RheinStars gastieren im Frankenland

In der Zeit zwischen den Jahren arbeiten sich die RheinStars weiter von Spiel zu Spiel. Am kommenden Samstag steht der 16. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf dem Spielplan – und der bringt die Kölner zu den Nürnberg Falcons. 18.30 Uhr ist Tipoff in der KIA Metropol Arena. Entsprechend haben sich die Coaches zum Jahreswechsel „vor allem mit Video beschäftigt, in dem Fall mit Nürnberg“, sagt Headcoach Zoran Kukic.

Silvester und Neujahr sind so aufgrund der Spieltaktung in der ProA ebenso wie der erste und zweite Weihnachtstag normale Trainingstage geworden. Bereits am Freitag reisen die RheinStars in die mit über 520.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Bayerns – und werden dort auf ein herausforderndes Team treffen. „Nürnberg kratzt gerade nicht ohne Grund an den Playoff-Plätzen, sie spielen gut zusammen, bewegen sich gut und wissen genau, was sie wollen“, sagt Assistant Coach Oliver Elling. Bei einer Bilanz von bisher 1:6-Siegen in der Fremde gehen die Kölner wohl eher als leichter Außenseiter ins Spiel. Auch wenn die Form seit Wochen ansteigt, das haben auch die Falcons registriert: „Köln kann an einem guten Tag jedes Team vor Probleme stellen. Nach einem schwierigen Start sind sie mittlerweile in der ProA angekommen, haben wichtige Spiele gewonnen und dabei vor allem gegen besser platzierte Mannschaften geglänzt, wie gegen Crailsheim oder Giessen“, wird deren Coach Ralph Junge auf der Website zitiert.

Nürnberg Falcons – Wiedersehen in neuer Halle

Nach acht Jahren treffen die RheinStars wieder auf die Nürnberger, erstmals in der KIA Metropol Arena. Die Arena wurde nach nur 14 Monaten Bauzeit im Herbst 2021 eingeweiht und bietet bis zu 4.000 Zuschauern einen Platz. Ausgelöst hatten den Hallenneubau der verpasste Bundesliga-Aufstieg nach der Saison 2018/2019, bei dem die Falcons als Finalist sportlich aufgestiegen waren, aber u.a. an der Hallenfrage scheiterten. Seitdem kämpfen die Nürnberger als stabiler Faktor der zweithöchsten Spielklasse meist im unteren Mittelfeld der Liga.

Trainiert werden die Franken aktuell zum dritten Male von Ralph Junge, der seit 2014 u.a. auch als Geschäftsführer und Sportdirektor fungiert. Aktuelle Topscorer seines Teams sind Center Brandton Chatfield (14.4 Punkte pro Spiel im Durchschnitt), Shooting Guard Vincent Friederici (13.9), Pointguard Evan Taylor (13.4) und die Forwards Trevor Baskin (12.1) und Julius Wolf (8.6). Im Ligatableau liegen die Nürnberger als Neunter mit 8:7-Siegen punktgleich mit den Plätzen 7 und 8 im sicheren Mittelfeld der Liga. Zuletzt unterlagen die Falcons in eigener Halle den Gießen 46ers, davor aber gab es Erfolge bei den Bayer Giants Leverkusen und der BG Göttingen.

Die Lage der Liga – Phoenix baut Vorsprung aus              

Da die personell arg gebeutelte BG Göttingen am Silvestervorabend bei den Paderborn Baskets unterlagen, liegt Phoenix Hagen nach 15 Spieltagen zwei Siege (13:2) vor dem Rest des Feldes. Hinter Göttingen (11:4) befinden sich drei Teams mit 10:5-Erfolgen: die HAKRO Merlins Crailsheim, die Eisbären Bremerhaven und die Artland Dragons. Den besten Lauf mit aktuell sechs Siegen in Serie weisen allerdings die Kirchheim Knights (9:6) auf.  Am unteren Ende der ProA rangieren derzeit die Bayer Giants Leverkusen und die Uni Baskets Münster (4:11), einen Sieg mehr weisen der BBC Bayreuth, die SBB Baskets Wolmirstedt, Paderborn und Köln auf.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars feiern wichtigen Sieg im Derby

Mit einem verdienten Sieg endete für die RheinStars am Samstagabend die Düsseldorfer Diaspora. In einem spannenden Rheinischen Derby setzten sich die Kölner am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp gegen die Bayer Giants Leverkusen 98:95 (45:45) durch. Vor 1.556 Zuschauern war es der dritte Heimsieg im vierten Castello-Auftritt. „Es war für uns ein sehr wichtiger, aber auch verdienter Sieg“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport, „vielleicht hätten wir das Spiel schon in der ersten Hälfte ein bisschen besser kontrollieren können – und bestimmt hätten wir das zum Ende des Spiels besser machen müssen, aber so ist das eben in einem Derby. Wir sind alle sehr froh über diesen wichtigen Sieg!“ Im neuen Jahr geht es am kommenden Samstag, 3. Januar bei den Nürnberg Falcons weiter, bevor die RheinStars am Sonntag, 11. Januar zur Partie gegen den BBC Bayreuth in die Motorworld am Butzweiler Hof zurückkehren.

Wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten 

Wichtig war der Erfolg zum einen, weil die Kölner nach ihrem 0:5-Start in die Saison bei jetzt 5:10-Siegen erstmals einen Erfolg mehr plus den jeweils besseren direkten Vergleich auf die beiden Klubs auf den sportlichen Abstiegsrängen haben, eben auf jene geschlagenen Leverkusener und die Uni Baskets Münster. Aber der Sieg war auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die RheinStars inzwischen ein stabiles Konstrukt erarbeitet haben, dass mit Drucksituationen zunehmend gut umgehen kann. Während sie bei den Erfolgen über die HAKRO Merlins Crailsheim und die Gießen 46ers als Underdog in die Partie gingen, war das Derby auch eines jener Spiele, dass man als Team gewinnen sollte, um am Ende den Klassenerhalt zu schaffen.

Cedric Russell Topscorer mit 30 Punkten

Headcoach Zoran Kukic schmunzelte beim Blick auf den Spielverlauf, der wenig schmeichelhaft begann. 0:9 stand es, als Kukic die erste Auszeit nach etwas mehr als drei Minuten Spielzeit nahm. „Alle wollten vielleicht ein bisschen zu viel im Derby, wir mussten das erstmal beruhigen“, sagt Kukic. Köln bekam hernach zusehends Spiel und Gegner in den Griff, wobei sich die Trainer vor allem auf den späteren Topscorer Cedric Russell (30 Punkte, Effektivität 35), Jasper Günther und Mike Miller verlassen konnten. Zusammen auch mit Haris Hujic managten sie das Spiel, glichen alsbald aus und hielten den Druck auf die Leverkusener aufrecht. Dazu kam Björn Rohwer, der am Ende sein Center-Duell gegen Dennis Heinzmann wohl nicht nur nach selbst erzielten Punkten (19:15) für sich entschied.

Heimteam mit weiterer Anreise als die Gäste

So entpuppten sich die RheinStars ab Mitte des ersten Viertels als die besseren Teamspieler, wobei die Bayer Giants keineswegs enttäuschten. Und sobald die Kölner Mal nicht aufmerksam verteidigten, legten die Leverkusener nach. Kopf an Kopf ging es bis zur 33. Minute, als den RheinStars ein 8:0-Lauf zum 87:77 (35.) gelang. Die Vorentscheidung, auch wenn die Giants noch mal alles versuchten. „Wir haben inzwischen einige solcher Situationen gehabt und überstanden“, sagte Kukic. So auch diesmal, auch wenn die RheinStars mit zwei klassischen Ballverlusten in der Schlussminute die Spannung noch einmal hochtrieben. Im Tennis wären die wohl als „unforced Errors“ in die Statistik eingewandert. Der gut verteidigte Schlusswurf jedenfalls misslang Bayer, dass sich damit in seine neunte Niederlage in Serie fügen musste – und Köln feierte einen Heimsieg, obwohl sie als Gastgeber bei diesem ungewöhnlichen Derby eine längere Anreise zum Spielort hatten als ihre Gäste.

Viertel:  21:16, 24:29, 26:26, 27:24

Spielfilm: 3:14 (5.), 11:13 (10.), 28:27 (15.), 45:45 (20.), 58:57 (25.), 71:71 (30.), 87:77 (35.), 98:95 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 37 von 65/57%, Bayer Giants (33/61, 54%), FW Köln 72% (13/18) zu 80% (20/25), 19:13 Assists, 33 (9 offensiv): 24 (4) Rebounds, 19:17 Fouls, 1:9 Steals, 1:2 Blocks, 13:8 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (30 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 6 Rebounds.), Zac Watson (7/1, 5 Reb.), Rupert Hennen, Jasper Günther (10, 6 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (6/2, 3 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/1, 6 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (19/2, 4 Reb), Justin Onyejiaka (2, 2 Ass, 2 Reb), Mike Miller (11, 4 Ass, 6 Reb)

Cedric Russell war kaum aufzuhalten Foto:  Gero Müller-Laschet

Ein ganz besonderes Rheinisches Derby

RheinStars Köln gegen Bayer Leverkusen in Düsseldorf. Mehr Rheinisches Derby geht eigentlich nicht. Voller Rivalitäten und aufgrund der zahlreichen Treffen in allen Altersklassen ebenso voller gemeinsamer Erlebnisse. Am morgigen Samstag ist es endlich wieder in der zweithöchsten Spielklasse ProA so weit. Wieder einmal als Weihnachtsspiel von der BARMER 2. Basketball Bundesliga angesetzt, treffen die beiden Zweitliga-Aufsteiger ab 18 Uhr im stimmungsvollen Castello aufeinander. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Auch wenn wir lieber in unserer Heimhalle gespielt hätten, hat das Derby zum Abschied aus dem Castello auch seinen Charme“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Denn danach kehren die RheinStars zum Sonntag, 11. Januar mit dem Spiel gegen den BBC Bayreuth zurück in die Motorworld nach Köln an den Butzweilerhof.

Freundschaftliche Rivalität  mit vielen Verbindungen

Obwohl sich die Basketball-Klubs aus Köln, Leverkusen und Düsseldorf sowie ihre Städte in freundschaftlicher Rivalität begegnen, steht das Derby im Castello auch für viele gemeinsame Verbindungen. So werden wieder Kinder den ART Giants Düsseldorf den Einlauf der RheinStars begleiten. An den vergangenen Spieltagen waren auch Kinder der TG Neuss und von ISD Düsseldorf beteiligt. Und tatsächlich kooperieren die RheinStars zusammen mit den Bayer Giants und den ART Giants intensiv im Minibereich zur gemeinsamen Förderung der besten Talente in den sogenannten DKL-Teams.

