RheinStars verabschieden sich vom Abstiegskampf
Mit einem spektakulären Auftritt haben die RheinStars am Freitagabend den Doppelspieltag eingeläutet. Die Kölner gewannen 113:96 (59:47) bei den keinesfalls schlechten EPG Baskets Koblenz und verabschiedeten sich endgültig aus dem Kreis möglicher Abstiegskandidaten. Sie verkürzten durch den Erfolg am 25. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga sogar den Rückstand auf den ersten möglichen Playoff-Platz acht auf nur noch einen Sieg – und dort sitzt der morgige Gegner, die VfL Sparkassen Stars aus Bochum. Ab 17 Uhr spielen die RheinStars also um eine realistische Chance in Richtung Playoffs.
Zwei Spiele gewannen die RheinStars in Serie, beide Auswärts. Mit insgesamt mehr als 200 Punkten. Köln ist kool, möchte man sagen – und unter diesem Motto firmiert auch der Spieltag am Sonntag. Sehr passend also bezogen aufs Momentum, wobei sich die Verantwortlichen eher zurückhaltend äußerten. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass bereits zehn Siege zum Klassenerhalt reichen werden, aber mit dem heutigen elften Saisonerfolg ist es umso besser“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Und Assistant Coach Oliver Elling bemerkte: Mit einem Sieg am Sonntag, denke ich, spielen wir bis zum Ende der Hauptrunde um einen Playoff-Platz.“ Aber, im Hinspiel setzte es ein 67:92 im Ruhrgebiet und der Respekt vor den Bochumern ist groß, auch wenn die jüngsten drei Spiele knapp verloren gingen. Am Freitagabend zu Hause mit 70:72 gegen die Bayer Giants aus Leverkusen. Den direkten Vergleich wie die acht Punkte (84:92) gegen die EPG Baskets aufzuholen scheint unwahrscheinlich.
Wie auch immer der Sonntag in der Motorworld ausgehen wird, der Auftritt in der Koblenzer EPG-Arena vor 1.270 Zuschauer gehörte zu den besten der bisherigen Saison. „Den ersten Teil der beiden Prüfungen haben wir bravourös bestanden, jetzt geht es darum, mit Bochum auch gegen die zweite physisch starke Mannschaft zu bestehen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport und fügte an: „Wir haben uns in den vergangenen Wochen immer mehr zu einer stabilen Mannschaft entwickelt, jeder hat eine Aufgabe und eine Rolle für sich im Team gefunden – und wir hatten am Freitagabend wirklich außergewöhnlich Wurfquoten.“ Allen voran Haris Hujic, der in der ersten Halbzeit 20 Punkte beisteuerte, sechs von sieben Dreierversuchen traf und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Kölner Ende des zweiten Viertels zur zweistelligen Pausenführung davonzogen. „Endlich, endlich“, freute sich Hujic, der nach zwei Jahren Verletzungspause zusehends in Form kommt und am Ende bei 26 Zählern landete, nicht weit weg von seinem ProA-Rekordspiel gegen Münster vor mehr als drei Jahren. Dereinst noch im Leverkusener Trikot.
Aber die Hujic-Gala war nur eine von mehreren Höhepunkten an dem Abend. So lieferte sich Mike Miller spektakuläre Duelle mit seinem bärenstarken US-Konkurrenten Calvin Wishart, dass der Kölner Kapitän wohl für sich entscheiden konnte. Und Miller fand zudem die Zeit, entscheidende Akzente für sein Team zu setzen. Ebenso wie Cedric Russell oft durch Dreier knapp vor Ablauf der Angriffszeit oder aus dem Fastbreak heraus. Zusätzlich holten sich die großen Jungs um den schlau agierenden Kenny Baptiste und den sprunggewaltigen Hall B Elisias diesmal das Duell unter den Körben (39:34), was im Hinspiel noch deutlich an die EPG Baskets ging mit 26:43. Kein Wunder also, dass die RheinStars Ende des dritten Viertels weiter davonziehen konnten und den Abend mit einem Punktrekord für die Saison beendeten – und mit dem Kapitel „Playoff-Chance“ ein neues, hochinteressantes Projekt starten konnten.
Viertel: 28:29, 31:18, 32:22, 22:27
Spielfilm: 12:18 (5.), 28:29 (10.), 40:41 (15.), 59:47 (20.), 73:58 (25.), 91:69 (30.), 100:80 (35.), 113:96 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 40 von 71/56%, Baskets (32/70, 46%), FW Köln 76% (16/21) zu 65% (15/23), 19:20 Assists, 39 (11 offensiv): 34 (12) Rebounds, 23:23 Fouls, 5:6 Steals, 3:4 Blocks, 10:11 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4rORhRX
RheinStars: Cedric Russell (18 Punkte/4 Dreier, 3 Rebounds), Zac Watson (5/1), Jasper Günther (6, 4 Assists), Maxi Begue (8, 3 Reb.), Haris Hujic (26/7, 2 Ass), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (12/1, 2 Steals), Justin Onyejiaka (3), Mike Miller (19/3, 4 Ass, 11 Reb, 2 Steals), Hall B. Elisias (5, 4 Reb.), Kenny Baptiste (11/1, 5 Reb)
Foto: Gero Müller-Laschet



