RheinStars verlieren deutlich in Tübingen

Die RheinStars und die Tigers Tübingen passen in dieser Saison einfach nicht zueinander. Wie schon beim 59:80 im Hinspiel unterlagen die Kölner dem ehemaligen Bundesligisten auch im Rückspiel klar. Nach einer schwachen Vorstellung stand es am Ende vor 2.080 Zuschauern in der ehrwürdigen Paul-Horn-Arena 67:87 (35:48). Immerhin, durch die Heimniederlage der SBB Baskets Wolmirstedt bestehen nach dem 27. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA weiterhin vier Siege Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Nächster Gegner der RheinStars ist am Montag, 23. März Tabellenführer Phoenix Hagen. Tippoff in der Motorworld ist dann um 19.30 Uhr.

„Um es ganz klar zu sagen: So dürfen wir uns nicht präsentieren. Unser Spiel wirkte uninspiriert, auffällig teilnahms- und ideenlos“, ärgerte sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Im Prinzip sind wir mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden, gerade nach der schweren Zeit zu Anfang der Saison mit vielen Verletzten und Umstellungen. Aber diese Zufriedenheit darf nicht dazu führen, dass wir selbstgefällig und träge werden. Es ist unsere Aufgabe als Organisation mit den Coaches einer solchen Dynamik im Team entgegenzuwirken.“ Headcoach Zoran Kukic sagte: „Wir haben sehr, sehr schlecht gespielt und müssen jetzt schauen, dass wir in den restlichen sieben Spielen die Saison vernünftig zu Ende spielen. Da sind wir vor allem bei unseren Fans in der Pflicht, aber auch uns gegenüber.“

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:21) und klarer Rebound-Überlegenheit der RheinStars (15:6) ließen die Kölner alles vermissen, was normalerweise benötigt wird, um Spiele in der zweithöchsten deutschen Spielklasse zu gewinnen. Keine Intensität und schwaches Umschalten in der Transition-Defense korrespondierten mit einer schlampig und ohne Tempo dahergespielten Offense. Dazu fielen keine Dreier. Einziger Lichtblick: Hall B. Elisias, den die RheinStars im Gestalt von Kapitän Mike Miller zumindest im zweiten Viertel immer wieder für gute Abschlüsse unterm Korb fanden. So gingen zehn der 14 Kölner Punkte im zweiten Durchgang an Elisias. Die aber verhinderten nicht, dass die Hauherren einen 9:0-Lauf hinlegen konnten und mit 48:35 in die Pause gingen.

Auch im dritten Viertel änderte sich lange nichts. Die Tigers profitieren dabei von den Kölner Fehlleistungen, die vor allem von der Dreierlinie weiterhin gefühlt nichts trafen. So wuchs der Vorsprung der Hausherren auf 21 Punkte (41:62/27.). Immerhin, nach einer Auszeit sammelten sich die Rheinstars etwas und verkürzten bis zum Ende des dritten Viertels auf zwölf Zähler (53:65). Anfangs des Schlussdurchgangs kamen die RheinStars nochmal in so etwas wie in Schlagdistanz (61:67/34.). Doch die Kölner wurden ihre schlechten Würfe nicht los, verpassten die Chance, die durchaus wackelnden Tübinger in echte Verlegenheit zu bringen – und verloren an einem sehr gebrauchten Abend aus Sicht des Rheinlands endgültig den Anschluss und das Spiel.

Viertel:  21:21, 14:27, 18:17, 14:22

Spielfilm: 13:13 (5.), 21:21 (10.), 29:34 (15.), 35:48 (20.), 41:59 (25.), 53:65 (30.), 61:73 (35.), 67:87 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 25 von 78/32%, Tigers (28/69, 41%), FW Köln 69% (11/16) zu 70% (23/33), 11:23 Assists, 52 (21 offensiv): 51 (15) Rebounds, 27:18 Fouls, 6:8 Steals, 0:2 Blocks, 12:12 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4sDIr9w

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 6 Rebounds), Zac Watson (4, 3 Reb.), Jasper Günther (2, 2 Assists), Maxi Begue (10/2, 8 Reb.), Haris Hujic (1, 2 Ass.), Timmy Davis (3/1), Adam Paige, Björn Rohwer (7/1, 6 Reb), Justin Onyejiaka, Mike Miller (5, 4 Ass, 4 Reb), Hall B. Elisias (12, 3 Reb.), Kenny Baptiste (11, 8 Reb).

Foto: Dennis Duddek-Pressefoto