Sportlich ein Treffen auf Augenhöhe

Sportlich treffen sich die beiden Profiteams in der ProA auf Augenhöhe. Mit jeweils vier Siegen liegen die beiden Klassenrückkehrer gleichauf mit weiteren vier Teams am unteren Ende des aktuelle Klassements, wobei die Gäste um deren Headcoach Michael Koch eine Serie von acht Spielen ohne Sieg zu verkraften hat. Die RheinStars starteten dagegen mit fünf Niederlagen, konnten sich aber danach fangen und stabilisieren sich von Woche zu Woche.

Erfolgreiche Derbys vor zehn Jahren – und einer ist immer noch dabei

In der ProA konnten die Kölner die jüngsten Vergleiche gewinnen, auch wenn diese einige Zeit zurückliegen. Im Abstiegsjahr des deutschen Rekordmeisters siegten die RheinStars in der Saison 2015/2016 zweimal 78:69 und 88:76. Ein Spieler aus den nun zehn Jahre entfernt liegenden Spielen ist tatsächlich noch dabei: der unverwüstliche und mittlerweile 34 Jahre alte Dennis Heinzmann. Der Bayer-Center schnürte nach dem Leverkusener Abstieg 2016 zwei Saisons seine Basketballschuhe für die RheinStars; erfreut sich seitdem auch bei den Kölnern ob seiner humorigen Art großer Beliebtheit – 2018 kehrte er zu den Giants zurück.

Die Top-Werfer der Bayer Giants sind aktuell Pointguard John Williams Jr mit 15.5 Punkte im Schnitt pro Spiel, Pointguard Kobe Langley (13.5), Dennis Heinzmann (13.4 und 8.2 Rebounds) sowie die Forwards Ricardo Lynch (10.9) und Donte Nicholas (9.9).

Lage der Liga – die Phoenixe fliegen weiter ganz oben 

An der Tabellenspitze liegt weiter Phoenix Hagen mit 12:2-Erfolgen, dass sich am 23. Dezember auch im Spitzenspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim 82:73 durchsetzte. Dahinter behauptet sich die BG Göttingen (11:3), die deutlich mit 83:61 bei den Gießen 46ers gewann. Auf Rang drei haben sich die Artland Dragons geschoben (10:4) vor Crailsheim und die Eisbären Bremerhaven (9:5). Am unteren Tabellenende liegen mit 4:10-Siegen gleichauf, aber durch die direkten Vergleiche unterschieden: BBC Bayreuth (13.), SBB Baskets Wolmirstedt (14.), Paderborn Baskets (15.), Köln (16.), Leverkusen (17.) und die Uni Baskets Münster (18.).

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Szene aus dem bislang letzten ProA-Derby am 1. Januar 2016 – David Downs vs. Dennis Heizmann. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars halten Partie lange offen

Kurz vor Beginn des Weihnachtsfests verpassten die RheinStars nur knapp einen weiteren überraschenden Erfolg nach dem Coup über Ligafavorit HAKRO Merlins Crailsheim. Dienstagabend unterlagen die Kölner am 14. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den PS Karlsruhe Lions. 74:89 (42:41) hieß es am Ende der lange Zeit engen Partie vor über 2.500 Zuschauern in der Europahalle. Am Samstag geht es direkt weiter für Mannschaft und Fans der RheinStars, wenn im Düsseldorfer Castello ab 18 Uhr das Rheinische Derby gegen die Bayer Giants Leverkusen ansteht.

In Karlsruhe hatten die RheinStars Haris Hujic wieder an Bord, mussten aber erneut Hall B. Elisias und Laurent Zoccoletti verzichten sowie auf Justin Onyejiaka. Trotz der personellen Herausforderungen hielten die Kölner die Partie gegen die heimstarken Lions lange offen. Sie führten sogar vor der Pause überraschend mit bis zu sechs Punkten (36:30) und beim Seitenwechsel immer noch mit 42:41. Erneut unterstrichen die Kölner, dass sie sich trotz der immer wieder auftretenden personellen Rückschläge als Team weiter in die richtige Richtung entwickeln.

„Wir haben phasenweise unseren Spielplan sehr gut umgesetzt“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Es schien sogar, dass die Kölner eine echte Chance auf den Auswärtssieg hatten. Aber durch das Fehlen von drei Spielern auf den größeren Positionen wurde es dann doch eng im Verlauf des Spiels. Assistant Coach Oli Elling bemerkte: „So haben wir nach hinten heraus nicht genug Kraft gehabt mit unserer kurzen Rotation, um uns das Spiel am Ende zu holen.“

In der 36. Spielminute trennten die Kontrahenten beim Stand von 70:72 aus Kölner Sicht nur Nuancen voneinander, doch entwischten ihnen die Hausherren von da an Schritt für Schritt. Die Karlsruher trafen, während die RheinStars schnell nachlegen bzw. auch foulen mussten, um die Lions zu stoppen und um selbst nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Doch die PSK Lions verwandelten ihre Freiwürfe sicher, während den RheinStars die Zeit weglief – und am Ende die Siegchance.

