Stadtderby, Playoffs, kurze Fahrten, starke Gegner

Zuletzt spielten die RheinStars Köln in der Saison 2014/2015 in der Regionalliga West und sicherte sich in einem dramatischen Fernduell mit den WWU Baskets Münster die Meisterschaft. Nach Ablauf der Meldefrist sieht das Teilnehmerfeld für die Saison 2019/2020 nun wie folgt aus:

Die Teams der 1. Regionalliga West 
Dragons Rhöndorf
RheinStars Köln
Deutzer TV
TSV Bayer 04 Leverkusen 2
NEW Elephants Grevenbroich
ETB SW Essen
SV Haspe 70
BG Hagen
AOK Ballers Ibbenbüren
BSV Münsterl. Baskets Wulfen
BG Dorsten
Citybasket Recklinghausen
Hertener Löwen
BBG Herford

So läuft es in der Liga: Die Regionalliga West startet am Wochenende 14./15. September in die Saison 2019/2020. An 26 Spieltagen treffen die 14 Vereine bis Ende März jeweils zweimal aufeinander – einmal Zuhause, einmal auswärts. Die Heimspiele der RheinStars sollen wie gewohnt jeweils Samstag um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle stattfinden. An den vorgesehenen Doppelspieltagen der Liga kann der Heimspieltermin auf einen Freitag oder Sonntag verlegt werden.

Neuer Modus: Nach der Hin- und Rückrunde stehen die besten acht Teams in den Playoffs, die nach dem Modus „best of three“ bis in den Mai ausgespielt werden. Der Sieger des Finales hat als Meister zugleich das Aufstiegsrecht in die ProB. Genauso wie die Meister der drei weiteren Regionalligen Nord, Südwest und Südost. Die beiden letztplatzierten Teams der Hauptrunde steigen ab.

So nah liegt der Sport: Insgesamt nur etwas mehr als 1.200 Entfernungs-Kilometer müssen die RheinStars Fans und das Team zu den Auswärtsspielen zurücklegen. Gemessen von Spielhalle zu Spielhalle liegen zwischen den RheinStars und dem Kölner Lokalrivalen Deutzer TV keine 10 Kilometer. Die nächstgelegenen weiteren „Derby-Standorte“ sind dann Leverkusen, Grevenbroich und Rhöndorf. Herford (214 km) und Ibbenbüren (196 km) bilden die weitesten Auswärtsfahrten.

Foto: RheinStars Köln

Die Jugend-Bilanz der RheinStars

Ein Blick zurück nach vorne. In der abgelaufenen Saison spielten 33 Nachwuchsteams mit 26 Trainern für die RheinStars Köln in allen Alters- und Leistungsklassen. Die Kölner sind dabei mit Platon Papadopoulos als sportlichem Leiter einer der wenigen Vereine in Deutschland, die Mannschaften sowohl in allen männlichen als auch in den weiblichen Nachwuchsbundesligen stellen. Im weiblichen Leistungsbereich besteht seit der Saison 2017/18 eine Kooperation mit dem Hürther BC, die ausgebaut wird. Zum Ende der Spielzeit 2018/2019 laden wir herzlich ein zum Streifzug durch die Altersklassen und blicken auf die Highlights.

Berufungen in Auswahlmannschaften – Spieler und Trainer
Paul Minjoth aus der JBBL wurde in die U15 Nationalmannschaft berufen, Danguole Pupkeviciute erreichte den erweiterten Kader in der weiblichen U16. Zu den Auswahllehrgängen des Westdeutschen Verbands wurden u.a. eingeladen: Lars Brodisch (U16), Luisa Anderegg (U16), Bonel Mpaka (U14), Davi Remagen (U14), Christian Kamdon (U14) und Greta Goman (U12). Offiziell als WBV-Trainer für Auswahlmannschaften fungieren Kenneth Pfüller sowie Oliver Elling. Anton Krings ist Kreisauswahltrainer.

Die Nachwuchsbundesligen – Jahrgänge 2000 bis 2003
Alle Mannschaften starten auch in der kommenden Saison wieder in den jeweiligen Nachwuchsbundesligen. Die NBBL sicherte sich gegen die Uni Baskets Paderborn den Klassenerhalt in der ersten Playdown-Runde, verpasste nur knapp die Playoffs. Ähnlich erging es der WNBL, die als RheinStars Ladies Hürth in der Abstiegsrunde schließlich souverän den Gang in die Qualifikation vermied. Die JBBL scheiterte erst in der ersten Playoff-Runde gegen das Ulmer Bundesliga-Nachwuchsprogramm. Headcoaches: Platon Papadopoulos (NBBL), Steffi Lippold (WNBL), Ken Pfüller (JBBL),

U18 – Jahrgänge 2001/2002
Die U18-1 gewann mit der Regionalliga die höchste Spielklasse unter der Bundesliga, feierte die Westdeutsche Meisterschaft, wurde Pokalsieger und nach einer knappen Halbfinalniederlage gegen ALBA Berlin beim bundesweiten Top4 mit Headcoach Oliver Elling Dritter. Die zweite Mannschaft mit Coach Levin Sözen belegte in der Oberliga ebenfalls Platz drei.

