Als Underdog zu den Eisbären in den Norden

Vor einer Bewährungsprobe stehen die RheinStars am kommenden Sonntag. Mit dem Auftritt bei den Eisbären Bremerhaven treffen die Kölner am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf einen der Aufstiegsaspiranten des Klassements. Mit 7:1-Siegen liegen die Norddeutschen punktgleich mit Phoenix Hagen und der BG Göttingen an der Tabellenspitze. „Über die Verteilung der Favoritenrolle brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Aber die Saison hat gezeigt, dass in dieser Liga nahezu jeder jeden schlagen kann.“ Tipoff ist am Sonntag um 15 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven.

Zudem ist der Vergleich sicherlich auch eine Chance, die eigene Entwicklung voranzutreiben. Am ersten Spieltag waren die RheinStars in Hagen beim Topteam der Liga noch völlig chancenlos. Inzwischen aber konnten die Kölner fast alle verletzten Akteure in ihr Spiel integrieren, gewannen ihre ersten Spiele und finden sich langsam in der ProA zurecht.  „Für uns sind diese Spiele gegen stärkere Teams wichtig, um zu lernen. Zu lernen, wie wir mit dem Druck und der Qualität des Gegners umgehen, aber auch zu lernen, die eigene Qualität und Stärke herauszuarbeiten“, sagt Baeck. „Wir wollen nach den Umstellungen im Kader eine eigene Identität entwickeln und einen für uns passenden Stil erarbeiten! Wir freuen uns jedenfalls auf die Herausforderung.“ Die Kölner reisen bereits am Samstag nach dem Vormittagstraining nach Bremerhaven, um sich konzentriert und in aller Ruhe vorzubereiten.

„Air“ Seckendorff fliegt für die Eisbären

Zwei Kölner Power Forwards zählen zum bislang sehr erfolgreichen Kader von Headcoach Steven Esterkamp. Jannis von „Air“ Seckendorff wechselte Anfang der Saison von den RheinStars in den Norden und fühlt sich dort offenbar pudelwohl. Mit seiner Power hat sich der Forward im Schnitt 13.8 Punkte pro Spiel geholt, dazu 4.9 Rebounds – und zählt auch mit seinem Effektivitätswert (14.5) zu den Topakteuren der Eisbären. Allein US-Pointguard Elijah Miller liegt mit 13.9 Punkten pro Spiel knapp über von Seckendorff.  Zweistellig punkten zudem Jemarl Baker (11.4) und Carlos Carter (10.4). Der zweite Kölner im Team ist Jordan Samare, der aus der Jugend der RheinStars nach der JBBL ins Programm der Frankfurt Skyliners wechselte – und sich bereits 2024 den Norddeutschen anschloss.

Die Lage der Liga

Neben den Phoenixen aus Hagen, die am vergangenen Wochenende bei den Artland Dragons nach zweimaliger Verlängerung ihre erste Saisonniederlage kassierten, haben auch die Bremerhavener und die BG Göttingen ihre Ansprüche mit 7:1-Siegen auf die Spitzenplätze angemeldet. Dem Trio folgen mit einem Sieg weniger nach acht Spieltagen allein noch die Hakro Merlins aus Crailsheim. 5:3-Erfolge weisen die Dragons sowie die Tübingen Tigers auf. Fünf Teams stehen am unteren Ende der Tabelle mit 2:6-Siegen, darunter die RheinStars, die Uni Baskets Münster, SBB Wolmirstedt, die Paderborn Baskets und die Karlsruhe Lions.

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Foto: Gero Müller-Laschet