Kenny Baptiste- Verstärkung aus Frankreich

Kenny Baptiste stößt aus der französischen ersten Liga bis Saisonende zu den RheinStars. Der bald 26 Jahre alte und 205cm große Forward ist seit der vergangenen Woche im Team-Training und soll am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim seine Premiere im Trikot der Kölner geben. „Die Mannschaft befindet sich in einer sehr guten Entwicklung und hat einen Lauf. Aber wir müssen auch realistisch bleiben und dürfen die Verletzungsprobleme auf den großen Position nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

„Wir mögen an Kenny seine Beweglichkeit und Variabilität, die es ermöglicht, ihn auf den großen Positionen bis runter auf die Small Forward Position einsetzen zu können. Mit ihm vergrößert sich nicht allein unsere Rotation auf den großen Positionen, sondern wir gewinnen auch an Qualität und machen so einen weiteren Schritt, um die weitere Entwicklung und die bisherigen guten Ergebnisse abzusichern“, beschreibt Stephan Baeck die Gedanken zur Verpflichtung von Baptiste, der in den vergangenen Spielzeiten für Limoges CSP Elite, ES Chalon-Sur-Saone und Le Mans Sarthe Basket in der höchsten französischen Liga auflief.

Nicht mehr zum Kader gehört dagegen Laurent Zoccoletti, der in die Schweiz zurückgekehrt ist. „Zocco hat uns wie erwartet geholfen in einer schwierigen Phase, als wir gefühlt nur noch Björn auf den großen Positionen zur Verfügung hatten“, sagt Baeck. „Leider hat er sich dann auch noch verletzt.“ So lief der Vertrag des ehemaligen Schweizer Nationalspielers zum Ende des vergangenen Jahres wie verabredet aus.

Baptiste stammt aus dem französischen Karibik-Department Guadeloupe, wo er im Herbst erstmals Vater wurde. Um vor Ort zu sein, hatte er im September seinen Vertrag mit Limoges nach der Vorbereitung aufgelöst. So kommt er zwar aus einer längeren Spielpause, aber auch mit der Empfehlung eines Starting-Five-Spielers aus Limoges. „Kenny kann in der Offense auf den Positionen drei bis fünf eingesetzt werden und selbst alle Positionen verteidigen. So gewinnen wir an Variabilität“, sagen Headcoach Zoran Kukic und Assistant Coach Oli Elling über ihren Neuzugang und nach den ersten gemeinsamen Einheiten. Zusammen mit Björn Rohwer, Hall B. Elisias, Zac Watson und Adam Paige soll er das Rückgrat der RheinStars auf den großen Positionen weiter stärken. Dazu kommt Marco Cuvalo als Youngster.

Kenny Baptiste, Forward
Geb. 24. Januar 2000 in Les Abymes/Guadeloupe
Größe: 2,05m

Stationen:
2024 – 2025, Limoges CSP Elite (Elite ProA/Fra)
2023 – 2024, ES Chalon-Sur-Saone (Elite ProA/Fra)
2020 – 2023, Le Mans Sarthe Basket (Elite ProA/Fra)
Länderspiele für Frankreichs Jugendauswahl-Teams U19/U18

Saison 2024/2025 (Limoges)
28 Spiele, 25.1 Min pro Spiel, 7.8 Punkte, 4.1 Rebounds, 1.6 Assists

Foto: Jacques Cormarèche/CSP Limoges

RheinStars treffen die großen Würfe

Mit dem vierten Sieg aus den vergangen fünf Spielen haben sich die RheinStars pünktlich zum Abschluss der Hinrunde ein Polster in Sachen Klassenerhalt erspielen können. Am späten Sonntagnachmittag schlugen die Kölner bei ihrer Rückkehr in die Motorworld vor 1.468 begeisterten Zuschauern den BBC Bayreuth mit 90:82 (34:34). Nach 17 Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stehen die RheinStars nun bei 7 Siegen aus 10 Spielen auf Rang 13 und damit drei Siege und vier Plätze vor den beiden Abstiegsplätzen. Zeit zum Durchschnaufen bleibt allerdings wenig, den schon am kommenden Samstag beginnt die Rückrunde mit der Begegnung bei den HAKRO Merlins Crailsheim.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, anfangs nicht immer schön, aber dann zum Ende mitreißend und mit Allem, was Basketball so spannend und mitfiebernd macht. Am Ende haben viele Spieler große Würfe getroffen und haben für sich selbst und das Team großartige Werbung gemacht!“ freute sich Sportgeschäftsführer Stephan Baeck über die nächsten Kölner Punkte auf der Habenseite.

So wurde die Rückkehr in die Motorworld mit dem klassischen Verlauf eines Basketballspiels belohnt. Von der ersten bis zur letzten Minute spannend, immer knapp und nervenaufreibend mit stetig wechselnden Führungen. Im letzten Viertel vergleichbar einem musikalischen Crescendo immer lauter und mitreißender werdend. Und in den Schlussminuten mündend in einem Finale furioso mit dem besseren Ende für die Hausherren. So gingen die Anhänger der RheinStars zurecht begeistert und beseelt in die kalte Januarnacht. Begleitet von der Botschaft, die RheinStars sind auf einem guten Weg.

