RheinStars landen in Chemnitz “Big Point”

Ein echter “Big Point” gelang den RheinStars im Kampf um die Playoffs am frühen Sonntagabend in Chemnitz. Am 26. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA gewannen die Kölner aufgrund einer kompakten Teamleistung bei den heimstarken NINERS verdient mit 74:67 (13:26, 23:15, 20:13, 19:13) und kletterten in der Tabelle auf den sechsten Platz des engen Tableaus. Bereits am kommenden Freitag (19.30 Uhr) können die RheinStars den Einzug in die Runde der besten acht Teams nahezu perfekt machen, wenn Ehingen Urspring in der LANXESS arena gastiert. „Wir haben uns das heute als Mannschaft erarbeitet und uns auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Kompliment an die Jungs“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer nach dem umkämpften Sieg beim Vorjahres-Halbfinalisten.

„Ich bin wirklich super, super stolz auf die Mannschaft. Wir haben als Team zusammengestanden und uns ins Spiel zurückgekämpft trotz einiger Widerstände“, freute sich Manager Stephan Baeck nach dem siebten Auswärtserfolg im 13. Auftritt in der Fremde. „Klar hat der eine besser und der andere vielleicht schlechter gespielt. Aber wir sind als Einheit aufgetreten, alle haben sich gepusht und sich dafür verdient den Lohn geholt.“

Wie schon im ersten Aufeinandertreffen beim 70:49-Erfolg in Köln waren die NINERS als direkter Konkurrent um die Playoff-Plätze ein ebenbürtiger Gegner. Während sie in der LANXESS arena allerdings das letzte Viertel nahezu kampflos abgaben, waren sie diesmal über die kompletten 40 Spielminuten präsent.  Am Anfang sogar mehr als das. Köln kam zwar in den ersten Minuten gut ins Spiel (6:2/3. Minute), doch die Chemnitzer schienen noch im Rausch von dem freitäglichen Triumph über Hamburg und der sich plötzlich bietenden Playoff-Chance.

Nach dem ersten Viertel lagen die Kölner 12:26 hinten, dann sogar nochmal zwei Punkte mehr (12:28/11. Minute). Aber nach und nach griff die Stärke der Kölner. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren in der mit 2.115 Zuschauern gut besuchten Hartmann-Halle – auch genannt die “Hartmann-Hölle” – immer weniger Zählbares in den Kölner Korb. 15 Punkten im zweiten Viertel folgten noch zweimal 13 bis zum Ende. Zu wenig, um gegen die RheinStars bestehen zu können.

Nach dem frühen Rückstand war es vor allem das Spiel von Keith Ramsey, der mit acht Zählern in Folge die RheinStars auf 35:41 bis zur Pause heranbrachte. Und hätten die Mannen von Coach Wucherer die herausgespielten Chancen in der Offense früher genutzt, es wäre wohl schneller klar gewesen, wer als Sieger das Parkett verlassen würde. So war es auch kein Zufall, dass Matt Vest schließlich die Kölner mit 50:49 (28. Minute) erstmals wieder in Front brachte. Ausgerechnet Vest, dem die Trainer wegen seiner muskulären Probleme zuvor am Mittwoch in Crailsheim eine Auszeit gegönnt hatten. Wohl zur rechten Zeit. Vest meldete sich mit 70prozentiger Trefferquote aus dem Feld und 18 Punkten als Topscorer zurück zum Dienst. Exakt die gleiche Anzahl an Punkten, für die der 25 Jahre alte Guard im Monat Februar vier Spiele gebraucht hatte. Dafür fehlte diesmal Ante Gospic mit muskulären Rückenproblemen.

Die Vorentscheidung gelangen dann Alex Foster per Dreier und Besnik Bekteshi mit zwei Freiwürfen zum 68:59 (38.). Köln spielte das Ergebnis dann auch konzentriert nach Hause. Nach den knappen Spielen gegen Heidelberg, Vechta und Nürnberg eine weitere wohlstimmende Erkenntnis. Die RheinStars gewinnen die abschließenden Viertel (19:13) wieder  und holen sich auch die knappen Spiele. „Wir sind auf einem guten Weg. Ich freue mich auf die nächsten Aufgaben“, beschloss Manager Baeck den Ausflug nach Sachsen.