U16 – Jahrgänge 2003/2004
In den höchsten U16-Ligen stürmten die RheinStars Girls Hürth erst an die Spitze der Regionalliga, dann mit ihren Trainern Steffi Lippold und Daniel Henle über die Westdeutsche Meisterschaft bis ins deutsche Top4 nach Berlin. Dort gelang der Halbfinalsieg über ALBA Berlin und schließlich die Silbermedaille. Bei den Jungs belegte die U16-1 von Coach Julius Mager in der Regionalliga Platz fünf.

U14 – Jahrgänge 2005/2006
In der offenen U14-Regionalliga belegten die RheinStars unter Headcoach Anton Krings den 5. Platz in der Abschlusstabelle der höchstmöglichen Liga, der weibliche Nachwuchs mit Trainerin Lina Rohde erreichte nach Platz sieben in der Regionalliga-Vorrunde im unteren Tableau Platz fünf. Im kommenden Jahr wird in der Ausweitung der Kooperation mit dem Hürther BC ein gemeinsames Team als RheinStars Girls Hürth an den Start gehen.

U12 – Jahrgänge 2007/2008
In der offenen U12-Regionalliga erreichte das Team von Jan Hilgers das Top4, verlor knapp das Halbfinale, um sich mit einem 103:97 über den BC 1970 Soest Bronze zu sichern. Die zweite Mannschaft mit Trainer Andreas Malik gewann die Meisterschaft in der Oberliga, der zweithöchsten Liga dieser Altersklasse. In der Oberliga führte Coach Daniel Henle auch die weibliche U12 zum Ligagewinn.

U10 – Jahrgänge 2009/2010
In der U10 wurde die Mannschaft von Trainer Timo Schön Zweiter in der höchsten Spielklasse Oberliga, gewann das Zwischenrundenspiel gegen Basket Duisburg und erreichte das Top4 um die Westdeutsche Meisterschaft in Hagen. Dort unterlag man erst dem späteren Sieger VKF Boele Kabel im Halbfinale und im Spiel um Platz drei knapp den Citybaskets Recklinghausen (81:91).

Noch jünger…?!
Unter dem Motto Baskitaball bieten die RheinStars seit dieser Saison gemeinsam mit der KiTA Stüttgerhofweg in Junkersdorf Basketball zum Kennenlernen bereits vor Beginn der Grundschule an.  Da sind der gerade erst ausgetragene K.U.S.S. GrundschulCup unter der Ägide von Johannes Strasser als Leiter Entwicklung Basketball definitiv Tradition.

Fotos zeigen NBBL und weibliche U16: RheinStars Köln

“JJ” Strasser führt RheinStars als Headcoach

Johannes Strasser wird die RheinStars Köln als Headcoach in der 1. Regionalliga West führen. Der bisherige Assistant Coach übernimmt damit die Nachfolge von Matt Dodson, der nach fünf Jahren als Chef- und Co-Trainer den ehemaligen Basketball-Zweitligisten verlässt. „JJ“ Strasser arbeitet zusammen mit Katharina Arnold, die ebenso wie Strasser in der ProB bereits zum Trainerstab gehörte. „Unsere Hauptaufgabe in den nächsten Wochen wird sein, eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison zusammenzustellen“, sagt Strasser, der weiterhin auch als Leiter Entwicklung Basketball der Rheinstars fungiert. „Wir wollen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, mit denen wir einen intensiven und schnellen Basketball spielen können.“ Manager Stephan Baeck: „Wir möchten uns auch ganz herzlich bei Matt Dodson für seine Arbeit und seine Loyalität bedanken. Er hat uns auch in schwierigen Situationen immer wieder geholfen und Verantwortung übernommen.“

Trainingszentrum und hauptamtliche Strukturen im Nachwuchsbereich im Fokus
„Neben der sportlichen Entwicklung steht aber vor allem das Trainingszentrum als Herz für alle Aktivitäten in den kommenden Jahren im Mittelpunkt. Dazu die Verzahnung der Ausbildungsmannschaften aus den Nachwuchsbundesligen mit der ersten Mannschaft sowie die Entwicklung von hauptamtlichen Trainer-Strukturen im Jugendbereich“, sagt Manager Baeck.

Open Gym Angebot für interessierte Spieler
Strasser selbst hat mit den RheinStars bereits Erfahrung als Headcoach in der 1. Regionalliga gesammelt und konnte 2015 mit Dodson als seinem Assistenten die Meisterschaft in der vierthöchsten deutschen Spielklasse feiern. In umgekehrten Rollen sicherte das Duo in der Saison 2016/2017 die erstmalige Qualifikation für die ProA-Playoffs und war in der Konstellation auch nach dem Abschied von Denis Wucherer in der Vorsaison aktiv. „Für Nachwuchsspieler, die sich für höhere Aufgaben empfehlen und entwickeln wollen, sind wir in der kommenden Saison – und dann sicher auch in den folgenden Jahren – weiterhin eine hochinteressante Anlaufstation“, sagt Strasser. Bereits ab dem kommenden Montag starten die RheinStars mit einem Open Gym Angebot die heiße Phase der Teamentwicklung für die Saison 2019/2020.

