RheinStars verspielen möglichen Sieg nach der Pause

Einen Rückschlag auf dem Weg in die Playoff-Plätze haben die RheinStars Köln hinnehmen müssen. Am Samstagabend unterlag der Tabellenneunte bei den heimstarken Niners Chemnitz mit 67:75 (41:32). Dabei verpasste es die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann vor 1.764 Zuschauern am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA auch, den Abstand zwischen Köln und den viertplazierten Niners in der Tabelle noch einmal richtig eng zu machen. Anstelle von nur noch zwei Siegen Unterschied sind es nun vor den verbleibenden elf Saisonspielen vier.

Dabei hatten die RheinStars, in deren Kader der gegen Hanau erkrankte Lennart Steffen zurückkehrte, den klar besseren Start in der Hartmann-Halle. Angekickt durch eine schnelle 5:0-Führung prägten die Gäste in der ersten Hälfte das Geschehen. Über 20:9 (8.) und 35:22 (17.) ging es bis zur Pause auf 41:32. Dabei ließen die RheinStars die Sachsen nicht näher heran als sechs Punkte.

„Bis zur Pause haben wir aus einem Guss gespielt, genauso wie wir das brauchen, um uns in der Tabelle nach vorne arbeiten zu können“, sagte Manager Stephan Baeck. „Aber nach dem Wechsel haben wir unsere Intensität verloren und Chemnitz wieder stark gemacht. Allein Hugh hat durchweg auf sehr hohem Niveau gespielt.“

Trainer Woltmann: „Die ersten 20 Minuten waren wahrscheinlich die besten der Saison. Aber dann schaffen wir es nicht, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen und bauen die Niners nach der Pause auf.“ Durch den nachlässigen Start der Kölner änderte sich nach dem Wechsel das Geschehen komplett. Chemnitz gelang ein 2:12-Lauf und in der 25. Minute die erste Führung (43:44). Noch einmal konnten sich die Kölner vom zunehmenden Druck der Niners befreien und zogen wieder auf 54:46 (28.) weg. Aber die Hausherren ließen sich nicht mehr abschütteln. Bei 56:54 ging es ins letzte Viertel.

Die RheinStars trafen zum Start zwar den ersten Dreier, aber mit einem 0:7-Lauf wechselte die Führung erneut in Richtung Gastgeber. Der letzte Gleichstand gelang Köln bei 64:64 knapp vier Minuten vor Ende. Aber sie konnten nicht nachlegen, Chemnitz setzte die spielentscheidenden Akzente. Unterm Strich gelangen den RheinStars im letzten Viertel nur noch 11 Punkte – zu wenig für einen durchaus möglichen Auswärtserfolg an diesem Abend.

Viertelergebnisse: 22:14, 19:18, 15:22, 11:21

Besondere Stats: Topscorer Hugh Roberston (21 Punkte/5 Rebounds), Richard Wiliams 8 Assists. Rebounds 33:39, Steals 9:7, Turnover 13:16.

RheinStars: Richard Williams (9 Punkte/1 Dreier), Hugh Robertson (21/3), Robin Christen (6/1), Alex Foster (4/1), Anthony King (9), Jelani Hewitt (7/1), Lennart Steffen (5/1), Chris Eversley (2), Dennis Heinzmann (4), Andi Wenz. Ohne Spielzeit: Tim van der Velde

Alle Stats gibt es hier

Topscorer Hugh Robertson I Foto: Gero Müller-Laschet

Konzentriert zu den heimstarken Niners nach Sachsen

Vor einer Reihe schwerer Auswärtsaufgaben stehen die RheinStars Köln in den kommenden Wochen, bevor am Mittwoch, 8. Februar die Kirchheim Knights in der LANXESS arena gastieren. Der Spielplan schickt den Tabellenneunten auf Reisen nach Chemnitz, Dresden und Crailsheim. Los geht es mit dem Auftritt bei den heimstarken Niners am kommenden Samstag (19 Uhr, Liveticker auf zweite-basketball-bundesliga.de), die als Tabellenvierter der 2. Basketball-Bundesliga ProA erst zwei ihrer neun Heimspiele verloren haben.

