Besser, aber noch nicht erfolgreich

Besser als zuletzt gespielt, aber keine zusätzlichen Punkte auf dem Habenkonto. Zum Auftakt des Doppelspieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten sich die RheinStars am 21. Spieltag nach einer attraktiven Auseinandersetzung bei den Artland Dragons mit 85:97 (39:49) geschlagen geben. Am morgigen Sonntag (17 Uhr) erwarten die Kölner die Uni Baskets Münster in der Motorworld. Durch die Ergebnisse in den anderen Hallen am Freitagabend ist zusätzlich Spannung in die untere Tabellenhälfte gekommen.  Köln liegt mit acht Siegen inzwischen gleichauf mit vier weiteren Teams, dahinter konnten die SBB Baskets aus Magdeburg sowie die Bayer Giants Leverkusen ihr Konto auf sechs Saisonerfolge aufstocken. Allein die morgigen RheinStars-Gäste stehen bei fünf Siegen. „Münster versucht alles für den Ligaverbleib zu tun, was möglich ist“, hatte Stephan Baeck vor dem Wochenende als Geschäftsführer Sport vor den Westfalen gewarnt.

Bei allem Fokus auf die Spiele gegen die direkte Konkurrenz gingen die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten mit erhobenen Köpfen, aber genervt vom Feld der Artland Arena. „Die Jungs haben als Team wieder deutlich besser gespielt, aber einige Spieler befinden sich immer noch in einem kleinen Tief, vielleicht auch wegen der eigenen Rolle. Aber jeder einzelne ist wichtig und trägt Verantwortung für das große Ganze. Nur so können wir unsere Ziele erreichen“, sagt Baeck mit Blick auf den Sonntagsgegner.

Vor 1.803 Zuschauern hatten sie am Freitag dem Tabellenfünften einen Kampf auf Augenhöhe geliefert, in den entscheidenden Momenten der Partie aber den Kürzeren gezogen bzw. mitunter schlicht falsche Entscheidungen getroffen. „Die Dragons haben wie eine Playoff-Mannschaft gespielt. Und um eine solches Team schlagen zu können, musst du selbst robust spielen können, brauchst Kraft, Konzentration und Kopf“, befand Headcoach Zoran Kukic. „Und das alles gleichzeitig. Das ist uns heute nicht gelungen.“

Zwar hatten die Kölner Coaches in der Vorbereitung den Gegner erneut gut gelesen und vorbereitet, aber die Spieler hatten trotzdem ihre liebe Mühe mit ihren Kontrahenten. Insbesondere die von Assistant Coach Oliver Elling als beste Spieler der ProA bezeichneten Benjamin Burnham und Amir Hinton bereiteten die Rheinländern arge Probleme. Wie erwartet. Burnham traf alle seiner acht Versuche unterm Korb, Hinton acht von seinen elf. Die beiden sorgten so für 16 der 22 erfolgreichen Zweierabschlüsse der Hausherren. Bei 37 Versuchen insgesamt. Köln brauchte für 19 Erfolge 46 – und das bei 13 eigenen Offensivrebounds.

Angeführt von Cedric Russell (23 Punkte) und Mike Miller (7 Assists) waren die Kölner ordentlich in die Partie gestartet. Dazu kamen ein gut aufgelegter Maxi Begue (14 Punkte/9 Rebounds) sowie Björn Rohwer mit 13 Punkten, 7 Rebounds. Kukic hatte eine bessere Vorstellung als am vergangenen Sonntag beim 88:89 gegen Paderborn versprochen und das wurde sie auch. Trotzdem schafften es die Kölner nicht, das Momentum des Spiels auf ihrer Seite zu ziehen – weder bei 33:34 (14.) oder 39:42 (17.), noch nach ihrem 7:0-Lauf zum 48:56 (25.) oder bei 66:74 (33.). Es sollte nicht sein an diesem Abend. Kukic: „Wir machen in diesen Phasen zu viele individuelle Fehler. Jetzt werden wir uns ausruhen und konzentriert auf Münster vorbereiten. Denn das ist für uns das wichtigere Spiel an diesem Wochenende.“

Viertel:  21:28, 18:21, 20:22, 26:26

Spielfilm: 11:16 (5.), 21:28 (10.), 33:37 (15.), 39:49 (20.), 48:56 (25.), 59:71 (30.), 68:78 (35.), 85:97 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 31 von 69/45%, Dragons (33/63, 52%), FW Köln 79% (11/14) zu 91% (20/22), 12:25 Assists, 38 (13 offensiv): 31 (9) Rebounds, 19:20 Fouls, 5:10 Steals, 5:0 Blocks, 14:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/3NVIJd1

RheinStars: Cedric Russell (23 Punkte/5 Dreier, 3 Assists), Zac Watson (3/1), Jasper Günther (8/2), Maxi Begue (14/2, 9 Rebounds), Timmy Davis, Adam Paige (2, 2 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (13/1, 7 Reb), Justin Onyejiaka (2, 4 Reb), Mike Miller (9/2, 7 Ass, 5 Reb), Hall B. Elisias (2, 2 Reb.), Kenny Baptiste (9/1, 5 Reb.)

Foto: Stefan Pieper