Emotional berührt waren sicherlich auch die Trainer, obwohl Sie ob der Wurfquoten über weite Strecken, gerade am Anfang des Spiels, dem Spiel nicht nur positives abgewinnen konnten. „Ich freue mich für die Jungs, dass wir zusammen Lösungen finden, um inzwischen auch solche Spiele gewinnen zu können“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Aber es wird besser sein, sich nicht an allzu viele Szenen aus dem Spiel zu erinnern. Wir schauen lieber nach vorne, um es im nächsten Spiel besser zu machen.“ Und Assistant Coach Oliver Elling freute sich über die wachsende Widerstandsfähigkeit der Mannschaft, trotz permanenter Ausfälle und Leistungsschwankungen auch knappe Spiele auf ihre Seite ziehen zu können. Nach Crailsheim, Leverkusen und Nürnberg war es gegen die Bayreuther der vierte enge Erfolg in den jüngsten fünf Spielen. „Wir finden zurzeit immer einen Weg und gerade gegen Bayreuth war es ein Vier-Punkte-Spiel.“

Beide Mannschaften mussten in der Partie auf Leistungsträger verzichten, die Kölner auf Hall B. Elisias unterm Korb, die Gäste auf ihren Topscorer Moritz Plescher. Dafür waren bei den zuletzt zweimal erfolgreichen Bayreuthern die Center Willem Brandwijk und Artem Kovalov zumindest wieder diensttauglich. Wie schon beschrieben, kam die Begegnung nur mäßig in Fahrt. Im ersten Viertel trafen beiden Seiten kaum etwas – entsprechend ging es bei 13:12 in die zweiten zehn Minuten. Bis zur Pause war das Spiel ausgeglichen und gelangte folgerichtig bei 34:34 zum Seitenwechsel.

In Durchgang drei fluppte es dann offensiv auf beiden Seiten. 54 (27:27) Punkte gönnten die Teams ihren Zuschauern. Bayreuth versuchte es immer wieder mit schnellen Vorstößen, Köln antwortete eher mit gemäßigterem Spiel; verteidigt bekamen beide Teams die gegnerischen Aktionen dabei nicht wirklich. Bei 61:61 wurde das letzten Viertel eröffnet – fünfmal wechselte die Führung. Spannung pur und ein mitgehendes Publikum, angetrieben durch Musik und Moderation bis zur Entscheidung. Und die gelang den Kölnern samt der nötigen Stopps: Eröffnet von Mike Miller per Dreier zum 79:77 (36. Minute), gefolgt von Korblegern durch Björn Rohwer und Jasper Günther zum 81:77 und 83:77. Getoppt wurde das dann von zwei „staubtrocken“ abgeschlossenen Dreiern von Cedric Russell zum 86:80 (37.) und 89:82 (38.) – die Spannung wich dem Jubel der Sieger.

Viertel:  13:12, 21:22, 27:27, 29:21

Spielfilm: 5:6 (5.), 13:12 (10.), 26:19 (15.), 34:34 (20.), 46:50 (25.), 61:61 (30.), 73:74 (35.), 95:92 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 64/47%, Bayreuth (30/71, 42%), FW Köln 81% (13/16) zu 67% (16/24), 11:16 Assists, 38 (9 offensiv): 39 (11) Rebounds, 19:21 Fouls, 5:6 Steals, 1:3 Blocks, 11:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4bq3ozr

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 4 Rebounds), Zac Watson (13/2, 5 Reb), Rupert Hennen, Jasper Günther (15/2, 2 Ass., 3 Reb), Haris Hujic (7/2, 4 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/2, 3 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (14, 5 Reb.), Justin Onyejiaka (10, 4 Reb), Mike Miller (8/2, 7 Reb.)

Foto:  Gero Müller-Laschet

Mit Schwung zurück in die Motorworld

Mit viel Schwung gehen die RheinStars in ihr abschließendes Hinrundenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am kommenden Sonntag. Nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen kommt zum 17. Spieltag der BBC Bayreuth nach Köln – und das ebenfalls auf einer Erfolgswelle schwimmend. Ähnlich wie die RheinStars konnten die Oberfanken nach schwierigem Saisonstart zuletzt zwei Spiele in Folge gewinnen. Tippoff zum Duell gegen Bayreuth ist am Sonntag um 17 Uhr, nach vier Spielen in Düsseldorf wieder in der Motorworld. „Wir haben zwar immer noch die Verletzungssorgen auf der großen Position, aber ich freue mich sehr auf das Spiel. Wir haben uns in den vergangenen Wochen immer besser entwickelt, sind stabiler geworden und eine Rollenverteilung gefunden, die in den letzten Spielen ganz gut funktioniert hat“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Auch unsere Fans scheinen sich über die Rückkehr zu freuen, denn das Spiel wird sehr gut besucht sein.“

Für Headcoach Zoran Kukic ist wichtig, „dass wir gemeinsam weiter die Energie entwickeln, die nötig ist, um Spiele in der ProA zu gewinnen. Wir arbeiten im Training jedenfalls intensiv daran und ich denke, die Jungs werden das auch am Sonntag zeigen können“. Dem Gegner jedenfalls begegnen die Kölner mit viel Respekt. „Sie spielen intensiv und haben nach ihrem Trainerwechsel beide Spiele gewonnen“, sagt Assistant Coach Oli Elling, „das sollte uns Warnung genug sein.“ Zumal die ehemaligen Assistant Coaches von Florian Wedell, Lukas Hofer und Nils Scheller, am vergangenen Wochenende mit 99:90 sogar den 6:0-Sieglauf der Kirchheim Knights auswärts stoppen konnten.

