RheinStars gelingt der nächste Coup

Tabellenführer geschlagen, Spieler glücklich, Trainer stolz, Zuschauer begeistert – die RheinStars erlebten alle zusammen einen rundum gelungenen Samstagabend am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga in der ProB-Gruppe Nord. Mit 77:70 (41:37) besiegten die Kölner die BSW Sixers und fügten dem Kooperationsteam von Erstligist Mitteldeutscher BC nach sechs Siegen in Folge die zweite Saisonniederlage zu.

Aber es war gar nicht das Ergebnis, das die Beobachter so ansprach, sondern auf welchem Weg der Erfolg zustande kam. Also das „wie“. Anders als bei den kurzfristigen Überraschungscoups oder ehrenvollen Niederlagen in den zurückliegenden Spielzeiten gegen die heutigen ProA-Ligisten VfL Bochum oder WWU Münster bewegen sich die RheinStars aktuell scheinbar stabil in Richtung bessere Hälfte des Tableaus.

Die harte Trainingsarbeit nach der klaren Heimniederlage gegen die EN Baskets Schwelm vor zwei Wochen sowie der „Brustlöser“ mit dem 102:63 beim Tabellenletzten Gießen Pointers haben das Spiel der RheinStars auf ein neues Niveau in dieser Spielzeit gehoben. In der Offense wurde der Ball bewegt, alle waren am Spiel beteiligt. In der Defense ging die Mannschaft geschlossen und mit Verve zur Sache. „Unser Schlüssel ist die Defense. Wenn wir hier uns weiter so entwickeln, hat es jede Mannschaft schwer mit uns“, freute sich Trainer und Manager Stephan Baeck nach der Partie.

„Wenn wir unter die ersten acht Teams wollen, dann müssen wir in der Lage sein, auch vermeintlich stärkere Mannschaften zu schlagen. Vor allem in eigener Halle. Dazu brauchen wir die Intensität und die Defense der Jungs und natürlich die Fans“, hatte Baeck mit Blick auf den Besuch des Tabellenersten gefordert. Und seine Mannschaft zeigte vor den 450 Zuschauern in der ASV-Sporthalle von Beginn an, dass sie verstanden hatte, was sich die Trainer wünschten. In der Verteidigung wurde mit Donte Nicholas der Kopf des Sixers-Spiels bearbeitet und im Angriff ging es zielstrebig zur Sache.

Mit 17:6 führten die Kölner nach sechs Minuten. Doch weil die Gäste ebenfalls viel Qualität in ihren Reihen haben, entwickelte sich ein Spiel auf sehr ansprechendem Niveau, bei dem das Zuschauen lohnte. So blieb es weiter eng bis zum Ende des dritten Viertels als den RheinStars ein 11:2-Lauf zum 65:52 (28.) gelang. Eine Vorentscheidung? Von wegen. Obwohl Nicholas mit vier Fouls auf der Bank saß, robbten sich die Gäste heran. Neun lange Minuten kamen die Hausherren zu keinem Korb. Die Sixers schlossen zum 65:64 auf – mit zwei weiteren Chancen zum Führungswechsel. Doch was Nicholas bei den Sixers ist, sind Ali Sow und Rupert Hennen bei den Kölnern: Hennen traf zum 67:64 drei Minuten vor Schluss. Danach war Ali Sow dran, der alle weiteren Kölner Punkte markierte, bis auf die zwei, die er Elijah Schmidt auflegte – und die Fans waren dann auch zur Stelle in der Crunchtime.

Für die RheinStars geht es am kommenden Samstag (19 Uhr) beim neuen Tabellenführer Lok Bernau weiter, bevor dann am Samstag drauf, dem 17. Dezember (18 Uhr), mit den SBB Baskets Wolmirstedt der nächste Favorit seine Visitenkarte in der ASV-Sporthalle abgeben wird. Vorbeischauen lohnt sich bestimmt.

Viertelergebnisse: 22:14, 19:23, 24:21, 12:12

Spielfilm: 15:6 (5.), 22:13 (10.), 36:28 (15.), 41:37 (20.), 54:50 (25.), 65:58 (30.), 65:64 (35.), 77:70 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (25 von 50/50%), Sixers (25/52, 48%), FW Köln 78% (14/18), Sixers 69% (11/16), 11:14 Assists, 24 (6 offensiv): 29 (8) Rebounds, 2:1 Blocks, 9:7 Steals, 19:20 Turnover.

RheinStars:  Davi Remagen (3/1 Dreier), Kenan Reinhart, Rupert Hennen (15/3), Ali Sow (20/3 Dreier, 7 Assists), Antonio Pilipovic (8/2), Steffen Haufs (3/1), Andrew Onwuegbuzie (5/1), Luca Ladjyn, Shore Adenekan, Elijah Schmidt (5, 5 Rebounds), Anthony Bauer (5, 6 Rebounds), Jannis von Seckendorff (13).

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Ali Sow – Foto: Gero Müller-Laschet