Spielfilm: 6:13 (5.), 12:26 (10.), 24:33 (15.), 35:41 (20.), 41:44 (25.), 55:54 (30.), 59:59 (35.), 74:67 (40.)

Personal Stats: Dennis Heinzmann (100 % aus dem Feld- 3/3), Keith Ramsey 75% (6/8). Effektivität: Keith Ramsey 20, Kavin Gilder-Tilbury, Matt Vest je 14. Max DiLeo, Dennis Heinzmann je 10.

Teamstats: Köln 27 von 62 Würfen aus dem Feld (44%), Chemnitz 25 von 59 (42%), Assists 13:13, Rebounds 35:34, Steals 6:3, Turnover 14:20.

RheinStars: Kavin Gilder-Tibury (10/1 Dreier), Jesse Morgan, Max DiLeo (7), Besnik Bekteshi (8), Leon Baeck, Keith Ramsey (14), Dennis Heinzmann (6), Matt Vest (18/3), Alex Foster (8/2), Lukas Wank (3).

Alle Stats gibt es hier

Matt Vest I Foto: Gero Müller-Laschet

 

Ticket-Infos zu den Playoffs

Infos für Dauerkarteninhaber

  • Die Playoff-Heimspiele sind automatisch und verbindlich bei allen Dauerkarten der Saison 2017/18 zum jeweiligen Dauerkarten-Vorzugspreis enthalten.
  • Zutritt zur LANXESS arena erhalten Dauerkarteninhaber wie gewohnt mit Ihrer blauen Plastikkarte. Sofern DK-Inhaber an einem der Heimspieltermine verhindert sind, kann die Dauerkarte an Freunde oder Bekannte weitergegeben werden– die Tickets sind übertragbar. Aus technischen Gründen erfolgt die Abbuchung der jeweiligen zusätzlichen Heimspiele in den Playoffs jeweils vor dem jeweiligen Spieltag und nicht wie ursprünglich kommuniziert gesammelt nach der Saison.

Wo und wie bekomme ich Tickets für die RheinStars-Heimspiele?

  • Online-Ticketshop hier
  • Über die Hotline unseres Partners Kölnticket unter 0221-28 01 (Mo. – Fr. 08:00 – 20:00 Uhr, Sa. 09:00 – 18:00 Uhr, So. 10:00 – 16:00; zum Ortstarif)
  • An der Tageskasse der LANXESS arena (Ticketshop 2) ab 1,5 Stunden vor Spielbeginn
  • An allen bekannten Vorverkaufsstellen von Kölnticket und Eventim

Foto: Gero Müller-Laschet

Die Termine im Viertelfinale

Die Termine der “best of five-Serie” zwischen den RheinStars und den PS Karlsruhe Lions

Spiel 1: Samstag, 7. April 19.00 Uhr
RheinStars Köln vs. PS Karlsruhe Lions
LANXESS arena

Spiel 2: Montag, 9. April 19:30 Uhr*
PS Karlsruhe Lions vs. RheinStars Köln
Europahalle Karlsruhe

Spiel 3: Donnerstag, 12. April 19.30 Uhr
RheinStars Köln vs. PS Karlsruhe Lions
LANXESS arena

Spiel 4: Samstag, 14. April**
PS Karlsruhe Lions vs. RheinStars Köln
Europahalle Karlsruhe

Spiel 5: Dienstag, 17. April 19.30 Uhr**
RheinStars Köln vs. PS Karlsruhe Lions
LANXESS arena

*geplant
**falls notwendig

Grafik: Am Besten Gestern

Playoff-Herausforderung in Chemnitz bei den NINERS

Schon oft war der Kampf um die Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProA spannend, aber wohl selten waren so viele Mannschaften darin verwickelt. Vor dem Sonntag-Spiel der RheinStars bei den NINERS Chemnitz (17 Uhr/live auf airtango.live) hat sich die Lage in der Liga weiter verschärft. So könnten die Kölner mit einem Sieg am 26. Spieltag wieder bis auf den vierten Tabellenplatz vorziehen, bei einer Niederlage aber auch den Vorsprung auf Rang neun bis auf einen Sieg verkleinern. Es herrscht schon fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde Playoff-Stimmung in der ProA.  Insgesamt bewerben sich acht Teams um die sechs freien Plätze hinter den bereits qualifizierten Crailsheim Merlins und Rasta Vechta.

