„Buckets“ wechselt nach Gießen

Leon Okpara wird die RheinStars Köln verlassen. Der 19 Jahre alte „Buckets“ schließt sich für die kommenden zwei Jahre den Gießen 46ers an, wird dort in der ProB (vorher Lich) spielen und bekommt durch die Doppellizenz auch Chancen auf Einsätze in der easyCredit-Bundesliga. „Wir hätten mit Leon sehr gerne hier die nächsten Schritte in Köln gemacht. Ich bin mir sicher, dass er sich bei uns für eine feste Rolle im Team empfohlen hätte. Bereits im vergangenen Jahr sollte er eine größere Rolle und mehr Verantwortung auf dem Feld übernehmen, leider haben ihn da mehrere Verletzungen zurückgeworfen“, sagt Manager Stephan Baeck. „Auf der anderen Seite spricht es ja auch für unsere Jugendarbeit, das andere Vereine ein Auge auf unsere Jungs werfen. Wir wünschen ihm auf alle Fälle alles Gute und viel Erfolg bei seinem nächsten Schritt“. Okpara durchlief seit 2011 in Köln alle Jugendmannschaften und hatte zuletzt entscheidenden Anteil am Klassenerhalt der NBBL. Erstmals auf großer Bühne tauchte er beim Freundschaftsspiel der RheinStars gegen Bayern München im Herbst 2014 auf, als er vor den gut 6.000 Zuschauern in der LANXESSarena mit gerade einmal 16 Jahren eingewechselt wurde.

Foto: Gero Müller-Laschet

Matt Vest nächster Zugang bei den RheinStars

Matt Vest ist der nächste Neuzugang bei den RheinStars Köln zur kommenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProA– und der nächste Wunschspieler von Trainer Denis Wucherer.  „Matt war mir schon aufgefallen als wir mit Gießen in der ProA gegen seinen damaligen Verein Gotha gespielt haben“, sagt der neue Headcoach über den 24 Jahre alten US-amerikanischen Flügelspieler, der von den Uni Baskets Paderborn an den Rhein wechselt.

Manager Stephan Baeck: „Wir kennen Matt natürlich sehr genau. Er war Motor und Antreiber in der sehr spielstarken Paderborner Mannschaft und hat dort im vergangenen Jahr eine herausragende Rolle gespielt. Wir haben uns schon länger mit ihm beschäftigt. Er war im letzten Jahr einer der vielseitigsten und effektivsten Spieler der ProA, perfekt für den Stil den wir mit Denis Wucherer in der nächsten Saison anstreben. Zudem ist er ein echter Anführer,  macht seine Mitspieler besser und bringt wie Max Dileo eine Menge Energie aufs Feld.“ Vest war der Dauerbrenner bei den Ostwestfalen, bestritt alle 30 Saisonspiele, stand über 32 Minute auf dem Feld und zählte nicht allein durch seine Assits (5,6 pro Spiel) zu den auffälligsten Akteuren der Liga.

„Er besitzt durch seine Zeit in Gotha und Paderborn viel Erfahrung in der ProA und ist ein harter Arbeiter mit gutem Entscheidungsverhalten. Matt hat für sich die Zielsetzung Bundesliga – und auch deshalb ist er genau richtig bei uns aufgehoben“, sagt Wucherer über seinen zweiten Neuzugang nach Max DiLeo (Oettinger Rockets).

 

Matt Vest

USA, geb. 17. September 1992. 1,95cm/92kg

Stationen
2015 – 2017 Uni Baskets Paderborn(ProA)
2014 – 2015 Oettinger Rockets (ProA)
2010 – 2014 Wright State

Stats 16/17
30 Spiele; 32:13 min, 3er: 36.7%, FT: 80.6%, 13.3 PPG, APG: 5.6, RPG: 4.9

Robertson wechselt nach Griechenland

Hugh Robertson verlässt die RheinStars Köln und schließt sich dem griechischen Erstligisten A.G.O. Rethymo Aegean an. „Wir wünschen P.J. alles Gute und viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe. Er hat mit seinen spektakulären Aktionen die Zuschauer begeistert“, sagt Manager Stephan Baeck. A.G.O.R erreichte im vergangenen Jahr das Viertelfinale.

