19. Spieltag

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75 VS 67

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Datum21.01.2017
Uhrzeit19:00
OrtRichard-Hartmann-Halle Chemnitz

Vorbericht

Konzentriert zu den heimstarken Niners nach Sachsen

Vor einer Reihe schwerer Auswärtsaufgaben stehen die RheinStars Köln in den kommenden Wochen, bevor am Mittwoch, 8. Februar die Kirchheim Knights in der LANXESS arena gastieren. Der Spielplan schickt den Tabellenneunten auf Reisen nach Chemnitz, Dresden und Crailsheim. Los geht es mit dem Auftritt bei den heimstarken Niners am kommenden Samstag (19 Uhr, Liveticker auf zweite-basketball-bundesliga.de), die als Tabellenvierter der 2. Basketball-Bundesliga ProA erst zwei ihrer neun Heimspiele verloren haben.

„Die Niners spielen eine starke Saison“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Sie sind als Team stark und haben oft unterschiedliche Scorer. Dementsprechend schwer sind sie auszurechnen.“ So warf Kapitän Michael Fleischmann als Forward die Chemnitzer zuletzt beim knappen Sieg in Ehingen mit 33 Punkten zum Sieg. Topscorer des Teams ist aber eigentlich Forward Joseph Emmanuel Lawson III mit durchschnittlich 14,2 Punkten. Effektivster Spieler wiederum ist Guard Christopher Carter. Alle drei zusammen waren auch maßgeblich am 81:76-Erfolg beim Hinspiel in Köln beteiligt. Dazu kommt mit Neujahrs-Verpflichtung Craig Bradshaw von den Crailsheim Merlins ein weiterer starker Akteur. Der Guard bestreitet gegen die RheinStars sein zweites Spiel.

Von den letzten acht Spielen haben die Niners acht gewonnen, allein das Derby gegen die Oettinger Rockets ging vor über 2.000 Zuschauern verloren. In der Richard-Hartmann-Halle, im Volksmund Hartmann-Hölle, gab es zuvor erst eine weitere Niederlage in dieser Saison. Gegen den souveränen Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger Mitteldeutscher BC. Und zwischendurch verfolgten über 5.000 Zuschauer das Sachsen-Derby in der Arena Chemnitz. Basketball in Chemnitz ist unter Coach Rodrigo Pastore auf dem Vormarsch.

Andererseits kann man es auch so sehen: Nach ihrem holprigen Start haben die RheinStars selbst acht ihrer letzten elf Spiele gewonnen. Gegen Hanau lieferte die Mannschaft beim jüngsten Heimsieg ihrer wohl beste Saisonleistung ab. Mit Richard Williams und Anthony King stehen zwei entscheidende Qualitätsfaktoren mehr im Team. Die Mannschaft konnte zuletzt komplett, gesund und intensiv trainieren – und reist zur besseren Vorbereitung einen Tag früher an.

„Unsere Entwicklung ist unübersehbar. Wir haben Anschluss an die Playoffs gefunden. Wir werden alles versuchen, um dran zu bleiben“, sagt Manager Stephan Baeck. Trainer Woltmann sagt: „Wir müssen sehr konzentriert verteidigen. Offensiv brauchen wir Geduld für den richtigen Wurf und Disziplin in unseren Setplays.“ Alle beide reizt die Aussicht, mit einem Sieg den Rückstand auf die Sachsen am 19. Spieltag auf zwei Siege zu verkürzen. Warum auch nicht? Im Vorjahr gewannen die RheinStars schon einmal in der Hartmann-Hölle. Die Voraussetzungen für einen spannenden Basketball-Abend sind also auf jeden Fall gegeben.

Qualitätsfaktor Anthony King Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RheinStars verspielen möglichen Sieg nach der Pause

Einen Rückschlag auf dem Weg in die Playoff-Plätze haben die RheinStars Köln hinnehmen müssen. Am Samstagabend unterlag der Tabellenneunte bei den heimstarken Niners Chemnitz mit 67:75 (41:32). Dabei verpasste es die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann vor 1.764 Zuschauern am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA auch, den Abstand zwischen Köln und den viertplazierten Niners in der Tabelle noch einmal richtig eng zu machen. Anstelle von nur noch zwei Siegen Unterschied sind es nun vor den verbleibenden elf Saisonspielen vier.

Dabei hatten die RheinStars, in deren Kader der gegen Hanau erkrankte Lennart Steffen zurückkehrte, den klar besseren Start in der Hartmann-Halle. Angekickt durch eine schnelle 5:0-Führung prägten die Gäste in der ersten Hälfte das Geschehen. Über 20:9 (8.) und 35:22 (17.) ging es bis zur Pause auf 41:32. Dabei ließen die RheinStars die Sachsen nicht näher heran als sechs Punkte.

„Bis zur Pause haben wir aus einem Guss gespielt, genauso wie wir das brauchen, um uns in der Tabelle nach vorne arbeiten zu können“, sagte Manager Stephan Baeck. „Aber nach dem Wechsel haben wir unsere Intensität verloren und Chemnitz wieder stark gemacht. Allein Hugh hat durchweg auf sehr hohem Niveau gespielt.“

Trainer Woltmann: „Die ersten 20 Minuten waren wahrscheinlich die besten der Saison. Aber dann schaffen wir es nicht, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen und bauen die Niners nach der Pause auf.“ Durch den nachlässigen Start der Kölner änderte sich nach dem Wechsel das Geschehen komplett. Chemnitz gelang ein 2:12-Lauf und in der 25. Minute die erste Führung (43:44). Noch einmal konnten sich die Kölner vom zunehmenden Druck der Niners befreien und zogen wieder auf 54:46 (28.) weg. Aber die Hausherren ließen sich nicht mehr abschütteln. Bei 56:54 ging es ins letzte Viertel.

Die RheinStars trafen zum Start zwar den ersten Dreier, aber mit einem 0:7-Lauf wechselte die Führung erneut in Richtung Gastgeber. Der letzte Gleichstand gelang Köln bei 64:64 knapp vier Minuten vor Ende. Aber sie konnten nicht nachlegen, Chemnitz setzte die spielentscheidenden Akzente. Unterm Strich gelangen den RheinStars im letzten Viertel nur noch 11 Punkte – zu wenig für einen durchaus möglichen Auswärtserfolg an diesem Abend.

Viertelergebnisse: 22:14, 19:18, 15:22, 11:21

Besondere Stats: Topscorer Hugh Roberston (21 Punkte/5 Rebounds), Richard Wiliams 8 Assists. Rebounds 33:39, Steals 9:7, Turnover 13:16.

RheinStars: Richard Williams (9 Punkte/1 Dreier), Hugh Robertson (21/3), Robin Christen (6/1), Alex Foster (4/1), Anthony King (9), Jelani Hewitt (7/1), Lennart Steffen (5/1), Chris Eversley (2), Dennis Heinzmann (4), Andi Wenz. Ohne Spielzeit: Tim van der Velde

Alle Stats gibt es hier

Topscorer Hugh Robertson I Foto: Gero Müller-Laschet