„Wir hätten es etwas ruhiger haben können in der jetzigen Phase, in der sich alle Teams für den Saisonendspurt einspielen. Auf der anderen Seite fordert und fördert das auch die Konzentration“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer. „Wir sind auf einem vernünftigen Weg. Das hat unsere Verteidigungsarbeit gegen Vechta und Nürnberg genauso gezeigt, wie in Crailsheim die Offense. Jetzt arbeiten wir hart daran, das alles zusammenzubringen.“ In Chemnitz wird aller Voraussicht nach neben Youngster Bene van Laack weiterhin Matt Vest fehlen, der wegen seiner muskulären Probleme wohl weiter geschont wird.

Bei den NINERS, die im Hinspiel beim Kölner 70:49-Erfolg erst im letzten Viertel den Anschluss ans Spiel verloren, ist inzwischen mit Hugh Robertson ein RheinStar der vergangenen Saison im Kader zu finden. Nach seinem Ausflug in die erste Liga Griechenlands – dort spielte er bei den Rethymno Cretan Kings – unterschrieb er im Laufe des Januars seinen Vertrag in Chemnitz unter Trainer Rodrigo Pastore. Sieben Spiele hat der 28 Jahre alte Forward mittlerweile absolviert.

Am Freitagabend gelang Chemnitz mit dem 75:69 über die Hamburg Towers der Anschluss an die Playoff-Plätze. Einer der stärksten Werfer (Schnitt 12,4 Punkte) und der beste Rebounder (7,5) des Teams ist Joe Lawson III. Topscorer ist Malte Ziegenhagen, der gegen Hamburg mit 21 Zählern und sechs Assists glänzte. Es wird also eine spannende Auseinandersetzung, da mit Jesse Morgan und Kavin Gilder-Tilbury auch das Werfer-Duo der RheinStars wieder zu ansprechender form gefunden hat, dass im Hinspiel 30 der 70 Kölner Punkte erzielte. Die Bilanz der RheinStars in Chemnitz ist ausgeglichen. Im Vorjahr gab es eine Niederlage mit acht Punkten, davor einen Sieg mit vier Zählern.

Kavin Gilder-Tilbury – Foto: Gero Müller-Laschet

200 Punkte-Spektakel in Crailsheim

Am Ende eines sehr unterhaltsamen Abends in der Arena Hohenlohe traten die RheinStars ohne zusätzliche Punkte, aber mit einigen positiven Erkenntnissen die Heimreise an. Mit 94:106 (30:29, 25:30, 21:21, 18:26) unterlagen die Kölner am Mittwoch dem seit über einem Jahr in eigener Halle ungeschlagenen ehemaligen Bundesligisten Crailsheim Merlins.  Bis zum Freitag bleiben die RheinStars auf Platz fünf der 2. Basketball-Bundesliga, erst dann wird der 25. Spieltag komplettiert. Sonntag (17 Uhr/live auf airtango) sind die Kölner dann bei den Niners Chemnitzer wieder gefordert im Endspurt um die Playoffs.

Die hochprozentige Auseinandersetzung vor den 2.087 Zuschauern beim Tabellenzweiten war mit insgesamt 200 Punkten bislang die Liga-Partie mit den meisten Korbpunkten in dieser Saison. „Es war ein Spiel mit großartigen Wurfquoten, gerade aus dem Dreier-Territorium. Da haben wir gut mitgehalten“, bilanzierte Cheftrainer Denis Wucherer, „den Unterschied machten die Quoten in Korbnähe aus, wo wir bei 42 Prozent lagen und Crailsheim bei 70. Sie haben deutlich mehr leichte Punkte gemacht als wir.“ Bei 43:37 Versuchen für Köln.

So reichten auch die 16 getroffenen Dreier bei einer Quote von 62 Prozent nicht zum Sieg, wohl aber zur Erkenntnis, das sowohl Jesse Morgan als auch Kavin Gilder-Tilbury zurück zu ihrer Wurfsicherheit gefunden haben. Morgan traf vier seiner sieben Versuche (insgesamt 20 Punkte), Gilder-Tilbury fünf von sieben (29 Punkte) und Besnik Bekteshi sogar vier seiner fünf Würfe jenseits der Dreierlinie. 57, 71 und 80 Prozent. Die drei waren auch die statistisch effektivsten RheinStars des Spiels, in dem die Kölner aufgrund seiner muskulären Probleme auf Matt Vest verzichten mussten.