Stats 16/17
33 Spiele; 30:55min, 3er: 32,6%, FT: 74,3%, 14.4 PPG, APG: 2.6, RPG: 5.7

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Anführer mit großem Namen: Max DiLeo kommt

Einen ersten Coup auf dem Transfermarkt haben die RheinStars Köln für die kommende Spielzeit gelandet. Maximilian DiLeo verlässt Bundesliga-Aufsteiger Oettinger Rockets und wird mit der Mannschaft von Trainer Denis Wucherer in die nächste Kölner Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gehen. „Ich hätte ihn gerne schon nach Gießen geholt in den vergangenen Jahren, aber da war er vertraglich noch in Gotha gebunden. Max ist ein klasse Typ und kann eine Mannschaft führen, das hat er als Kapitän jetzt auch getan und hatte großen Anteil am Aufstieg der Rockets“, sagt Wucherer. 

Den Trainer verbindet aber noch eine ganz andere Geschichte mit der Familie DiLeo. „Max Bruder TJ war meine erste Spielerverpflichtung vor vier Jahren in Gießen. Er hat uns als Kapitän in die Bundesliga geführt. Jetzt ist Max meine erste Verpflichtung. Ich halte das für ein gutes Omen“, erzählt Wucherer. Mit Max DiLeo kommt auch ein großer Name zurück nach Köln. Vater Tony DiLeo führte Saturn Köln von 1986 bis 1990 zu zwei Meistertiteln, kehrte in die USA zurück und arbeitete danach über 20 Jahre, u.a. als Headcoach und General Manager des NBA-Klubs Philadelphia 76ers. Inzwischen ist er in der Organisation der Washington Wizards tätig. RheinStars-Manager Stephan Baeck war damals Spieler unter Tony DiLeo und zählt ihn zu den herausragenden Faktoren seiner Laufbahn. „Tony hat meine Karriere entscheidend beeinflusst. Ich habe ihm unglaublich viel zu verdanken, sowohl als Spieler als auch später.“

Baeck: „Max war schon immer ein interessanter Spieler für uns, jetzt war die Zeit reif. Er ist nicht allein ein vorbildlicher Kämpfer, sondern auch ein Anführer. Ohne ihn und seine Qualitäten wären die Rockets in den Playoffs nach dem 0:2-Rückstand gegen Chemnitz wohl nicht mehr zurückgekommen. Er ist vorangegangen als es richtig schwer wurde für sein Team.“ Der 1,85m große Guard besitzt die deutsche und US-amerikanische Staatsbürgerschaft und bestritt vergangene Saison insgesamt 34 Spiele. Dabei stand er durchschnittlich 21:28 Minuten auf dem Feld und holte in der Liga unter den deutschen Spielern die zweitmeisten Steals.

Maximilian DiLeo
Geb. 12. März 1993, 1,85m, 86 Kilo, Guard
Stationen:

  • 2015-2017 Oettinger Rockets Gotha (ProA)
  • 2011–2015 Monmouth Hawks (NCAA)

Statistik 2016/2017
Spiele: 34, Spielzeit: 21:28, 3er: 26.9%, FG: 37.7%, FT: 78.3%, PPG: 5.8, APG: 1.5, RBG: 2

Fotos: Gero Müller-Laschet/Oettinger Rockets

Denis Wucherer übernimmt als Headcoach

Denis Wucherer lenkt ab sofort die sportlichen Geschicke der RheinStars Köln als Headcoach. Der 44 Jahre alte Trainer kommt von den Gießen 46ers zurück ins Rheinland und soll die RheinStars aus der 2. Basketball-Bundesliga ProA ins Oberhaus führen. „Wir freuen uns sehr, dass sich mit Denis einer der begehrtesten deutschen Trainer für unser Projekt Bundesliga entschieden hat und wir gemeinsam das große Ziel angreifen können“, sagt Manager Stephan Baeck bei der Vorstellung am letzten Maitag. Sollte der Aufstieg gleich im ersten Anlauf gelingen, verlängert sich Wucherers Kontrakt automatisch um zwei weitere Jahre.

