RheinStars ziehen sich achtbar aus der Affäre

Zwar starteten die RheinStars in die erste ProA-Saison nach sieben Jahren Pause in der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit einer Niederlage. Doch angesichts der Umstände zogen sich die Kölner bei einem der favorisierten Teams der zweithöchsten deutschen Spielklasse ehrenhaft aus der Affäre. Vor 3.012 Zuschauern unterlag der Neuling in der stimmungsvollen Ischelandhalle bei Phoenix Hagen mit 74:101 (32:54) am Samstagabend. Am 6. Oktober erwarten die RheinStars mit den Artland Dragons einen weiteren ehemaligen Erstligisten zur Saisonpremiere in der Motorworld.

„Angesichts unserer heutigen Möglichkeiten haben wir das in der zweiten Halbzeit sehr ordentlich gemacht, nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft“, sagte Manager und Headcoach Stephan Baeck. Bis auf Björn Rohwer fehlten den Kölnern eigentlich alle auf den großen Positionen eingeplanten Spieler. Hall Elisias, Adam Paige und Zac Watson gingen angeschlagen und eben nicht spielfähig aus der Trainingswoche. Auch fehlt noch Haris Hujic, der aber inzwischen das Teamtraining aufgenommen hat.

Das Pech der einen, wurde das kleine Glück der anderen. U16-Jugendnationalspieler Fynn Rieck (15), der unerschrockene Ferdi Trefzger (16) sowie der aufmerksame Friedrich Beyer (18) feierten alle ihre ProA-Premiere – und die NBBL-Spieler fügten sich gut in die Mannschaft ein. Beyer erzielte zudem seine ersten Punkte, Blocks und Rebounds.

Aufgrund der Besetzung waren die Erwartungen entsprechend gedämpft vor dem Auftritt in Hagen – und anfangs schienen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Mit 31 Punkten führten die Hausherren (52:21/17.) kurz vor der Pause, Köln schien ein Spielball für den Abend zu werden. Aber dann packten die RheinStars entschlossener zu, verkürzten aus 22 Zähler Rückstand (32:54) bis zur Pause. Und brachten nach dem Seitenwechsel eine ordentliche Vorstellung aufs Parkett. Es wurde besser verteidigt, aufmerksamer gearbeitet und entsprechend gepunktet. Allein 20 Zähler entsprangen dabei aus Fastbreaks, 17 davon nach der Halbzeit.

So fiel das Fazit von Headcoach Baeck mehr anerkennend, denn kritisch aus. Besonders Maxi Begue und Timmy Davis ragten dabei in einer nicht aufgebenden Mannschaft hervor. „Wir hatten heute viele gute bis ordentliche Spieler auf dem Feld und mit Maxi und Tim zwei sehr gute. Ich freue mich aber trotzdem darauf, irgendwann alle wieder fit im Kader zu haben.“

Viertel:  12:28, 20:26, 23:22, 19:25

Spielfilm: 4:10 (5.), 12:28 (10.),19:46 (15.), 32:54 (20.), 41:63 (25.), 55:76 (30.), 65:86 (35.), 74:101 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln 27 von 70/39%, Hagen (35/67, 52%), FW Köln 73% (11/15) zu 64% (16/25), 18:30 Assists, 32 (8 offensiv): 48 (12) Rebounds, 9:6 Steals, 3:0 Blocks, 14:15 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier

RheinStars: Ferdi Trefzger, Rupert Hennen (11 Punkte/3 Dreier, 3 Assists, 4 Rebounds), Jasper Günther (6/2, 5 Ass), Fynn Rieck, Maxi Begue (20/2, 3 Ass, 7 Reb, 4 Steals), Timmy Davis (14/3, 4 Reb.), Björn Rohwer (4, 2 Reb), Friedrich Beyer (3, 1 Block, 2 Reb.), Justin Onyejiaka (11/1, 2 Blocks, 4 Reb.), Michael Miller (5).

Foto: Jörg Laube