BBC Bayreuth – gestern und heute

Seit den späten 70er Jahren spielen die Bayreuther eine gute, mitunter auch führende Rolle im deutschen Basketball. Ob als Steiner, USC oder Medi Bayreuth waren die Spieler aus der Stadt der Wagner-Festspiele lange ein fester Bestandteil der ersten Liga. 2023 allerdings musste der BBC Bayreuth nach 13 Jahren in der obersten Spielklasse absteigen und spielt seitdem in der ProA. Aktuell befinden sich die sonntäglichen Kontrahenten auf Augenhöhe mit jeweils sechs Siegen. Zu den verlässlichsten Werfern des neuen Trainerduos zählen im ausgeglichen punktenden Kader nach 16 Spieltagen: Die Guards KeVaughn Allen (12.8 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Moritz Plescher (12.6), Pointguard Rayshawn Rene Mart (11.8), Forward Kenny Liedtke (10.6), Guard Tehree Horn (10.4) und der kürzlich hinzu gekommene Power Forward Willem Brandwijk (11.5).

Lage der Liga

So spannend wie in dieser Saison war es in der zweithöchsten deutschen Spielklasse schon lange nicht mehr. An der Spitze dämpfte der überraschende 80:79-Erfolg der Eisbären Bremerhaven (11:5 Siege) in Hagen den Höhenflug der Phoenixe (13:3). Damit geht der Spitzenreiter mit nur noch einem Sieg mehr als Verfolger BG Göttingen in den abschließenden Hinrundenspieltag. Auch die HAKRO Merlins aus Crailsheim (11:5) liegen als Dritter weiter gut im Rennen. Am unteren Ende der Liga stehen die Bayer Giants aus Leverkusen und die Uni Baskets Münster weiterhin bei vier Saisonerfolgen, genießen aber am 17. Spieltag Heimrecht. Vor ihnen liegen die SBB Baskets Wolmirstedt (5:11) sowie die beiden direkten Sonntags-Kontrahenten Köln und Bayreuth (jeweils 6:10).

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Seit Wochen in bestechender Form: Jasper Günther – Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars gelingt der perfekte Start ins Jahr

Einen perfekten Start ins neue Jahr feiern die RheinStars im Frankenland. Mit 95:92 (53:50) setzten sich die Kölner am Samstagabend bei den Nürnberg Falcons durch und unterstrichen mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison ihre aufsteigende Form der letzten Wochen. Es war am 16. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA der sechste Saisonsieg, der dritte aus den vergangenen vier Spielen. „Wir sind sehr glücklich, wie sich die Mannschaft entwickelt! Verletzungsbedingt sind wir in unserer Rotation unter dem Korb immer noch kurz und müssen aufpassen, aber wenn Björn das so auffängt wie in den letzten beiden Spielen, ist das überragend. Auch Marco hat da toll für Entlastung gesorgt“, lobte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Zum Abschluss der Hinrunde erwarten die RheinStars nun am kommenden Sonntag, 11. Januar, den BBC Bayreuth in der Motorworld (Tipp-off 17 Uhr).

„Ich gratuliere meinen Spielern für eine sehr gute Leistung. Wir wissen alle, dass es eine enge Liga ist und jeder jeden schlagen kann. Du musst von Spiel zu Spiel schauen, aber es macht auch einfach sehr viel Spaß gerade“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Wir haben einige Anpassungen im Laufe der Saison machen müssen, aber inzwischen sind wir als Aufsteiger definitiv in dieser Liga angekommen, das können wir sagen.“ Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte diesmal Center Björn Rohwer mit seinen 32 Punkten, 4 Assists, 5 Rebounds, 2 Steals heraus, den die Nürnberger nie in den Griff bekamen.

Los ging es dabei wie so oft in den vergangene Wochen. Hall B. Elisias fehlte weiter verletzt und die Kölner lagen schnell zurück. Zwar ließen sich die RheinStars nicht so überrumpeln wie beim 0:9-Start gegen die Bayer Giants Leverkusen vor Wochenfrist, trotzdem musste Kukic wieder eine frühe Auszeit nehmen. In der Offense einigermaßen ok, wirkten die Gäste doch mitunter überrascht in der Pick n`Roll Defense. Diesmal kam das Time-Out bei knapp vier gespielten Minuten und 10:19-Rückstand. Und ebenso wie im Rheinischen Derby meldeten sich die Kölner anschließend und auf Dauer im Spiel an. Es wurde konzentrierter verteidigt und im Angriff besser gearbeitet, vor allem mit weniger Ballverlusten. Über 27:29 ging es ins zweite Viertel. Bei 41:40 gelangten die Kölner durch Cedric Russell in Führung – bis zur Pause mit vier Dreiern bei fünf Versuchen. Zudem erwischte Jasper Günther den nächsten starken Abend. Und unterm Korb bekamen die Hausherren Björn Rohwer nicht in den Griff, der 12 Punkte bis zum Seitenwechsel (53:50) beisteuerte.