“JJ” Strasser. Foto: Gero Müller-Laschet

Wenig Glanz beim Abschied in Rhöndorf

Passend zum Saisonverlauf endete das letzte Spiel der RheinStars in der Spielzeit 2018/2019 mit einem Sieg für den Gegner. Am abschließenden Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlagen die Kölner im Lokalderby bei den Dragons Rhöndorf vor gut 600 Zuschauern am Samstagabend im Sportzentrum Menzenberg mit 75:89 (39:47) und steigen als Tabellenletzter der Playdowns-Gruppe Süd sportlich in die Regionalliga West ab.

„Wir hätten uns gerne mit einer besseren Leistung verabschiedet“, sagt Manager Stephan Baeck. „Aber es war eigentlich ein für die Saison typisches Spiel, in der wir unsere Probleme in der Verteidigung nicht in den Griff bekommen haben und irgendwie schon wollten im Angriff, es aber auch dort nicht hinbekommen haben“, bilanzierte Manager Stephan Baeck. Cheftrainer Matt Dodson sah es ähnlich. „Wir haben nicht mit der nötigen Intensität gespielt. Die einzigen, die in den letzten Wochen, vielleicht sogar die ganze Saison lang, einen Superjob gemacht haben, waren unsere Fans.“ Auch den DragonDome mischten  gerade die jungen Supporter der Flying Flönz auf und sorgten so für das positive Ausrufezeichen an einem bitteren Abend.

Die Mannschaft selbst hatte zwar einen ordentlichen Start in die Begegnung und führten nach sechs Minuten mit 16:8. Rhöndorf fand jedoch die passende Antwort, übernahm mit einem 9:0-Lauf die Führung und bestimmte in der Folgezeit das Geschehen bis zum Spielschluss. Bei den RheinStars erwischte ausgerechnet Liga-Topwerfer Tucker Haymond einen gebrauchten Abend und konnte, anders als sonst, kaum Akzente setzen. Vladimir Nemcok spielte nach seiner Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen zwar wieder mit, blieb aber ebenfalls ohne Wirkung.

Die raren Glanzpunkte auf dem Parkett setzte aus Kölner Sicht Thomas Michel mit einer Trefferquote von 67 Prozent aus dem Feld und am Ende 24 Punkten bei einer Effektivität von 28. Beides Saisonbestmarken. All das blieb aber letztlich ohne Bedeutung in einer Begegnung, in der die Dragons im Duell der feststehenden Absteiger ihr Publikum zumindest mit einem Sieg in die Sommerpause schicken konnten.

Viertelergebnisse:18:20, 21:27, 17:22, 19:20

Spielfilm:14:8 (5.), 18:20 (10.), 29:30 (15.), 39:47 (20.), 48:59 (25.), 56:69 (30.), 70:80 (35.), 75:89 (40.)

Teamstats:Köln 47% zu Rhöndorf 60% (2er), 33%/38% (3er), 65%/56% (Freiwürfe), 17:16 Assists, 33:40 Rebounds, 6:17 Steals, 21:20 Turnover.

RheinStars:Tim van der Velde (4 Punkte/7 Rebounds/6 Assists), Tucker Haymond (11/1 Dreier), Thomas Michel (24/4), Bene van Laack (3/9 Rebounds), Jan Zimmermann (7), Filip Kukic (6), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (12/2), Malte Herwig (2), Silvio Mendes Mateus (3/1), Vladimir Nemcok, Sebastian Pritz (3).

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Thomas Michel. Foto: Gero Müller-Laschet

Gemeinsam zum nächsten Derbysieg?

Für die Fans und für sich selbst wollen die RheinStars Köln zumindest noch den Derbysieg in Rhöndorf bei den Dragons holen. Samstag, 19.30 Uhr. Sportzentrum Menzenberg. Sportlich sind zwar alle Fakten und Platzierungen in der Playdowns-Gruppe vor dem letzten Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geklärt: Der BBC Coburg und die TG s.Oliver Würzburg bleiben in der ProB. Die beiden rheinischen Rivalen steigen ab. Köln wird sich nicht mehr vom Tabellenende lösen können. Aber wenn das Lokalderby ansteht, dann gehen in beiden Lagern die Antennen noch einmal richtig hoch. „Es geht für beide um die Ehre und natürlich um zumindest einen ordentlichen Abschluss der Saison“, sagt Manager Stephan Baeck.   

Fans gemeinsam auf dem Weg zum Derby
Noch ein allerletztes Mal wollen die RheinStars zusammen mit den Fans die Drachenhöhle am Menzenberg erobern. Auf Initiative des Fanclubs „Flying Flönz“wollen sich am Samstag allein 60 Fans gemeinsam per Regionalbahn RE8 auf den Weg nach Rhöndorf machen. Treffpunkt ist um 16 Uhr auf der Domplatte, Abfahrt 16.38 Uhr. In Rhöndorf ist der Eintritt frei auf Spendenbasis, die Fahrt kostet jeden die üblichen VRS-Gebühren. Wer sich noch weitere Informationen holen möchte, schreibt einfach die Flying an unter op_tour@flying-floenz.de.