Wucherer hatte sich in den vergangenen vier Jahren im mittelhessischen Gießen als Trainer einen Namen gemacht. Er führte den 2013 abgestiegenen Traditionsklub 2015 aus der zweiten Liga zurück in die Basketball-Bundesliga und dort in zwei Spielzeiten jeweils nahe an die Playoff-Ränge. Begeistert waren die Fans allerdings nicht allein vom sportlichen Erfolg sondern auch vom leidenschaftlichen Stil der Mannschaft. „Vielleicht ist es in Köln sogar noch eine größere Herausforderung als in Gießen vor vier Jahren. Der Druck sicherlich auch. Aber deswegen ist das Projekt ja auch so interessant. Ich sehe allerdings auch das Potenzial, aus einer Großstadt heraus mit den RheinStars einen guten Platz in der BBL zu finden und sich dort zu etablieren. Bis dahin haben wir aber noch einen langen Weg und jede Menge Arbeit vor uns.“

Der ehemalige Nationalspieler spielte neun Jahre bei Bayer Leverkusen und wird wie schon sein Vorgänger Arne Woltmann mit Matt Dodson als Assistant Coach arbeiten. Der Australier hatte als Interims-Coach die RheinStars nach der Trennung von Woltmann (jetzt Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven) in die Playoffs geführt. „Denis und Matt werden einen guten Job machen, ich freue mich auf die kommenden Jahre mit den beiden“, sagt Manager Stephan Baeck, der Wucherer seit weit mehr als 20 Jahren kennt und mit ihm gemeinsam zwischen 1994 und 1997 in der Nationalmannschaft spielte.

Steckbrief Denis Wucherer
geb. 7. Mai 1973 in Mainz, zwei Kinder

Trainerstationen:
2013 – 2017   Gießen 46ers
2011 – 2012   FC Bayern München (Assistant Coach)
2009 – 2010   Deutschland (AC)
2010   Deutschland U-20
2008 – 2009   Bayer Giants Leverkusen U-19

Spielerkarriere
Position Shooting Guard
123 Länderspiele für Deutschland zwischen 1994 und 2006
2005 Vize-Europameister
Viermal Deutscher Meister mit Bayer Leverkusen, zweimal Pokalsieger

Vereinsstationen von 1991 bis 2007: TV Langen, Bayer 04 Leverkusen, Olimpio Milano, Varese Roosters, DJK s. Oliver Würzburg, Opel Skyliners Frankfurt, Bayer Giants Leverkusen, Benetton Treviso, Telindus Oostende

Foto: Franziska Bucco

Viele Veedel – ein Spiel. Kölner Grundschüler begeistern

RheinStars-Grundschul-Cup 2017

Viele Veedel – ein Spiel. Kölner Grundschüler zeigen was sie im Rahmen des Basketballprojekts „RheinStars@school“ schon alles gelernt haben

Rund 85 Kinder aus sieben Grundschulen trafen sich am Samstag den 13.05. um 9.00 Uhr in der Sporthalle des Apostelgymnasiums, um erstmals gemeinsam ein Basketballturnier auszutragen. „Neben den vielfältigen Erfahrungen die Kinder bei so einem Basketballturnier machen, war es uns auch ein besonderes Anliegen Grundschüler aus verschiedenen Kölner Veedeln bei diesem schönen Ereignis zusammen zu bringen und durch Sport zu verbinden. So waren heute Kinder aus Lindenthal, Buchforst, Mülheim, Klettenberg, Neustadt-Süd und Buchheim in der Halle und sind gemeinsam der schönsten Sportart der Welt nachgegangen“, sagte Johannes Strasser als Leiter Entwicklung Basketball der RheinStars.

Insgesamt 8 Mannschaften waren gemeldet und teilten sich in eine Mixed- und eine Jungen-Gruppe mit jeweils 4 Teams auf. Innerhalb der Gruppen wurde nach dem Modus Jeder-gegen-Jeden gespielt, so dass pro Mannschaft 3 Spiele auf dem Programm standen. Beim Spielen auf etwas niedrigere Körbe war die Anfangsnervosität schnell abgelegt und schon bald konnte man schöne Dribblings, sichere Pässe und jede Menge Korberfolge beobachten.