Und noch einen Unterschied – wohl den entscheidenden – benannte Wucherer. „Außerdem konnten wir Frank Turner nicht in den Griff bekommen. Er hat seine Extraklasse gezeigt. Er ist wahrscheinlich der beste Pointguard der Liga. Vielleicht auch ein bisschen zu gut für die Liga, auf jeden Fall aber zu gut für uns heute.“ Der in diesem Jahr 30 Jahre alte Spielmacher der Hausherren lenkte das Spiel seines Teams, diktierte und variierte das Tempo und punktete vor allem in Korbnähe nach Belieben.

Zwar war das Spiel lange eng und nahezu ausgeglichen, doch spätestens im Verlauf des dritten Viertels zeichnete sich ab, dass die Merlins, anders beim Kölner Sieg vor über einem Jahr, diesmal immer eine Antwort auf die Bemühungen ihrer Gäste finden würden. Zudem ließen die RheinStars insgesamt viele gut herausgespielte Chancen auf einfache Korbleger ungenutzt. Ein einziges Mal konnten die Kölner in den zweiten 20 Minuten ausgleichen (76:76/29. Minute). Doch nur neun Sekunden später führten die Hausherren wieder. Zu schnell und zu leicht. Symptomatisch für die Auseinandersetzung über das komplette Spiel hinweg. Köln gut, Merlins einen Tick besser. Zumindest an diesem Abend.

Spielfim: 14:12 (5.), 30:29 (10.), 41:49 (15.), 55:59 (20.), 66:72 (25.), 76:80 (30.), 82:94 (35.), 94:106 (40.).

Weitere Teamstats: Rebounds 27 Köln: 34 Crailsheim, Assists 18:26, Steals 9:7, Turnover 9:12

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (29/5 Dreier), Jesse Morgan (20/4), Max DiLeo (2), Besnik Bekteshi (14/4), Ante Gospic (8/1), Leon Baeck (5), Keith Ramsey (6), Dennis Heinzmann (2), Alex Foster (3/1), Lukas Wank (5/1).

Alle Stats gibt es hier

Bild zeigt Jesse Morgan (l.)  im Duell mit Frank Turner Foto: Förstergrafie

 

RheinStars bei den Merlins – beste Defense trifft auf beste Offense

Vor ihrer wohl schwersten Aufgabe in den sechs verbliebenen Hauptrunden-Spielen stehen die RheinStars Köln. Am Mittwoch tritt der Tabellenfünfte am 25. Spieltag bei den Crailsheim Merlins (19.30 Uhr/live auf airtango.live) an; dem zu Hause noch ungeschlagenen Tabellenzweiten in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Ich halte Crailsheim für die spielstärkste Mannschaft in der Liga“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer. Aber natürlich wollen die RheinStars trotzdem etwas mitnehmen. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, bringt es Manager Stephan Baeck auf den Punkt.

Die Kölner begegnen dem ehemaligen Bundesligisten mit Respekt, aber ambitioniert. Schließlich weist auch die Statistik die RheinStars keineswegs als chancenlos aus. Im Hinspiel ging es nach dem Buzzer-Beater von Max DiLeo für beide Teams in die Verlängerung. Die Merlins setzten sich am Ende glücklich mit 81:76 durch. In der Hauptrunde – ohne Playoffs – sind die Crailsheimer auf eigenem Parkett seit über einem Jahr ungeschlagen. Als letzte Gästemannschaft waren es die RheinStars selbst, die am 1. Februar 2017 die Arena Hohenlohe bei ihrem 71:63-Erfolg zwei Zähler eroberten, nach einem ebenfalls knappen 78:82 in eigener Halle.

