14. Spieltag

77 VS 85

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Datum10.12.2016
Uhrzeit19:30
OrtGraf-Stauffenberg-
Halle Bamberg

Vorbericht

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Auf geht´s zur Bamberger Talentschmiede!

Den klaren Sieg über Nürnberg hinter sich, mit den Baunach Young Pikes die nächste Wundertüte nach den Falcons vor sich. Am kommenden Samstag haben die RheinStars Köln in der 2. Basketball-Bundesliga ProA die große Chance, sich endgültig ins sichere Mittelfeld abzusetzen. Bereits einen Tag vorher reisen die RheinStars zur Talentschmiede des deutschen Basketball-Dominators Brose Bamberg, um am Samstagabend dann ab 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) in der Graf-Stauffenberg-Halle den zweiten Auswärtssieg anzugehen.

Als Wundertüte gelten die Baunacher deshalb, weil sich nie so ganz sagen lässt, wer denn für das Ausbildungsteam zur Verfügung steht oder gerade mit dem easycredit-Bundesligisten unterwegs ist auf nationaler und oder sogar internationaler Ebene. „Für diese Partie gelten aber trotzdem die gleichen Gesetze wie bei unseren vorherigen Spielen. Es kommt darauf an, dass wir unser Spiel durchdrücken. Aggressiv und gut in der Defense stehen“, sagt Headcoach Arne Woltmann, der selbst über Jahre ein höchst erfolgreicher Teil der Bamberger Organisation war.

Auch wenn Köln beide Spiele im Vorjahr gewann und Baunach die jüngsten drei Saisonspiele – alle samt auswärts – verlor, teilweise deutlich in Hanau und Ehingen, jedoch auch knapp mit nur zwei Punkten beim MBC-Verfolger Kirchheim, gehen die Schützlinge von Coach Fabian Villmeter sicher nicht als Außenseiter in das Spiel gegen Jelani Hewitt & Co. Die Talentschmiede der Brose Bamberg baut im Moment vor allem auf einen Stützpfeiler im Team, und der heißt Leon Kratzer. Der gerade einmal 19 Jahre junge und 2,12 m große Center gehört zu den drei effektivsten Spieler der Pro A und wurde zum Spieler des Monats Oktober in der ProA gekürt. Die Zahlen sprechen dabei eine deutliche Sprache: Kratzer ist derzeit der Top-Rebounder der Liga (13,3 pro Spiel) und reiht sich auch mit 20 Blocks ganz oben ein. Ein große Herausforderung für Dennis Heizmann, Andi Wenzl und Chris Eversley unter den Körben.

Zudem wurde Kratzer schon fünfmal in der höchsten deutschen Liga aufs Parkett gebracht, ebenso wie der beste Punktesammler der Young Pikes, Aleksej Nikolic. Nikolic fehlte dem Team jedoch zuletzt, weil er ebenfalls im Oberhaus ran musste. Sogar in der Euroleague debütierte der Slowene für knapp zwei Minuten beim Bamberger 85:70-Sieg in Tel Aviv in dieser Woche. Kratzer wiederum musste in der Vorwoche vor dem Ehingen-Spiel verletzt passen. Auch sein Einsatz ist offen. „Wir werden es am Samstag sehen, wer uns gegenüber steht“, sagt Manager Stephan Baeck. „Aber wir müssen sowieso auf uns schauen. Wir wollen unseren positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen – und das haben wir selbst in der Hand“

Foto: Jelani Hewitt I Gero Müller-Laschet

Spielbericht

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RHEINSTARS KONZENTRIERT UND KONTROLLIERT ZUM AUSWÄRTSSIEG

Mit einem sicher erspielten 85:77 (42:43)-Erfolg bei den Baunach Young Pikes haben die RheinStars Köln den erhofften Schritt ins Mittelfeld der 2. Basketball-Bundesliga ProA machen können. Vor 800 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle setzten sich die Kölner am Samstagabend verdient durch – und erfreuten nicht allein ihren Manager Stephan Baeck am 14. Spieltag. „Wir haben uns mit einer geschlossenen Leistung gegen eine sehr, sehr talentierte Mannschaft durchgesetzt. Im vierten Viertel haben aber alle nochmal eine Schippe draufgelegt. Und mit Richard Williams haben wir einen sehr tiefen Kader bekommen – und einen Lenker gerade für die engen Spielphasen.“ Am kommenden Samstag geht es bei den ETB Wohnbau Baskets in Essen weiter. Nach dem zweiten soll nun der dritte Auswärtssieg folgen.