Saisonkehraus an der Playa in Cologne am Sonntag
Am kommenden Sonntag laden die RheinStars ab 18 Uhr Partner, Helfer, Fans und Freunde zum Saisonkehraus mit Mannschaft und Coaches an die Playa in Cologne in Junkersdorf ein. Bei Sion Kölsch und Fassbrause wollen die RheinStars die Saison noch einmal in Gesprächen Revue passieren lassen – und vor allem abschließen. Möglichst mit einem Derbysieg im Gepäck. Die Playa war in den vergangenen Heimspielen Anlaufstation für die Besucher der Heimspiele. Hier kamen auch die jeweils 3 Liter Freibier für jeden erfolgreichen Kölner Dreier der Sion-Aktion „3 für 3“ nach Spielschluss zum Ausschank. Die RheinStars trafen insgesamt 98 Mal in eigener Halle.

Kadersituation in Köln und Rhöndorf
Die RheinStars werden wohl mit dem Kader vom Coburg-Spiel auch in Rhöndorf antreten. Eventuell kehrt Vladimir Nemcok nochmal zurück, zudem könnte Sebastian Pritz mit ins Aufgebot rücken. Die NBBL-Spieler werden mit Blick auf ihr entscheidendes Playdown-Spiel gegen die Uni Baskets Paderborn (13 Uhr/ASV-Sporthalle) am Sonntag geschont. Bei den Drachen fehlte beim Erfolg in Würzburg Spielmacher Kwen Waller.

Die bisherigen Saison-Duelle Köln vs. Rhöndorf
(2:1 Siege – 233:230 Korbpunkte)

10. November 2018: Köln vs. Rhöndorf 67:77. Teamstats: 2er: 48% Köln/49% Rhöndorf, 3er: 21%/33%, Freiwürfe: 73%/62%. Assists 13/18, Rebounds 34/46, Steals 7/7, Turnover 16/19. Topwerte: Haymond 22 Punkte, 6 Rebounds. Riauka 15 Punkte, 17 Rebounds.

2. Dezember 2018: Rhöndorf vs. Köln 85:89. Teamstats: 2er: 39% Köln/54% Rhöndorf, 3er: 46%/41%, Freiwürfe: 83%/74%. Assists 15/20, Rebounds 33/36, Steals 6/7, Turnover 17/20. Topwerte: Haymond 25 Punkte, van Laack 8 Rebounds. Riauka 24 Punkte, 8 Rebounds.

9. März 2019: Köln vs. Rhöndorf 77:68. Teamstats: 2er: 47% Köln/38% Rhöndorf, 3er: 30%/14%, Freiwürfe: 59%/61%. Assists 19/15, Rebounds 57/45, Steals 2/12, Turnover 16/5. Topwerte: Haymond 25 Punkte, 11 Rebounds, Nemcol 11 Assists. Waller 32 Punkte, Riauka 27 Punkte, 23 Rebounds.

Formbarometer
Köln startete euphorisch mit einem Sieg über Rhöndorf in die Playdowns, verlor dann allerdings die folgenden vier Spiele. Die Dragons unterlagen in Köln, besiegten dann Würzburg zweimal und Coburg einmal. Betrachtet man allein die Spiele in den Playdwons, ergibt sich folgendes Bild vor dem abschließenden Spieltag. 1. Coburg 4:1-Siege, 2. Rhöndorf 3:2, 3. Würzburg 2:3, 4. Köln 1:4

Das Spiel wird live auf sportdeutschand.tv übertragen.

Foto: Frank Fankhauser

 

Rheinstars verpassen Start und Sieg in Coburg

Die RheinStars Köln werden die Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als Tabellenschlusslicht abschließen.  Nach dem 85:95 (28:46) am frühen Sonntagabend beim BBC Coburg ist der letzten Platz in der Südgruppe Fakt.  Zum Abschluss der Playdowns geht es für die Kölner bei den Dragons in Rhöndorf am kommenden Samstag (19.30 Uhr) allein noch um die Ehre und die Chance, im Derby zumindest für einen Moment bei den Fans für Hochstimmung zu sorgen nach einer für beide Teams höchst unbefriedigenden Spielzeit.

„Ich erwarte, dass sich alle noch einmal reinhängen. Das sind wir uns, aber vor allem unseren Fans schuldig. Gerade mit Blick auch auf das nächste Jahr“, sagte Manager Stephan Baeck angesichts der mitgereisten Fans der “Flying Flönz” in der HUK Coburg Arena, die selbst die sportliche Lage nicht von der 450 km langen Auswärtstour abschreckte. Gewohnt lautstark unterstützten sie ihr Team, das sich allerdings in der ersten Halbzeit von seiner weniger guten Seite zeigte. „Wir hatten keine Intensität, nichts – das reicht dann auch einfach nicht für die Liga“, bemängele Baeck.