Viertel:  18:25, 24:16, 15:19, 17:29

Spielfilm: 8:12 (5.), 18:25 (10.), 36:30 (15.), 42:41 (20.), 50:54 (25.), 57:60 (30.), 66:72 (35.), 74:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 26 von 68/38%, Karlsruhe (29/59, 49%), FW Köln 83% (15/18) zu 69% (22/32), 9:20 Assists, 34 (11 offensiv): 38 (9) Rebounds, 27:21 Fouls, 6:9 Steals, 1:3 Blocks, 15:11 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (11 Punkte/3 Dreier), Zac Watson (11/1, 4 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (13, 1 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (6), Timmy Davis, Adam Paige (14/2, 6 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (10, 2 Ass, 7 Reb), Mike Miller (9, 4 Ass, 6 Reb.)

Foto:  Shania El Wakil

“Es zählt nur das nächste Spiel”

Der Terminplan der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA garantiert auch in der Weihnachtszeit beste Unterhaltung. So spielen die RheinStars am Dienstag (19.30 Uhr)  in Karlsruhe bei den PSK Lions und am Samstag in Düsseldorf gegen die Bayer Giants Leverkusen. Es sind die Spieltage 14 und 15 der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Nach dem überraschenden Erfolg über die HAKRO Merlins Crailsheim haben die RheinStars nun gleich die nächste Chance, den Abstand zum unteren Mittelfeld des Klassements weiter zu verkürzen.

„Bei so einer engen Taktung ist es wichtig, mit dem gerade gespielten Spiel möglichst schnell abzuschließen. Es zählt dann nur noch das nächste Spiel“, beschreibt Headcoach Zoran Kukic die Herausforderung für Spieler und Trainer. Zumal sich die Teams in ihren spielerischen Ausrichtungen deutlich unterscheiden. Die HAKRO Merlins Crailsheim spielen anders als Karlsruhe und die wieder anders als Leverkusen.

So hatten sich die Trainer nur kurz gefreut über den 83:81-Coup gegen Crailsheim am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag bereits die Vorbereitung auf den nächsten Gegner begonnen. Gegneranalyse, Videos vorbereiten. Nach leichten Trainingseinheiten ging es am Montag bereits in den Süden, um morgen bei den heimstarken Lions im offiziellen X-Mas-Game in der Europahalle bestehen zu können.

Die Karlsruher konnten vier ihrer fünf Saisonsiege in eigener Halle einfahren. Darunter so überzeugende Erfolge wie das 85:75 über Crailsheim oder das 92:82 über die Tigers Tübingen.  Beste Werfer im Kader von Demond Greene sind aktuell Power Forward David Ejah (14.4 Punkte pro Spiel), der nachverpflichtete Pointguard Isaiah Hart (14.2) sowie Center Maurice Pluskota (12.9) und Small Forward Kilian Binapfl (12.8).

Lage der Liga

Durch die überraschenden Niederlagen von Crailsheim bei den RheinStars sowie von der BG Göttingen, die den Nürnberg Falcons in eigener Halle 78:91 unterlagen, steht Phoenix Hagen mit 11:2-Siegen wieder mit einem kleinen Vorsprung auf Göttingen (10:3) an der Spitzen. Crailsheim (9:4) ist nun punktgleich mit den Eisbären Bremerhaven und den Artland Dragons, empfängt am Weihnachtsvorabend Spitzenreiter Phoenix Hagen.  In der unteren Tabellenhälfte haben die Unibaskets Münster den letzten Platz an die Paderborn Baskets (3:10) weitergeben können. Am Sonntag gewannen sie zum Auftakt des 14. Spieltags gegen die SBB Baskets Wolmirstedt mit 77:67. Münster, Köln, Wolmirstedt und der BBC Bayreuth weisen davor 4:9-Siege auf.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars schlagen Topfavorit Crailsheim

Einen Überraschungs-Coup landeten die RheinStars am Vorabend des vierten Advents in Düsseldorf. Im dritten Castello-Heimspiel schlugen die Kölner am Samstag die hochfavorisierten HAKRO Merlins aus Crailsheim mit 83:81 (34:40) und kletterten in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf den 15. Rang. „Das war unsere beste Saisonleistung bisher“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport nach dem beherzten Auftritt am 13. Spieltag und dem ersten Sieg über einen der Liga-Topfavoriten.

„Besonders gefreut hat mich, dass wir es geschafft haben, uns auf die große Physis und Aggressivität der Crailsheimer in der Verteidigung einzustellen und dagegen zu halten. Das macht mir Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison“, sagte Baeck weiter. Bereits am Dienstag geht es für die RheinStars bei den PS Karlsruhe Lions weiter, bevor dann am kommenden Samstag das Rheinische Derby gegen die Bayer Giants Leverkusen ansteht.  Ebenfalls im Castello, versehen mit einer dringenden Besuchsempfehlung.

Die schönsten Abende entwickeln sich oft gerade dann, wenn man eigentlich nicht viel von ihnen erwartet. So ähnlich fühlte es sich für die Kölner gestern an. Vor 610 Zuschauern starteten sie ohne Hall B. Elisias, Laurent Zoccoletti und Haris Hujic gegen einen Kontrahenten, dessen Team Headcoach Zoran Kukic im Vorfeld als einen, wenn nicht sogar den besten Kader der Liga eingeordnet hatte. Nicht aus Kalkül, sondern aus Respekt.

