RheinStars überrollen Münster

Ein ungemein wichtiger Sieg auf dem Weg zum Saisonziel Klassenerhalt gelang den RheinStars am späten Sonntagnachmittag. Zum Abschluss des erstens Doppelspieltags des Jahres in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA schlugen die Kölner den Tabellenletzten Uni Baskets Münster mit 86:62 (48:21). Nach 21 Spieltagen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse hat die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic mit neun Siegen nun wieder drei Siege Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Entsprechend herrschte tiefe Freude über diesen Zwischenschritt beim Klassenneuling. „Wir wollten dieses Spiel im Vorfeld nicht dramatisieren, aber dieser Sieg war für uns immens wichtig. Wir sind nun in einer Position, wo das Team und wir als Organisation ruhig weiterarbeiten können. Natürlich mit dem Saisonziel fest im Blick, für das es noch ein paar weitere Siege braucht“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport über den Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten vor 1.306 Zuschauern in der heimischen Motorworld.

„Es war ein wichtiger Sieg für uns, weil er uns Ruhe und Sicherheit für die kommenden Wochen gibt“, sagt Headcoach Kukic. „Ich habe den Jungs aber vorher schon gesagt, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt der Saison keine besondere Bedeutung hat für mich, für uns. Für Münster dagegen schon. Der Druck des Gewinnen Müssens lag bei ihnen. Wir haben noch genug Spiele, um die nötigen Erfolge einzufahren. Aber so ist es natürlich noch besser.“ Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, gastieren die Eisbären Bremerhaven am Butzweiler Hof. Mit dabei die beiden ehemaligen RheinStars Jannis von Seckendorff und Jordan Samare.

Zoran Kukic freute sich mit Assistant Coach Oliver Elling vor allem darüber, dass ihnen mit einer Änderung in der Startformation gelungen war, eine hohe Intensität in der Verteidigung aufs Spielfeld zu bringen und auch Hall B. Elisias enger ins Spiel einzubinden als noch zuletzt. Zusammen mit Cedric Russell und Maxi Begue überrollte die Starting Five unter der klugen Regie des in Quakenbrück am Freitag geschonten Haris Hujic ihren Gegner. Intensiv in der Verteidigung, aggressiv zum Korb im Angriff. 32:7 stand es nach mitreißenden zehn Minuten, in denen den Hausherren alles gelang und den Gästen nichts. Und weil die RheinStars dann mit ihrem Topscorer Björn Rohwer, Neu-Kapitän Mike Miller, Jasper Günther, Zac Watson oder Justin Onyejiaka von der Bank kommen konnten, ließ der Druck bis auf kurze Momente bis weit ins letzte Viertel nicht nach.

Vor allem dominierten die RheinStars das Geschehen unter den Körben. Allein die Punkte der großen Positionen sprachen Bände: Rohwer mit Double-Double (23 Punkte, 11 Rebounds), Kenny Baptiste mit 100 Prozent Trefferquote (8 von 8), Elisias mit 9 Punkten und 9 Rebounds, Watson 5 Punkte und 5 Rebounds.

Köln war stets wach, begeisterte mit harter Defense, Spielfreude und Tempo. Münster taumelte wie ein angeschlagener Boxer durchs Spiel und, um im Bild zu bleiben, hätte wohl in dieser Sportart irgendwann das Handtuch zur Aufgabe in den Ring geworfen. Zu deutlich war die Überlegenheit der RheinStars, die ihren Fans einen wunderbaren Spätnachmittag bescherten, während die mit Optimismus angereisten Anhänger der Uni Baskets mehr oder weniger fassungslos das Geschehen verfolgten. In Minute 13 stand es 38:7, 65:28 nach 26 Minuten. Kurze Zeit später näherte sich die Kölner Führung erstmals der 40-Punkte-Marke (71:33/28.), die dann in der 33. Minute tatsächlich zweimal überschritten wurde (79:38, 80:39). Erst in den letzten fünf Minuten ließen die RheinStars ihren Gästen mehr Raum, die so zumindest etwas Ergebnis- und Statistik-Kosmetik betreiben konnten.

Viertel:  32:7, 16:14, 27:17, 11:24

Spielfilm: 16:3 (5.), 32:7 (10.), 42:11 (15.), 48:21 (20.), 63:28 (25.), 75:38 (30.), 82:49 (35.), 86:62 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 32 von 75/43%, Uni Baskets (23/70, 33%), FW Köln 68% (15/22) zu 72% (13/18), 15:4 Assists, 51 (19 offensiv): 42 (18) Rebounds, 19:19 Fouls, 9:5 Steals, 2:1 Blocks, 10:15 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (11 Punkte/1 Dreier, 5 Assists, 3 Rebounds), Zac Watson (5, 5 Reb.), Jasper Günther (7/1), Maxi Begue (3, 4 Rebounds), Haris Hujic (7/1, 5 Ass., 3 Reb),Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (21/3, 11 Reb), Justin Onyejiaka (2, 4 Reb), Mike Miller (5/1, 4 Ass, 4 Reb, 2 Blocks), Hall B. Elisias (9, 9 Reb.), Kenny Baptiste (16, 3 Reb.)