Bevor es richtig losgehen konnte vor den gut 750 Zuschauern, war die Partie eigentlich auch schon entschieden. Kein Zugriff in der Verteidigung, unterlegen bei den Rebounds, statisch im Aufbau, fahrig im Abschluss. Logische Folge: 18 Punkte Rückstand (28:46) bei Halbzeit. „Wir waren bis zur Pause sehr schlecht“, urteilte Cheftrainer Matt Dodson. „Danach wurde es besser, ohne gut zu werden.“

Immerhin, fast alle Statistiken nach der Pause gingen an die RheinStars. Mehr Rebounds, mehr Ballgewinne, die Wurfquoten. Zwar zogen die Coburger nach dem Seitenwechsel noch einmal auf 20 Zähler weg (37:57/24.). Doch im Anschluss fingen sich die Kölner und boten zumindest in der Restspielzeit ein Spiel auf Augenhöhe. Sie holten dabei langsam, aber stetig auf, gewannen das dritte Viertel mit 25:20 und lagen vor dem letzten Viertel nur noch 13 Punkte hinten.

In der 35. Minute verkürzten die RheinStars den Rückstand erstmals unter zehn Punkte (66:75). 66 Sekunden vor dem Ende waren es durch einen 6:0-Lauf nur noch deren sieben (79:86). Richtig spannend wurde es dann allerdings auch nicht mehr, dafür war die Mannschaft aus dem Rheinland zu spät in die Partie gestartet. Coburg spielte den Erfolg sicher nach Hause. Immerhin, Coach Matt Dodson fand bei aller berechtigter Kritik noch einen positiven Aspekt: Max Dohmen hatte sich mit 14 Punkten mehrfach unter dem Korb in Szene und auch durchsetzen können. „Doch, Max war gut heute.“

Viertelergebnisse: 9:15, 19:31, 25:20, 32:29

Spielfilm:2:6 (5.), 9:15 (10.), 21:31 (15.), 28:46 (20.), 42:60 (25.), 53:66 (30.), 66:77 (35.), 85:95 (40.)

Teamstats:Köln 55% zu Coburg 48% (2er), 44%/33% (3er), 89%/93% (Freiwürfe), 19:21 Assists, 30:40 Rebounds, 6:13 Steals, 19:11 Turnover.

RheinStars:Tim van der Velde (2 Punkte/7 Rebounds/7 Assists), Tucker Haymond (27/3 Dreier), Thomas Michel (12/4/5 Assists), Bene van Laack (14/2), Jan Zimmermann (2), Filip Kukic (10/2/5 Assists), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (14), Malte Herwig (4), Silvio Mendes Mateus.

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Max Dohmen in Aktion – Foto Gero Müller-Laschet

Mit den Fans im Rücken nach Coburg

Gelingt den RheinStars in den verbleibenden zwei Partien in der BARMER 2. Baskteball Bundesliga ProB zumindest noch der Sprung auf den vorletzten Platz in der Playdowns-Gruppe Süd? Am Sonntag treten die Kölner beim BBC Coburg an, gegen den es in den ersten drei Auseinandersetzungen keinen Erfolg zu feiern gab. Um 17 Uhr ist Tipoff in der HUK-COBURG arena, in der am vergangenen Wochenende 300 Zuschauer die Partie gegen die Dragons Rhöndorf (98:90) verfolgten. Je nach Ausgang des Spiels zwischen der TG s.Oliver Würzburg und den Rhöndorfern am Vorabend benötigen die RheinStars am fünften Spieltag einen Sieg in Coburg, um sich noch um einen Platz verbessern zu können. Das Spiel wird live auf sportdeutschland.tv übertragen.

Die Lage der Teams
Vor dem fünften Spieltag in der Playdowns-Gruppe Süd sind alle wichtigen Entscheidungen gefallen. Der BBC Coburg (12 Siege) und die TG s.Oliver Würzburg (10) halten die Klasse, die Dragons Rhöndorf (7) und die RheinStars (6) müssen kommende Saison eine Etage tiefer in der Regionalliga ran. In den beiden abschließenden Spieltagen geht es vor allem um die Ehre und einen vernünftigen Saisonabschluss.

Das Ungewöhnliche – die Fans
Trotz des feststehenden sportlichen Abstiegs wird die Mannschaft auch in Coburg wieder von zahlreichen Fans unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit dem RheinStars-Partner Deußen Logistik und der Flix-Fahrschule sowie dem Fanclub Flying Flönz wird ein Bus von Köln-Longerich aus die Fans nach Oberfranken und zurück bringen. Die Fahrt kostet 10 Euro (5 Euro für Klub-Mitglieder). Gezahlt wird bei Fahrtantritt, der Spieleintritt beträgt 8 Euro bzw. 4 Euro ermäßigt. Infos zur Anmeldung gibt es hier unter  op_tour@flying-floenz.de

Blick auf den Kölner Kader
Auf Anraten von Teamarzt Oliver Pütz wird Center Jonas Gottschalk in dieser Saison nicht mehr auflaufen und sich der Reha seines Körpers widmen. Dafür ist Malte Herwig wieder zurück im Kader. Offen ist noch die Rückkehr von Vladimir Nemcok. Fehlen werden auf jeden Fall am Sonntag die NBBL-Spieler Thomas Fankhauser, Christ Theodor und Julius Wesemann, die am gleichen Tag ihr zweites Playdowns-Spiel bei den Uni Baskets Paderborn absolvieren. Mit einem weiteren Sieg nach dem 81:74-Hinspielerfolg wären die Kölner gerettet.

