RheinStars verspielen Playoff-Chance
Die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA werden ohne die RheinStars stattfinden. Am 31. Spieltag der Saison 2025/2026 verpassten die Kölner die große Chance, noch einmal in den Kampf um die besten acht Plätze der zweithöchsten deutschen Spielklasse eingreifen zu können. Vor 1.367 Zuschauern unterlag der Liganeuling den PS Karlsruhe Lions mit 67:69 (34:32) in der Motorworld und hat nun zwei Siege Rückstand auf Rang acht. Drei Spieltage vor Schluss ist die Chance als Zehnter zwar theoretisch noch da, praktisch aber eher gleich null. So werden die Kölner am Sonntag, 26. April ihr letztes Heimspiel der Spielzeit gegen die Nürnberg Falcons am Butzweiler Hof bestreiten. Davor und danach treten die Rheinstars noch bei den Gießen 46ers und bei den Kirchheim Knights an.
Auch wenn der frühe Sonntagabend gegen die Lions mit einem Moll-Akkord endete, die Saison der RheinStars wird genau da enden, wo man sich Anfang der Saison hin gewünscht hatte. „Wir wollen eine Mannschaft sein, die früh mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hat und im besten Falle um die Playoff-Plätze spielen kann“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport zum Start. Genauso ist es gekommen. Trotz des Starts mit fünf Niederlagen. Headcoach Zoran Kukic sagte am Sonntag: „Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt und wir hätten das schaffen können. Doch will man in so einem wichtigen Spiel was erreichen, muss man einfach auch mehr investieren, um besser zu spielen und den Sieg zu erzwingen. Deshalb bin ich heute enttäuscht, aber morgen wird das Leben weitergehen.“
Trotz der Vorlage durch die neuerliche Niederlage der VfL SparkassenStars aus Bochum schienen beide Teams nicht zu wissen, was sie mit der Möglichkeit, mit einem Sieg nach dem achten Platz greifen zu können, denn nun anfangen sollten. So entwickelte sich ein wenig zielstrebiges und fehlerbehaftetes Basketballspiel, das sowohl Kukic und seinem Assistant Oli Elling als auch ihren Karlsruher Trainer-Kollegen Demond Greene und Aleksandar Nadjifej zwischenzeitlich viel Kopfschütteln bereitete. Köln führte anfangs deutlich mit 28:18 (15. Minute), stellte dann aber Konzentration und Fokus eher hinten an. Bei 34:32 ging es in die Pause. Auch danach blieben die RheinStars in Vorlage, ohne sich jedoch wirklich absetzen zu können. Karlsruhe trottete hinterher.
Immerhin, sowohl beide Fanlager als auch die Moderatoren Amiaz und Fabrice Kao befanden sich in Playoff-Form und so wurde es zumindest aus Zuschauersicht ein sehr unterhaltsamer später Nachmittag, der in einem spannenden Finale mündete. Mit einem für die RheinStars recht typischen Ende in dieser Spielzeit. Zwei Minuten vor dem Ende lagen die Hausherren mit 67:61 vorne, um dann dreimal per Dreier die Entscheidung zu verpassen. Als letzter Schütze mit Maxi Begue zwei Sekunden vor Schluss; ausgerechnet einer der wenige Akteure auf dem Feld in Normalform. So wie vielleicht bei den Kölnern noch Adam Paige, bei denen die gewohnten Leader wie Mike Miller, Cedric Russell oder Haris Hujic wenig Hilfreiches beizusteuern wussten. Entsprechend gelangten die Gästen noch an den Hausherren vorbei und feierten anschließend mit ihren Anhängern. Immerhin, mit Russells Vertragsverlängerung nach Hujic, Björn Rohwer und Jasper Günther haben die Kölner Fans einen weiteren Grund, sich auf die kommende Saison zu freuen. Die aktuelle wird in Kürze enden.
Viertel: 18:12, 16:20, 20:17, 13:20
Spielfilm: 7:2 (5.), 18:12 (10.), 28:18 (15.), 34:32 (20.), 42:39 (25.), 54:49 (30.), 59:55 (35.), 67:69 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 22 von 58/38%, PSK Lions (25/63, 40%), FW Köln 89% (17/19) zu 91% (10/11), 13:12 Assists, 43 (11 offensiv): 29 (7) Rebounds, 18:17 Fouls, 6:8 Steals, 2:3 Blocks, 17:11 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4suglwZ
RheinStars: Cedric Russell (3 Punkte/1 Dreier, 3 Assists), Zac Watson (2), Jasper Günther (2), Konstantin Lehmann, Maxi Begue (8/1, 2 Ass., 2 Steals), Haris Hujic (12/2), Timmy Davis, Adam Paige (6, 5 Reb.), Björn Rohwer (13/2, 10 Rebounds), Justin Onyejiaka, Mike Miller (11/2, 8 Reb, 1 Block), Kenny Baptiste (10, 7 Reb, 1 Block)
Foto: Gero Müller-Laschet