„Die Niners spielen eine starke Saison“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Sie sind als Team stark und haben oft unterschiedliche Scorer. Dementsprechend schwer sind sie auszurechnen.“ So warf Kapitän Michael Fleischmann als Forward die Chemnitzer zuletzt beim knappen Sieg in Ehingen mit 33 Punkten zum Sieg. Topscorer des Teams ist aber eigentlich Forward Joseph Emmanuel Lawson III mit durchschnittlich 14,2 Punkten. Effektivster Spieler wiederum ist Guard Christopher Carter. Alle drei zusammen waren auch maßgeblich am 81:76-Erfolg beim Hinspiel in Köln beteiligt. Dazu kommt mit Neujahrs-Verpflichtung Craig Bradshaw von den Crailsheim Merlins ein weiterer starker Akteur. Der Guard bestreitet gegen die RheinStars sein zweites Spiel.

Von den letzten acht Spielen haben die Niners acht gewonnen, allein das Derby gegen die Oettinger Rockets ging vor über 2.000 Zuschauern verloren. In der Richard-Hartmann-Halle, im Volksmund Hartmann-Hölle, gab es zuvor erst eine weitere Niederlage in dieser Saison. Gegen den souveränen Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger Mitteldeutscher BC. Und zwischendurch verfolgten über 5.000 Zuschauer das Sachsen-Derby in der Arena Chemnitz. Basketball in Chemnitz ist unter Coach Rodrigo Pastore auf dem Vormarsch.

Andererseits kann man es auch so sehen: Nach ihrem holprigen Start haben die RheinStars selbst acht ihrer letzten elf Spiele gewonnen. Gegen Hanau lieferte die Mannschaft beim jüngsten Heimsieg ihrer wohl beste Saisonleistung ab. Mit Richard Williams und Anthony King stehen zwei entscheidende Qualitätsfaktoren mehr im Team. Die Mannschaft konnte zuletzt komplett, gesund und intensiv trainieren – und reist zur besseren Vorbereitung einen Tag früher an.

„Unsere Entwicklung ist unübersehbar. Wir haben Anschluss an die Playoffs gefunden. Wir werden alles versuchen, um dran zu bleiben“, sagt Manager Stephan Baeck. Trainer Woltmann sagt: „Wir müssen sehr konzentriert verteidigen. Offensiv brauchen wir Geduld für den richtigen Wurf und Disziplin in unseren Setplays.“ Alle beide reizt die Aussicht, mit einem Sieg den Rückstand auf die Sachsen am 19. Spieltag auf zwei Siege zu verkürzen. Warum auch nicht? Im Vorjahr gewannen die RheinStars schon einmal in der Hartmann-Hölle. Die Voraussetzungen für einen spannenden Basketball-Abend sind also auf jeden Fall gegeben.

Qualitätsfaktor Anthony King Foto: Gero Müller-Laschet

Der weite Weg der Rückkehrer

Etwas über vier Minuten waren es am Donnerstagabend gegen die Hebeisen White Wings Hanau für Tim van den Velde auf dem Spielfeld. Davor waren es 26 Sekunden im Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg. Und dazwischen lagen 65 Tage und ein paar zerquetsche Minuten und Sekunden, in denen sich das Eigengewächs der RheinStars zurückarbeiten musste. Zurück von der Verletzung des Schienbeinkopfs, über die Reha, über das Individualtraining bis hinzu zum Comeback im regulären Mannschaftstraining und schließlich aufs Feld.