Und tatsächlich, in den ersten Minuten bestätigten die Gäste ihren Ruf. Athletischer, körperlicher, schneller diktierten sie das Geschehen, das sich in einem superschnellen Tempo zwischen den Körben abspielte. Köln rannte zwar mutig mit, hatte aber nicht die Sicherheit im Abschluss. 3:14 stand es nach etwas mehr als vier Spielminuten und die RheinStars waren mit dem 14:23 im ersten Viertel gut bedient.

Dann aber gelang ihnen etwas zum Start in den zweiten Durchgang, was sich noch zweimal wiederholen sollte: Die jeweils ersten Punkte im Viertel, die Köln sofort zurück ins Spiel brachten. Zuerst auf 18:23 (11.), dann von 34:40 zur Halbzeit auf 39:40 (21.) und von 55:61 auf 60:61 (31.) im Schlussabschnitt. Letzteres durch einen Fastbreak-Dreier von Adam Paige, der sich Sekundenlang durch den Ring drehte, mal rein, mal rauszufallen schien, bevor er sich für Köln entschied. „In solchen Spielen brauchst du genau solche Punkte und ein bisschen Spielglück, um gewinnen zu können“, sagt Zoran Kukic.

Mit der wachsenden Überzeugung bei den Kölnern, dem Favoriten die Punkte stehlen zu können, wuchsen bei den Gästen die Zweifel am eigenen Tun.  Deren Headcoach David McCray kritisierte später Haltung und Willen seiner Spieler, während die RheinStars sich unterstützt vom hellwachen und lautstarken Anhang um jeden Ball kämpften, warfen und trafen. Angeführt von Mike Miller (16 Punkte), Jasper Günther (10, 5 Assists) und Cedric Russell (17), unterstützt von dem kaum zu stoppenden Justin Onyejiaka (12, 8 Rebounds), von Adam Paige (9) oder Zac Watson (7, 6 Rebounds).

„Eigentlich haben heute alle, die gespielt haben, von Mike bis Marko, etwas zum Spiel beitragen können“, lobte Kukic. Durch einen kurzen Lauf gingen die RheinStars sogar mit acht Punkten Vorsprung (77:69) in die abschließenden drei Minuten. Doch die HAKRO Merlins wollten sich dann so nicht abkochen lassen und drängten dank ihrer Qualität nochmals vehement auf eine Wende. Die Kölner wehrten sich mit allem, was ihre Kräfte hergaben, gerieten zudem in Foulprobleme. Bis in die Schlusssekunde währte der Kampf um den Sieg: Beim Stand von 83:81 für die RheinStars knallte der letzte Dreierwurf der Gäste durch deren Topscorer Brooke Gardner (20 Punkte) auf den Ring und nicht in den Korb – und der Abend der Kölner kulminierte in frenetischem Jubel.

Viertel:  14:23, 20:17, 21:21, 28:20

Spielfilm: 3:14 (5.), 14:23 (10.), 24:33 (15.), 34:40 (20.), 43:48 (25.), 55:58 (30.), 71:67 (35.), 83:81 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 67/45%, Crailsheim (25/60, 42%), FW Köln 60% (15/25) zu 66% (23/35), 13:15 Assists, 34 (7 offensiv): 32 (7) Rebounds, 30:24 Fouls, 6:4 Steals, 2:3 Blocks, 9:1 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/44zQquY

RheinStars: Cedric Russell (17 Punkte/4 Dreier, 4 Rebounds.), Zac Watson (7/1, 5 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (10, 5 Ass.), Fynn Rieck, Maxi Begue (5/1, 3 Reb), Timmy Davis, Adam Paige (9/1, 3 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (7/1, 4 Reb), Justin Onyejiaka (12, 8 Reb), Mike Miller (16/1, 4 Reb.)

Foto:  Gero Müller-Laschet

RheinStars erwarten top besetzte Merlins

Einen der bestbesetzten Kader der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die RheinStars am kommenden Wochenende. In Düsseldorf erwarten die Kölner den ehemaligen Bundesligisten und Drittplatzierten HAKRO Merlins Crailsheim. Schon bei früheren Duellen in dieser Spielklasse waren die Aufeinandertreffen der beiden Teams meist Garanten für spektakuläre Auseinandersetzungen.

Tippoff ist am Samstag um 18 Uhr, wieder im schmucken Castello, das im Frühjahr u.a. die Deutschen Tennisherren zum Daviscup erwartet. Mit einen vollen Terminkalender geht es in die Weihnachtzeit. Am Vorweihnachtsabend, den 23. Dezember reisen die Kölner nach Karlsruhe zu den PS Karlsruhe Lions, um dann wieder im Castello das mit Spannung erwartete Highlight dieses Jahres zu bestreiten. Am 27. Dezember um 18 Uhr messen sich die RheinStars mit dem rheinischen Rivalen Bayer Giants. Köln gegen Leverkusen in Düsseldorf, mehr Derby geht nicht!