Blick auf den Coburger Kader
Nach vielen Verletzungsproblemen sind in dem eigentlich kleinen Coburger Kader wieder alle Eckpfeiler an Bord: Von dem überragenden Spielmacher Chase Adams über die Kevin Franchesci, Dino Dizdarevic, Christopher Wolf und Steffen Walde.

Die bisherigen Saison-Duelle
3. November 2018: Coburg vs Köln 102:78. Teamstats: 2er: 55% Köln/51% Coburg, 3er: 29%/41%, Freiwürfe: 74%/81%. Assists 15/30, Rebounds 31/43, Steals 5/6, Turnover 15/9. Topwerte: Haymond 20 Punkte, 7 Rebounds. Franceschi 24 Punkte, Adams 14 Assists.
4. Januar 2019: Köln vs. Coburg 100:101 n.V. Teamstats: 2er: 53% Köln/59% Coburg, 3er: 39%/32%, Freiwürfe: 68%/81%. Assists 15/20, Rebounds 42/31, Steals 4/4, Turnover 14/9. Topwerte: Haymond 30 Punkte, Kolo 16 Rebounds, Nemcok 9 Assists. Dizdarevic 25 Punkte, Dizdarevic und Wolf je 8 Rebounds.
17. März 2019: Köln 2er: 58% zu Coburg 34%, 3er: 19%/40% Freiwürfe: 57%/69% (Freiwürfe), 19:15 Assists, 38:42 Rebounds, 11:9 Steals, 16:16 Turnover. Topwerte: Haymond 27 Punkte, van Laack 10 Rebounds. Wolf 22 Punkte, Adams 10 Assits, Max von der Wippel 12 Rebounds.

Das Formbarometer
Köln verlor nach dem Auftakterfolg in den Playdowns über Rhöndorf die nächsten drei Spiele gegen Coburg und – zweimal – gegen Würzburg. Coburg begann in der Runde dreimal auswärts, gewann dabei in Würzburg und bei den RheinStars sowie bei ihrem Heimauftakt gegen Rhöndorf.

Foto: Frank Fankhauser

 

 

 

 

 

 

RheinStars sportlich abgestiegen

Nun ist es passiert. Die RheinStars sind am Samstagabend sportlich aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Mit 66:71 (37:34) unterlagen die Kölner der TG s.Oliver Würzburg vor 700 Zuschauern in der ASV-Sporthalle und halten weiterhin die rote Laterne des Tabellenschlusslichts. „Das ist ein bitterer Abend für uns, keine Frage“, sagte Manager Stephan Baeck. „Wir werden jetzt einmal tief Durchschnaufen und uns sammeln. Denn wir wollen uns mit erhobenem Haupt aus der Saison verabschieden – und möglichst nicht als Tabellenletzter.“ Am kommenden Sonntag spielen die RheinStars beim BBC Coburg bevor die Saison in den Süd-Playdowns mit dem Derby bei den Dragons Rhöndorf endet. Sollten die Drachen in Coburg am Sonntag verlieren, stehen auch sie als Absteiger fest.

Symptomatisch für das Spiel der RheinStars in der Saison 2018/2019 war vielleicht die endgültige Entscheidung in der Auseinandersetzung gegen Würzburg. Vier Sekunden vor Schluss versuchte sich Kölns Topscorer Tucker Haymond (21 Pukte) beim Stand von 66:69 mit einem Alleingang, wollte ein Foul ziehen, bekam dies aber nicht. Sein Dreierversuch verfehlte den Korb. Anschließend kassierte der erzürnte US-Boy noch sein zweites technisches Foul und musste vom Feld. Nicht zum ersten Mal hatten die Kölner einen möglichen Sieg kurz vor Schluss aus der Hand gegeben.

Dabei waren die RheinStars um die gut aufgelegten Tim van der Velde und Filip Kukic lange dran an den Würzburgern. Und das, obwohl wiederum Aufbau Vladimir Nemcok fehlte. Diesmal war es eine Schleimbeutelentzündung im rechten Arm, vor 14 Tagen pausierte der quirlige Slowake wegen einer Knieverletzung. „Das Thema Verletzungen begleitet uns als roter Faden durch die Spielzeit. Ich bin nun schon sehr lange im Basketball unterwegs. Aber an eine solche Seuchensaison kann ich mich nicht erinnern“, sagte Manager Baeck.

„Ich will gar nicht auf einzelne Szenen eingehen heute. Das wir hätten gewinnen können, konnte jeder sehen. Auch, dass unsere jungen Leute das phasenweise prima gemacht haben“, sprach Baeck weiter, „ich möchte mich einfach nur bei den Fans bedanken für die tolle Unterstützung. Auch heute wieder. Und ich möchte mich herzlich bedanken bei Jan Zimmermann und Max Dohmen, unseren Jungs aus der Oberliga, die uns uneigennützig in den vergangenen Wochen sehr geholfen haben. Alles andere wird sich finden in den nächsten Wochen.“ Wer hinfällt, muss auch wieder aufstehen – und das hatten die RheinStars knapp eine Woche nach dem 55:90 bei den Mainfranken im Rahmen ihrer Möglichkeiten am weinor-Spieltag getan. Leider ohne Happyend.

