„Tabellenstand spielt im Derby keine Rolle“ – Jasper und Björn verlängern

Noch fünf Spieltage stehen bis zum Ende der Hauptrunde an in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf dem Plan der 18 Profiteams – wobei das kommende Wochenende richtungsweisend für viele Teams werden kann. Sowohl im Kampf um die Playoffs als auch im Abstiegskampf. Das Derby zwischen den RheinStars und den Bayer Giants Leverkusen spielt dabei eine zentrale Rolle. Am Samstagabend geht es wegen der Fußball-Bundesliga zuvor erst um 20.30 Uhr in der Ostermann-Arena los, dann ist ein heißes Derby zu erwarten. „Wenn wir auf die Giants treffen, spielt der Tabellenstand keine Rolle. Es ist ein Derby und dass wollen wir gewinnen. Alle werden alles auf dem Feld geben. Wir und die Giants natürlich auch“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Schon im Hinspiel lieferten sich die beiden rheinischen Dauerrivalen zum Weihnachtsspiel in der Düsseldorfer Diaspora einen spannenden Kampf im Castello mit dem besseren Ende für die Kölner. 98:95 konnten sich die Jungs von Headcoach Zoran Kukic durchsetzen. Erst im Schlussabschnitt konnten sich die RheinStars ein bisschen Luft verschaffen, Leverkusen aber konnte noch einmal verkürzen; bis auf eben jene drei Zähler. Bei den RheinStars glänzte Cedric Russell mit 30 Punkten. Seine bisherige Saisonbestleistung. Bei den Leverkusenern markierte Ricardo Lynch 23 Zähler und Björn „Range“ Rohwer lieferte sich mit „Giant“ Dennis Heinzmann ein spektakuläres Duell unter den Körben. „Ich freue mich auf das Spiel gegen Leverkusen“, sagt Zoran Kukic. „Wobei ich mich tatsächlich immer sehr auf das nächste Spiel freue. Egal gegen wen es geht.“

Rohwer und Günther verlängern um zwei Jahre

Während die aktuelle Saison in ihre finale Phase eintritt, arbeiten die RheinStars mit Hochdruck hinter den Kulissen am Kader für die neue Saison. Mit Björn Rohwer und Jasper Günther haben nun zwei wichtige deutsche Spieler ihre Verträge um zwei Jahre bis 2028 verlängert. „Wir schätzen beide sehr. Beide sind enorm wichtig für unser Team, auf und neben dem Feld“, sagt Stephan Baeck. Björn Rohwer spielt mit seinen 30 Jahren aktuell seine beste ProA-Saison. Mit 11.8 Punkte im Schnitt und einer Effektivität von 11.4 zählt er in seiner dritten RheinStars-Spielzeit zu den Top6-Centern der zweithöchsten Spielklasse.

In seiner Premierensaison hat auch Jasper Günther (27) die in ihn gesetzten Erwartungen bestätigen können. Der ehemalige Münsteraner Publikumsliebling hat sich gerade durch seine Energie und seine nimmermüden Defensivleistungen einen festen Platz in der Rotation erarbeitet – und legt wie in den ProA-Jahren zuvor stabile Werte auf. Solide, verlässlich, unersetzlich.

Lage der Liga – spannende Duelle im Keller und im Mittelfeld

Aktuell stehen die Bayer Giants mit neun Siegen auf dem vorletzten Tabellenplatz, punktgleich mit den SBB Baskets aus Wolmirstedt. Aber beide Mannschaften haben zuletzt wichtige Siege eingefahren. Schlusslicht Uni Baskets Münster hat sich ebenfalls im Rennen um den Klassenerhalt zurückgemeldet und weist acht Siege auf. Vor dem Trio liegen die Tigers Tübingen und die Paderborn Baskets mit jeweils zehn Saisonerfolgen in greifbarer Nähe. Am Samstag spielt Münster gegen Tübingen und die SBB Baskets erwarten Paderborn. Das Feld könnte sich also am unteren Ende noch mehr verdichten.

Im Kampf um die Playoff-Plätze erwarten die Nürnberg Falcons (12 Siege wie Köln) die VfL SparkassenStars Bochum (14), die überraschend unter der Woche ihren langjährigen Trainer Felix Banobre in seiner siebten Spielzeit freigestellt haben. Bei einem Erfolg könnten die Falcons auf einen Sieg verkürzen und die PSK Lions Karlsruhe (13/gegen Tabellenführer Phoenix Hagen) nach Punkten gleichziehen. Bochums Faustpfand in Richtung Playoff-Platz: Sie haben gegen Karlsruhe, Nürnberg und Köln den direkten Vergleich, wobei Nürnberg nur zwei Punkte aufholen muss. Allein gegen Koblenz (12) hatten die VfLer das Nachsehen.

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Foto:  Gero Müller-Laschet