht es nach Erfurt zu den Oettinger Rockets. Folgt dem vierten Saisonsieg gleich der fünfte, wären die Mannen von Headcoach Arne Woltmann sogar erstmals auf Tuchfühlung mit den Playoff-Plätzen. Verrückte, ausgeglichene, enge ProA.

Kein Wunder also, dass Manager Stephan Baeck mindestens einmal tief durchatmete am Sonntagabend. „Das war ein Must-Win-Spiel für uns – und wir haben es gewonnen. Und wenn man sich die anderen Spiele anschaut, sieht man, das in dieser Saison beinahe jeder jeden schlagen kann. Wir haben zwei Punkte mehr auf der Habenseite. Das zählt.“ Das Tabellenschlusslicht aus Dresden, das erstmals nach langer Zeit wieder komplett spielen konnte, war wie in die Wochen zuvor ein offensiv starker und unbequemer Gegner, der sich dafür letztlich nur nichts kaufen konnte.

Anders die Kölner, die erstmals auf ihren Neuzugang Richard Williams bauen konnten, der sich gleich als gewünschte Schaltstelle im Angriff einführte. Dabei die Start- und die Schlussphase zumindest mitprägte. Auch wenn die Statistiken das noch nicht so hergaben, der Einstieg von Williams war ein Versprechen für die Zukunft. „Er hat ja erst zweimal mit der Mannschaft trainiert. Ich bin sicher, dass wir von ihm auf Dauer das bekommen, was wir uns erwarten“, sagte Headcoach Arne Woltmann über Willliams. Zudem erfreute sich der Trainer an den 11 Punkten und 9 Rebounds von Dennis Heinzmann. „Das wird ihm helfen und weiteres Selbstbewusstsein geben“, kommentierte Woltmann die beste Saisonleistung des ehemaligen Leverkuseners und die ersten Sprechchöre der Fans.

Beide Trainer einigten sich nach der Partie darauf, das dritte Viertel als das spielentscheidende zu werten. Köln hatte es nach starkem Beginn (32:23 im ersten Viertel) und 35:23 (11. Minute) wie schon in Paderborn nicht geschafft, sich entscheidend abzusetzen. Zur Pause stand es 54:47 und Dresden verkürzte die Partie mit einem 9:0-Lauf auf 59:58. „Doch wir kamen halt nicht vorbei. Wir haben dann doch zu viele Fehler gemacht“, haderte Titans-Coach Steven Clauss mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Und uns sind einige wichtige Stopps gelungen“, bemerkte Woltmann.

Wie auch immer, Köln behielt die Führung und die Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel mit einem sehr effektiven Robin Christen und dem besseren Ende für Köln. Die Statistiken gaben auch zumindest den Ansatz eines Spektakels wieder. 55 Punkte im ersten Viertel, 46 im zweiten, „nur“ 23 im vorentscheidenden dritten Durchgang und abschließend nochmal 52. Köln dazu mit 35 Würfen von der Freiwurflinie. Für die Zuschauer ein Spaß, für die Trainer eher weniger.

Besondere Stats: Dennis Heinzmann (11 Punkte/9 Rebounds), Richard Williams (6 Assists), Robin Christen (15 Punkte, 20 Effektivität). Rebounds 40:41, Turnover 7:11, Steals 7:4, Asissts 22:19

RheinStars: Robin Christen (15/3 3er), Hugh Ropbertson (15/1), Chris Eversley (8), Jelani Hewitt (16/2), Dennis Heinzmann (11), Alex Foster (9/3), Richard Williams (10/1), Lennart Steffen (3/3), Andi Wenzl (2), Bene van Laack (2). Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet.

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Foto: Richard Williams (l.) und Dennis Heinzmann I Gero Müller-Laschet