Allein von den Voraussetzungen gehen die RheinStars wie schon gegen die Spitzenklubs aus Hagen, Göttingen oder Bremerhaven als Außenseiter in die Partie. Dort aber konnten die Mannen von Headcoach Zoran Kukic zwar noch keine Punkte auf der Habenseite einfahren. Allerdings verkleinerten sich die Abstände zu den Kontrahenten von Partie zu Partie bzw. legten die RheinStars stetig etwas zu. „Die HAKRO Merlins haben für mich einen der besten Kader der ProA, wir werden alles reinwerfen müssen, um überhaupt bestehen zu können“, sagt Kukic, der zuletzt wieder ohne zwei seiner Center – Hall B. Elisias und Laurent Zoccoletti – spielen musste. „Die Jungs haben trotzdem gut trainiert und wir werden gut vorbereitet ins Spiel gehen.“

Die HAKRO Merlins Crailsheim und Tuomas Iisalo

Auch wenn es nicht zum Sieg reichte, beim 76:81 nach Verlängerung, erinnert sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport gerne an den 27. Oktober 2017 in der LANXESS Arena. „Das war eine packende Partie.“ Der spätere Nationalspieler Max DiLeo hatte die RheinStars mit einem wilden Dreier vier Sekunden vor Ende der Partie in die Overtime geworfen, doch die Mannschaft der Gäste um ihren noch jungen Coach Tuomas Iisalo bestand die Feuertaufe in Köln. Isalo schrieb dann erst mit dem zweiten Aufstieg der Baden-Württemberger in die Bundesliga Geschichte, um dann Bonn, Paris und heute in der NBA als Cheftrainer die Memphis Grizzlies ans oberste Limit zu führen. „Tuomas hat mit seiner Spiel-Philosophie seinen eigenen Weg gefunden und dabei Spuren hinterlassen. Eine beeindruckende Laufbahn, die ja auch noch nicht zu Ende ist“, sagt Baeck über den Finnen.

Crailsheim heute – die Erben Iisalos

2024 stiegen die Merlins allerdings wieder ab und versuchen seitdem, wieder an die Glanzzeiten anzuknüpfen. Headcoach David McCray verfügt in seinem zweiten Dienstjahr über ein sehr starken Kader, bei dem sechs Mann regelmäßig zehn Punkte und mehr auflegen. Topscorer ist aktuell Anthony Malik Gaines mit durchschnittlich 14.8 Zählern vor Brock Boone Gardner (14.3) und Marvin Ogunsipe (12.4). Zudem bereichern klangvolle Name aus der Basketballszene den Roster. So findet sich dort unter anderem der 35 Jahre alten Maurice Stuckey, den viele aus 429 Bundesligaspielen für Bamberg, Oldenburg, Würzburg oder eben Crailsheim kennen. Aktuell fehlt der Kapitän seinem Team allerdings wegen eines länger zurückliegenden Zeckenbisses. Ebenfalls im Kader: Nic Welp, ein Sohn des vor zehn Jahren verstorbenen ehemaligen Nationalspielers Chris Welp, der gemeinsam mit Stephan Baeck 1993 Europameister wurde.

Die Lage der Liga

Die BG Göttingen konnte am vergangenen Wochenende Phoenix Hagen nach Siegen (10:2) einholen, die überraschend in Kirchheim verloren. Dahinter lauern schon die HAKRO Merlins Crailsheim (9:3), während die Artland Dragons die Eisbären Bremerhaven (beide 8:4) einholen konnten. Am unteren Ende der Tabelle liegen die Kölner bei 3:9-Erfolgen gleichauf mit SBB Wolmirstedt, den Paderborn Baskets und dem UBC Münster. Davor haben der BBC Bayreuth und Bayer Giants Leverkusen einen Saisonsieg mehr.

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Cedric Russell nimmt Maß. Foto: Gero Müller-Laschet

 

Ordentlicher Auftritt beim Topfavoriten

Anständig aus der Affäre zogen sich am Samstag die RheinStars bei der BG Göttingen, einem der heißen Aufstiegsfavoriten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. 83:95 stand es am Ende von 40 kurzweiligen Minuten am zwölften Spieltag der zweithöchsten deutschen Spielklasse.  „Wir haben das insgesamt gar nicht schlecht gemacht“, lobte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport der Kölner nach dem Spiel am Samstagabend vor 2.350 Zuschauern in der Sparkassen Arena beim Erstliga-Absteiger. Am kommenden Samstag geht es gegen die Hakro Merlins Crailsheim im Düsseldorfer Castello weiter.

Baeck führt aus: „Allerdings müssen wir auch feststellen, dass unsere Verteidigung zu lange nicht auf dem Niveau war, das es braucht, um gegen ein Topteam der Liga zu bestehen. Besonders unter dem Korb und in der Pick’n Roll Verteidigung haben wir nicht gut gearbeitet. Nur wenn die Energie und die Bereitschaft, hart zu verteidigen, vorhanden sind, können wir auch gegen diese starken Gegner bestehen. Generieren wir Stopps, spielen wir auch im Angriff souveräner.“

Köln war schon mit einigen Herausforderungen in die Partie gegangen. Neben Hall B.Elisias fehlte mit Laurent Zoccoletti ein weiterer Center sowie der Cheftrainer. Zoran Kukic stoppte eine schwerer Hexenschuss noch in Köln, so dass Assistant Coach Oli Elling an der Seitenlinie übernahm. „In der Offensive haben wir unseren Plan phasenweise gut umsetzen können und, auch wenn wir nicht gut getroffen haben, trotzdem gute Würfe rausspielen konnten. Göttingen war gut auf uns vorbereitet und hat im Stile eines Topteams jeden unserer Fehler gnadenlos betraft. Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir trotz des Rückstands nie aufgeben und bis zum Schluss weitergemacht haben.“

Wohl auch gewarnt durch den RheinStars-Sieg über Gießen, nahmen die Göttinger ihre Gäste von Beginn an ernst. Die Kölner spielten dabei von Beginn an gut mit, doch im Laufe des zweiten Viertels konnten sich die Hausherren absetzen und gingen mit 15 Punkten Vorsprung in die Pause. Wobei sie vor allem auf ihren Center Adam Ramstedt bauen konnten, der unter dem Korb ohne Fehlversuch bei seinen neun Körben blieb. Schon beim BG-Gastspiel in Bremerhaven in der Woche zuvor war er der entscheidende Faktor beim 84:67-Erfolg über die Eisbären.