„Tim hat seine Sache sehr ordentlich gemacht“, befand sein Trainer Arne Woltmann – und nicht nur er freute sich über den beherzten Auftritt des Rückkehrers und dessen erste Punkte im neuen Jahr. „Es ist ein langer und kein leichter Weg zurück für unsere Jungs, zumal es ja auch im Kader einige Veränderungen gab. Da müssen sie sich erst wieder neu einordnen, vielleicht sogar eine neue Rolle finden“, erklärt der Headcoach und unterscheidet dabei nicht zufällig sehr fein zwischen spielfähig sein und der Rückkehr in den Kreis der dann tatsächlich eingesetzten zwölf Akteure im mittlerweile 18köpfigen Kader.

Tim van der Velde ist ja im verletzungsintensivsten Jahr der RheinStars beileibe kein Einzelfall. Leon Okpara stand 128 Sekunden auf dem Parkett zum Saisonauftakt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA Ende September. Seit dem vergangenen Wochenende greift der NBBL-Spieler nach mehreren muskulären Problemen wieder ins Spielgeschehen ein. Auch Leon Baeck ist nach einem Teilriss der Patellasehne zurück auf dem Sprung und wieder voll ins Training eingestiegen. Er hat noch gar kein Spiel in dieser Saison in der ProA absolvieren können nach dem Sommer in der U20-Nationalmannschaft. „Es gibt Spieler bei uns in der Mannschaft, die haben mit Leon noch nie zusammengespielt“, sagt Woltmann.

David Downs ist nach seiner Fußoperation inzwischen im Individualtraining mit Ball angekommen. „Er bewegt sich gut“, sagt Woltmann über den Kapitän, den er Mitte Oktober nach dem fünften Saisonspiel verletzungsbedingt verlor. Filip Kukic ist etwa auf dem gleichen Stand. Für beide peilt die Abteilung „Reha und Aufbau“, sprich Physiosport, Ago Sport und die Orthopädie am Gürzenich, die Rückkehr in den kommenden Wochen an. „Es ist wichtig für Spieler, ein Ziel vor Augen zu haben. Denn in unserem Kader ist der Schritt zurück ins Training und dann auch noch ins Spiel – und ich rede hier von dem Spiel im Training – allein schwer genug, um sich tatsächlich die nötige Spielpraxis holen zu können“, sagt Woltmann.

So hilft es zumindest den jungen Spielern, dass die zweite Mannschaft in der 2. Regionalliga inzwischen auf Belange der Profiabteilung abgestimmt ist und mit Headcoach Platon Papadopoulos viele Systeme der Zweitliga-Mannschaft spielt. „So haben es unsere Jungs einfacher, sich einzufinden und Praxis sinnvoll sammeln zu können. Das haben wir in dieser Saison im Vergleich zum Vorjahr ändern können“, erklärt Woltmann den Schritt hin zu einer reinen Ausbildungsmannschaft.

So bekam es die SG Sechtem am gestrigen Samstagabend dann gleich mit fünf Akteuren aus dem ProA-Kader zu tun. Mit Van der Velde, Baeck, Okpara, Van Laack und Müller-Laschet. Und auch die NBBL mit Trainer Max Schwamborn arbeitet in die Richtung, so dass den ganz jungen Spielern um Okpara, Müller-Laschet und – wenn er denn zurück ist – Kukic eine Gelegenheit geboten werden kann, sich an zwei Spielen am Wochenende im Wettkampf zu beweisen.

Tim van der Velde I Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars untermauern Ambitionen mit Sieg über Hanau

Starkes Spiel, zwei Teams auf Augenhöhe und einen Sieger, der aus Köln kam. Da hüpft das kölsche Basketballherz. Vor Freude. Mit 80:72 (40:41) bezwangen die RheinStars Köln zum Auftakt des 18. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA die Hebeisen White Wings Hanau am Donnerstagabend vor 1.055 Zuschauern in der LANXESS arena. „Die Mannschaft hat sich in einem sehr guten Zweitligaspiel durchgesetzt, man sieht die Steigerung und die Entwicklung“, sagte Manager Stephan Baeck erleichtert und erfreut zugleich. Denn die RheinStars untermauerten mit dieser wohl besten Saisonleistung die Ambitionen, unter die besten acht Teams und in die Playoffs der Liga zu wollen.

