26. Spieltag

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69 VS 78

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Datum05.03.2017
Uhrzeit17:00
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

RheinStars gegen Oettinger Rockets gefordert

Eindeutiger als für die RheinStars Köln kann eine Konstellation vor dem Heimspiel gegen die Oettinger Rockets am Sonntag (17 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) in der LANXESS arena kaum sein. Fünf Spiele stehen noch an in der 2. Basketball-Bundesliga ProA, drei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele. Und wenn die Kölner als eines von acht Teams in den Playoff starten wollen, dann zählt ab jetzt jedes Spiel. Also gleich am Sonntag, wenn Unitymedia als Goldpartner den 26. Spieltag präsentiert und gemeinsam mit den Besuchern nicht nur einen Sieg sondern gleich einen Zuschauerrekord für die RheinStars anstrebt. „Was? Das geht?“, lautet der aktuelle Slogan des Kölner Kommunikationsunternehmens. Die Antwort ist „Ja, muss“.

„Unsere Ausgangslage ist eindeutig“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Wir müssen, können und wollen gewinnen.“ Das seine Mannschaft das Talent dazu hat und die Formkurve als Kollektiv trotz der Rückschläge wie in Trier alles in allem ansteigt, ist die eine Sache. Die andere Sache ist die: „Wir müssen die Spiele zu Ende bringen.“ Gegen den Mitteldeutschen BC funktionierte das eindrucksvoll, in Kirchheim, Heidelberg und zuletzt in Trier leider nicht. So stehen die RheinStars aktuell mit dem Rücken zur Wand.

„Den Druck haben wir uns selbst gemacht und den müssen wir aushalten. Do or die – die klassische Situation im Basketball“, sagt Manager Stephan Baeck. Und die Aufgabe gegen die Oettinger Rockets ist sowieso ambitioniert. Im Hinspiel kamen die RheinStars nach einem guten Start gegen den Tabellensiebten im letzten Viertel nach einer 67:64-Führung noch mit 74:91 unter die Räder. Die Rockets haben zudem ihre letzten vier Spiele alle gewonnen.

Statistisch betrachtet liegen beide Mannschaften nicht weit auseinander. Die Rockets treffen hochprozentiger von der Freiwurflinie und aus der Nah- und Mitteldistanz. Ebenso von der Dreierlinie, aber Köln wirft öfters und hat deshalb mehr Punkte in dieser Bilanz gesammelt Assists sprechen für die Gäste, geblockte Schüsse, Steals, geringere Anzahl der Ballverluste und die Rebounds eher für Köln. „Statistik hin oder her. Die haben eine gute Mannschaft und mit Robert Oehle und Dane Watts zwei Jungs unterm Korb, die eine sehr gute Saison spielen“, sagt RheinStars-Trainer Arne Woltmann.  Es wird also spannend am Sonntag in der LANXESS arena.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RheinStars unterliegen starken Oettinger Rockets

Jetzt wird es richtig eng für mögliche Playoff-Aktivitäten der RheinStars Köln.  Vor 2.118 Zuschauern unterlagen die Hausherren in der LANXESS arena den starken Oettinger Rockets mit 69:78 (31:48) am späten Sonntagnachmittag und sind von dem Sprung unter die besten acht Teams der 2. Basketball-Bundesliga ProA als Zehnter wieder ein Stück weiter davon entfernt als vor dem 26. Spieltag. Nun verbleiben nur noch vier Spiele, um zumindest die theoretische Chance auf die Playoffs zu wahren. Am Donnerstag (19.30 Uhr) geht es gegen das Team Ehingen Urspring mit dem nächsten Heimspiel weiter. Und der nächsten Chance.

Dabei hatte der Sonntagnachmittag in Deutschlands größter Multifunktionshalle vielversprechend und als mögliches Basketballfest begonnen. Mit Miesko Wlodarczyk einen Weltklasse Basketball-Freestyler im Rahmenprogramm, den zweitbeste Besuch in der laufenden Saison in der Halle, mit Unitymedia einen einfallsreichen Partner als Spieltagspräsentator und mit dem Tabellensechsten Oettinger Rockets einen herausfordernden Gegner vor der Brust.

Doch mit Spielbeginn zerstoben die Hoffnungen schnell. „Wir waren nicht bereit für das Spiel. Die Rockets waren gedanklich schneller und intensiver in der Verteidigung. Obwohl der Druck eigentlich komplett beim Gegner lag, haben wir selbst die einfachen Dinge nicht hinbekommen. So haben wir uns das Fest selbst verdorben“, sagte Manager Stephan Baeck. „Glückwunsch an die Gäste, sie waren heute das stärkere und bessere Team“, kommentierte Headcoach Arne Woltmann.

Köln führte ein einziges Mal mit 2:0, dann übernahmen die Gäste das Kommando. Der anschließende Spielfilm wurde für die RheinStars zum Horrorstreifen. Was schief gehen kann ging schief. Was nicht klappen konnte, funktionierte auch nicht. 10:25 stand es nach dem ersten Viertel, nach 13 Minuten 15:34 und 23:41 (16.) kurz vor der Pause. Und immer, wenn die Kölner sich halbwegs wieder zu berappeln schienen, gab es den nächsten Nackenschlag. Beispiel: Richie Williams verkürzt auf 31:45 39 Sekunden vor der Pause, die Rockets verpassen einen Korbleger. Alex Foster holt den Rebound und steht „gefühlt mit einer halben Fußzehe im Aus“. So gibt es 19 Sekunden anstelle Ballbesitz Köln, den für die Gäste. Darrell Mitchell kreiert daraus eine Quasi-Buzzerbeater zum 31:48-Pausenstand.

Nächstes Beispiel? Trotz aller Widrigkeiten wühlt sich Köln irgendwie ins Spiel. Die Rockets treffen nach ihrem 52. Punkt viereinhalb Minuten gar nix mehr. Die RheinStars – hier besonders Robin Christen und Alex Foster – ackern endlich, aber das Momentum will an diesem Tag nicht auf ihre Seite wechseln. Köln ist auf 43:52 heran: Doch der freie Dreier von Christen schaut nur kurz in den Korb, um dann doch nicht hineinzufallen. 30 Sekunden später beendet ein Freiwurf von Robert Oehle die Nullpunkt-Phase der Gäste. Bald steht es 45:60 (18.), die RheinStars verkürzen mit Ende des dritten Durchgangs auf 51:61. Aber die Hypothek aus dem ersten Viertel erweist sich als zu hoch. Die Rockets ziehen wieder auf 57:74 (36.) davon und bringen den Erfolg verdient und letztlich souverän nach Hause.

Viertel: 10:25, 21:23, 20:13, 18:17

Besondere Stats: Robin Christen 12 Punkte /7 Rebounds. Dennis Heinzmann 9 Rebounds, Jelani Hewitt 20 Punkte (3 von 6 Dreiern/50%), Rebounds: Köln 49/Rockets 39; Steals 8:8, Assists 16:13, Turnover 17:12.

RheinStars:  Hugh Robertson (5 Punkte), Alex Foster (7/1 Dreier), Robin Christen (12/2), Richie Williams (6), Anthony King (6), Chris Eversley (3), Jelani  Hewitt (20/3), Dennis Heinzmann (8), Tim van der Velde, David Downs, Leon Baeck (2).

Alle Stats gibt es hier

Jelani Hewitt in Bedrängnis I Foto: Gero Müller-Laschet