Russell, Günther und Rohwer sowie der unermüdlich kämpfende Miller sollten auch die prägenden Spieler des zweiten Abschnitts bleiben. Wie schon in vorhergegangenen Spielen holten sich die RheinStars auch vor den 2.600 Zuschauern in der KIA Metropol Arena in den Vierteln zwei bis vier jeweils die ersten Punkte und die entsprechende Sicherheit. Bis auf 61:51 (23.) konnten die Gäste ihren Führung ausbauen, mussten aber auch einen starken Konter der Hausherren zum 67:72 (29.) verkraften. Doch gerade über Rohwer fanden die Rheinländer immer wieder die Wege zum und in den Korb. So ging es bei 72:72 in der Schlussabschnitt. Bis 69 Sekunden vor Schluss marschierten die Kontrahenten Kopf an Kopf Richtung Ende. Doch dann zerstörten zunächst Rohwer zum 90:87 und letztendlich Russell zum 93:90 mit zwei eiskalten Dreiern alle aufkeimende Hoffnungen der Gastgeber. Es wurde noch klug gefoult, um Nürnberg keine Chance auf den Ausgleich zu geben – und der Steal von Haris Hujic beim letzten Einwurf machte den wichtigen Auswärtssieg perfekt.

Viertel:  27:29, 26:21, 19:22, 23:20

Spielfilm: 15:19 (5.), 27:29 (10.), 35:38 (15.), 53:50 (20.), 67:62 (25.), 72:72 (30.), 80:80 (35.), 95:92 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 32 von 58/55%, Falcons (31/56, 55%), FW Köln 95% (18/19) zu 81% (21/26), 20:26 Assists, 26 (9 offensiv): 25 (8) Rebounds, 21:20 Fouls, 12:7 Steals, 0:2 Blocks, 17:17 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (21 Punkte/5 Dreier), Zac Watson (5), Rupert Hennen (3/1, 2 Assists), Jasper Günther (12/2, 6 Ass., 7 Rebounds), Maxi Begue (2), Haris Hujic (6/1), Timmy Davis, Adam Paige (6/1, 4 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (32/3, 4 Ass., 5 Reb., 2 Steals), Justin Onyejiaka, Mike Miller (6, 5 Ass, 4 Reb., 4 Steals)

Björn Rohwer gefeiert – Foto:  Nathalie Zweifel

RheinStars gastieren im Frankenland

In der Zeit zwischen den Jahren arbeiten sich die RheinStars weiter von Spiel zu Spiel. Am kommenden Samstag steht der 16. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf dem Spielplan – und der bringt die Kölner zu den Nürnberg Falcons. 18.30 Uhr ist Tipoff in der KIA Metropol Arena. Entsprechend haben sich die Coaches zum Jahreswechsel „vor allem mit Video beschäftigt, in dem Fall mit Nürnberg“, sagt Headcoach Zoran Kukic.

Silvester und Neujahr sind so aufgrund der Spieltaktung in der ProA ebenso wie der erste und zweite Weihnachtstag normale Trainingstage geworden. Bereits am Freitag reisen die RheinStars in die mit über 520.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Bayerns – und werden dort auf ein herausforderndes Team treffen. „Nürnberg kratzt gerade nicht ohne Grund an den Playoff-Plätzen, sie spielen gut zusammen, bewegen sich gut und wissen genau, was sie wollen“, sagt Assistant Coach Oliver Elling. Bei einer Bilanz von bisher 1:6-Siegen in der Fremde gehen die Kölner wohl eher als leichter Außenseiter ins Spiel. Auch wenn die Form seit Wochen ansteigt, das haben auch die Falcons registriert: „Köln kann an einem guten Tag jedes Team vor Probleme stellen. Nach einem schwierigen Start sind sie mittlerweile in der ProA angekommen, haben wichtige Spiele gewonnen und dabei vor allem gegen besser platzierte Mannschaften geglänzt, wie gegen Crailsheim oder Giessen“, wird deren Coach Ralph Junge auf der Website zitiert.

Nürnberg Falcons – Wiedersehen in neuer Halle

Nach acht Jahren treffen die RheinStars wieder auf die Nürnberger, erstmals in der KIA Metropol Arena. Die Arena wurde nach nur 14 Monaten Bauzeit im Herbst 2021 eingeweiht und bietet bis zu 4.000 Zuschauern einen Platz. Ausgelöst hatten den Hallenneubau der verpasste Bundesliga-Aufstieg nach der Saison 2018/2019, bei dem die Falcons als Finalist sportlich aufgestiegen waren, aber u.a. an der Hallenfrage scheiterten. Seitdem kämpfen die Nürnberger als stabiler Faktor der zweithöchsten Spielklasse meist im unteren Mittelfeld der Liga.

Trainiert werden die Franken aktuell zum dritten Male von Ralph Junge, der seit 2014 u.a. auch als Geschäftsführer und Sportdirektor fungiert. Aktuelle Topscorer seines Teams sind Center Brandton Chatfield (14.4 Punkte pro Spiel im Durchschnitt), Shooting Guard Vincent Friederici (13.9), Pointguard Evan Taylor (13.4) und die Forwards Trevor Baskin (12.1) und Julius Wolf (8.6). Im Ligatableau liegen die Nürnberger als Neunter mit 8:7-Siegen punktgleich mit den Plätzen 7 und 8 im sicheren Mittelfeld der Liga. Zuletzt unterlagen die Falcons in eigener Halle den Gießen 46ers, davor aber gab es Erfolge bei den Bayer Giants Leverkusen und der BG Göttingen.

