RheinStars bringen sich selbst um den Lohn
Denkbar knapp scheiterten die RheinStars an einem komplett erfolgreichen Doppelspieltags-Wochenende. Nach dem 113:96-Coup bei den EPG Baskets Koblenz am Freitag, lagen sie bis in die Schlussminute auch gegen die VfL Sparkassen Stars aus Bochum vorne, um dann doch noch 89:93 (47:42) zu unterliegen. So reihen sich die Kölner Aufsteiger nach 26 von 34 Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA im unteren Mittelfeld des Klassements ein. In sicherer Entfernung von den Abstiegsrängen und seit Sonntag leider auch erstmal wieder von den Playoff-Plätzen. Trotzdem erlebten die 1.392 Zuschauer in der Motorworld einen mitreißenden Basketball-Nachmittag zum „koelnistkool“-Spieltag. Für die Kölner geht es am kommenden Samstag bei den Tigers Tübingen weiter, bevor sich dann am Montag, den 23. März mit Phoenix Hagen in Gestalt des Tabellenführers die ultimative Herausforderung am Butzweiler Hof vorstellt.
„Es war das erwartete physische Spiel. Die Jungs haben das nach dem wichtigen Sieg am Freitag eigentlich ordentlich gemacht gegen einen schwer zu spielenden Gegner, sich aber im entscheidenden Moment mit komplett unnötigen Fehlern selbst um den Lohn gebracht“, kommentierte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Wir sehen, dass wir an die oberen Mannschaften der Liga weiter heranrücken. Wir sehen aber auch, was uns noch fehlt auf dem Weg dahin.“
Auf dem letzten möglichen Playoff-Platz acht liegen die Bochumer nun wieder zwei Siege vor den RheinStars, plus den direkten Vergleich. Köln müsste also in der verbleibenden Spielen der Hauptrunde drei Spiele mehr gewinnen als die SparkassenStars. Entsprechend ärgerten sich die RheinStars über die späte Niederlage. „Wenn du eine Minute vor Schluss mit fünf Punkten führst und den Ball hast, dann musst du das Spiel gewinnen“, waren sich alle einig. Egal, ob nun Headcoach Zoran Kukic gefragt wurde, Assistant Coach Oliver Elling, Kapitän Mike Miller, Maxi Begue oder Haris Hujic. Die Antwort war unisono Kopfschütteln über die eigenen Fehler. 5 Ballverluste, mal verdribbelt, mal schlecht gepasst, mal noch schlimmer eingeworfen. Das 89:84 verwandelte sich in ein 89:93. Bochum jubelte ausgelassen mit den mehr als 50 mitgereisten Fans, während die RheinStars konsterniert das Geschehen verfolgten.
Bis zum Finale hatten sich die Kontrahenten einen leidenschaftlichen Kampf geliefert. Waren bis auf wenige Ausnahmen Kopf an Kopf bis in die Schlussminuten marschiert, wobei die Hausherren meist vorne lagen. Köln vielleicht einen Tick spielstärker. Bochum entschlossen, den aktuellen Playoff-Platz zu verteidigen, nie aufgebend, irgendwie typisch Ruhrgebiet. Die höchste Führung des Spiels notierten die Statistiker in der 18. Minute mit 42:32, doch Bochum war kurz nach dem Seitenwechsel bei 47:44 wieder dran. Noch zweimal konnten sich die RheinStars im dritten Viertel auf neun Punkte davon arbeiten (53:44, 56:47). Bochum ließ sich nicht abschütteln und gelangte bei 70:71 in der 33. Minute erstmals selbst in Führung. Aber auch Köln war in der Lage zu kontern, mal von außen, mal von innen über die großen Jungs. Und als Björn Rohwer zwei Freiwürfe sowie Mike Miller einen Dreier zum 87:81 knapp zwei Minuten vor dem Ende verwandelten, waren die Hausherren drauf und dran, den entscheidenden Schritt in Richtung Playoff-Kampf zu vollziehen. Dann brach die Schlussminute an …
Viertel: 22:18, 25:24, 20:21, 22:30
Spielfilm: 8:3 (5.), 22:18 (10.), 31:27 (15.), 47:42 (20.), 59:55 (25.), 67:63 (30.), 78:76 (35.), 89:93 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 33 von 69/48%, Bochum (32/66, 48%), FW Köln 80% (12/15) zu 68% (19/28), 12:13 Assists, 41 (14 offensiv): 31 (11) Rebounds, 22:19 Fouls, 4:12 Steals, 3:2 Blocks, 8:17 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4bcklMb
RheinStars: Cedric Russell (22 Punkte/6 Dreier, 4 Rebounds), Zac Watson (4), Jasper Günther (2, 2 Assists), Maxi Begue (10, 3 Ass, 4 Reb.), Haris Hujic (5/1), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (11/1, 6 Reb, 2 Ass), Justin Onyejiaka (2), Mike Miller (17/3, 2 Ass, 9 Reb, 2 Steals), Hall B. Elisias (4, 2 Reb.), Kenny Baptiste (12, 7 Reb)
Maxi Begue auf dem Weg zum Korb. Foto: Gero Müller-Laschet