Nach dem Seitenwechsel kämpften die Rheinstars unverdrossen weiter, hatten immer wieder mal die Möglichkeit, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu drücken. Leider aus Kölner Sicht blieb es aber bei den Chancen. Elling: „Trotzdem geht unsere Entwicklung in die richtige Richtung.“ Zu den positiven Punkten des Spiels gehörte auch das Debüt des 17 Jahre alten Marko Cuvalo. Der NBBL-Center verteidigt stark, setzte seinen Körper geschickt ein und erzielte zudem sechs Punkte. Baeck: „Ein Sonderlob geht an Marko, der sehr viel Energie gebracht hat und in seinem ersten ProA Auftritt hervorragend in Defense und souverän im Angriff war – und an Timmy Davis, der unermüdlich in der Verteidigung gespielt hat und auch Akzente im Angriff setzen konnte.“

Viertel:  20:24, 17:28, 23:27, 23:16

Spielfilm: 9:16 (5.), 20:24 (10.), 27:35 (15.), 37:52 (20.), 51:66 (25.), 60:79 (30.), 72:84 (35.), 83:95 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 75/40%, Göttingen (37/63, 59%), FW Köln 62% (16/26) zu 68% (13/19), 12:25 Assists, 41 (17 offensiv): 37 (4) Rebounds, 20:24 Fouls, 6:9 Steals, 1:1 Blocks, 12:12 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4iO28rC

RheinStars: Cedric Russell (10 Punkte/1 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds.), Zac Watson (3/1, 5 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (9/1, 2 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (7/1), Timmy Davis (5/1), Adam Paige (13, 3 Reb), Marko Cuvalo (6, 3 Reb.), Björn Rohwer (11/1, 4 Reb), Justin Onyejiaka (13, 7 Reb., 3 Ass.), Mike Miller (6/1, 6 Reb.)

Foto: Swen Pförtner

Als ambitionierter Außenseiter nach Göttingen

Vor herausfordernden Spielen stehen die RheinStars bis zum Jahresende. Mit der BG Göttingen, den Hakro Merlins Crailsheim, den Karlsruhe Lions und den Bayer Giants Leverkusen warten gleich vier namhafte Kontrahenten auf die Mannschaft des Klassen-Neulings in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Den Anfang markiert der Bundesliga-Absteiger aus Göttingen, der die Kölner am kommenden Samstag zum zwölften Spieltag  in der heimischen Sparkassen Arena erwartet. Tippoff ist um 18.30 Uhr. „Wir sind bei den Göttingern klarer Außenseiter“, befindet Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport mit Blick auf Kader, die aktuelle Form, Tabellenstand und die Saisonziele beider Mannschaften.

Dass sich die Form der RheinStars in den letzten Wochen trotz einiger Rückschläge verbessert hat, mussten die Gießen 46ers kürzlich am eigenen Leib erfahren. Auch wenn sie einräumten, ihre schlechteste Saisonleistung abgeliefert zu haben, lag das wohl auch am Gegner. Zumindest teilweise. „Wir haben gegen Gießen hart gearbeitet, eine starke erste Halbzeit gespielt und konnten sie in der zweiten Halbzeit in Schach halten. Zeitweise hatten wir auch etwas Glück, was nötig ist, um einen Gegner wie Gießen zu bezwingen“, sagt Cheftrainer Zoran Kukić.

Kukic: „Wir wissen genau, wie gut die Mannschaft ist und welche Ambitionen sie hat, aber wir werden alles daransetzen, einer Mannschaft wie Göttingen Paroli zu bieten.“ Auch wenn die Niedersachsen gerade in den jüngsten Spielen zeigten, warum sie zu den Topfavoriten auf den Bundesliga-Aufstieg gezählt werden. Der Tabellenzweite unterlag nach furiosem Start nur knapp dem Liga-Dominator Phoenix Hagen und setzte sich anschließend souverän im Verfolger-Duell mit 84:67 bei den Eisbären Bremerhaven durch. „Sie haben einfach eine stark besetzte, gut spielende Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sagt Stephan Baeck.

Über die gegnerischen Veilchen

Die Göttinger sind nach den Gießen 46ers der nächste Gegner mit einem klangvollen Namen. Nach etwas mehr als zehn Jahren Erstliga-Basketball stiegen die „Veilchen“ nach einer desaströsen Saison mit nur drei Siegen in die ProA ab. Der Weg zurück ist allerdings sofort in Planung gegangen und dementsprechend präsentiert sich auch der Kader in seiner Qualität und Tiefe. Topscorer im Team des 32 Jahre alten Headcoachs Fabian Strauß ist der 24 Jahre alte US-Pointguard Jordan Sears mit 15.4 Zählern pro Spiel. Dahinter folgen Zach Jackson (13.8) sowie mit Julius Böhmer (10.4) und Hendrik Drescher (9.3) zwei deutsche Akteure. Mit in die zweite Liga ging auch BG-Urgestein Mathis Mönninghoff (8.7), der mit einer Saison Unterbrechung seit 2015 für Göttingen spielt.