Die Lage der Liga – Phoenix baut Vorsprung aus              

Da die personell arg gebeutelte BG Göttingen am Silvestervorabend bei den Paderborn Baskets unterlagen, liegt Phoenix Hagen nach 15 Spieltagen zwei Siege (13:2) vor dem Rest des Feldes. Hinter Göttingen (11:4) befinden sich drei Teams mit 10:5-Erfolgen: die HAKRO Merlins Crailsheim, die Eisbären Bremerhaven und die Artland Dragons. Den besten Lauf mit aktuell sechs Siegen in Serie weisen allerdings die Kirchheim Knights (9:6) auf.  Am unteren Ende der ProA rangieren derzeit die Bayer Giants Leverkusen und die Uni Baskets Münster (4:11), einen Sieg mehr weisen der BBC Bayreuth, die SBB Baskets Wolmirstedt, Paderborn und Köln auf.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars feiern wichtigen Sieg im Derby

Mit einem verdienten Sieg endete für die RheinStars am Samstagabend die Düsseldorfer Diaspora. In einem spannenden Rheinischen Derby setzten sich die Kölner am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp gegen die Bayer Giants Leverkusen 98:95 (45:45) durch. Vor 1.556 Zuschauern war es der dritte Heimsieg im vierten Castello-Auftritt. „Es war für uns ein sehr wichtiger, aber auch verdienter Sieg“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport, „vielleicht hätten wir das Spiel schon in der ersten Hälfte ein bisschen besser kontrollieren können – und bestimmt hätten wir das zum Ende des Spiels besser machen müssen, aber so ist das eben in einem Derby. Wir sind alle sehr froh über diesen wichtigen Sieg!“ Im neuen Jahr geht es am kommenden Samstag, 3. Januar bei den Nürnberg Falcons weiter, bevor die RheinStars am Sonntag, 11. Januar zur Partie gegen den BBC Bayreuth in die Motorworld am Butzweiler Hof zurückkehren.

Wichtige Punkte gegen direkte Konkurrenten 

Wichtig war der Erfolg zum einen, weil die Kölner nach ihrem 0:5-Start in die Saison bei jetzt 5:10-Siegen erstmals einen Erfolg mehr plus den jeweils besseren direkten Vergleich auf die beiden Klubs auf den sportlichen Abstiegsrängen haben, eben auf jene geschlagenen Leverkusener und die Uni Baskets Münster. Aber der Sieg war auch ein weiterer Beleg dafür, dass sich die RheinStars inzwischen ein stabiles Konstrukt erarbeitet haben, dass mit Drucksituationen zunehmend gut umgehen kann. Während sie bei den Erfolgen über die HAKRO Merlins Crailsheim und die Gießen 46ers als Underdog in die Partie gingen, war das Derby auch eines jener Spiele, dass man als Team gewinnen sollte, um am Ende den Klassenerhalt zu schaffen.

Cedric Russell Topscorer mit 30 Punkten

Headcoach Zoran Kukic schmunzelte beim Blick auf den Spielverlauf, der wenig schmeichelhaft begann. 0:9 stand es, als Kukic die erste Auszeit nach etwas mehr als drei Minuten Spielzeit nahm. „Alle wollten vielleicht ein bisschen zu viel im Derby, wir mussten das erstmal beruhigen“, sagt Kukic. Köln bekam hernach zusehends Spiel und Gegner in den Griff, wobei sich die Trainer vor allem auf den späteren Topscorer Cedric Russell (30 Punkte, Effektivität 35), Jasper Günther und Mike Miller verlassen konnten. Zusammen auch mit Haris Hujic managten sie das Spiel, glichen alsbald aus und hielten den Druck auf die Leverkusener aufrecht. Dazu kam Björn Rohwer, der am Ende sein Center-Duell gegen Dennis Heinzmann wohl nicht nur nach selbst erzielten Punkten (19:15) für sich entschied.

Heimteam mit weiterer Anreise als die Gäste

So entpuppten sich die RheinStars ab Mitte des ersten Viertels als die besseren Teamspieler, wobei die Bayer Giants keineswegs enttäuschten. Und sobald die Kölner Mal nicht aufmerksam verteidigten, legten die Leverkusener nach. Kopf an Kopf ging es bis zur 33. Minute, als den RheinStars ein 8:0-Lauf zum 87:77 (35.) gelang. Die Vorentscheidung, auch wenn die Giants noch mal alles versuchten. „Wir haben inzwischen einige solcher Situationen gehabt und überstanden“, sagte Kukic. So auch diesmal, auch wenn die RheinStars mit zwei klassischen Ballverlusten in der Schlussminute die Spannung noch einmal hochtrieben. Im Tennis wären die wohl als „unforced Errors“ in die Statistik eingewandert. Der gut verteidigte Schlusswurf jedenfalls misslang Bayer, dass sich damit in seine neunte Niederlage in Serie fügen musste – und Köln feierte einen Heimsieg, obwohl sie als Gastgeber bei diesem ungewöhnlichen Derby eine längere Anreise zum Spielort hatten als ihre Gäste.