Höchst zufrieden zeigte sich auch Headcoach Arne Woltmann nach dem äußerst unterhaltsamen Basketballabend mit intensiver Defense auf beiden Seiten, wenig Raum unter den Körben, 50 Würfen jenseits der Dreierlinie – und vielen Assists. „Wir haben das insgesamt sehr gut gemacht, wir haben gute Lösungen gefunden. Für mich war der Schlüssel, das wir uns in der zweiten Hälfte besser auf Josef Eichler eingestellt hatten. Er war für unsere „Big Man“ schwer zu verteidigen.“

Gäste-Center Eichler hatte den Hausherren am Ende mit 5 von 8 erfolgreichen Dreiern vor allem vor der Pause Kopfzerbrechen bereitet. Und auch der herausragende Gästespieler Kruize Pinkins steuerte seinen Anteil bei. So wurden bei 40:41 die Seiten gewechselt, nach dem die Kölner lange knapp geführt hatten – und Hanau mit einem 7:0-Lauf die Führung eroberte (35:36/19). Doch mehr als zwei Punkte kamen die Gäste nicht weg.

Auch nach der Pause sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der am Ende achtmal die Führung wechselte und es dreimal Remis stand. Mit dem Fortlauf der Begegnung erarbeiteten sich die RheinStars um die starken und intensiven Hugh Robertson, Robin Christen und Richie Williams ein leichten Vorsprung – und auch Anthony King versah unter dem Korb seine Arbeit ohne Schnörkel, aber voller Effektivität. Bei 72:69 verabschiedeten sich die RheinStars schließlich von ihren Gästen. Mit einem 8:0-Lauf knapp zwei Minuten vor Schluss über knapp 80 Sekunden entschieden sie das Spiel. Der erste Punktspiel-Sieg über Hanau im vierten Anlauf war perfekt.

Viertelergebnisse: 24:20, 16:21, 19:12, 21:19

Besondere Stats: Hugh Robertson (20 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists), Robin Christen (15/6/7), Richie Williams 6 Assists. Rebounds 38:37, Assists 21:16, Steals 8:8, Turnover 13:13.

RheinStars: Hugh Robertson (20/2 Dreier), Richie Williams (6/1), Robin Christen (15/2), Anthony King (10), Alex Foster (10/2), Chris Eversley (6/2), Dennis Heinzmann (4), Jelani Hewitt (5/1), Bene van Laack (2), Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: Leon Baeck, Andi Wenzl.

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Foto: Hugh Robertson I Gero Müller-Laschet

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White Wings kommen als Prüfstein und Gradmesser

Zu einem hochinteressanten Vergleich erwarten die RheinStars Köln die Hebeisen White Wings aus Hanau am Donnerstag in der LANXESS arena (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). „Hanau ist eine topbesetzte Mannschaft, spielerisch stark und gut gecoacht. Sie sind für uns ein echter Prüfstein und Gradmesser für unsere aktuelle Entwicklung“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Auftakt des 18. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA

Köln kann nach dem schwierigen Start in die Saison mit einem Erfolg in dieser Saison die Bilanz bei Sieg und Niederlage ausgleichen. Es wäre das erste Mal. Aber Hanau bietet nicht allein deshalb Anlass für eine intensive Auseinandersetzung: Zum einen sind beide Mannschaften mit jeweils 7:3-Siegen aktuell die erfolgreichsten Teams der letzten zehn Spieltage in der ProA nach den beiden Bundesligaabsteigern Mitteldeutscher BC und Crailsheim Merlins. Dann stehen die Hessen aktuell auf dem sechsten Platz in den Playoff-Rängen. Also dort, wo die RheinStars hinwollen – und tatsächlich haben die Hausherren gegen die White Wings noch keines ihrer Punktspiele gewonnen. Allein in der Saisonvorbereitung gab es einen Erfolg.