Angefeuert wurden die kleinen Ballkünstler nicht nur von ihren begeisterten Eltern, die zahlreich in der Halle erschienen waren, sondern auch vom „Jeck“ dem Maskottchen der RheinStars, der das gesamte Turnier mit begleitete. Auch die Profispieler Lennart Steffen, Leon Baeck und Andreas Wenzl ließen es sich nicht nehmen in die Halle zu kommen und den engagierten Kindern Tipps zu geben und Fragen zu beantworten.

Dass das gemeinsame Erleben bei diesem Turnier im Vordergrund stand konnte man auch bei der späteren Siegerehrung erfahren. So wurden keine Platzierungen ausgespielt, sondern alle Kinder sollten als Gewinner vom Spielfeld gehen und bekamen eine Urkunde und einen kleinen Ball geschenkt, welche sie sich sogleich von den anwesenden Profis und dem Jeck unterschreiben ließen.

„Wir wollen gesamtstädtisch neue Begegnungsräume schaffen und Kinder zu Bewegung und Sport animieren. Solche wunderbaren Veranstaltungen spornen uns an, diesen Weg weiter zu gehen“, zog Johannes Strasser sein Fazit. Besonders bedankte er sich bei den vielen freiwilligen Helfern aus den RheinStars-Jugendteams sowie bei der Sparkasse KölnBonn und dem Kölner Unternehmerverein für Sport und Soziales e.V. (K.U.S.S.), ohne die dieses Turnier nicht möglich gewesen wäre.

Am Turnier teilgenommen haben Mannschaften der Grundschulen:

– GGS Kopernikusstraße                          – GGS Loreleystraße

– KGS Lindenburger Allee                       – GGS Stenzelbergstraße

– GGS Pfälzer Straße                                 – MGS Ferdinandstraße

– GGS An St. Theresia

RheinStars mit Willen und Leidenschaft zum Happyend

Wille, Leidenschaft und endlich auch mal ein Happyend. Jedenfalls für den Moment. Die RheinStars Köln haben am Freitagabend die Nerven behalten, die Uni Baskets Paderborn in überzeugender Manier mit 67:51 (35:26) geschlagen – und sich neben dem direkten Vergleich gegen einen direkten Playoff-Konkurrenten auch bessere Karten für das Ligafinale am ersten April-Wochenende in Nürnberg besorgt. Nach dem Auftakt des 29. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA übernachten die RheinStars sogar auf dem achten Platz der Tabelle. Dem Ziel aller aktuellen Träume. Aber der Weg bis zur Absicherung ist noch weit und voller Unwägbarkeiten. Die Chancen stehen derzeit vielleicht bei 50:50. Wer hätte das vor ein, zwei Wochen noch gedacht.

Manager Stephan Baeck waren die Rechenspiele erstmal egal. „Wir haben uns heute endlich einmal für unseren Aufwand belohnt. Wahrscheinlich sogar das erste Mal in dieser Saison“, freute sich Baeck. In der Tat gelang den RheinStars ein glatter Auftritt vor den 2.058 begeisterten Zuschauern in der LANXESS arena, darunter der frisch verabschiedete Fussball-Nationalspielerer Lukas Podolski, DJ Chino von Culcha Candela, Ex-FC-Profi und Trainer Patrick Helmes, Musiker Mo Torres, zahlreiche Haie-Spieler und, und, und. Es gab was zu sehen in und um das Spiel, das von Partner Weinor präsentiert wurde.

Konzentriert, aggressiv in der Verteidigung und eigentlich wie schon in Hamburg durchweg wach, erspielten sich die Hausherren von Beginn an Vorteile gegen die Uni Baskets. „Wir waren nicht so richtig präsent“, monierte Gästetrainer Uli Nächster, „aber die Kölner haben uns auch sehr stark verteidigt.“ Über 17:10 im ersten Viertel ging es von 29:26 (16.) auf 35:26 zur Halbzeit – und als die Kölner wieder hellwach aus der Kabine kamen, wuchs der Vorsprung auf 46:26 (25.).

