RheinStars treffen die großen Würfe
Mit dem vierten Sieg aus den vergangen fünf Spielen haben sich die RheinStars pünktlich zum Abschluss der Hinrunde ein Polster in Sachen Klassenerhalt erspielen können. Am späten Sonntagnachmittag schlugen die Kölner bei ihrer Rückkehr in die Motorworld vor 1.468 begeisterten Zuschauern den BBC Bayreuth mit 90:82 (34:34). Nach 17 Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stehen die RheinStars nun bei 7 Siegen aus 10 Spielen auf Rang 13 und damit drei Siege und vier Plätze vor den beiden Abstiegsplätzen. Zeit zum Durchschnaufen bleibt allerdings wenig, den schon am kommenden Samstag beginnt die Rückrunde mit der Begegnung bei den HAKRO Merlins Crailsheim.
„Es war ein hartes Stück Arbeit, anfangs nicht immer schön, aber dann zum Ende mitreißend und mit Allem, was Basketball so spannend und mitfiebernd macht. Am Ende haben viele Spieler große Würfe getroffen und haben für sich selbst und das Team großartige Werbung gemacht!“ freute sich Sportgeschäftsführer Stephan Baeck über die nächsten Kölner Punkte auf der Habenseite.
So wurde die Rückkehr in die Motorworld mit dem klassischen Verlauf eines Basketballspiels belohnt. Von der ersten bis zur letzten Minute spannend, immer knapp und nervenaufreibend mit stetig wechselnden Führungen. Im letzten Viertel vergleichbar einem musikalischen Crescendo immer lauter und mitreißender werdend. Und in den Schlussminuten mündend in einem Finale furioso mit dem besseren Ende für die Hausherren. So gingen die Anhänger der RheinStars zurecht begeistert und beseelt in die kalte Januarnacht. Begleitet von der Botschaft, die RheinStars sind auf einem guten Weg.
Emotional berührt waren sicherlich auch die Trainer, obwohl Sie ob der Wurfquoten über weite Strecken, gerade am Anfang des Spiels, dem Spiel nicht nur positives abgewinnen konnten. „Ich freue mich für die Jungs, dass wir zusammen Lösungen finden, um inzwischen auch solche Spiele gewinnen zu können“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Aber es wird besser sein, sich nicht an allzu viele Szenen aus dem Spiel zu erinnern. Wir schauen lieber nach vorne, um es im nächsten Spiel besser zu machen.“ Und Assistant Coach Oliver Elling freute sich über die wachsende Widerstandsfähigkeit der Mannschaft, trotz permanenter Ausfälle und Leistungsschwankungen auch knappe Spiele auf ihre Seite ziehen zu können. Nach Crailsheim, Leverkusen und Nürnberg war es gegen die Bayreuther der vierte enge Erfolg in den jüngsten fünf Spielen. „Wir finden zurzeit immer einen Weg und gerade gegen Bayreuth war es ein Vier-Punkte-Spiel.“
Beide Mannschaften mussten in der Partie auf Leistungsträger verzichten, die Kölner auf Hall B. Elisias unterm Korb, die Gäste auf ihren Topscorer Moritz Plescher. Dafür waren bei den zuletzt zweimal erfolgreichen Bayreuthern die Center Willem Brandwijk und Artem Kovalov zumindest wieder diensttauglich. Wie schon beschrieben, kam die Begegnung nur mäßig in Fahrt. Im ersten Viertel trafen beiden Seiten kaum etwas – entsprechend ging es bei 13:12 in die zweiten zehn Minuten. Bis zur Pause war das Spiel ausgeglichen und gelangte folgerichtig bei 34:34 zum Seitenwechsel.
In Durchgang drei fluppte es dann offensiv auf beiden Seiten. 54 (27:27) Punkte gönnten die Teams ihren Zuschauern. Bayreuth versuchte es immer wieder mit schnellen Vorstößen, Köln antwortete eher mit gemäßigterem Spiel; verteidigt bekamen beide Teams die gegnerischen Aktionen dabei nicht wirklich. Bei 61:61 wurde das letzten Viertel eröffnet – fünfmal wechselte die Führung. Spannung pur und ein mitgehendes Publikum, angetrieben durch Musik und Moderation bis zur Entscheidung. Und die gelang den Kölnern samt der nötigen Stopps: Eröffnet von Mike Miller per Dreier zum 79:77 (36. Minute), gefolgt von Korblegern durch Björn Rohwer und Jasper Günther zum 81:77 und 83:77. Getoppt wurde das dann von zwei „staubtrocken“ abgeschlossenen Dreiern von Cedric Russell zum 86:80 (37.) und 89:82 (38.) – die Spannung wich dem Jubel der Sieger.
Viertel: 13:12, 21:22, 27:27, 29:21
Spielfilm: 5:6 (5.), 13:12 (10.), 26:19 (15.), 34:34 (20.), 46:50 (25.), 61:61 (30.), 73:74 (35.), 95:92 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 64/47%, Bayreuth (30/71, 42%), FW Köln 81% (13/16) zu 67% (16/24), 11:16 Assists, 38 (9 offensiv): 39 (11) Rebounds, 19:21 Fouls, 5:6 Steals, 1:3 Blocks, 11:11 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4bq3ozr
RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 4 Rebounds), Zac Watson (13/2, 5 Reb), Rupert Hennen, Jasper Günther (15/2, 2 Ass., 3 Reb), Haris Hujic (7/2, 4 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/2, 3 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (14, 5 Reb.), Justin Onyejiaka (10, 4 Reb), Mike Miller (8/2, 7 Reb.)
Foto: Gero Müller-Laschet