Die RheinStars konnten unter der Woche komplett trainieren und arbeiten sich langsam an den Kontrahenten heran, der in Power Forward Kruize Pinkins den effektivsten Akteur der Liga in seinen Reihen weiß. Unter den Körben also eine Herausforderung für Anthony King, Alex Foster, Andi Wenzl, Dennis Heinzmann und Chris Eversley. Dazu kommt, dass die Hanauer im Aufbau schwer auszurechnen und immer für eine Überraschung gut sind. Gerade die Spielmacher ziehen intensiv zum Korb, um so freie Räume für die Flügelspieler zu kreieren. Zumal die Truppe von Headcoach Simon Cote dann auch noch verlässlich hochprozentig von jenseits der Dreierlinie trifft.  Beim 66:76 im Hinspiel waren es 43 Prozent. Und Hanau ist die Mannschaft mit den wenigsten Ballverlusten in der Liga – also wenig anfällig für Fehler.  Es wird also spannend.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

SG RheinStars wächst weiter

Die RheinStars Köln wachsen als Spiel-Gemeinschaft weiter und bewegen sich auf die 800er Marke als zweitgrößter Deutscher Basketball-Verein zu. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren beim Deutschen Basketball-Bund 765 Teilnehmerausweise aus den Vereinen RheinStars Köln e.V. und MTV Köln gemeldet, 47 mehr als im Jahr zuvor. Zur Gemeinschaft zählt auch noch der ASV Köln. Größter Verein bleibt ALBA Berlin mit 998 Ausweisen. Köln als eine der Hochburgen des Basketballsports in Deutschland weist unter der jetzt vom DBB veröffentlichten Top-100-Liste zudem noch folgende Vereine aus: DJK Südwest Köln (14./432); BG Köln (29./380), DJK Köln-Nord (83./262), Deutzer TV 1878 (89./255).

Zur kompletten Liste des DBB geht es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars gewinnen mit Erfahrung und Christens Dreiern

Intensiver Schlussspurt, feiernde Zuschauer und am Ende ein schwer erarbeiteter Sieg. Die RheinStars Köln starten am Samstagabend vor knapp 2.000 Zuschauern in der LANXESS arena mit einem verdienten 75:70 (33:32)-Erfolg über die Baunach Young Pikes ins Jahr 2017.  „Das war eine harte Nuss. Ich freue mich über unseren Sieg, das war sehr wichtig für uns. Wir entwickeln uns in die richtige Richtung, aber wir müssen es schaffen, als Mannschaft die Intensität über das komplette Spiel hochzuhalten“, sagte Manager Stephan Baeck nach dem achten Saisonerfolg der RheinStars am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

In einer ausgeglichenen und gutklassigen Partie setzte sich am Ende wohl die Erfahrung der Hausherren gegen das sichtbar vorhandene Talent der jungen Gäste (knapp 18 Jahre im Schnitt) durch. „Die beiden Dreier von Robin Christen waren für mich entscheidend“, sagte RheinStars-Headcoach Arne Woltmann zu den beiden erfolgreichen Versuchen von Christen (mit 17 Zählern auch Topscorer) zum 66:68 (36.) und 71:68 (38.), die Köln das Momentum beim Stande von 63:68 (36.) zurückholten.

Denn Baunach war als Ausbildungsteam von Serienmeister Brose Bamberg zwar nicht in besonders tiefer Besetzung angereist, aber mit den herausragenden Talenten Leon Kratzer, Aleksej Nikolic und Arnoldas Kulboka. Letzterer markierte alleine nach der Pause 20 Punkte (29 insgesamt). Auch Kratzer (13 Punkte/10 Rebounds) und Nikolic (15/12 Assists) überzeugten, doch die RheinStars hatten in Center Dennis Heinzmann unter dem Korb die richtige Antwort parat. Und auf der Spielmacherposition stemmten sich abwechselnd Richie Williams, Jelani Hewitt und Lennart Steffen gegen den jungen Slowenen.