Von da an ging es aufgrund der RheinStars-Vorstellung tatsächlich nicht mehr zuvorderst um den Sieg, sondern um dessen Höhe. Denn neben dem Erfolg brauchten die RheinStars auch den direkten Vergleich, um ihre Chancen auf die Playoff-Teilnahme zu verbessern. 81:91 war das Hinspiel an die Uni Baskets gegangen, jetzt lagen die Kölner mit zehn Punkten in der Gesamtwertung vorne – und von dieser Spannung lebte das Spiel bis zum Happyend für die RheinStars. Nur einmal verkürzten die Gäste auf 48:36 (28.), doch dann pendelte sich der Vorsprung bei 15 ein, mal zwei Zähler weniger, mal zwei mehr – die Uni Baskets immer gefährlich im Schlepptau mit Blick auf den direkten Vergleich.

„Wir durften nicht nachlassen, denn man konnte immer sehen, dass Paderborn eine sehr starke Mannschaft ist“, sagte Headcoach Matt Dodson. „Wir werden jetzt durchschnaufen und dann beschäftigen wir uns ab Montag intensiv mit Nürnberg.“ Zusammen mit Assistant Coach Johannes Strasser will er den nächsten Sieg holen, um dann zu schauen, was am Ende herausgekommen ist. Vielleicht ja sogar die Fortsetzung der Saison im Playoff-Viertelfinale.

Viertelergebnisse: 17:10, 18:16, 18:11, 14:14

Besondere Stats: Dennis Heinzmann „Double-Double“ – 11 Punkte/12 Rebounds, Richard Williams 8 Assists, Anthony King 10 Rebounds.

RheinStars: Robin Christen (5 Punkte/1 Dreier), Richie Williams (11/1), Hugh Robertson (15/1), Alex Foster (9/1), Anthony King (5), Dennis Heinzmann (11), Chris Eversley (7/1), Jelani Hewitt (2), Tim van der Velde, Leon Baeck (2), David Downs. Ohne Spielzeit: Andi Wenzl

Alle Stats hier

Anthony King. Foto: Gero Müller-Laschet

Kein Happyend: RheinStars unterliegen nach Verlängerung

Spannung im Übermaß, zwei Konkurrenten auf Augenhöhe, aber kein Happyend für die RheinStars Köln im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg am Samstagabend. In der Verlängerung musste sich das Team von Headcoach Matt Dodson den Hamburg Towers mit 75:79 (37:29, 65:65) am 28. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA geschlagen geben.  Nun führt der Weg in die Playoffs erst einmal nur über den Sieg gegen die Uni Baskets Paderborn, am besten mit dem gleichzeitigen Gewinn des direkten Vergleichs. Also mit mindestens 11 Punkten. Am kommenden Freitag, 24. März um 19.30 Uhr steigt das Spiel am vorletzten Spieltag in der LANXESS arena.

Es war in der Tat nichts für schwache Nerven vor den 3.400 Zuschauern in der ausverkauften Inselparkhalle. Und Richie Williams als Anführer der RheinStars hatte zwei Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit den Auswärtssieg bei 65:65 in der Hand. Doch er brachte den nahezu freien Korbleger nicht im Hamburger Korb unter. Es ging in der Verlängerung, in der sich die Towers als das glücklichere Team durchsetzten. „Wir haben Charakter gezeigt, gekämpft und hatten es in der Hand. Aber es geht weiter, die Chance ist noch da. Am Freitag greifen wir wieder an“, sagte Manager Stephan Baeck.

In der Tat waren die RheinStars in Hamburg als Einheit und hellwach aufgetreten. Vielleicht nicht ganz von der ersten Minute an, aber spätestens mit dem Eingreifen der Bankspieler in die Partie kam der notwendige Impuls. Köln holte sich von 6:12 (4.) an einen 23:0-Lauf auf 29:12 (14.), der vor allem mit Leon Baeck, Jelani Hewitt, Chris Eversley und Dennis Heinzmann verbunden war.

