Karlsruhe als nächste Herausforderung
Mit einer gehörigen Portion Vorfreude gehen die RheinStars in die kommenden Aufgaben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Mannschaft ist in Form, der Klassenerhalt steht seit dem vergangenen Wochenende offiziell fest, die Planungen für die nächste Saison laufen auf Hochtouren und mit den PS Karlsruhe Lions steht zum 31. Spieltag ein attraktiver Gegner ins Haus. Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, erwartet der Kölner Aufsteiger den Playoff-Kandidaten aus der Tabellennachbarschaft.
“Ich freu mich auf ein attraktives Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe und direkten Nachbarn“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Unabhängig von der Tabellensituation hat Karlsruhe beim Sieg gegen Hagen gezeigt, wie schwer es für uns werden wird. Diese Erkenntnis – und für die eigenen Fans spielen zu können – sollte uns eine große Motivation sein.“
Dabei loteten die Post Südstädter zuletzt ihr eigenes Nervenkostüm und das ihrer Anhänger im Guten wie im Schlechten gefühlt jeweils bis zum Anschlag aus. Erst unterlagen die Karlsruher nach einem eher desinteressierten Auftritt beim Tabellenletzten Uni Baskets Münster mit 64:89. Nicht einmal eine Woche später schlug die Mannschaft von Headcoach Demond Greene Tabellenführer Phoenix Hagen nach Verlängerung mit 116:109. Und das mit rekordverdächtigen 24 erfolgreichen Dreipunkte-Würfen. Kilian Binapfel markierte 23 Zähler, Isaiah Hart und David Cohn 22, David Ejah 21 Punkte. Womit die etatmäßigen Topscorer der Süddeutschen auch genannt sind. Dazu kommt mit Maurice Pluskota ein Center, der die RheinStars schon in den vorherigen ProA-Jahren vor schwierige Aufgaben gestellt hat.
Mit dem Erfolg über Hagen konnten die Karlsruher Tabellenführer-Bezwinger als Neunter mit den VfL SparkassenStars Bochum gleichziehen, die am Samstag im Duell Achter gegen Siebter die Gießen 46ers erwarten. Die Lions und die SparkassenStars weisen beide 14 Saisonsiege auf. „Karlsruhe hat eine gut besetzte und gut gecoachte Mannschaft, die das Potenzial für die Playoffs hat“, sagt RheinStars-Headcoach Zoran Kukic. „Die Jungs haben in dieser Woche ordentlich trainiert und wir wollen ihnen natürlich zusammen mit unseren Fans das Leben so schwer wie möglich machen.“ Mit einem eigenen Erfolg könnten sich die Hausherren nicht allein für die 74:89-Hinspielniederlage revanchieren, sondern sogar die Gäste nach Saisonsiegen einholen.
Ehemaliger Kölner Meisterspieler bei den PSK Lions
Funfact am Rande: Mit Aleksandar Nadjfeji kommt am Sonntag ein ehemaliger Kölner Meisterspieler zurück ins Rheinland. Der heutige Assistant Coach von Demond Greene feierte mit RheinEnergie Köln 2006 die deutsche Meisterschaft und ein Jahr später den deutschen Pokal.
Die Liga – von oben bis unten komplett spannend
Vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde bietet die Liga Spannung vom ersten bis zum letzten Platz. Ligaprimus Hagen liegt nur noch einen Sieg vor den Hakro Merlins Crailsheim und erwartet mit den Bozic Estrich Knights Kirchheim ein Team, das Phoenix im Hinspiel mit 81:60 die höchste Saisonniederlage beibrachte. Crailsheim tritt bei den Paderborn Baskets an. Im Mittelfeld duellieren sich wie beschrieben Gießen, Bochum, Karlsruhe und ein bisschen die RheinStars, Bayreuth und Nürnberg um die letzten freien Playoff-Plätze. Im Abstiegskampf muss Schlusslicht Münster (8:22 Siege) beim Drittletzten SBB Baskets (9:21) am Freitag in Magdeburg gewinnen, um den sportlichen Abstieg zu verhindern. Die Bayer Giants Leverkusen (9:21) kämpfen bei den EPG Baskets Koblenz (12:18) am Samstag aus den gleichen Gründen um einen Erfolg.
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Fot0: Gero Müller-Laschet



