17. Spieltag

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75 VS 70

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Datum7.1.2017
Uhrzeit18:00
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

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Schwieriges, aber reizvolles Duell mit Bamberger Talentschmiede

Einen spannenden und attraktiven Gegner erwarten die RheinStars Köln am kommenden Samstag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA zum Familientag. Ab 18 Uhr gibt mit den Baunach Young Pikes die Talentschmiede von Abonnementsmeister Brose Bamberg ihre Visitenkarte in der LANXESS arena ab. Trotz der erst vier Siege gleichwohl ein gefährlicher Gegner für die Hausherren, die mit einem Sieg am 17. Spieltag in der Tabelle den direkten Anschluss an die Playoff-Plätze finden könnten.

„Baunach ist die wohl talentierteste Mannschaft in der ProA. Natürlich ist sie mit einem Durchschnittalter von etwas mehr als 19 Jahren auch die jüngste und unerfahrenste. Aber es macht Spaß, die Entwicklung dieser oft noch sehr jungen Talente zu verfolgen“, sagt Kölns Headcoach Arne Woltmann, der vor Jahren an der Seite von Chris Fleming das Bamberger Ausbildungsmodell entscheidend prägte. Aufgrund von Verletzungsproblemen und Abstellungen für internationale Jugendteams kam in der letzten Partie des vergangenen Jahres in Heidelberg sogar der erst 15 Jahre alte Kai Bruhnke zu einem Kurzdebüt bei den Young Pikes. Jetzt aber ist Baunach wieder komplett bis auf den ehemaligen Kölner Yassin Idbihi.

Die beiden aktuell prominentesten Aushängeschilder des Programms sind Center Leon Kratzer (19) und der 21 Jahre alte slowenische Aufbauspieler Alexej Nikolic. Beide sammelten bereits nicht nur Minuten in der obersten deutschen Spielklasse sondern auch schon Erfahrungen in der Euroleague. Nikolic durfte beim jüngsten Duell gegen Real Madrid sogar in der Starting five ran – und Kratzer ist mit 14,9 Punkten im Schnitt pro Spiel und 13,8 Rebounds der dominierende Center der Liga. Allerdings hatte er mit Dennis Heinzmann auf Seiten der RheinStars beim Kölner 85:77-Auswärtserfolg so seine Schwierigkeiten. Der 19 Jahre alten Litauer Arnoldas Kulboka komplettiert das eminent starke U22-Trio, das aktuell auch die Liga-Statistiken bei den Youngstern anführt.

Bei den RheinStars arbeitet sich der jüngst verpflichtete Center Anthony King derweil in den Trainingseinheiten konzentriert und aufmerksam in die Abläufe der Mannschaft ein.. Zudem füllt sich der Kader, alle verletzten Spieler steigern nach und die Trainingsbelastung und damit auch die Intensität innerhalb der Einheiten. Denn die Playoffs sind das große Ziel. Darauf hat sich das Team eingeschworen. Und alle brennen zudem auf Wiedergutmachung der Heimniederlage gegen Essen zwei Tage vor Weihnachten. Die Bilanz der vergangenen neun Spiele liegt bei 6:3-Siegen, der insgesamt positive Trend soll sich festigen.

Foto: Leon Kratzer im Hinspiel-Duell mit Andi Wenzl I Baunach Young Pikes

Spielbericht

RHEINSTARS GEWINNEN MIT ERFAHRUNG UND CHRISTENS DREIERN

Intensiver Schlussspurt, feiernde Zuschauer und am Ende ein schwer erarbeiteter Sieg. Die RheinStars Köln starten am Samstagabend vor knapp 2.000 Zuschauern in der LANXESS arena mit einem verdienten 75:70 (33:32)-Erfolg über die Baunach Young Pikes ins Jahr 2017.  „Das war eine harte Nuss. Ich freue mich über unseren Sieg, das war sehr wichtig für uns. Wir entwickeln uns in die richtige Richtung, aber wir müssen es schaffen, als Mannschaft die Intensität über das komplette Spiel hochzuhalten“, sagte Manager Stephan Baeck nach dem achten Saisonerfolg der RheinStars am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

In einer ausgeglichenen und gutklassigen Partie setzte sich am Ende wohl die Erfahrung der Hausherren gegen das sichtbar vorhandene Talent der jungen Gäste (knapp 18 Jahre im Schnitt) durch. „Die beiden Dreier von Robin Christen waren für mich entscheidend“, sagte RheinStars-Headcoach Arne Woltmann zu den beiden erfolgreichen Versuchen von Christen (mit 17 Zählern auch Topscorer) zum 66:68 (36.) und 71:68 (38.), die Köln das Momentum beim Stande von 63:68 (36.) zurückholten.

Denn Baunach war als Ausbildungsteam von Serienmeister Brose Bamberg zwar nicht in besonders tiefer Besetzung angereist, aber mit den herausragenden Talenten Leon Kratzer, Aleksej Nikolic und Arnoldas Kulboka. Letzterer markierte alleine nach der Pause 20 Punkte (29 insgesamt). Auch Kratzer (13 Punkte/10 Rebounds) und Nikolic (15/12 Assists) überzeugten, doch die RheinStars hatten in Center Dennis Heinzmann unter dem Korb die richtige Antwort parat. Und auf der Spielmacherposition stemmten sich abwechselnd Richie Williams, Jelani Hewitt und Lennart Steffen gegen den jungen Slowenen.

Heinzmann legte dabei 14 Punkte auf und fischte 14 Rebounds, davon 8 in der Offense. Eine beeindruckende Saisonbestleistung. „Ich glaube, wir werden solche Dinge von ihm in Zukunft noch öfters sehen“, sagte Woltmann, der auch die entscheidenden Aktionen von Williams in den Schlussminuten nicht unerwähnt lassen wollte. „In der Phase hat er uns das Richtige gegeben, das hat uns sehr geholfen.“ Köln hatte auch dank ihm in einem Spiel, in dem keiner der Kontrahenten weiter als sechs Punkte davonziehen konnte, mit 11:0-Punkten den besten Lauf zur rechten Zeit – und am kommenden Donnerstag nun die Chance, im Heimspiel gegen die Hebeisen White Wings Hanau (19.30 Uhr) weiteren Boden auf die Playoff-Plätze gutzumachen.

Viertel: 14:17, 19:15, 19:20, 23:18

Besondere Stats: Dennis Heinzmann (14 Punkte/14 Rebounds), Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier). Richie Williams (7 Assists). Rebounds: 44:39 für Köln, Assists 19:17, Steals 8:4.

RheinStars: Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier), Hugh Robertson (15/2), Alex Foster (2), Jelani Hewitt (5/1), Anthony King (4), Richie Williams (12/2), Dennis Heinzmann (14), Lennart Steffen (2), Chris Eversley (4), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Andi Wenzl.

Alle Stats

Spielentscheidender Moment: Dreier von Robin Christen – Foto: Gero Müller-Laschet