RheinStars feiern wichtigen Sieg im Derby
Mit einem verdienten Sieg endete für die RheinStars am Samstagabend die Düsseldorfer Diaspora. In einem spannenden Rheinischen Derby setzten sich die Kölner am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp gegen die Bayer Giants Leverkusen 98:95 (45:45) durch. Vor 1.556 Zuschauern war es der dritte Heimsieg im vierten Castello-Auftritt. „Es war für uns ein sehr wichtiger, aber auch verdienter Sieg“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport, „vielleicht hätten wir das Spiel schon in der ersten Hälfte ein bisschen besser kontrollieren können – und bestimmt hätten wir das zum Ende des Spiels besser machen müssen, aber so ist das eben in einem Derby. Wir sind alle sehr froh über diesen wichtigen Sieg!“ Im neuen Jahr geht es am kommenden Samstag, 3. Januar bei den Nürnberg Falcons weiter, bevor die RheinStars am Sonntag, 11. Januar zur Partie gegen den BBC Bayreuth in die Motorworld am Butzweiler Hof zurückkehren.
Wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten
Wichtig war der Erfolg zum einen, weil die Kölner nach ihrem 0:5-Start in die Saison bei jetzt 5:10-Siegen erstmals einen Erfolg mehr plus den jeweils besseren direkten Vergleich auf die beiden Klubs auf den sportlichen Abstiegsrängen haben, eben auf jene geschlagenen Leverkusener und die Uni Baskets Münster. Aber der Sieg war auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die RheinStars inzwischen ein stabiles Konstrukt erarbeitet haben, dass mit Drucksituationen zunehmend gut umgehen kann. Während sie bei den Erfolgen über die HAKRO Merlins Crailsheim und die Gießen 46ers als Underdog in die Partie gingen, war das Derby auch eines jener Spiele, dass man als Team gewinnen sollte, um am Ende den Klassenerhalt zu schaffen.
Cedric Russell Topscorer mit 30 Punkten
Headcoach Zoran Kukic schmunzelte beim Blick auf den Spielverlauf, der wenig schmeichelhaft begann. 0:9 stand es, als Kukic die erste Auszeit nach etwas mehr als drei Minuten Spielzeit nahm. „Alle wollten vielleicht ein bisschen zu viel im Derby, wir mussten das erstmal beruhigen“, sagt Kukic. Köln bekam hernach zusehends Spiel und Gegner in den Griff, wobei sich die Trainer vor allem auf den späteren Topscorer Cedric Russell (30 Punkte, Effektivität 35), Jasper Günther und Mike Miller verlassen konnten. Zusammen auch mit Haris Hujic managten sie das Spiel, glichen alsbald aus und hielten den Druck auf die Leverkusener aufrecht. Dazu kam Björn Rohwer, der am Ende sein Center-Duell gegen Dennis Heinzmann wohl nicht nur nach selbst erzielten Punkten (19:15) für sich entschied.
Heimteam mit weiterer Anreise als die Gäste
So entpuppten sich die RheinStars ab Mitte des ersten Viertels als die besseren Teamspieler, wobei die Bayer Giants keineswegs enttäuschten. Und sobald die Kölner Mal nicht aufmerksam verteidigten, legten die Leverkusener nach. Kopf an Kopf ging es bis zur 33. Minute, als den RheinStars ein 8:0-Lauf zum 87:77 (35.) gelang. Die Vorentscheidung, auch wenn die Giants noch mal alles versuchten. „Wir haben inzwischen einige solcher Situationen gehabt und überstanden“, sagte Kukic. So auch diesmal, auch wenn die RheinStars mit zwei klassischen Ballverlusten in der Schlussminute die Spannung noch einmal hochtrieben. Im Tennis wären die wohl als „unforced Errors“ in die Statistik eingewandert. Der gut verteidigte Schlusswurf jedenfalls misslang Bayer, dass sich damit in seine neunte Niederlage in Serie fügen musste – und Köln feierte einen Heimsieg, obwohl sie als Gastgeber bei diesem ungewöhnlichen Derby eine längere Anreise zum Spielort hatten als ihre Gäste.
Viertel: 21:16, 24:29, 26:26, 27:24
Spielfilm: 3:14 (5.), 11:13 (10.), 28:27 (15.), 45:45 (20.), 58:57 (25.), 71:71 (30.), 87:77 (35.), 98:95 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 37 von 65/57%, Bayer Giants (33/61, 54%), FW Köln 72% (13/18) zu 80% (20/25), 19:13 Assists, 33 (9 offensiv): 24 (4) Rebounds, 19:17 Fouls, 1:9 Steals, 1:2 Blocks, 13:8 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4pSl9f7
RheinStars: Cedric Russell (30 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 6 Rebounds.), Zac Watson (7/1, 5 Reb.), Rupert Hennen, Jasper Günther (10, 6 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (6/2, 3 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/1, 6 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (19/2, 4 Reb), Justin Onyejiaka (2, 2 Ass, 2 Reb), Mike Miller (11, 4 Ass, 6 Reb)
Cedric Russell war kaum aufzuhalten Foto: Gero Müller-Laschet