Heinzmann legte dabei 14 Punkte auf und fischte 14 Rebounds, davon 8 in der Offense. Eine beeindruckende Saisonbestleistung. „Ich glaube, wir werden solche Dinge von ihm in Zukunft noch öfters sehen“, sagte Woltmann, der auch die entscheidenden Aktionen von Williams in den Schlussminuten nicht unerwähnt lassen wollte. „In der Phase hat er uns das Richtige gegeben, das hat uns sehr geholfen.“ Köln hatte auch dank ihm in einem Spiel, in dem keiner der Kontrahenten weiter als sechs Punkte davonziehen konnte, mit 11:0-Punkten den besten Lauf zur rechten Zeit – und am kommenden Donnerstag nun die Chance, im Heimspiel gegen die Hebeisen White Wings Hanau (19.30 Uhr) weiteren Boden auf die Playoff-Plätze gutzumachen.

Viertel: 14:17, 19:15, 19:20, 23:18

Besondere Stats: Dennis Heinzmann (14 Punkte/14 Rebounds), Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier). Richie Williams (7 Assists). Rebounds: 44:39 für Köln, Assists 19:17, Steals 8:4.

RheinStars: Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier), Hugh Robertson (15/2), Alex Foster (2), Jelani Hewitt (5/1), Anthony King (4), Richie Williams (12/2), Dennis Heinzmann (14), Lennart Steffen (2), Chris Eversley (4), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Andi Wenzl.

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Spielentscheidender Moment: Dreier von Robin Christen – Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

Schwieriges, aber reizvolles Duell mit Bamberger Talentschmiede

Einen spannenden und attraktiven Gegner erwarten die RheinStars Köln am kommenden Samstag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA zum Familientag. Ab 18 Uhr gibt mit den Baunach Young Pikes die Talentschmiede von Abonnementsmeister Brose Bamberg ihre Visitenkarte in der LANXESS arena ab. Trotz der erst vier Siege gleichwohl ein gefährlicher Gegner für die Hausherren, die mit einem Sieg am 17. Spieltag in der Tabelle den direkten Anschluss an die Playoff-Plätze finden könnten.

„Baunach ist die wohl talentierteste Mannschaft in der ProA. Natürlich ist sie mit einem Durchschnittalter von etwas mehr als 19 Jahren auch die jüngste und unerfahrenste. Aber es macht Spaß, die Entwicklung dieser oft noch sehr jungen Talente zu verfolgen“, sagt Kölns Headcoach Arne Woltmann, der vor Jahren an der Seite von Chris Fleming das Bamberger Ausbildungsmodell entscheidend prägte. Aufgrund von Verletzungsproblemen und Abstellungen für internationale Jugendteams kam in der letzten Partie des vergangenen Jahres in Heidelberg sogar der erst 15 Jahre alte Kai Bruhnke zu einem Kurzdebüt bei den Young Pikes. Jetzt aber ist Baunach wieder komplett bis auf den ehemaligen Kölner Yassin Idbihi.

Die beiden aktuell prominentesten Aushängeschilder des Programms sind Center Leon Kratzer (19) und der 21 Jahre alte slowenische Aufbauspieler Alexej Nikolic. Beide sammelten bereits nicht nur Minuten in der obersten deutschen Spielklasse sondern auch schon Erfahrungen in der Euroleague. Nikolic durfte beim jüngsten Duell gegen Real Madrid sogar in der Starting five ran – und Kratzer ist mit 14,9 Punkten im Schnitt pro Spiel und 13,8 Rebounds der dominierende Center der Liga. Allerdings hatte er mit Dennis Heinzmann auf Seiten der RheinStars beim Kölner 85:77-Auswärtserfolg so seine Schwierigkeiten. Der 19 Jahre alten Litauer Arnoldas Kulboka komplettiert das eminent starke U22-Trio, das aktuell auch die Liga-Statistiken bei den Youngstern anführt.