Viertel:  21:16, 24:29, 26:26, 27:24

Spielfilm: 3:14 (5.), 11:13 (10.), 28:27 (15.), 45:45 (20.), 58:57 (25.), 71:71 (30.), 87:77 (35.), 98:95 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 37 von 65/57%, Bayer Giants (33/61, 54%), FW Köln 72% (13/18) zu 80% (20/25), 19:13 Assists, 33 (9 offensiv): 24 (4) Rebounds, 19:17 Fouls, 1:9 Steals, 1:2 Blocks, 13:8 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4pSl9f7

RheinStars: Cedric Russell (30 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 6 Rebounds.), Zac Watson (7/1, 5 Reb.), Rupert Hennen, Jasper Günther (10, 6 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (6/2, 3 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/1, 6 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (19/2, 4 Reb), Justin Onyejiaka (2, 2 Ass, 2 Reb), Mike Miller (11, 4 Ass, 6 Reb)

Cedric Russell war kaum aufzuhalten Foto:  Gero Müller-Laschet

Ein ganz besonderes Rheinisches Derby

RheinStars Köln gegen Bayer Leverkusen in Düsseldorf. Mehr Rheinisches Derby geht eigentlich nicht. Voller Rivalitäten und aufgrund der zahlreichen Treffen in allen Altersklassen ebenso voller gemeinsamer Erlebnisse. Am morgigen Samstag ist es endlich wieder in der zweithöchsten Spielklasse ProA so weit. Wieder einmal als Weihnachtsspiel von der BARMER 2. Basketball Bundesliga angesetzt, treffen die beiden Zweitliga-Aufsteiger ab 18 Uhr im stimmungsvollen Castello aufeinander. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Auch wenn wir lieber in unserer Heimhalle gespielt hätten, hat das Derby zum Abschied aus dem Castello auch seinen Charme“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Denn danach kehren die RheinStars zum Sonntag, 11. Januar mit dem Spiel gegen den BBC Bayreuth zurück in die Motorworld nach Köln an den Butzweilerhof.

Freundschaftliche Rivalität  mit vielen Verbindungen

Obwohl sich die Basketball-Klubs aus Köln, Leverkusen und Düsseldorf sowie ihre Städte in freundschaftlicher Rivalität begegnen, steht das Derby im Castello auch für viele gemeinsame Verbindungen. So werden wieder Kinder den ART Giants Düsseldorf den Einlauf der RheinStars begleiten. An den vergangenen Spieltagen waren auch Kinder der TG Neuss und von ISD Düsseldorf beteiligt. Und tatsächlich kooperieren die RheinStars zusammen mit den Bayer Giants und den ART Giants intensiv im Minibereich zur gemeinsamen Förderung der besten Talente in den sogenannten DKL-Teams.

Sportlich ein Treffen auf Augenhöhe

Sportlich treffen sich die beiden Profiteams in der ProA auf Augenhöhe. Mit jeweils vier Siegen liegen die beiden Klassenrückkehrer gleichauf mit weiteren vier Teams am unteren Ende des aktuelle Klassements, wobei die Gäste um deren Headcoach Michael Koch eine Serie von acht Spielen ohne Sieg zu verkraften hat. Die RheinStars starteten dagegen mit fünf Niederlagen, konnten sich aber danach fangen und stabilisieren sich von Woche zu Woche.

Erfolgreiche Derbys vor zehn Jahren – und einer ist immer noch dabei

In der ProA konnten die Kölner die jüngsten Vergleiche gewinnen, auch wenn diese einige Zeit zurückliegen. Im Abstiegsjahr des deutschen Rekordmeisters siegten die RheinStars in der Saison 2015/2016 zweimal 78:69 und 88:76. Ein Spieler aus den nun zehn Jahre entfernt liegenden Spielen ist tatsächlich noch dabei: der unverwüstliche und mittlerweile 34 Jahre alte Dennis Heinzmann. Der Bayer-Center schnürte nach dem Leverkusener Abstieg 2016 zwei Saisons seine Basketballschuhe für die RheinStars; erfreut sich seitdem auch bei den Kölnern ob seiner humorigen Art großer Beliebtheit – 2018 kehrte er zu den Giants zurück.

Die Top-Werfer der Bayer Giants sind aktuell Pointguard John Williams Jr mit 15.5 Punkte im Schnitt pro Spiel, Pointguard Kobe Langley (13.5), Dennis Heinzmann (13.4 und 8.2 Rebounds) sowie die Forwards Ricardo Lynch (10.9) und Donte Nicholas (9.9).

Lage der Liga – die Phoenixe fliegen weiter ganz oben 

An der Tabellenspitze liegt weiter Phoenix Hagen mit 12:2-Erfolgen, dass sich am 23. Dezember auch im Spitzenspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim 82:73 durchsetzte. Dahinter behauptet sich die BG Göttingen (11:3), die deutlich mit 83:61 bei den Gießen 46ers gewann. Auf Rang drei haben sich die Artland Dragons geschoben (10:4) vor Crailsheim und die Eisbären Bremerhaven (9:5). Am unteren Tabellenende liegen mit 4:10-Siegen gleichauf, aber durch die direkten Vergleiche unterschieden: BBC Bayreuth (13.), SBB Baskets Wolmirstedt (14.), Paderborn Baskets (15.), Köln (16.), Leverkusen (17.) und die Uni Baskets Münster (18.).

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Szene aus dem bislang letzten ProA-Derby am 1. Januar 2016 – David Downs vs. Dennis Heizmann. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars halten Partie lange offen

Kurz vor Beginn des Weihnachtsfests verpassten die RheinStars nur knapp einen weiteren überraschenden Erfolg nach dem Coup über Ligafavorit HAKRO Merlins Crailsheim. Dienstagabend unterlagen die Kölner am 14. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den PS Karlsruhe Lions. 74:89 (42:41) hieß es am Ende der lange Zeit engen Partie vor über 2.500 Zuschauern in der Europahalle. Am Samstag geht es direkt weiter für Mannschaft und Fans der RheinStars, wenn im Düsseldorfer Castello ab 18 Uhr das Rheinische Derby gegen die Bayer Giants Leverkusen ansteht.

