Vorfreude auf Eisbären, Jannis und eine Legende

Trocken, warm sowie ein attraktiver Gegner mit Lokalkolorit und Legende im Kader – mit Blick auf die Wetterprognosen und die Eisbären Bremerhaven empfiehlt sich ein Besuch der Motorworld am kommenden Sonntagnachmittag vielleicht sogar nachdrücklich. Tippoff am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zwischen den RheinStars Köln und dem Tabellenvierten ist um 17 Uhr. Zudem steht der Spieltag im Zeichen des Karnevals, mit kölschen Liedern und Prämierung des schönsten Kostüms in der Halbzeitpause. „Abgesehen davon wollen wir natürlich das Spiel gewinnen. Auch wenn die Favoritenrolle bei den Eisbären liegt“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Sportlich sind die RheinStars aktuell klar auf Kurs Klassenerhalt und können gegen die ambitionierten Norddeutschen ohne Druck aufspielen. Eigentlich. „Wir müssen genauso konzentriert und fokussiert starten wie gegen Münster, auch wenn das Spiel für uns längst abgehakt und Vergangenheit ist“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Wir hatten jetzt genug Zeit, um uns zu erholen und uns auf Bremerhaven vorzubereiten. Das ist ein starker Gegner, dem wir bestmöglich begegnen wollen.“ Im Hinspiel konnten die Kölner die Eisbären nach der Pause gehörig ärgern. Sie verkürzten von 42:57 stetig und gelangten sogar einmal (85:84) drei Minuten vor Schluss in Führung. 87:87 stand es 23 Sekunden vor Ende, bevor den Bremerhavenern die Punkte zum Sieg gelangen (89:87).

US-Center John Bryant im Team der Eisbären

Assistant Coach Oliver Elling, von 2022 bis 2024 in Bremerhaven in gleicher Funktion unter der Vertrag: „Die Eisbären sind eingespielt, bewegen den Ball gut und folgen konzentriert ihren Spielplänen. Sie wissen, was sie tun und was sie damit erreichen wollen.“  Trainer Steven Esterkamp ist aktuell im zweiten Jahr in Bremerhaven und hat unlängst seinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert. Im Vergleich zur ersten Begegnung Mitte November werden in beiden Kadern Spieler hinzukommen: bei Köln fehlten im Spiel eins Neu-Kapitän Mike Miller und Maxi Begue, Kenny Baptiste war noch nicht verpflichtet.  Bei den Eisbären ist mit Lorenz Brennecke der ehemalige Kapitän der Frankfurt Skyliners hinzugekommen – und mit John Bryant am Donnerstag auch noch eine Bundesliga-Legende kurz vor Ende der Wechselfrist am Sonntag.

Der 38 Jahre alte und 211cm große Bryant spielt bereits seit 2010 in Europa und war von Januar 2022 bis in diese Spielzeit für den Mitteldeutschen BC aktiv. Er wurde in der vergangenen Saison mit dem Team aus Sachsen-Anhalt überraschend Pokalsieger. Der US-Center mit deutschem Pass absolvierte mehr als 500 Spiele in der Bundesliga und war vor der Station in Weißenfels in Ulm, München und Gießen aktiv.

Baeck: “Ich denke, ProA ist nur eine Zwischenstation für Jannis”

Ein ehemaliger RheinStar ist derzeit drittbester Scorer bei den Eisbären: Hinter Elijah Miller (15.7 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Jemari Baker jr. (13.9) kommt Jannis von Seckendorff auf 11.2 Punkte, 4.5 Rebounds bei einer Effektivität von 12.4. Der 23 Jahre alte Kölner war nach vier Jahren bei den RheinStars zur laufenden Saison im Sommer an die Nordsee gezogen. „Ich freue mich sehr über seine Entwicklung und ich freue mich ebenfalls darauf, ihn wieder in Köln spielen zu sehen“, sagt Stephan Baeck. „Ich kenne kaum einen Spieler, der wirklich in jeder Sekunde in jedem Training immer in der Lage war 120 Prozent geben zu können. Es war eine Freude, mit ihm zu arbeiten und es ist eine Freude zu sehen, dass ihm diese Einstellung ermöglicht hat, seine Karriere zu bauen. Ich denke die ProA ist nur eine Zwischenstation für ihn.“ Mit Jordan Samare steht ein zweiter ehemaliger RheinStar im Kader der Gäste. Er wechselte nach der JBBL erst ins Programm der Frankfurter und im Sommer 2024 zu den Eisbären.

Lage der Liga – Kellerduell in Münster, Derby in Bochum

Tabellenführer Phönix Hagen (19:3 Siege) reist am Wochenende zum Nachbarn VfL Astrostars Bochum (12:10). In der vergangenen Saison eines der hitzigsten Duelle der Spielzeit. Verfolger BG Göttingen (18:4) empfängt die Paderborn Baskets (8:14), die Hakro Merlins Crailsheim (17:5) als Dritte werden in Nürnberg von den Falcons geprüft. Hochbrisant wird es am Tabellenende. Auch wenn nach diesem Spieltag noch weitere elf Spiele anstehen, brauchen die Uni Baskets Münster (5:17) am Samstag unbedingt den Erfolg über die Bayer Giants (6:16).  

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Foto: Gero Müller-Laschet