Viertelergebnisse: 20:19, 17:15, 13:18, 16:19

Spielfilm: 9:12 (5.), 20:19 (10.), 28:28 (15.), 37:34 (20.), 42:44 (25.), 50:52 (30.), 56:59 (35.), 66:71 (40.)

Teamstats: Köln 35% zu Würzburg 51% (2er), 28%/24% (3er), 70%/80% (Freiwürfe), 14:21 Assists, 32:53 Rebounds, 10:2 Steals, 13:23 Turnover.

RheinStars: Tim van der Velde (2 Punkte/7 Assists), Tucker Haymond (21 Punkte/1 Dreier), Thomas Michel (8/2 Dreier), Bene van Laack (7/1), Jan Zimmermann (8/6 Rebounds), Filip Kukic (11/3 Dreier), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (2), Thomas Fankhauser (7/1), Jonas Gottschalk, Silvio Mendes Mateus. Ohne Spielzeit: Julias Wesemann

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Filip Kukic auf dem Weg zum Korb. Foto: Frank Fankhauser

Alle Kräfte sammeln und den Heimsieg für die Fans holen

Das letzte Heimspiel der Saison, die letzte Chance, vor heimischer Kulisse die Fans mit einem erfolgreichen Auftritt für die Unterstützung über die Saison zu belohnen. Am kommenden Samstag erwarten die RheinStars Köln am vierten Spieltag der Playdowns in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die TG s.Oliver Würzburg um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle — präsentiert von Hauptsponsor weinor. Es ist zudem die Gelegenheit, sich selbst als Mannschaft für die 55:90-Klatsche am vergangenen Sonntag gegen den gleichen Gegner zu revanchieren – und auch zu rehabilitieren. „Das ist ein Spiel, bei dem Mannschaft und Coaches noch einmal alles raushauen können. Wir sammeln alle verfügbaren Kräfte und versuchen, den nächsten Sieg zu holen. Mit Herz und Leidenschaft. Für uns selbst, aber auch genauso für die Fans“, sagt Manager Stephan Baeck. „Außerdem“, fügt Baeck an, „ist dann auch rechnerisch vielleicht wieder mehr möglich als es im Moment scheint.“

Die Ausgangslage
Wenn die RheinStars gewinnen, dann ist die Klärung der Abstiegsfrage auf jeden Fall vertagt. Köln würde wieder auf zwei Spiele an Würzburg heranrücken. Sollten zugleich die Dragons Rhöndorf beim BBC Coburg unterliegen, würde Köln wieder auf den vorletzten Platz emporklettern. Bei einer Niederlage der RheinStars ist der Klassenerhalt sportlich nicht mehr zu schaffen.

Blick auf den Kölner Kader
Der Fokus liegt in dieser Woche darauf, die Revanche gegen die Süddeutschen vorzubereiten. „Wir müssen unbedingt gewinnen. Vor allem für uns selbst und die Fans“, sagt Tim van der Velde. Malte Herwig könnte ins Team zurückkehren, hat aber einen hohen Trainingsrückstand nach seinen Rückenproblemen. Defintiv fehlen werden Yasin Kolo und Leon Baeck.

Blick auf den Würzburger Kader
Topscorer der Würzburger bleiben Justin Smith und Badu Buck. Gegen die RheinStars am Sonntag gehörten sie erneut zu den Matchwinnern. Allerdings schieden während des Spiels Tim Eisenberger und Badu Buck mit Verletzungen aus. Wie schwer diese sind und ob sie spielen können, wird sich am Samstag zeigen.

Die bisherigen Saison-Duelle
6. Oktober 2018: Würzburg vs Köln 93:87 n.V. Teamstats: 2er: 44% Köln/63% Würzburg, 3er: 41%/22%, Freiwürfe: 67%/71%. Assists 21/26, Rebounds 40/44, Steals 3/9, Turnover 14/12. Topwerte: Haymond 32 Punkte, Kolo 12 Rebounds, Kukic 5 Assists.Dexter Sienko 21 Punkte, Hadenfeldt 7 Assists, Stechmann 14 Rebounds.

8. Dezember 2018: Köln vs.Würzburg 70:60. Teamstats: 2er: 42% Köln/45% Würzburg, 3er: 36%/13%, Freiwürfe: 67%/60%. Assists 14/13, Rebounds 48/34, Steals 8/11, Turnover 21/15. Topwerte: Haymond 24 Punkte, Kolo 9 Rebounds, Kukic 4 Assists. Sienko 23 Punkte, Eisenberger 7 Rebounds, 4 Assists.

24. März 2019: Würzburg vs. Köln 90:55. Teamstats: Köln 42% zu Würzburg 45% (2er), 17%/48% (3er), 78%/61% (Freiwürfe), 9:19 Assists, 35:41 Rebounds, 6:7 Steals, 14:10 Turnover. Topwerte: Haymond 21 Punkte, van Laack 7 Rebounds. Lennart Stechmann 14 Punkte, Justin Smith 11 Rebounds.

