Die Phoenixe als größtmögliche Herausforderung
Vor der größtmöglichen sportlichen Herausforderung stehen die RheinStars am kommenden Montag. Dann gastiert mit Phoenix Hagen der Dominator der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der Motorworld. Tippoff zwischen dem Aufsteiger und dem Tabellenführer ist um 19.30 Uhr. Auch wenn das Abschlussspiel des 28. Spieltags begleitet wird vom gemeinsamen Werben um die Olympischen Spiele an Rhein und Ruhr in den Jahren 2036 oder 2040, wird es für beide Mannschaften um den Sieg in diesem Duell gehen und sich entsprechend auf dem Spielfeld auch nichts schenken. Auch wenn Phoenix Hagen als klarer Favorit in diese Partie gehen, wollen die RheinStars sich selbst etwas beweisen: „Wir haben zum Auftakt der Saison in Hagen noch nicht nachweisen können, dass wir in die Liga gehören, das wollen wir nun nachholen“, sagt Stephan Baeck, Geschäftsführer Sport.
Allerdings spricht nach dem 74:101 zum Saisonauftakt im Vorfeld des Rückspiels wenig bis gar nichts für die RheinStars. „Hagen hat viel Talent, einen tief und gut besetzten Kader, bewegt den Ball gut und spielt eine herausragende Saison“, lautet es anerkennend aus der Kölner Coaches-Ecke von Zoran Kukic und Oliver Elling. Als Aufstiegsfavorit und “heißestes Team der Liga” hat Phoenix neun der vergangenen zehn Spiele gewonnen, Köln vier. Hagens Saisonbilanz steht bei 23:4-Erfolgen, Kölns bei 11:16. Hagen setzte sich jüngst im Spitzenspiel gegen die BG Göttingen durch, die RheinStars holten sich in Tübingen ein 67:87 ab. Andererseits, kein Spiel der Welt kann gewonnen oder verloren werden, bevor es gespielt ist. Und gegen die Spitzenteams aus Bremerhaven und Crailsheim hielten die Kölner gut mit beim 76:79 gegen die Eisbären bzw. gewannen sogar gegen die Hakro Merlins 83:81.
Köln vs. Hagen – (fast) immer eine besondere Geschichte
Die Aufeinandertreffen der beiden Standorte im Profibereich waren in den vergangenen Jahren rar gesät, es gab seit 2017 genau deren drei. Vielleicht waren sie deswegen aber auch irgendwie besonders. So wie die Kölner Rückkehr in Hagen in die ProA gab es das schon einmal, nur genau andersherum. Am 23. September 2017 erhoben sich die Phoenixe in der Lanxess-Arena aus der Asche ihrer Erstliga-Insolvenz im Oktober 2016. Hunderte von Hagen-Fans feierten nach fast einem Jahr ohne Punktspiele das Comeback in der zweithöchsten Spielklasse. Beim 83:69-Erfolg steuerte der damals 18 Jahre alte Jasper Günther an seinem ProA-Debüt sieben Punkte bei, während sein Vater Dietmar an der Seitenlinie coachte. Das Rückspiel in Hagen gewannen dann die RheinStars mit 93:86.

In der auf Aufstieg ausgerichteten Mannschaft sind aktuell Devin Schmidt (15.3 Punkte pro Spiel), Marcus Graves (13.8), Jeffrey Carroll (11.9), Marinus N´Guessan (11.3) und Tim Uhlemann (10.5) die Topscorer. Dreh und Angelpunkt des Kaders von Headcoach Chris Harris ist neben Schmidt Pointguard Bjarne Kraushaar (8.3 Punkte, 6.5 Assists).
Lage der Liga
Hinter Hagen findet derzeit ein Dreikampf um die nächsten Plätze statt. Sowohl die Hakro Merlins Crailsheim (21:6 Siege), die BG Göttingen (20:7) als auch die Eisbären Bremerhaven (19:8) hegen dabei Aufstiegsambitionen. Der Vorteil der Plätze zwei und drei? Diese beiden Teams würden im Play-off-Halbfinale Phoenix Hagen aus dem Weg gehen. Sieben Spieltage vor Ende der Hauptrunde treffen dabei die Bremerhavener auf Crailsheim, Göttingen empfängt die Artland Dragons, Fünfter aktuell mit 16:11 Erfolgen.
Im Abstiegskampf sind die RheinStars theoretisch auch noch nicht ganz frei von Sorgen, aber der Abstand auf die Plätze 17 und 18 steht weiterhin bei vier bzw. fünf Siegen. Am Freitag empfängt dabei der Vorletzte SBB Baskets Wolmirstedt (7:19) die Tigers Tübingen (10:17); die Uni Baskets Münster (6:20) gastieren bei den Nürnberg Falcons (11:16), die Paderborn Baskets (9:18) spielen bei den EPG Baskets Koblenz (12:15), die Bayer Giants Leverkusen (9:18) erwarten am Wochenende die PSK Karlsruhe Lions (12:15)
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Zweimal Jasper Günther:
– im RheinStars-Trikot 2026 gegen die Uni Baskets Münster – Foto: Gero Müller-Laschet
– und im Hagen-Trikot 2017 bei seiner ProA-Premiere (mit Leon Baeck) – Foto: Jörg Laube/Phoenix Hagen