In Karlsruhe hatten die RheinStars Haris Hujic wieder an Bord, mussten aber erneut Hall B. Elisias und Laurent Zoccoletti verzichten sowie auf Justin Onyejiaka. Trotz der personellen Herausforderungen hielten die Kölner die Partie gegen die heimstarken Lions lange offen. Sie führten sogar vor der Pause überraschend mit bis zu sechs Punkten (36:30) und beim Seitenwechsel immer noch mit 42:41. Erneut unterstrichen die Kölner, dass sie sich trotz der immer wieder auftretenden personellen Rückschläge als Team weiter in die richtige Richtung entwickeln.

„Wir haben phasenweise unseren Spielplan sehr gut umgesetzt“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Es schien sogar, dass die Kölner eine echte Chance auf den Auswärtssieg hatten. Aber durch das Fehlen von drei Spielern auf den größeren Positionen wurde es dann doch eng im Verlauf des Spiels. Assistant Coach Oli Elling bemerkte: „So haben wir nach hinten heraus nicht genug Kraft gehabt mit unserer kurzen Rotation, um uns das Spiel am Ende zu holen.“

In der 36. Spielminute trennten die Kontrahenten beim Stand von 70:72 aus Kölner Sicht nur Nuancen voneinander, doch entwischten ihnen die Hausherren von da an Schritt für Schritt. Die Karlsruher trafen, während die RheinStars schnell nachlegen bzw. auch foulen mussten, um die Lions zu stoppen und um selbst nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Doch die PSK Lions verwandelten ihre Freiwürfe sicher, während den RheinStars die Zeit weglief – und am Ende die Siegchance.

Viertel:  18:25, 24:16, 15:19, 17:29

Spielfilm: 8:12 (5.), 18:25 (10.), 36:30 (15.), 42:41 (20.), 50:54 (25.), 57:60 (30.), 66:72 (35.), 74:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 26 von 68/38%, Karlsruhe (29/59, 49%), FW Köln 83% (15/18) zu 69% (22/32), 9:20 Assists, 34 (11 offensiv): 38 (9) Rebounds, 27:21 Fouls, 6:9 Steals, 1:3 Blocks, 15:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4paRixs

RheinStars: Cedric Russell (11 Punkte/3 Dreier), Zac Watson (11/1, 4 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (13, 1 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (6), Timmy Davis, Adam Paige (14/2, 6 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (10, 2 Ass, 7 Reb), Mike Miller (9, 4 Ass, 6 Reb.)

Foto:  Shania El Wakil

“Es zählt nur das nächste Spiel”

Der Terminplan der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA garantiert auch in der Weihnachtszeit beste Unterhaltung. So spielen die RheinStars am Dienstag (19.30 Uhr)  in Karlsruhe bei den PSK Lions und am Samstag in Düsseldorf gegen die Bayer Giants Leverkusen. Es sind die Spieltage 14 und 15 der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Nach dem überraschenden Erfolg über die HAKRO Merlins Crailsheim haben die RheinStars nun gleich die nächste Chance, den Abstand zum unteren Mittelfeld des Klassements weiter zu verkürzen.

„Bei so einer engen Taktung ist es wichtig, mit dem gerade gespielten Spiel möglichst schnell abzuschließen. Es zählt dann nur noch das nächste Spiel“, beschreibt Headcoach Zoran Kukic die Herausforderung für Spieler und Trainer. Zumal sich die Teams in ihren spielerischen Ausrichtungen deutlich unterscheiden. Die HAKRO Merlins Crailsheim spielen anders als Karlsruhe und die wieder anders als Leverkusen.

So hatten sich die Trainer nur kurz gefreut über den 83:81-Coup gegen Crailsheim am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag bereits die Vorbereitung auf den nächsten Gegner begonnen. Gegneranalyse, Videos vorbereiten. Nach leichten Trainingseinheiten ging es am Montag bereits in den Süden, um morgen bei den heimstarken Lions im offiziellen X-Mas-Game in der Europahalle bestehen zu können.

Die Karlsruher konnten vier ihrer fünf Saisonsiege in eigener Halle einfahren. Darunter so überzeugende Erfolge wie das 85:75 über Crailsheim oder das 92:82 über die Tigers Tübingen.  Beste Werfer im Kader von Demond Greene sind aktuell Power Forward David Ejah (14.4 Punkte pro Spiel), der nachverpflichtete Pointguard Isaiah Hart (14.2) sowie Center Maurice Pluskota (12.9) und Small Forward Kilian Binapfl (12.8).

Lage der Liga

Durch die überraschenden Niederlagen von Crailsheim bei den RheinStars sowie von der BG Göttingen, die den Nürnberg Falcons in eigener Halle 78:91 unterlagen, steht Phoenix Hagen mit 11:2-Siegen wieder mit einem kleinen Vorsprung auf Göttingen (10:3) an der Spitzen. Crailsheim (9:4) ist nun punktgleich mit den Eisbären Bremerhaven und den Artland Dragons, empfängt am Weihnachtsvorabend Spitzenreiter Phoenix Hagen.  In der unteren Tabellenhälfte haben die Unibaskets Münster den letzten Platz an die Paderborn Baskets (3:10) weitergeben können. Am Sonntag gewannen sie zum Auftakt des 14. Spieltags gegen die SBB Baskets Wolmirstedt mit 77:67. Münster, Köln, Wolmirstedt und der BBC Bayreuth weisen davor 4:9-Siege auf.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars schlagen Topfavorit Crailsheim

Einen Überraschungs-Coup landeten die RheinStars am Vorabend des vierten Advents in Düsseldorf. Im dritten Castello-Heimspiel schlugen die Kölner am Samstag die hochfavorisierten HAKRO Merlins aus Crailsheim mit 83:81 (34:40) und kletterten in der Tabelle der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf den 15. Rang. „Das war unsere beste Saisonleistung bisher“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport nach dem beherzten Auftritt am 13. Spieltag und dem ersten Sieg über einen der Liga-Topfavoriten.