Das Formbarometer
Die TG s.Oliver stoppte gegen die RheinStars einen Lauf von fünf Niederlagen, ist mental oben auf. Köln braucht den Sieg, muss aber vor allem zurück zur Intensität der Vorwochen finden, um einen Erfolg einfahren zu können.

Matchwinner im ersten Würzburg-Heimspiel im Dezember: Filip Kukic und Thomas Müller-Laschet klatschen ab. Foto: Frank Fankhauser

 

RheinStars mit dem Rücken zur Wand nach Würzburg

Die RheinStars stehen in den BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit dem Rücken zur Wand. Mit 55:90 (25:50) unterlagen die Kölner nach einem ganz bitteren Sonntagabend bei der TG s.Oliver Würzburg und haben in den abschließenden drei Playdowns-Spielen ihr sportliches Schicksal nicht mehr selbst in der Hand. „Wir müssen jetzt das Heimspiel gegen Würzburg am nächsten Samstag gewinnen, egal wie“, gibt Manager Stephan Baeck die Richtung für die kommende Woche vor. Doch Kölner Siege alleine reichen nicht mehr. Würzburg darf keines seiner Spiele mehr gewinnen. Und auch die Dragons Rhöndorf sind nach ihrem Erfolg über den BBC Coburg wieder mit Chancen im Abstiegskampf der Gruppe Süd.

Frustriert, konsterniert und fast schon erschrocken über den eigenen Auftritt standen Trainer und Spieler der RheinStars auf dem Feld im Sportzentrum Feggrube. „Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Ich hatte auch das Gefühl vorher, dass jeder wollte. In dem kleinen Endspiel, das wir unbedingt hätten gewinnen müssen, ist dann aber nichts für uns gelaufen“, sagt Tim van der Velde. „Es ist schwer zu erklären. Aber wir waren überhaupt nicht da. Auf jeden Fall müssen wir uns an die eigene Nase fassen.“ Am kommenden Samstag (18 Uhr) treffen die RheinStars in der Playdowns-Runde in der ASV-Sporthalle gleich wieder auf die Würzburger. „Wir haben einiges gutzumachen. Ich hoffe, dass die Zuschauer nochmal kommen und wir im letzten Heimspiel der Saison einen guten Abschluss hinbekommen.“

Vor der Partie standen die Sterne für die RheinStars keinesfalls schlecht. So kehrte Vladimir Nemcok auf die Aufbauposition zurück nach seiner Pause gegen Coburg – und erstmals nach Monaten konnte Silvio Mendes Mateus nach seiner schweren Schulterverletzung wieder mitmischen. Und der Start vor den gut 300 Zuschauern im Trainingszentrum des Erstligisten verlief auch ordentlich. 10:10 stand es Mitte des ersten Viertels.  Auch bis in die 9. Minute (17:21) sah es nicht nach einem Kölner Einbruch aus.

Doch in der Folgezeit schossen sich die Hausherren auf die Verteidigungsformationen der RheinStars ein. In der spielvorentscheidenden Phase segelten allein fünf freie Dreier im zweiten Viertel in den Kölner Korb. Köln probierte alles: Zone, Mann gegen Mann, Wechseln. Nichts funktionierte, weil keine Intensität ins Kölner Spiel Einzug halten wollte. Die keinesfalls überragenden Würzburger hingegen warfen sich mit Haut und Haaren in die Partie und spielten sich in einen Rausch. Bei den RheinStars lief nichts, selbst freie Korbleger gingen daneben. Neun Minuten lang gelang ihnen nicht ein Punkt, während die Würzburger 27 Zähler in Reihe markierten. Mit 25:50 ging es in die Pause.

Und anders als im vergangenen Heimspiel gegen den BBC Coburg konnten die Kölner ihr zweites Viertel nicht mehr reparieren. Im Gegenteil, die Franken bauten ihren Vorsprung nach Belieben aus. Der Rückstand wuchs auf 30 Zähler und mehr, erreichte bei 37 Punkten Abstand seinen Höchststand. Ein Abend zum Vergessen. Allein die im Fanbus mitgereisten FlyingFlönz sorgten bis zum Ende unermüdlich für Unterstützung und werden sicher auch am Samstag zum „Rückspiel“ wieder da sein. Zur Revanche. Präsentiert von Hauptsponsor weinor.

Viertelergebnisse: 19:27, 6:23, 11:20, 19:20

Spielfilm: 10:10 (5.), 19:27 (10.), 19:37 (15.), 25:50 (20.), 30:64 (25.), 36:70 (30.), 49:81 (35.), 55:90 (40.)

Teamstats: Köln 42% zu Würzburg 45% (2er), 17%/48% (3er), 78%/61% (Freiwürfe), 9:19 Assists, 35:41 Rebounds, 6:7 Steals, 14:10 Turnover.

RheinStars: Tim van der Velde, Tucker Haymond (21 Punkte), Thomas Michel (5/1 Dreier), Bene van Laack (5/1), Jan Zimmermann (7), Vladimir Nemcok (8/1), Filip Kukic (2), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (4), Thomas Fankhauser (3), Jonas Gottschalk, Silvio Mendes Mateus

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Kein Durchkommen für Vladimir Nemcok. Foto: Frank Fankhauser