Waren beim Sieg über Ehingen von den Bankspielern ganze zwei Punkte gekommen, waren es diesmal 33 – ein klares Zeichen. Trotzdem kamen die Hausherren bis zur Pause heran, aber die RheinStars gingen mit 37:29 in die Kabine.

Nach der Pause wühlten sich die Towers heran, die RheinStars hielten dagegen – es wurde ein prickelnder Abend für Basketballenthusiasten. Köln mit 65:61 knapp 110 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit vorne, Hamburg gleicht acht Sekunden vor Schluss aus. Köln nimmt eine Auszeit: Wirft ein. Findet den richtigen Weg zum Korb. Die Uhr zählt auf knapp zwei Sekunden runter. Doch es wird nicht der Abend von Richie Williams…

Am Freitag geht es weiter. Showdown gegen Paderborn.

Viertelergebnisse: 14:12, 23:17, 17:17, 11:19, 10:14

Besonderes Stats: 23:0-Lauf von 6:12 zu 29:12, Dennis Heinzmann 13 Rebounds, Topscorer Jelani Hewitt 17 Punkte, Teams Köln vs. Hamburg Rebounds 46:50, Assists 12:13, Steals 7:5, Turnover 15:13, Blocked Shots 6:2.

RheinStars: Richard Williams (12/davon 2 Dreier), Robin Christen (2), Alex Foster (2), Anthony King (16), Hugh Robertson (10), Jelani Hewitt (17/2), Dennis Heinzmann (7), Chris Eversley (5), Leon Baeck (4), Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: David Downs, Bene van Laack.

Alles Stats gibt es hier

Foto: MSSP-Sportphoto

Auf geht´s zur Bamberger Talentschmiede!

Den klaren Sieg über Nürnberg hinter sich, mit den Baunach Young Pikes die nächste Wundertüte nach den Falcons vor sich. Am kommenden Samstag haben die RheinStars Köln in der 2. Basketball-Bundesliga ProA die große Chance, sich endgültig ins sichere Mittelfeld abzusetzen. Bereits einen Tag vorher reisen die RheinStars zur Talentschmiede des deutschen Basketball-Dominators Brose Bamberg, um am Samstagabend dann ab 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) in der Graf-Stauffenberg-Halle den zweiten Auswärtssieg anzugehen.

Als Wundertüte gelten die Baunacher deshalb, weil sich nie so ganz sagen lässt, wer denn für das Ausbildungsteam zur Verfügung steht oder gerade mit dem easycredit-Bundesligisten unterwegs ist auf nationaler und oder sogar internationaler Ebene. „Für diese Partie gelten aber trotzdem die gleichen Gesetze wie bei unseren vorherigen Spielen. Es kommt darauf an, dass wir unser Spiel durchdrücken. Aggressiv und gut in der Defense stehen“, sagt Headcoach Arne Woltmann, der selbst über Jahre ein höchst erfolgreicher Teil der Bamberger Organisation war.

Auch wenn Köln beide Spiele im Vorjahr gewann und Baunach die jüngsten drei Saisonspiele – alle samt auswärts – verlor, teilweise deutlich in Hanau und Ehingen, jedoch auch knapp mit nur zwei Punkten beim MBC-Verfolger Kirchheim, gehen die Schützlinge von Coach Fabian Villmeter sicher nicht als Außenseiter in das Spiel gegen Jelani Hewitt & Co. Die Talentschmiede der Brose Bamberg baut im Moment vor allem auf einen Stützpfeiler im Team, und der heißt Leon Kratzer. Der gerade einmal 19 Jahre junge und 2,12 m große Center gehört zu den drei effektivsten Spieler der Pro A und wurde zum Spieler des Monats Oktober in der ProA gekürt. Die Zahlen sprechen dabei eine deutliche Sprache: Kratzer ist derzeit der Top-Rebounder der Liga (13,3 pro Spiel) und reiht sich auch mit 20 Blocks ganz oben ein. Ein große Herausforderung für Dennis Heizmann, Andi Wenzl und Chris Eversley unter den Körben.