Allerdings haben sich die Crailsheimer unter ihrem Coach Tuomas Iisalo im dritten Jahr ihrer Zusammenarbeit zu einer echten Offensivmacht in der ProA entwickelt. 2.145 Punkte hat die Mannschaft aus dem Nordosten Baden-Württembergs in 24 Saisonspielen erzielt. Über 400 mehr als die RheinStars. 122 Punkte gegen Phoenix Hagen. 116 gegen die Baunach Young Pikes, 115 Ehingen Urspring. Sechsmal kamen sie bislang auf über 100 Zähler. Im Schnitt werfen die „Zauberer“ also knapp 17,5 Punkte mehr als die Kölner.

Vor allem das Duo Frank Turner/Sherman Gay hat es dem Kölner Trainer angetan. „Die sind brandgefährlich, verstehen sich blind. Überhaupt ist die gesamte Mannschaft sehr erfahren und produziert wenig Fehler“, sagt Wucherer. Defensiv haben die RheinStars allerdings die Nase vorne. Um „Verteidigungsminister“ Max DiLeo und den erfahrenen Keith Ramsey haben sich die Kölner einen Ruf als unangenehmer Gegner im Saisonverlauf redlich erarbeitet. Zudem ist mit der Rückkehr von Jesse Morgan ein Punktegarant nach seiner Verletzung auf dem Weg zurück zu alter Form.

Die beste Verteidigung der Liga tritt also auf den besten Angriff. Eine hochinteressante Partie also, die am Mittwoch ab 19.30 Uhr live auf airtango.live zu verfolgen sein wird.

Max DiLeo I Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

RheinStars kämpfen sich zum umjubelten Sieg

Mit Spielende löste sich die Anspannung in der LANXESS arena im kollektiven Jubel auf. Durch einen umkämpften 68:67 (14:15, 11:15, 24:15, 19:22)-Erfolg über die Nürnberg Falcons haben die RheinStars Köln für den Moment den Anschluss an Platz drei und vier in der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProA hergestellt.  Die Mannschaft von Cheftrainer Denis Wucherer kann nun als gefestigter Tabellenfünfter vor dem Auftritt beim Zweiten Crailsheim Merlins am kommenden Mittwoch richtig durchschnaufen. Genau wie die Fans der RheinStars, die von ihrem Team wieder auf eine 40minütige Reise voller Emotionen mitgenommen wurden. Diesmal gab es einen Krimi mit Happyend. Vor 2.796 Besuchern.  Saisonrekord. In Köln geht es für alle am Freitag, 9. März gegen Ehingen Urspring weiter.

„Es ist die Phase der Saison, wo sich alle Mannschaften noch mal richtig reinhängen. Ob nun wie wir im Kampf um einen Playoff-Platz oder die Nürnberger, die noch jeden Sieg brauchen, um sich von den ganz tiefen Regionen abzusetzen“, sagte Kölns Trainer Wucherer. „Mal abgesehen von Vechta und Crailsheim, die vorne wegmarschieren, ist die Leistungsdichte in der Liga zwischen Platz drei und Platz 13 extrem. Das hat man heute sehen können.“ Die Zuschauer jedenfalls, darunter über 1.800 Schüler und Lehrer aus 31 Schulen in und um Köln, hatten am ersten „Schools Day“ der RheinStars ihren Spaß an dem engen Match.

„Köln hatte den Sieg am Ende verdient, wie auch wir ihn verdient hatten. Beim letzten Play fehlten uns wegen ihrer fünf Fouls mit Dan Oppland und dem überragenden Sebastian Schreiber zwei wichtige Säulen, auch deshalb haben wir die Chance nicht nutzen können“, gratulierte Nürnbergs Coach Ralph Junge dem Sieger. 3,7 Sekunden waren den Falcons geblieben, um sich noch den möglichen Erfolg bei Einwurf unter dem Köln Korb zu holen. Doch dem standen gleich mehrere Faktoren entgegen: Die fehlenden Spieler, die entschlossenen und lautstarken Fans und die RheinStars selbst. So sicherte ein langer Arm von Lukas Wank und der Griff von Keith Ramsey den Ball – und den wilden Jubel der Anhänger. Die Revanche für das 53:72 im Hinspiel war geglückt.