Die Lage der Liga

Hinter den souveränen Phoenixen aus Hagen (10:1 Siege) etablieren sich die Göttinger (9:2) weiter als zweite Topmannschaft der Liga. Die Verfolger Hakro Merlins Crailsheim und Eisbären Bremerhaven ließen hingegen am vergangenen Wochenende Federn und stehen nun bei 8:3-Siegen. Auch die Artland Dragons (7:4) verloren. Die Plätze 6 bis 12 trennen aktuell nur einen Sieg. In der unteren Hälfte konnten die RheinStars und die Paderborn Baskets auf einen Sieg an BBC Bayreuth und Bayer Giants Leverkusen (4:7) heranrücken. Dahinter belegen die UniBaskets Münster und SBB Baskets Wolmirstedt die beiden Abstiegsplätze mit 2:9-Erfolgen. Paderborn erwartet bereits am Freitag in eigener Halle Wolmirstedt.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars holen sich dritten Saisonsieg

Einen erfolgreichen Basketballabend erlebten die RheinStars am Samstag im Düsseldorfer Castello. In der Ausweichspielstätte gelang gegen die favorisierten Gießen 46ers der dritte Saisonsieg – und das beim 92:76 (52:32) in überzeugender Manier. „Es war ein wichtiger Sieg für alle Beteiligten, der uns mehr Sicherheit geben wird“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport nach dem Erfolg am elften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am kommenden Samstag geht es mit dem Auftritt bei Bundesliga-Absteiger BG Göttingen weiter. Und die Kölner vom Samstagabend in Düsseldorf reisen da sicher als Außenseiter an, aber ebenso sicher nicht unbedingt chancenlos.

Anders als in der Begegnungen zuvor waren die RheinStars vor 640 Zuschauern von Anfang an wach und im Spiel. Auch ohne den angeschlagenen Hall B. Elisias, dafür wieder mit Mike Miller, gelangten die Hausherren in der zweiten Minute (4:2) in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr her. Im Gegenteil, die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic verteidigte durchweg konzentriert, arbeitete gemeinsam, war schwer auszurechnen und nervte die Gäste um den treffsicheren Robin Benzing in Offense und Defense. Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war mit 24 Punkten der Topscorer des Bundesliga-Gründungsmitglieds.

Die Führung wuchs bis zur Pause auf 20 Zähler. Gießen startete zwar mit 7:2 Punkten in die zweite Hälfte (22.), doch richtig gefährlich kamen sie nie auf. Das wiederum lag eben auch an den Kölnern, die sich als solide Einheit präsentierten. Nicht immer mit viel Glanz und Gloria oder spektakulär, aber fokussiert und klaren Verteilungen der Rollen. „Für uns als Gemeinschaft ist der Sieg von großer Bedeutung, weil er uns alle darin bestärkt, den gemeinsam eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Dieser Abend gibt allen Selbstvertrauen“, bilanzierte Zoran Kukic.

Die RheinStars hatten eine gute Balance zwischen dem korbgefährlichen Topscorer Cedric Russel, dem unermüdlich antreibenden und reboundenden Mike Miller sowie dem umsichtigen Haris Hujic. Gerade Hujic war es zu verdanken, dass besonders in der Anfangsphase auch die großen Spieler unter dem Korb gefunden worden. Das hatte zur Folge, dass das Kölner Spiel variabler als in den letzten Partien war, wovon dann wiederum Björn Rohwer (mit erstem Saison-Double-Double) und auch Laurent Zoccoletti profitierten.

Kukic & Baeck siegreich gegen Gießen mit über 16 Jahren Pause

Der Abend lieferte am Ende auch noch eine im deutschen Basketball ungewöhnliche Statistik. 16,5 Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen setzen sich die Kölner wie einst im April 2009 durch. 73:66 gewannen dereinst die Rheinländer bei den Mittelhessen in der Bundesliga nach Verlängerung. Damals wie heute war Zoran Kukic Trainer der Kölner und Stephan Baeck der Manager. Baeck schmunzelnd: „So war es eben auch ein Sieg gegen einen alten und auch lieb gewonnenen Rivalen.“

Viertel:  27:18, 25:14, 17:22, 23:22

Spielfilm: 11:8 (5.), 27:18 (10.), 40:24 (15.), 52:32 (20.), 58:41 (25.), 69:54 (30.), 78:63 (35.), 92:76 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 35 von 68/51%, 46ers (22/63, 35%), FW Köln 65% (13/20) zu 72% (26/36), 18:10 Assists, 49 (12 offensiv): 30 (7) Rebounds, 27:21 Fouls, 7:7 Steals, 2:0 Blocks, 17:12 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4486yDK

RheinStars: Cedric Russell (20 Punkte/3 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds.), Zac Watson (6/1, 3 Reb., Rupert Hennen (2 Ass.), Jasper Günther (7/1), Maxi Begue, Haris Hujic (6/1, 4 Ass, 3 Reb), Timmy Davis (5/1), Laurent Zoccoletti (6, 3 Reb.), Adam Paige (14/1, 5 Reb), Björn Rohwer (12/1, 12 Reb, 2 Steals), Justin Onyejiaka (13, 5 Reb.), Mike Miller (3, 4 Ass., 8 Reb.)

Mike Miller im Zweikampf mit Robin Benzing – Foto: Gero Müller-Laschet