Zudem wurde Kratzer schon fünfmal in der höchsten deutschen Liga aufs Parkett gebracht, ebenso wie der beste Punktesammler der Young Pikes, Aleksej Nikolic. Nikolic fehlte dem Team jedoch zuletzt, weil er ebenfalls im Oberhaus ran musste. Sogar in der Euroleague debütierte der Slowene für knapp zwei Minuten beim Bamberger 85:70-Sieg in Tel Aviv in dieser Woche. Kratzer wiederum musste in der Vorwoche vor dem Ehingen-Spiel verletzt passen. Auch sein Einsatz ist offen. „Wir werden es am Samstag sehen, wer uns gegenüber steht“, sagt Manager Stephan Baeck. „Aber wir müssen sowieso auf uns schauen. Wir wollen unseren positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen – und das haben wir selbst in der Hand“

Foto: Jelani Hewitt I Gero Müller-Laschet

Verbesserte RheinStars ohne Fortune

Die RheinStars Köln suchen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA weiter nach dem Erfolgsweg. Beim Ligafavoriten Mitteldeutscher BC hielt die Mannschaft von Arne Woltmann lange mit und geriet erst in den Schlussminuten entscheidend in Rückstand. Schließlich endete der sechste Spieltag mit einem wenig überraschenden 64:79 (36:41) in der Stadthalle Weißenfels vor der Saisonrekordkulisse von 2.300 Zuschauern beim Bundesliga-Absteiger. „Wir haben das gegen einen starken Gegner lange ordentlich gemacht, aber in der entscheidenden Phase die Kontrolle verloren. Dafür können wir uns zwar aktuell nichts kaufen, aber die Mannschaft will. Wir müssen Schritt für Schritt besser werden und werden uns irgendwann das Momentum auf unsere Seite holen“, sagte Manager Stephan Baeck am Samstagabend.

Bis zur Pause lagen die RheinStars zwar schon mit 36:41 hinten, trotzdem war es nach den Auftritten in Hanau und Kirchheim sicherlich die beste Auswärtshälfte. Die Einstellung stimmte, die Defense funktionierte im Rahmen. Und auch wenn die Offense die Passgeschwindigkeit nicht übermäßig forcierte – die Kölner waren gegen den ehemaligen Erstligisten im Spiel und bereit. Sogar zu einer 7:3-Führung reichte es in der 4. Minute. Der MBC übernahm zwar in der Folgezeit den Lead, die RheinStars aber blieben bis zum Seitenwechsel dran – und verkürzten ihrerseits einen 8-Punkte –Rückstand. Tim van der Velde arbeitete zudem als Backup von Jelani Hewitt in Vertretung des am Knöchel operierten Kapitäns David Downs sehr ordentlich.

Köln blieb dran, gestaltete die Rebounds ausgeglichen, verpasste aber in den entscheidenden Momenten die mögliche Wende, waren ohne Fortune. So verfehlte bei 44:49 (27.) Chris Eversley einen Dreier, der MBC legte fünf Punkte nach – der Rückstand wuchs in einer Minute auf 44:54 (28.). Bis zum Viertelende schafften sich die RheinStars durch den erneut zuverlässig starken Robin Christen und Andi Wenzl wieder auf 49:56 heran, um noch einmal durch Alex Foster um zwei weitere Zähler zu verkürzen. Anschließend aber punkteten vor allem die Hausherren, während die RheinStars in den letzten fünf Spielminuten die Kontrolle über das Spiel verloren. Mehr und mehr gezwungen schneller abzuschließen, versuchten sie es wenig erfolgreich von der Dreierline. So fanden von 21 Versuchen nur drei ihr Ziel; eine Quote von 14 Prozent.

So stand unterm Strich eine weitere Niederlage. Nächsten Freitag geht es gegen die Crailsheim Merlins zum nächsten Duell mit einem Bundesliga-Absteiger. Um 19.30 Uhr steigt das „Halloween-Spiel“, präsentiert von Deiters, in der LANXESS arena. „Und irgendwann stoßen wir den Bock um und belohnen uns für unsere Arbeit“, sagte Headcoach Arne Woltmann schon in der zurückliegenden Woche.