Zuvor hatte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen können. Köln hatte seinen besten Lauf (10:0) kurz nach der Halbzeit, um sich von 25:30 auf 35:30 (23.) zu arbeiten und führte Ende des dritten Viertels mal mit neun Zählern (47:38/28.), die Nürnberger mal mit 14:20 (11.) und 25:30 zur Pause. Das Spiel war nicht immer hochklassig, aber immer intensiv. Anders als sein Gegenüber war Wucherer jedoch mit dem letzten Play seiner Mannschaft mehr als zufrieden. „Das ist sehr gut für die Coaches, wenn der letzte Spielzug mal klappt. Das war zuvor gegen Vechta und Heidelberg nicht so, deshalb ist es umso schöner.“ Ramsey war es vorbehalten, den Spielzug nach dem Assist von Wank freigespielt mit einem einfachen Korbleger zum späteren Sieg zu vollenden.

Köln ist also nach dem knappen Sieg punktetechnisch wieder in der Spur und vor allem in der Verteidigung gerüstet für die nächste Aufgabe in Crailsheim. Zudem gab die Rückkehr von Jesse Morgan nach seiner Schulterverletzung gegen Heidelberg dem Angriff mehr Kreativität. Er war zusammen mit Besnik Bekteshi mit 15 Punkten der Topscorer der RheinStars. Aktuell fehlen mit Bene van Laack (Knie) und der mit dem Fuß im Training umgeknickte Jonas Gottschalk zwei Youngster.

Spielfilm: 4:8 (5.) 14:15 (10.), 19:22 (15.), 25:30 (20.), 38:35 (25.), 49:45 (30.), 64:61 (35.), 68:67 (40.)

Stats werden nachgeliefert, da das Spiel nachgescoutet wird.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury, Max DiLeo, Besnik Bekteshi, Matt Vest, Max DiLeo, Leon Baeck, Keith Ramsey, Dennis Heinzmann, Alex Foster, Ante Gospic, Lukas Wank. Ohne Spielzeit: Thomas Müller-Laschet.

Foto: Gero Müller-Laschet

Gegen Nürnberg Leidenschaft und Physis gefragt

Noch knapp sechs Wochen läuft die Hauptrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. An Ostern wird spätestens feststehen, welche Teams in die Playoffs einziehen werden und welche absteigen müssen. Am Mittwochabend treffen mit den RheinStars Köln und den Nürnberg Falcons in der LANXESS arena zwei Mannschaften aufeinander, die in beide Entscheidungen involviert sind. Köln will als Tabellenfünfter oben bleiben, Nürnberg als 13. nicht weiter nach unten.  Es geht für beide Teams also um sehr viel, Tipp off am “Schools Day” ist um 19.30 Uhr (live auf airtango.live).

Im Hinspiel verloren die RheinStars überraschend klar bei den Franken. 53:72 hieß es am Ende nach 40 Minuten in denen die Kölner alle vier Viertel verloren. „Wir sind gewarnt. Im Hinspiel haben uns die Nürnberger mit ihrer Physis vor echte Probleme gestellt. Wir waren nicht bereit und dann haben sie uns in der ersten Halbzeit überrascht“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer.  „Wie gegen Vechta müssen wir mit einer physischen und leidenschaftlichen Verteidigung zu Werke gehen. Ich denke, dann werden wir uns eine Chance erarbeiten, auch das Spiel zu gewinnen.“

Wucherer zieht noch einen weiteren positiven Aspekt aus der knapp verlorenen Auseinandersetzung mit Ligaprimus RASTA Vechta am vergangenen Mittwoch. „Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben wieder so verteidigt wie wir das müssen, um in der Liga Spiele zu gewinnen können. Egal gegen wen. Ob das nun der Tabellenerste ist oder eine Mannschaft die hinten drinsteht. Anders haben wir keine Chance.“

Möglicherweise wird Jesse Morgan eine Option werden. Nach der Kontrolle am Montag gab es von den Ärzten grünes Licht. Der Guard darf nach seiner Schulterverletzung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Ob er uns dann schon gegen Nürnberg helfen kann, werden wir sehen. Wir entscheiden kurzfristig“, sagt Wucherer. Dafür fällt Benedict van Laack die nächsten Wochen aus, der einen Bänderriss im Knie erlitten hat.

