„Wir werden eine andere Leistung zeigen“
Zwei schwere Begegnungen stehen für die RheinStars am ersten Doppelspieltag der Rückrunde im Saisonplan. Am Freitag gastieren die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons im niedersächsischen Quakenbrück. Tippoff ist um 19.30 Uhr. Zwei Tage später kommen die Uni Baskets Münster in die Motorworld. Tippoff gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist dann um 17 Uhr. „Vor uns liegen herausfordernde Aufgaben“, sagt Geschäftsführer Stephan Baeck. „Die Dragons spielen bisher ein starke Saison und sind mit den eigenen Fans im Rücken sehr schwer zu spielen. Münster hat gerade nachverpflichtet und versucht in jedem noch verbleibenden Spiel alles für den Ligaverbleib zu tun, was möglich ist.“
Zwar bereiten sich die RheinStars intensiv auf das kommende Wochenende vor, doch Anfang der Woche gab es bei den Kölnern nach der 88:89-Niederlage gegen die Paderborn Baskets noch einiges aufzuarbeiten. „Wobei die Trainer und mich besonders die Art und Weise der Niederlage ärgert“, sagt Baeck. „Obwohl einige unserer sonst sehr beständig agierenden Spieler nicht gut gespielt haben, wäre es mit ein bisschen mehr Fokus auf die Aufgabe sehr gut möglich gewesen, zu gewinnen. Aber wir haben einfach zu viele Chancen leichtfertig weggeworfen.“ Headcoach Zoran Kukic sagt: „Wir sprechen mit den Spielern, wir arbeiten mit den Spielern und wir werden mit allen zusammen am Wochenende eine andere Leistung zeigen, das sind wir uns, aber vor allem auch unseren Fans und Zuschauern schuldig.“
Gegen die besten Spieler der Liga am Freitag
Dabei ist die Aufgabe rein sportlich betrachtet am Freitag wahrscheinlich sogar einfacher in der Ausgangslage. Als Saison-Premierengast in der Motorworld setzen sich die Dragons Anfang Oktober 84:72 beim Aufsteiger durch. Dabei führten die RheinStars in der 35. Spielminute noch 70:67, bevor sie einen 0:17-Lauf kassierten. Allein11 Punkte steuerte einer der beiden Dragons-Topscorer Benjamin Burnham bei. Amir Hinton ist der andere. Die beiden Forwards kommen zusammen im Schnitt auf fast 40 Punkte pro Spiel. Hinton auf 20.1, Burnham auf 19.1. Kein weiterer Spieler im Kader von Trainer Hendrik Gruhn punktet ansonsten zweistellig im Schnitt.
„Burnham und Adam Hinton sind wahrscheinlich die besten Spieler in der ProA in dieser Saison. Die zwei müssen wir stoppen“, sagt Assistant Coach Oliver Elling mit Blick auf den Tabellenfünften, der bei 13:7-Erfolgen steht. „Das wird zwar schwer genug, aber natürlich fahren wir nach Quakenbrück, um dort etwas zu holen.“ Die Dragons selbst unterlagen zuletzt etwas überraschend in Bochum bei den VfL Sparkassenstars 75:90; werden also ähnlich wie die RheinStars auf Wiedergutmachung brennen.
Lage der Liga
Im Kampf um die besten Plätze vor den beiden Abstiegsrängen hat sich das Feld durch die Heimniederlage der Kölner gegen die Paderborn Baskets wieder erweitert. Nach dem 20. Spieltag beginnt die unangenehme Zone bei Platz 11 mit den Karlsruhe Lions. Ebenso wie Paderborn und Köln direkt dahinter weisen sie acht Saisonerfolge aus. Bei sieben Erfolgen stehen die seit sieben Spielen sieglosen Tigers Tübingen sowie der BBC Bayreuth. Auf den Rängen 16, 17 und 18 liegen Münster, die Bayer Giants Leverkusen und die SBB Baskets Wolmirstedt als aktuelles Schlusslicht bei fünf Erfolgen. Weiterhin führen Phoenix Hagen (17:3 Siege), BG Göttingen (16:4) und die Hakro Merlins Crailsheim (15:5) das Tableau an.
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Foto: Gero Müller-Laschet