Viertelergebnisse: 18:21, 18:20, 13:15, 15:23

Besondere Stats: Rebounds 33:34, Offensiv Rebounds 8:8, Turnover 16:12, 14 % Dreier (3/21), Robin Christen 11 Punkte, 3 Assists, Effektivität 12, 34 Spielminuten, Hugh Robertson 11, 6 Rebounds, Ef. 11.

RheinStars: Jelani Hewitt (8), Hugh Robertson (11/3), Robin Christen (11), Chris Eversley (9/3), Dennis Heizmann (2), Tim van der Velde (2), Lennart Steffen (4), Andi Wenzl (10), Alex Foster (7/3), Bene van Laack. Ohne Einsatz: Antonio Pilipovic

Alle Stats: http://live.zweite-basketball-bundesliga.de/g/102794

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Robin Christen I Gero  Müller-Laschet

RheinStars beim Topfavoriten der Liga

„Der Mitteldeutsche BC wird Meister“, legte sich Arne Woltmann bereits vor der Saison fest. Ebenso wie neun der weiteren 15 Trainer in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Und bis jetzt macht der Headcoach der RheinStars Köln seinem Namen als Orakel alle Ehre. Am kommenden Samstag trifft seine Mannschaft nun am fünften Spieltag auf den aktuellen Tabellenführer und ist mit tip-off ab 19:30 Uhr in der Stadthalle Weißenfels als klarer Außenseiter auf dem Parkett unterwegs. „Aktuell habe ich keinen Anlass, meine Einschätzung über den MBC zu ändern. Sie haben einen tiefen Kader mit viel Bundesliga-Erfahrung zusammengestellt – und so spielen sie auch.“

Anders als die RheinStars hat der Bundesliga-Absteiger einen sauberen Saisonstart hingelegt und führt seit dem vergangenen Spieltag die Liga an. Zuhause im sogenannten Wolfsbau ist man bislang ungeschlagen und wies sowohl die Falcons aus Nürnberg als auch die Baunach Young Pikes in die Schranken. Nur in Hamburg ließ der MBC nach einer spannenden Partie zwei Punkte liegen. Vor allem die starke Punkteausbeute und die konstante Abwehrleistung sind wesentliche Belege für die erfolgreiche Arbeit von Coach Igor Jovovic. Die Wölfe bauen in der aktuellen Spielzeit auf einige Neuzugänge, konnten aber auch viele Leistungsträger trotz des Abstiegs aus dem Oberhaus halten.

Vorne weg marschiert Power Forward Sergio Thomas Kerusch, der vorige Saison noch bei den Eisbären Bremerhaven spielte und derzeit mit einem Punkteschnitt von 19,8 einer der Erfolgsgaranten ist. Große Unterstützung erhält er dabei von seinem Point Guard Marcus Hatten, der mit 28 Assist ebenfalls weit oben in den Statistiken zu finden ist. Das Trio komplettiert der erfahrene serbische Center Djordje Pantelic, der vor der Saison aus der obersten ungarischen Klasse nach Deutschland kam und aktuell in der Liga zu den drei effektivsten Spielern auf seiner Position zählt.

Diese Faktoren machen es den RheinStars nicht wirklich einfacher, zumal die Kölner nun auch noch auf ihren Point Guard und Kapitän David Downs verzichten müssen. Der US-Amerikaner wurde am Dienstag am Knöchel operiert und fällt für mehrere Wochen aus. Nun wird Jelani Hewitt die Mannschaft im Aufbau führen und Tim van der Velde rückt wohl zudem auf die „Eins“. Trotz des nächsten Ausfalls arbeitet das Team von Trainer Arne Woltmann im Training intensiv an der Verbesserung des eigenen Spiels und an der Kehrtwende – und an einem Erfolgsrezept gegen den MBC. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, sagt Arne Woltmann. Unmöglich scheint der erste Auswärtssieg also auch nicht.

Foto: Jelani Hewitt I Gero Müller-Laschet