Als ambitionierter Außenseiter nach Göttingen
Vor herausfordernden Spielen stehen die RheinStars bis zum Jahresende. Mit der BG Göttingen, den Hakro Merlins Crailsheim, den Karlsruhe Lions und den Bayer Giants Leverkusen warten gleich vier namhafte Kontrahenten auf die Mannschaft des Klassen-Neulings in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Den Anfang markiert der Bundesliga-Absteiger aus Göttingen, der die Kölner am kommenden Samstag zum zwölften Spieltag in der heimischen Sparkassen Arena erwartet. Tippoff ist um 18.30 Uhr. „Wir sind bei den Göttingern klarer Außenseiter“, befindet Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport mit Blick auf Kader, die aktuelle Form, Tabellenstand und die Saisonziele beider Mannschaften.
Dass sich die Form der RheinStars in den letzten Wochen trotz einiger Rückschläge verbessert hat, mussten die Gießen 46ers kürzlich am eigenen Leib erfahren. Auch wenn sie einräumten, ihre schlechteste Saisonleistung abgeliefert zu haben, lag das wohl auch am Gegner. Zumindest teilweise. „Wir haben gegen Gießen hart gearbeitet, eine starke erste Halbzeit gespielt und konnten sie in der zweiten Halbzeit in Schach halten. Zeitweise hatten wir auch etwas Glück, was nötig ist, um einen Gegner wie Gießen zu bezwingen“, sagt Cheftrainer Zoran Kukić.
Kukic: „Wir wissen genau, wie gut die Mannschaft ist und welche Ambitionen sie hat, aber wir werden alles daransetzen, einer Mannschaft wie Göttingen Paroli zu bieten.“ Auch wenn die Niedersachsen gerade in den jüngsten Spielen zeigten, warum sie zu den Topfavoriten auf den Bundesliga-Aufstieg gezählt werden. Der Tabellenzweite unterlag nach furiosem Start nur knapp dem Liga-Dominator Phoenix Hagen und setzte sich anschließend souverän im Verfolger-Duell mit 84:67 bei den Eisbären Bremerhaven durch. „Sie haben einfach eine stark besetzte, gut spielende Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sagt Stephan Baeck.
Über die gegnerischen Veilchen
Die Göttinger sind nach den Gießen 46ers der nächste Gegner mit einem klangvollen Namen. Nach etwas mehr als zehn Jahren Erstliga-Basketball stiegen die „Veilchen“ nach einer desaströsen Saison mit nur drei Siegen in die ProA ab. Der Weg zurück ist allerdings sofort in Planung gegangen und dementsprechend präsentiert sich auch der Kader in seiner Qualität und Tiefe. Topscorer im Team des 32 Jahre alten Headcoachs Fabian Strauß ist der 24 Jahre alte US-Pointguard Jordan Sears mit 15.4 Zählern pro Spiel. Dahinter folgen Zach Jackson (13.8) sowie mit Julius Böhmer (10.4) und Hendrik Drescher (9.3) zwei deutsche Akteure. Mit in die zweite Liga ging auch BG-Urgestein Mathis Mönninghoff (8.7), der mit einer Saison Unterbrechung seit 2015 für Göttingen spielt.
Die Lage der Liga
Hinter den souveränen Phoenixen aus Hagen (10:1 Siege) etablieren sich die Göttinger (9:2) weiter als zweite Topmannschaft der Liga. Die Verfolger Hakro Merlins Crailsheim und Eisbären Bremerhaven ließen hingegen am vergangenen Wochenende Federn und stehen nun bei 8:3-Siegen. Auch die Artland Dragons (7:4) verloren. Die Plätze 6 bis 12 trennen aktuell nur einen Sieg. In der unteren Hälfte konnten die RheinStars und die Paderborn Baskets auf einen Sieg an BBC Bayreuth und Bayer Giants Leverkusen (4:7) heranrücken. Dahinter belegen die UniBaskets Münster und SBB Baskets Wolmirstedt die beiden Abstiegsplätze mit 2:9-Erfolgen. Paderborn erwartet bereits am Freitag in eigener Halle Wolmirstedt.
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Foto: Gero Müller-Laschet