Und es war kein einfacher Sieg. Denn anders als in den Vorwochen entpuppte sich die Wundertüte und Talentschmiede Baunach als wesentlich besser besetzt. Mit Center Leon Kratzer (19) und Point Guard Alexej Nikolic (21) boten die Young Pikes als jüngstes Team der Liga ihre herausragenden Akteure der Saison auf, die auch schon im Oberhaus mit Brose Bamberg mehr als nur erste Zeichen setzen konnten. Es fehlte allein der litauische U-Nationalspieler Arnoldas Kulboka (18). Kein Wunder also, das vor allem die zwei die RheinStars mit ihrer Qualität beschäftigen sollten. Bis zur Pause hatte es Kratzer auf 14 Punkte unter dem Korb gebracht und Nikolic auf sechs Assists. Allerdings mussten beide im Verlauf der Partie ihren exponierten Aufgaben auch kräftemäßig Tribut zollen.

Headcoach Arne Woltmann startete erstmals mit Richard Williams im Aufbau. Köln spielte bis zur Pause kontrolliert, fand oft den freien Mann jenseits der Dreierlinie – traf aber nur knapp jeden vierten Versuch. So wechselte die Führung in den ersten 20 Minuten hin und her, ohne dass sich eines der Teams einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten konnte. Bei 42:43 aus Sicht der Kölner wurden die Seiten gewechselt.

Die RheinStars kamen mit viel Druck aus der Kabine und prägten über eine lange Strecke das dritte Viertel. In der Defense verstärkte sich der Einsatz, auch unter dem Korb der Baunacher wurden die Kölner zusehends ungemütlicher. Mit einem 12:0-Lauf verschafften sich die Gäste ihre erste Luft auf 58:49. Allerdings ließen die eigentlich konzentriert aufspielenden Kölner Chancen in der Offense liegen. So wühlten sich die Young Pikes wieder auf einen Punkt bis zum 60:59 nach 30 Minuten ran.

Dann allerdings setzten sich die RheinStars mehr und mehr durch – und ab. Bis auf 78:59 (19:0-Lauf) zogen sie davon, zwangen die nachlassenden Hausherren zu vielen Fehlern. Beeindruckend dabei das organisierte Zusammenspiel der RheinStars in Defense und Offense, dass mit den vielen zufälligen Aktionen der ersten Partien der Saison nichts mehr gemein hatte. Über fünf Minuten blieben die Young Pikes ohne Korb. Zwar kamen sie noch einmal heran, kämpften, doch am verdienten Erfolg änderte sich schließlich nichts mehr. Als es noch einmal wirklich eng zu werden drohte, brachte Coach Woltmann nochmal Williams zurück aufs Parkett.

Viertel: 20:17, 22:26, 18:16, 25:18

Besondere Stats: Topscorer Chris Eversley, Jelanie Hewitt (je 16). Dennis Heinzmann (8 Rebounds, davon 5 Offense) Rebounds 33:40, Steals 9:3, Turnover 11:19., Assists 19:18

RheinStars: Richard Williams (10/2 Dreier), Hugh Robertson (13/1), Robin Christen (14/2), Chris Eversley (16), Dennis Heinzmann (8), Jelani Hewitt (16/3), Lennart Steffen, Alex Foster (1), Andi Wenzl (7), Bene van Laack, Ohne Spielminuten: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet.

Alle Stats

Foto zeigt Richard Williams –  Gero Müller-Laschet