Bei den RheinStars arbeitet sich der jüngst verpflichtete Center Anthony King derweil in den Trainingseinheiten konzentriert und aufmerksam in die Abläufe der Mannschaft ein.. Zudem füllt sich der Kader, alle verletzten Spieler steigern nach und die Trainingsbelastung und damit auch die Intensität innerhalb der Einheiten. Denn die Playoffs sind das große Ziel. Darauf hat sich das Team eingeschworen. Und alle brennen zudem auf Wiedergutmachung der Heimniederlage gegen Essen zwei Tage vor Weihnachten. Die Bilanz der vergangenen neun Spiele liegt bei 6:3-Siegen, der insgesamt positive Trend soll sich festigen.

Foto: Leon Kratzer im Hinspiel-Duell mit Andi Wenzl I Baunach Young Pikes

RheinStars verdaddeln Sieg gegen Essen

Der Weg der RheinStars Köln bleibt steinig in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach drei Siegen in Serie unterlagen die favorisierten Kölner am Donnerstagabend verdient den ETB Wohnbau Baskets Essen mit 56:60 (30:31) zum Auftakt der Rückrunde. In der Tabelle treten die RheinStars damit weiter auf der Stelle – die Weihnachtspause und der Anlauf zum nächsten Heimspiel am Samstag, 7. Januar gegen die Baunach Young Pikes wird sicherlich weniger beschwingt als erwartet.

Headcoach Arne Woltmann war sichtlich angefressen, denn eigentlich war alles angerichtet für ein kleines kölsches Basketballfest. Saisonrekordkulisse von 2.500 Zuschauern in der LANXESS arena. Nach dem 1:6-Start die Möglichkeit, das Punktekonto endlich auszugleichen. Mit dem neuen Center Anthony King einen weiteren starken Neuzugang, dessen Können zwischenzeitlich auch aufblitzte. Dazu ein Gegner, den man vor wenigen Tagen noch beim 83:66-Auswärtserfolg nach Belieben beherrscht hatte. Coming home for Christmas. Ein Abend zum Wohlfühlen.

„Bis zur Pause ging es noch, da haben wir zwar die freien Würfe nicht getroffen, aber wenigstens kreiert. Nach dem Wechsel haben wir mehr versucht die Luft aus dem Ball zu dribbeln, als zu spielen und zu passen. Das war gar nichts“, bemerkte Woltmann. Vielleicht aber war gerade diese vermeintlich komfortable Ausgangslage die Wurzel allen Übels. Denn Essen hatte bis zum Schluss wenig Lust, sich nochmal vorführen zu lassen und hielt verbissen dagegen.

Köln kam nicht weg. Hatte nur wenige intensive und konzentrierte Phasen, erging sich im Schlendrian. Zehnmal wechselte die Führung, neunmal stand es Unentschieden. Spannend und unterhaltsam für die Zuschauer, trotz der vielen Unzulänglichkeiten und schwachen Wurfquoten auf beiden Seiten. Aber am Ende hatte die Gäste gegen ihre einfallslosen Gastgeber plötzlich die Nase vorne. Die RheinStars hatten das Spiel verdaddelt – standen mit leeren Händen und langen Gesichtern da. Essen feierte.

Viertel: 14:7, 16:24, 10:13, 16:16

Besondere Stats: Hugh Robertson 10 Punkte – 10 Rebounds. 51:44 Rebounds, 5 geblockte Schüsse Köln . Turnover 13 – 9.

RheinStars: Hugh Robertson (10), Robin Christen (6/1 Dreier), Richard Willimas (7), Chris Eversley (4), Alex Foster (4), Anthony King (6), Jelani Hewitt (16/3), Lennart Steffen, Bene van Laack, Andi Wenzl (2). Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic.

Alle Stats 

Foto: Robin Christen und Anthony King – Gero Müller-Laschet