RheinStars überrollen Münster
Ein ungemein wichtiger Sieg auf dem Weg zum Saisonziel Klassenerhalt gelang den RheinStars am späten Sonntagnachmittag. Zum Abschluss des erstens Doppelspieltags des Jahres in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA schlugen die Kölner den Tabellenletzten Uni Baskets Münster mit 86:62 (48:21). Nach 21 Spieltagen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse hat die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic mit neun Siegen nun wieder drei Siege Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Entsprechend herrschte tiefe Freude über diesen Zwischenschritt beim Klassenneuling. „Wir wollten dieses Spiel im Vorfeld nicht dramatisieren, aber dieser Sieg war für uns immens wichtig. Wir sind nun in einer Position, wo das Team und wir als Organisation ruhig weiterarbeiten können. Natürlich mit dem Saisonziel fest im Blick, für das es noch ein paar weitere Siege braucht“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport über den Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten vor 1.306 Zuschauern in der heimischen Motorworld.
„Es war ein wichtiger Sieg für uns, weil er uns Ruhe und Sicherheit für die kommenden Wochen gibt“, sagt Headcoach Kukic. „Ich habe den Jungs aber vorher schon gesagt, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt der Saison keine besondere Bedeutung hat für mich, für uns. Für Münster dagegen schon. Der Druck des Gewinnen Müssens lag bei ihnen. Wir haben noch genug Spiele, um die nötigen Erfolge einzufahren. Aber so ist es natürlich noch besser.“ Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, gastieren die Eisbären Bremerhaven am Butzweiler Hof. Mit dabei die beiden ehemaligen RheinStars Jannis von Seckendorff und Jordan Samare.
Zoran Kukic freute sich mit Assistant Coach Oliver Elling vor allem darüber, dass ihnen mit einer Änderung in der Startformation gelungen war, eine hohe Intensität in der Verteidigung aufs Spielfeld zu bringen und auch Hall B. Elisias enger ins Spiel einzubinden als noch zuletzt. Zusammen mit Cedric Russell und Maxi Begue überrollte die Starting Five unter der klugen Regie des in Quakenbrück am Freitag geschonten Haris Hujic ihren Gegner. Intensiv in der Verteidigung, aggressiv zum Korb im Angriff. 32:7 stand es nach mitreißenden zehn Minuten, in denen den Hausherren alles gelang und den Gästen nichts. Und weil die RheinStars dann mit ihrem Topscorer Björn Rohwer, Neu-Kapitän Mike Miller, Jasper Günther, Zac Watson oder Justin Onyejiaka von der Bank kommen konnten, ließ der Druck bis auf kurze Momente bis weit ins letzte Viertel nicht nach.
Vor allem dominierten die RheinStars das Geschehen unter den Körben. Allein die Punkte der großen Positionen sprachen Bände: Rohwer mit Double-Double (23 Punkte, 11 Rebounds), Kenny Baptiste mit 100 Prozent Trefferquote (8 von 8), Elisias mit 9 Punkten und 9 Rebounds, Watson 5 Punkte und 5 Rebounds.
Köln war stets wach, begeisterte mit harter Defense, Spielfreude und Tempo. Münster taumelte wie ein angeschlagener Boxer durchs Spiel und, um im Bild zu bleiben, hätte wohl in dieser Sportart irgendwann das Handtuch zur Aufgabe in den Ring geworfen. Zu deutlich war die Überlegenheit der RheinStars, die ihren Fans einen wunderbaren Spätnachmittag bescherten, während die mit Optimismus angereisten Anhänger der Uni Baskets mehr oder weniger fassungslos das Geschehen verfolgten. In Minute 13 stand es 38:7, 65:28 nach 26 Minuten. Kurze Zeit später näherte sich die Kölner Führung erstmals der 40-Punkte-Marke (71:33/28.), die dann in der 33. Minute tatsächlich zweimal überschritten wurde (79:38, 80:39). Erst in den letzten fünf Minuten ließen die RheinStars ihren Gästen mehr Raum, die so zumindest etwas Ergebnis- und Statistik-Kosmetik betreiben konnten.
Viertel: 32:7, 16:14, 27:17, 11:24
Spielfilm: 16:3 (5.), 32:7 (10.), 42:11 (15.), 48:21 (20.), 63:28 (25.), 75:38 (30.), 82:49 (35.), 86:62 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 32 von 75/43%, Uni Baskets (23/70, 33%), FW Köln 68% (15/22) zu 72% (13/18), 15:4 Assists, 51 (19 offensiv): 42 (18) Rebounds, 19:19 Fouls, 9:5 Steals, 2:1 Blocks, 10:15 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4ceIVhq
RheinStars: Cedric Russell (11 Punkte/1 Dreier, 5 Assists, 3 Rebounds), Zac Watson (5, 5 Reb.), Jasper Günther (7/1), Maxi Begue (3, 4 Rebounds), Haris Hujic (7/1, 5 Ass., 3 Reb),Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (21/3, 11 Reb), Justin Onyejiaka (2, 4 Reb), Mike Miller (5/1, 4 Ass, 4 Reb, 2 Blocks), Hall B. Elisias (9, 9 Reb.), Kenny Baptiste (16, 3 Reb.)
Foto: Gero Müller-Laschet