„Besonders gefreut hat mich, dass wir es geschafft haben, uns auf die große Physis und Aggressivität der Crailsheimer in der Verteidigung einzustellen und dagegen zu halten. Das macht mir Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison“, sagte Baeck weiter. Bereits am Dienstag geht es für die RheinStars bei den PS Karlsruhe Lions weiter, bevor dann am kommenden Samstag das Rheinische Derby gegen die Bayer Giants Leverkusen ansteht.  Ebenfalls im Castello, versehen mit einer dringenden Besuchsempfehlung.

Die schönsten Abende entwickeln sich oft gerade dann, wenn man eigentlich nicht viel von ihnen erwartet. So ähnlich fühlte es sich für die Kölner gestern an. Vor 610 Zuschauern starteten sie ohne Hall B. Elisias, Laurent Zoccoletti und Haris Hujic gegen einen Kontrahenten, dessen Team Headcoach Zoran Kukic im Vorfeld als einen, wenn nicht sogar den besten Kader der Liga eingeordnet hatte. Nicht aus Kalkül, sondern aus Respekt.

Und tatsächlich, in den ersten Minuten bestätigten die Gäste ihren Ruf. Athletischer, körperlicher, schneller diktierten sie das Geschehen, das sich in einem superschnellen Tempo zwischen den Körben abspielte. Köln rannte zwar mutig mit, hatte aber nicht die Sicherheit im Abschluss. 3:14 stand es nach etwas mehr als vier Spielminuten und die RheinStars waren mit dem 14:23 im ersten Viertel gut bedient.

Dann aber gelang ihnen etwas zum Start in den zweiten Durchgang, was sich noch zweimal wiederholen sollte: Die jeweils ersten Punkte im Viertel, die Köln sofort zurück ins Spiel brachten. Zuerst auf 18:23 (11.), dann von 34:40 zur Halbzeit auf 39:40 (21.) und von 55:61 auf 60:61 (31.) im Schlussabschnitt. Letzteres durch einen Fastbreak-Dreier von Adam Paige, der sich Sekundenlang durch den Ring drehte, mal rein, mal rauszufallen schien, bevor er sich für Köln entschied. „In solchen Spielen brauchst du genau solche Punkte und ein bisschen Spielglück, um gewinnen zu können“, sagt Zoran Kukic.

Mit der wachsenden Überzeugung bei den Kölnern, dem Favoriten die Punkte stehlen zu können, wuchsen bei den Gästen die Zweifel am eigenen Tun.  Deren Headcoach David McCray kritisierte später Haltung und Willen seiner Spieler, während die RheinStars sich unterstützt vom hellwachen und lautstarken Anhang um jeden Ball kämpften, warfen und trafen. Angeführt von Mike Miller (16 Punkte), Jasper Günther (10, 5 Assists) und Cedric Russell (17), unterstützt von dem kaum zu stoppenden Justin Onyejiaka (12, 8 Rebounds), von Adam Paige (9) oder Zac Watson (7, 6 Rebounds).

„Eigentlich haben heute alle, die gespielt haben, von Mike bis Marko, etwas zum Spiel beitragen können“, lobte Kukic. Durch einen kurzen Lauf gingen die RheinStars sogar mit acht Punkten Vorsprung (77:69) in die abschließenden drei Minuten. Doch die HAKRO Merlins wollten sich dann so nicht abkochen lassen und drängten dank ihrer Qualität nochmals vehement auf eine Wende. Die Kölner wehrten sich mit allem, was ihre Kräfte hergaben, gerieten zudem in Foulprobleme. Bis in die Schlusssekunde währte der Kampf um den Sieg: Beim Stand von 83:81 für die RheinStars knallte der letzte Dreierwurf der Gäste durch deren Topscorer Brooke Gardner (20 Punkte) auf den Ring und nicht in den Korb – und der Abend der Kölner kulminierte in frenetischem Jubel.

Viertel:  14:23, 20:17, 21:21, 28:20

Spielfilm: 3:14 (5.), 14:23 (10.), 24:33 (15.), 34:40 (20.), 43:48 (25.), 55:58 (30.), 71:67 (35.), 83:81 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 67/45%, Crailsheim (25/60, 42%), FW Köln 60% (15/25) zu 66% (23/35), 13:15 Assists, 34 (7 offensiv): 32 (7) Rebounds, 30:24 Fouls, 6:4 Steals, 2:3 Blocks, 9:1 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/44zQquY

RheinStars: Cedric Russell (17 Punkte/4 Dreier, 4 Rebounds.), Zac Watson (7/1, 5 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (10, 5 Ass.), Fynn Rieck, Maxi Begue (5/1, 3 Reb), Timmy Davis, Adam Paige (9/1, 3 Reb), Marko Cuvalo (2), Björn Rohwer (7/1, 4 Reb), Justin Onyejiaka (12, 8 Reb), Mike Miller (16/1, 4 Reb.)

Foto:  Gero Müller-Laschet