Ein Abend der verpassten Chancen
An einem Samstagabend der verpassten Chancen unterliegen die RheinStars zum Auftakt der Düsseldorfer Wochen knapp den EPG Baskets Koblenz. Nach spannenden 40 Minuten stand es am Ende des 10. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 84:92 (34:49) gegen die Kölner. Nun geht es für alle Teams im Nationalmannschaftsfenster in eine kurze Spielpause, bevor es dann für die RheinStars am Nikolaussamstag mit dem Duell gegen die Gießen 46ers weitergeht. Erneut im Castello im Düsseldorfer Süden.
Nach ereignisreichen ersten Wochen in der neuen Rolle als Aufsteiger in die ProA bietet sich die Unterbrechung an. Fünf Niederlagen zum Auftakt, viele Verletzungen, Trainerwechsel, Nachverpflichtungen, die ersten Siege, die ersten Rückkehrer, neue Verletzungen. So richtig Ruhe war eigentlich nie. „Das Potenzial ist da. Wir haben in den letzten Wochen einige positive Schritte gemacht und den Anschluss geschafft, doch in der momentanen Konstellation in der Liga ist jeder Sieg, aber auch jeder verpasste Sieg unglaublich wichtig. Wir müssen weiter daran arbeiten, um uns mit Geduld in der Liga zu etablieren. Rückschritte gehören dazu, aber wir müssen insgesamt in die richtige Richtung gehen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.
Gegen Koblenz offenbarten die RheinStars erneut ihre Stärken und Schwächen der ersten Saisonwochen. So starteten die Kölner wie so oft in den jüngsten Spielen schluderig und wenig aufmerksam in die Partie vor 550 Zuschauern. Nach etwas mehr als vier Minuten lagen die Kölner mit 2:15 im Hintertreffen – auch bei den Rebounds (2:12). Eigentlich nahmen die RheinStars mit fünfminütiger Verspätung ihre Arbeit auf. Zumal die Gäste wohl auch ein bisschen spekuliert hatten auf die Kölner Schlafmützigkeit. „Wir hatten uns vorgenommen, wie wild zu Rebounden und unser Spiel zu spielen“, sagte EPG-Coach Stephan Dohrn. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, danach kamen die RheinStars zurück. Das war keine Überraschung für uns, denn die Kölner haben eine gute Mannschaft. So wurde es ein typisches Auswärtsspiel für uns.“
In Halbzeit zwei fanden die Kölner deutlich besser in die Partie und zeigten auch mehr Herz, spielten beherzter und kämpften sich in die Partie. „Wenn wir alle wollen und bereit sind – und nicht nur sagen, dass wir bereit sind, sondern von den ersten Sekunden an da sind, dann können wir auch solche Spiele gewinnen“, sagt Headcoach Zoran Kukic.
Voran gingen dabei Haris Hujic, Justin Onyejiaka und Adam Paige, um das Momentum auf die Kölner Seite zu ziehen. Doch was alle zusammen auch anstellten, jedes Mal fand sich jemand – auch in den eigenen Reihen, der die mögliche Aufholjagd zunichte machte. Durch Fehlwürfe, falsche Entscheidungen oder einfach nur Pech beim Wurf. Zudem ließen die RheinStars auch in der zweiten Hälfte der Partie viel zu viele zweite und dritte Chancen der Gegner zu – 19 Rebounds holten sich die Gäste unter dem Kölner Korb, genauso viel wie die Hausherren. Ein bitterer Wert.
So wurde es ein Abend der verpassten Chancen aus Kölner Sicht. Ab dem starken dritten Viertel der Gastgeber pendelte sich ein Sieben-Punkte-Abstand zwischen den Kontrahenten ein, den die RheinStars mitunter verkürzen konnten. In der 33. Minuten waren es nur drei Punkte (69:72), 52 Sekunden vor Ende nochmal fünf (84:89). Aber die Wende gelang nicht mehr.
Viertel: 14:26, 20:23, 27:19, 23:24
Spielfilm: 5:15 (5.), 14:26 (10.), 27:40 (15.), 34:49 (20.), 50:56 (25.), 61:68 (30.), 73:78 (35.), 84:92 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 60/50%, Baskets (33/73, 45%), FW Köln 67% (12/18) zu 75% (15/20), 18:13 Assists, 26 (7 offensiv): 43 (7) Rebounds, 4:5 Steals, 3:2 Blocks, 14:15 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4i7ZJaR
RheinStars: Cedric Russell (10 Punkte/2 Dreier, 4 Assists, 6 Rebounds.), Zac Watson, Rupert Hennen (2), Jasper Günther (1, 2 Ass.), Maxi Begue (2), Haris Hujic (15/4, 3 Ass, 2 Steals), Timmy Davis, Laurent Zoccoletti (2, 3 Reb.), Adam Paige (21/3, 3 Ass, 6 Reb), Björn Rohwer (9/1, 2 Reb), Justin Onyejiaka (22/2, 4 Reb.), Hall B Elisias.
Topscorer mit 22 Punkten Justin Onyejiaka – Foto: Gero Müller-Laschet