Gegen die Falcons von Trainer Ralph Junge wird es sicherlich vor allem unter den Körben spannend werden. Mit dem aus der BBL Ende Januar zurückgekehrten Center Robert Oehle und Power Forward Dan Oppland haben die Gäste mindestens zwei starke Argumente, um das Duell mit Ante Gospic, Dennis Heinzmann und Keith Ramsey auf Augenhöhe aufnehmen zu können. Oehle und Oppland sind mit 11 bis 13,5 Punkten pro Spiel die Topscorer ihres Teams.

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars erwarten über 1.800 Schüler und Lehrer zum “Schools Day”

Mehr als 1.800 Schüler und Lehrer aus weiterführenden Schulen aus Köln und den umliegenden Kreisen erwarten die RheinStars am kommenden Mittwoch zu ihrem ersten „Schools Day“ in der LANXESS arena. Sie alle werden die Profis der RheinStars im Spiel der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Nürnberg Falcons ab 19.30 Uhr erleben, zu dem die Kölner mit über 2.800 Zuschauern rechnen. „Es ist für uns sozusagen der Höhepunkt unserer Schulaktivitäten in der Saison. Wir wollen unseren Sport in der Stadt weiter verankern, deshalb ist das ein toller erster Schritt, das so viele Schulen, Lehrer und Schüler unserer Einladung gefolgt sind“, sagt Johannes Strasser, der seit gut anderthalb Jahren als Leiter Entwicklung Basketball die Schnittstelle bildet zwischen der RheinStars Basketball GmbH, der Basketball-Gemeinschaft mit den Vereinen MTV Köln, SG RheinStars Köln  und ASV Köln, den Schulen und soziale Akteuren.

Der „Schools Day“ ist Teil des Programms „RheinStars@School“, zu dem Basketball AGs, die Schnupperoffensive, Grundschulturniere, Minifestivals, Unterstützung bei den Stadtmeisterschaften, Spiel- und Trainingsbesuche bei den Profis, Lehrerfortbildungen und offene U8/U10-Turniere genauso gehören wie gemeinsame Veranstaltungen mit dem Sozialprojekt „Körbe für Köln“.

„JJ“ Strasser erklärt die Beweggründe: „Als größter Basketballverein Kölns möchten wir uns als verlässlicher Partner der Schulen und der Basketball-Vereine etablieren. Unser Anliegen ist es, den Basketballsport in Köln so bekannt zu machen, dass möglichst viele Kinder in und außerhalb von Vereinen mit dieser schönen Sportart aufwachsen können“, sagt der ehemalige Pointguard der RheinStars, der lange Zeit seiner Profi-Karriere in Köln in der BBL aktiv war. Nach mehreren Zwischenstationen spielte er auch seine letzte Saison als Basketballer bei den RheinStars in der 2. Regionalliga, bevor er dann für ein Jahr das Traineramt in Köln übernahm und das Team zur Meisterschaft in der Regionalliga führte.

Mehr Infos zu “RheinStars@School“ gibt es hier

Hier geht es zum Interview mit „JJ“ Strasser zu Beginn seiner Arbeit

 

Kampfstarke RheinStars geben richtige Antwort auch ohne Happyend

In einem packenden Basketballspiel ist den RheinStars Köln ein Schritt in die richtige Richtung geglückt, auch wenn es am Aschermittwoch (noch) kein Happyend im Duell mit dem Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProA gab. In der LANXESS arena unterlagen die Hausherren am vorgezogenen Spiel des 24. Spieltags Bundesligaabsteiger RASTA Vechta mit 57:58 (16:21, 16:10, 12:13, 13:14). Aber auch ohne den mehr als möglichen Erfolg zeigten sich die RheinStars erholt von der deutlichen Niederlage am Samstag in Kirchheim.

„Es war definitiv ein Schritt zurück und unser bester Auftritt seit der Pause zum Jahreswechsel“, befand Keith Ramsey: Der erfahrenste Kölner gehörte mit einem Double-Double bei 12 Punkten und 10 Rebounds zu den herausragenden Akteuren eines Kampfes, der den 1.240 Zuschauern einen echten Vorgeschmack auf die ab Ostern anstehenden Playoffs gab. Zwei Teams auf Augenhöhe, nicht bereit, dem Kontrahenten auch nur einen Jota Freiheit im Spiel zu schenken. Mit dem entscheidenden feinen Unterschied, dass sich Vechta schon offiziell qualifiziert hat und die Kölner sich das Startrecht erst noch sichern müssen in ihren verbleibenden sieben Spielen.

