22. Spieltag

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77 VS 75

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Datum12.02.2017
Uhrzeit17:00
OrtHalle des Olympiastützpunktes Heidelberg

Vorbericht

RheinStars in Heidelberg vor nächster Herausforderung

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nicht einmal 24 Stunden nach der Heimniederlage gegen den Tabellendritten Kirchheim Knights begann die Vorbereitung der RheinStars Köln auf den nächsten Gegner in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Denn bereits am Sonntag (17 Uhr/keine Live-Übertragung) gastieren die Tabellenachten bei den drei Plätze vor ihnen platzierten MLP Academics Heidelberg. „Mit einem Sieg können wir uns bis auf zwei Punkte auf Heidelberg heranschieben. Aber wir treffen auf einen starken Gegner“, sagt Manager Stephan Baeck.

In der Tat scheinen die Voraussagen schwierig. Köln gewann das Hinspiel 77:65. Heidelberg siegte zuletzt überzeugend bei den Oettinger Rockets, verloren davor knapp gegen Tabellenführer Mitteldeutscher BC und überfuhr Trier mit einem grandiosen 40-Punkte-Sieg. Die RheinStars wiederum zeigen einen klaren Aufwärtstrend, arbeiten erfolgreich am Teamplay. Produzieren dabei immer weniger Fehler. Ganz verschwunden sind diese aber noch nicht und deshalb erleiden die RheinStars immer wieder Rückschläge auf dem Weg in die Playoff-Ränge wie das 77:83 gegen Kirchheim am Mittwochabend.

Zudem hat Köln nur vier Tage Pause, während auf der anderen Seite Heidelberg zehn Tage trainieren konnte. Und Köln schloss die jüngste Phase in diesem Rhythmus mit dem grandiosen Coup beim Tabellenzweiten Crailsheim ab. Es wird also auf die Tagesform ankommen. „Heidelberg verfügt über ein erfahrenes Team, sie spielen einen einfachen, reifen Basketball. Schnörkellos und erfolgreich“, sagt Kölns Headcoach Arne Woltmann, der am Donnerstagnachmittag das Spiel gegen Kirchheim mit dem Team per Video aufarbeitete und dabei den Blick auf die nächste Herausforderung richtete.

Aus dem Hinspiel sind vor allem der 77:65-Sieg mit 23 Punkten von Jelani Hewitt in Erinnerung sowie die mannschaftliche Energieleistung nach dem frühen Ausscheiden und der schweren Verletzung von Tim van der Velde. Erst danach stießen Richie Williams und Anthony King zum Kader hinzu. Der Kader von Heidelbergs Trainer Frenki Ignjatovic hat sich im Vergleich zum Hinspiel hingegen nicht verändert.

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Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RheinStars besiegen sich in Heidelberg selbst

Die RheinStars treten aktuell auf dem Weg Richtung Playoffs auf der Stelle. Am späten Sonntagnachmittag kassierten die Kölner bei einem direkten Konkurrenten um die Plätze eine 75:77-Niederlage in der Verlängerung. Damit bleibt die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann bei elf Saisonsiegen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA stehen – und verpasste es bei den MLP Academics Heidelberg zugleich, den achten Platz nach hinten abzusichern und den Rückstand auf Platz fünf auf zwei Punkte zu verkürzen. Die nächste Hürde: Am Montag, 20. Februar (19.30 Uhr) kommt Tabellenführer Mitteldeutscher BC in die LANXESS arena.

„Es ist wahnsinnig ärgerlich, wir haben zum wiederholten Mal eine riesige Chance weg geworfen, unsere Situation in der Tabelle entscheidend zu verbessern“, kommentierte Manager Stephan Baeck. „Wir dominieren das Spiel, haben alles unter Kontrolle, nur um den Gegner wieder aufzubauen. Mir fehlt in diesen Situationen einfach der Wille und das unbändige Verlangen, das Spiel, in dem man wirklich gut spielt, auch zu gewinnen. Das ist im Moment alles was für uns zählt. Anstatt weiter als starkes Team zu agieren, verfallen wir in Einzelaktionen und geben unsere Linie auf. Jeder Spieler, egal wie viele Minuten er spielt, hat Verantwortung für unsere Ziele. Dieser Verantwortung muss jeder für sich – und müssen wir als Team – auch gerecht werden.“

Denn die RheinStars gelangten bis auf ein 0:2 zu Beginn direkt in Führung und bauten diese kontinuierlich bis zum Ende des ersten Viertels auf 18:10 aus. Während die kölschen Gäste dabei auf Lennart Steffen (Oberschenkelprellung) verzichten mussten, fehlte bei den Hausherren erstmals Stammkraft Albert Kuppe in der Saison. Köln hatte dabei die Begegnung von Beginn an im Griff und hielt die Academics auf Distanz. Bei 39:33 für die Rheinländer ging es in die Halbzeitpause. Die RheinStars hatten die Partie in den ersten 20 Minuten dominiert, kontrollierten das Spiel in der Defensive wie auch in der Offensive. Immer wieder wurde geschickt der besser postierte Mitspieler gefunden und die eigenen Stärken geschickt ausgenutzt.

Heidelberg arbeitete sich auch nach dem Seitenwechsel lange vergeblich an einer Verkürzung des Resultats ab. Auf 53:39 (27.) streckten die Kölner sogar den Abstand, der dritte Abschnitt endete bei 55:46. Wie schon zuletzt lagen die RheinStars scheinbar sicher in Vorlage (61:49/33.) bevor die Kölner wohl innerlich einen Gang runterschalteten und sich die Gastgeber zur Attacke berufen fühlten. Erst gelang ihnen ein 9:0-Lauf auf 61:58 – und 39 Sekunden vor Schluss stand es 65:65. Erstmals in dieser Saison ging es für die RheinStars in die Overtime (67:67).

Dort hatte Heidelberg wie schon zum Spielbeginn der besseren Start, doch diesmal wechselte „Fortuna“ nicht auf die Seite der Kölner. Als bei 75:77 und Ballbesitz Köln noch 16 Sekunden zu spielen waren, konnten die Academics den letzten verzweifelten Versuch der RheinStars von Richard Williams blocken. Die zwölfte Saisonniederlage stand als Fakt in der Statistiken.

Viertelergebnisse: 18:10, 21:23, 16:13, 12:21. OT 8:10

Besondere Stats: Assists Köln 18:16, Heidelberg , Rebounds 30:38, Steals 10:7, Turnover 14:15.

RheinStars: Richard Williams (13/2 Dreier), Hugh Robertson (10), Robin Christen (10), Alex Foster (8/2), Anthony King, (13) Jelani Hewitt, Leon Baeck, Tim van der Velde (2), Chris Eversley (13), Dennis Heinzmann (4), Andi Wenzl (2). Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic

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Foto: Gero Müller-Laschet