Mit Göttingen kommt der nächste Topfavorit

Zum Abschluss der Festspielwochen mit den Top4-Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA erwarten die RheinStars am kommenden Sonntag die BG Göttingen. Tippoff in der Motorworld ist um 17 Uhr. Der Bundesligaabsteiger strebt mit Macht zurück ins Oberhaus und belegt vor dem 29. Spieltag den dritten Platz. Genau diesen oder vielleicht noch den zweiten Platz wollen die Niedersachsen belegen, wenn es dann im Mai in die Playoffs geht. So würde die Mannschaft von Headcoach Fabian Strauß im Halbfinale dem Liga-Dominator Phoenix Hagen auf dem Weg Richtung Bundesliga ausweichen können.

Kölns Cheftrainer Zoran Kukic schmunzelt, wenn er nach den Chancen seines Teams im Vergleich mit den Veilchen gefragt wird. „Wir sind klarer Außenseiter:  von den Ansprüchen her, von der Kaderzusammenstellung, von den Saisonzielen.“ Wohl zu keinem anderen Team klaffte die sportliche Lücke vor nicht allzu langer Zeit weiter auseinander als zu dem Göttingen. Noch in der Saison 2023/2024 spielte die BG erfolgreich im FIBA EuropeCup, scheiterte in den Spielen gegen Porto und Bilbao nur knapp am Einzug ins Viertelfinale. Zur gleichen Zeit kämpften die RheinStars in der ProB um Punkte. Es folgte für Göttingen dann eine Schauersaison in der obersten deutschen Spielklasse, die nach nur drei Siegen in 32 Spielen mit dem Abstieg in die ProA endete. Köln stieg im Sommer 2025 auf.

In der laufenden Spielzeit waren die Göttinger lange auf Tuchfühlung mit den Hagenern, mussten zuletzt aber etwas abreißen lassen. Nach dem 93:101 gegen die Artland Dragons in eigener Halle am vergangenen Sonntag sagte BG-Headcoach Strauß: „Ich gucke auf uns und versuche, dass wir es mal hinkriegen, zu Hause das zu zeigen, was wir auswärts über das Jahr gezeigt haben. Der Fokus liegt darauf, dass wir wieder unser Selbstvertrauen zurückbekommen und defensiv einen besseren Job machen. Wir müssen mit mehr Selbstvertrauen und besserer Defense in die Playoffs gehen.“ Die Kölner unterlagen im Hinspiel in Göttingen 83:95.

Bei alle den verständlichen Sorgen um ihre Heimstärke sind die Göttinger aber gerade in fremden Hallen höchst schwer zu spielen. Im jüngsten Auswärtsauftritt vor 14 Tagen zerlegten die Mannen um Topscorer Jordan Sears (16 Punkte pro Spiel) und ihren Rekordspieler Mathis Mönninghoff (276 Partien für die BG) den Tabellenletzten Uni Baskets Münster mit 100:55. Insgesamt betrachtet sind sie mit 11:3-Siegen in der Fremde zusammen mit Hagen und den Hakro Merlins Crailsheim das erfolgreichste Auswärtsteam. „Wie Hagen ist Göttingen eines der Topteams der Liga, die jeden kleinen Fehler sofort bestrafen. Genau da muss unser Fokus liegen, wenn wir eine Chance haben wollen. Kleine Fehler und Undiszipliniertheiten haben uns in den letzten Spielen nach wirklich guten Spielen noch den Sieg gekostet. Das müssen wir unbedingt abstellen“, sagt der Geschäftsführer Sport Stephan Baeck. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können.“

Lage der Liga – Unruhe im Tabellenkeller

Während sich an der Spitze die Angelegenheiten auf den ersten Blick sortiert haben, herrscht im Unterhaus weiter Unruhe. Sowohl die Uni Baskets Münster (7:21 Siege) als auch die SBB Baskets (8:20) und die Paderborn Baskets (10:18) gewannen zuletzt ihre Spiele und setzten die Bayer Giants Leverkusen (9:19) und die Tigers Tübingen (10:18) wieder unter stärkeren Druck. Auch die RheinStars und die Nürnberg Falcons (je 11:17) sind noch nicht zu 100 Prozent sorgenfrei. Paderborn trifft im direkten Duell auf Nürnberg am Samstag, Münster empfängt die Karlsruhe Lions, Leverkusen reist nach Crailsheim. Bereits am Freitag erwartet Tübingen die Kirchheim Knights und die SBB Baskets spielen in Bochum bei den VfL Sparkassen Stars.

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Fotos: Gero Müller-Laschet