RheinStars überzeugen auch in Münster

Die RheinStars machen da weiter, wo sie am vergangenen Sonntag mit dem ersten Saisonsieg aufgehört haben. Nach Kirchheim gelang dem Aufsteiger in Münster am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gleich der nächste Erfolg. Bei den Uni Baskets setzten sich die Kölner am Freitagabend nach einer geschlossenen Teamvorstellung verdient mit 83:78 (48:39) durch zum Start in den Doppelspieltag. Am Montag gastieren nun die SBB Baskets aus Wolmirstedt bei Magdeburg in der Motorworld. Tippoff ist um 19.30 Uhr.

Headcoach Zoran Kukic betonte schon unter der Woche wiederholt, dass immer die Spieler im Mittelpunkt stehen. „Sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Wir Trainer geben ihnen die Mittel dafür mit.“ So war es auch in Münster. Vor 2.750 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel spielte die Mannschaft um Kapitän Rupert Hennen (15 Punkte) wie schon beim 87:74 über Kirchheim wie aus einem Guss. „Unsere Teamchemie ist erstaunlich. Jeder gönnt jedem die Punkte – und obwohl wir noch einen neuen Spieler dazu bekommen haben, spielen alle füreinander. Es macht gerade echt Spaß.“

Mit dem hinzugekommenen Spieler war Cedric Russell Jr. (siehe Extrameldung) gemeint, der sich gleich als Topscorer in der Gruppe anmeldete, ohne dabei aber nur auf sich zu schauen. Und in den wichtigen Momenten wie in der Endphase übernahm er und sendete mit seinen insgesamt 18 Punkten wichtige Zeichen beim Auswärtssieg. Mit Haris Hujic (15), Hennen und dem an seiner alten Wirkungsstätte giftig verteidigendem Jasper Günther (10) verfügen die RheinStars nicht allein bei den Guards nun über eine gute Tiefe für die Liga. Dazu kommt Timmy Davis. Und mit Maxi Begue und Mike Miller mussten noch zwei Akteure angeschlagen zuschauen.

Aber auch unter den Körben sind die Kölner „ProA-like“ aufgestellt. Hall B. Elisias legte nicht allein wegen seiner elf Rebounds auch ohne eigene Punkte eine starke Vorstellung aufs Parkett. Björn Rohwer (14) beeindruckte mit einer Feldwurf-Quote von 100 Prozent, darunter vier Dreier. Um sie herum wuselten Laurent Zoccoletti und Adam Paige, dazu Justin Onyejiaka. Und bei aller Bescheidenheit der Coaches. Der von Kukic und Assistant Coach Oli Elling erdachte Matchplan für die Mannschaft, hatte dann schon auch was mit ihrer Arbeit zu tun. Münsters Werfer kamen nicht zur Geltung, die Kölner fanden immer Antworten auf die Bemühungen der Hausherren. Sie waren in der Offense schwer auszurechnen, allein fünf Akteure punkteten zweistellig. „Kompliment an die Jungs wie und mit welcher Energie sie das heute gespielt haben. Es war keine einfache Trainingswoche mit dem späten Spiel am Sonntag, schließlich mussten wir ja noch Cedric bis heute Abend so weit wie möglich integrieren. Aber alle haben das gut gemacht.“

Münster jedenfalls konnte mit den RheinStars und ihrem Spiel vom Start weg wenig anfangen. Sie schienen eher ratlos und konsterniert ob der Kölner Vorstellung. „In Halbzeit eins waren wir überhaupt nicht da“, kritisierte deren Trainer Götz Rohdewald. Ganze vier Fouls in den ersten 20 Minuten unterstrichen deren eher körperloses Spiel. Mit einem 6:0-Lauf übernahmen die RheinStars zum Ende des ersten Viertels (26:18) das Kommando und bauten die Führung aus bis zum Seitenwechsel (48:39).

Wenn den Kölnern ein leichter Vorwurf zu machen war an diesem Abend, dann wohl am ehesten der, dass sie die Hausherren bis zum Ende im Spiel ließen. Mitte des dritten Viertels führten die Gäste mit 16 Punkten (55:39) und versäumten es, schon zu diesem Zeitpunkt den Uni Baskets alle Chancen und den Willen zu nehmen. Die besannen sich fortan zunehmend auf ihre Kampfqualitäten und verkürzten den Rückstand, ohne aber wirklich auf Schlagdistanz zu kommen. Beim Stand von 73:68 erstickte schließlich Cedric Russell mit zwei Dreiern (38.) mögliche Diskussionen über den Sieger des Abends. Die letzten Sekunden spielten die Kölner dann routiniert nach Hause.

Viertel:  26:18, 22:21, 18:16, 17:23

Spielfilm: 7:9 (5.), 26:18 (10.), 42:30 (15.), 48:39 (20.), 55:39 (25.), 66:55 (30.), 69:62 (35.), 83:78 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln 28 von 68/41%, Münster (27/63, 43%), FW Köln 76% (13/17) zu 68% (17/25), 17:15 Assists, 38 (16 offensiv): 43 (17) Rebounds, 8:2 Steals, 4:3 Blocks, 10:15 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4oYKL9E

RheinStars: Cedric Russell (18 Punkte/4 Dreier, 2 Assists, 2 Steals), Zac Watson, Rupert Hennen (15/3, 4 Assists), Jasper Günther (10, 6 Ass. ,2 Steals), Konstantin Lehmann, Haris Hujic (15/2, 2 Ass), Timmy Davis (3/1, 4 Rebounds), Laurent Zoccoletti (4), Adam Paige (2), Björn Rohwer (14/3, 3 Reb), Justin Onyejiaka (2), Hall B Elisias (11 Reb., 2 Blocks, 2 Steals)

Foto: Markus Holtrichter