Am kommenden Mittwoch erwarten die Kölner die Nürnberg Falcons, mit denen sie eh noch eine Rechnung offen haben aus der Hinrunde nach dem 53:72 Ende Oktober. „Wir sind wieder in der Spur. Alle ziehen an einem Strang und alle gemeinsam in die richtige Richtung. Nach dem Spiel in Kirchheim haben wie viel geredet, die Mannschaft hat sich auch mal ohne uns Trainer zusammengesetzt. Das war und ist alles gut so, jetzt müssen wir dranbleiben“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer. „Die Jungs haben nach dem Kirchheim-Spiel die richtige Reaktion gezeigt“, kommentierte Manager Stephan Baeck.

Auch Wucherers Gegenüber Doug Spradley sah nach der Partie so aus, als ob er die Kölner lieber nicht noch einmal treffen wollte in dieser Spielzeit – auch wenn er schließlich den Sieg mit nach Norddeutschland nehmen durfte. Schließlich wird die Kluft zwischen den beiden Klubs eher kleiner. Vor zwei Jahren dominierte RASTA die RheinStars nahezu nach Belieben, in dieser Saison retteten sie sich in ihrer Heimat erst 30 Sekunden vor Schluss, diesmal war es ein „And-One“-Freiwurf 5,4 Sekunden vor dem Ende von Chris Carter, der zuvor beim Korb zum Ausgleich gefoult worden war.

Die RheinStars nahmen noch einmal eine Auszeit, konnten sich aber in Person von Besnik Bekteshi und Kavin-Gilder Tilbury nicht mehr zum Wurf freimachen. Sekunden vorher hatte Gilder-Tilbury an der Freiwurflinie beim Stand von 57:55 einen Punkt liegen lassen, der sich dann rächen sollte. „Wenn die zwei besten Defense-Teams der Liga aufeinandertreffen, kommt so ein Ergebnis mit wenigen Punkten ja nicht unerwartet zustande. Beide Mannschaften waren sehr gut eingestellt. Und dann sind eben ein, zwei Aktionen in der Crunchtime entscheidend“, befand Spradley und war sich da nicht allein mit Wucherer einig.

Im Spiel konnte sich von Beginn an kein Team entscheidend absetzen. RASTA führte in der 14. Minuten mal mit acht Punkten (18:26.). Köln, das ohne Jesse Morgan (Schulter), aber mit Dennis Heinzmann (Grippe) und Ante Gospic (Rücken) antreten konnte, lag dreimal mit sechs Punkten vorne in der 24. Minute (38:32 nach einem 14:2-Lauf), in der 32. (50:44) und in der 35. (52:46). Aber die RheinStars kamen ebenso nicht weg, auch weil sie in der Crunchtime zwei Offensivfouls kassierten. So kam es zum Showdown, der zwei Dinge offenbarte: Erstens, die Kölner sind vom Potenzial her auf Augenhöhe mit den Topteams. Zweitens, um diese auch wirklich schlagen zu können, liegt noch eine Menge Arbeit vor ihnen.

Spielfilm: 6:8 (5.), 16:21 (10.), 21:28 (15.), 32:31 (20.), 40:35 (25.), 44:44 (30.), 52:49 (35.), 57:58 (40.)

Besondere Stats: Keith Ramsey 12 Punkte/10 Rebounds/21 Effektivität, 6/9 Würfe aus dem Feld mit 67%), Kavin Gilder-Tilbury 8 Rebounds, Lukas Wank 16 Punkte (7/11 Würfen aus dem Feld mit 64%). Teams: Rebounds 39:42, Assists 12:9, Blocks 6:2, Steals 7:8, Turnover 14:12

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (4), Max DiLeo, Besnik Bekteshi (10/1 Dreier), Dennis Heinzmann (5), Matt Vest (4), Leon Baeck (2), Keith Ramsey (12), Alex Foster, Ante Gospic (4), Lukas Wank (16/2). Ohne Spielzeit: Jonas Gottschalk, Thomas Müller-Laschet

Alle Stats gibt es hier

Foto: Gero Müller-Laschet