RheinStars nah dran an Überraschung

Mit einem stark verbesserten Auftritt in der zweiten Halbzeit wäre den RheinStars am Sonntagnachmittag bei den Eisbären Bremerhaven beinahe eine faustdicke Überraschung gelungen. Der Aufsteiger unterlag einem der Topfavoriten der Liga am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp mit 87:89 (42:57). Am kommenden Samstag (18 Uhr) erwarten die Kölner im Düsseldorfer Castello nun die EPG Koblenz Baskets – und damit einen direkten Konkurrenten im Kampf um die sicheren Plätze in der zweithöchsten deutschen Spielklasse,

„Nach der Pause haben wir die richtige Energie gefunden, um uns auch gegen schwierige Gegner behaupten zu können. Zudem haben wir mit einigen Anpassungen insgesamt mehr Fluss in Offense und Defense bekommen“, sagte Head Coach Zoran Kukic nach der umkämpften Partie vor 1128 Zuschauern in der Stadthall Bremerhaven. „Wir hätten die Punkte gerne mitgenommen, aber die Jungs sind auf dem richtigen Weg. Ich glaube, dass Zoran in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden hat, denn alle haben mit mehr Selbstvertrauen und Energie gespielt“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Zumal mit Mike Miller, Maxi Begue und auch Laurent Zoccoletti einige Stammkräfte fehlten und Leistungsträger wie Hall B. Elisias und Haris Hujic nur reduziert trainierten unter der Woche. Immerhin konnte sich Zac Watson nach längerer Zeit mal wieder Spielminuten auf dem Feld holen.

Die RheinStars starteten die Partie mit Cedric Russell, Jasper Günther, Adam Paige, Justin Onyejiaka und Björn Rohwer. Köln beginnt ordentlich, gerät aber im Laufe des ersten Viertels ins Hintertreffen. Die RheinStars werfen viel von außen, haben aber ihrerseits auch Probleme mit der Verteidigung rund um den eigenen Korb. Da aber auch Bremerhaven ähnlich freundschaftlich arbeitet in der Defense, erfreuen sich beide Mannschaften lange Zeit über hohe Quoten bei den Abschlüssen in Korbnähe. Wobei die Eisbären hier konsequenter zu Werke gehen. Ende der ersten Hälfte liegen die RheinStars 15 Punkte tief (42:57).

Und in Halbzeit zwei ist das alles Makulatur, denn die RheinStars finden mit dem Seitenwechsel all das wieder, was auch in den ersten 20 Minuten hilfreich gewesen wäre – oder in Münster zum Sieg gereichte. Energie und Leidenschaft beispielsweise. Sie finden Lösungen in Offense und Defense, holen sich die Stopps und verkürzen den Rückstand Punkt um Punkt. Vor allem Paige (20 Zähler) und Onyejiaka (19) zeigen ihre besten Saisonleistungen. Mit Beginn des Schlussviertels sind sie bis auf zwei Zähler an (74:76/31.) den Eisbären dran. Der Favorit gerät inklusive des Ex-Kölners Jannis von Seckendorff (13 Punkte, 5 Rebounds) ins Wanken. Ein Dreier von Paige gleicht die Partie aus (35.), mit dem nächsten Dreier gehen die Kölner 30 Sekunden später sogar in Führung (83:80). Das Spiel wogt hin und her. Zwei Freiwürfe von Haris Hujic bringen erneut 23 Sekunden vor dem Ende erneut den Ausgleich (87:87). Bremerhaven antwortet durch Elijah Miller, Köln schafft diese nicht mehr. Die Punkte für den Sieg bleiben im Norden.

Viertel:  18:30, 24:27, 30:19, 15:13

Spielfilm: 11:16 (5.), 18:30 (10.), 31:44 (15.), 42:57 (20.), 55:67 (25.), 72:76 (30.), 83:80 (35.), 87:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 34 von 70/49, Eisbären (34/63, 54%), FW Köln 75% (6/8) zu 74% (14/19), 15:24 Assists,35 (10 offensiv): 33 (7) Rebounds, 7:6 Steals, 3:0 Blocks, 13:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4oGilBv

 RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 4 Assists, 4 Rebounds.), Zac Watson (2), Rupert Hennen (3/1, 2 Ass.), Jasper Günther (2, 4 Ass.), Konstantin Lehmann, Haris Hujic (10/2, 3 Ass, 3 Reb), Timmy Davis (2 Ass, 3. Reb.), Adam Paige (20/4, 6 Reb), Björn Rohwer (13/1, 3 Reb), Justin Onyejiaka (19/3, ), Hall B Elisias (6, 7 Reb., 3 Blocks)

Foto: Eisbären Bremerhaven