Foto: Gero Müller-Laschet

Besser, aber noch nicht erfolgreich

Besser als zuletzt gespielt, aber keine zusätzlichen Punkte auf dem Habenkonto. Zum Auftakt des Doppelspieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mussten sich die RheinStars am 21. Spieltag nach einer attraktiven Auseinandersetzung bei den Artland Dragons mit 85:97 (39:49) geschlagen geben. Am morgigen Sonntag (17 Uhr) erwarten die Kölner die Uni Baskets Münster in der Motorworld. Durch die Ergebnisse in den anderen Hallen am Freitagabend ist zusätzlich Spannung in die untere Tabellenhälfte gekommen.  Köln liegt mit acht Siegen inzwischen gleichauf mit vier weiteren Teams, dahinter konnten die SBB Baskets aus Magdeburg sowie die Bayer Giants Leverkusen ihr Konto auf sechs Saisonerfolge aufstocken. Allein die morgigen RheinStars-Gäste stehen bei fünf Siegen. „Münster versucht alles für den Ligaverbleib zu tun, was möglich ist“, hatte Stephan Baeck vor dem Wochenende als Geschäftsführer Sport vor den Westfalen gewarnt.

Bei allem Fokus auf die Spiele gegen die direkte Konkurrenz gingen die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten mit erhobenen Köpfen, aber genervt vom Feld der Artland Arena. „Die Jungs haben als Team wieder deutlich besser gespielt, aber einige Spieler befinden sich immer noch in einem kleinen Tief, vielleicht auch wegen der eigenen Rolle. Aber jeder einzelne ist wichtig und trägt Verantwortung für das große Ganze. Nur so können wir unsere Ziele erreichen“, sagt Baeck mit Blick auf den Sonntagsgegner.

Vor 1.803 Zuschauern hatten sie am Freitag dem Tabellenfünften einen Kampf auf Augenhöhe geliefert, in den entscheidenden Momenten der Partie aber den Kürzeren gezogen bzw. mitunter schlicht falsche Entscheidungen getroffen. „Die Dragons haben wie eine Playoff-Mannschaft gespielt. Und um eine solches Team schlagen zu können, musst du selbst robust spielen können, brauchst Kraft, Konzentration und Kopf“, befand Headcoach Zoran Kukic. „Und das alles gleichzeitig. Das ist uns heute nicht gelungen.“

Zwar hatten die Kölner Coaches in der Vorbereitung den Gegner erneut gut gelesen und vorbereitet, aber die Spieler hatten trotzdem ihre liebe Mühe mit ihren Kontrahenten. Insbesondere die von Assistant Coach Oliver Elling als beste Spieler der ProA bezeichneten Benjamin Burnham und Amir Hinton bereiteten die Rheinländern arge Probleme. Wie erwartet. Burnham traf alle seiner acht Versuche unterm Korb, Hinton acht von seinen elf. Die beiden sorgten so für 16 der 22 erfolgreichen Zweierabschlüsse der Hausherren. Bei 37 Versuchen insgesamt. Köln brauchte für 19 Erfolge 46 – und das bei 13 eigenen Offensivrebounds.

Angeführt von Cedric Russell (23 Punkte) und Mike Miller (7 Assists) waren die Kölner ordentlich in die Partie gestartet. Dazu kamen ein gut aufgelegter Maxi Begue (14 Punkte/9 Rebounds) sowie Björn Rohwer mit 13 Punkten, 7 Rebounds. Kukic hatte eine bessere Vorstellung als am vergangenen Sonntag beim 88:89 gegen Paderborn versprochen und das wurde sie auch. Trotzdem schafften es die Kölner nicht, das Momentum des Spiels auf ihrer Seite zu ziehen – weder bei 33:34 (14.) oder 39:42 (17.), noch nach ihrem 7:0-Lauf zum 48:56 (25.) oder bei 66:74 (33.). Es sollte nicht sein an diesem Abend. Kukic: „Wir machen in diesen Phasen zu viele individuelle Fehler. Jetzt werden wir uns ausruhen und konzentriert auf Münster vorbereiten. Denn das ist für uns das wichtigere Spiel an diesem Wochenende.“

Viertel:  21:28, 18:21, 20:22, 26:26

Spielfilm: 11:16 (5.), 21:28 (10.), 33:37 (15.), 39:49 (20.), 48:56 (25.), 59:71 (30.), 68:78 (35.), 85:97 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 31 von 69/45%, Dragons (33/63, 52%), FW Köln 79% (11/14) zu 91% (20/22), 12:25 Assists, 38 (13 offensiv): 31 (9) Rebounds, 19:20 Fouls, 5:10 Steals, 5:0 Blocks, 14:11 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (23 Punkte/5 Dreier, 3 Assists), Zac Watson (3/1), Jasper Günther (8/2), Maxi Begue (14/2, 9 Rebounds), Timmy Davis, Adam Paige (2, 2 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (13/1, 7 Reb), Justin Onyejiaka (2, 4 Reb), Mike Miller (9/2, 7 Ass, 5 Reb), Hall B. Elisias (2, 2 Reb.), Kenny Baptiste (9/1, 5 Reb.)

Foto: Stefan Pieper

„Wir werden eine andere Leistung zeigen“

Zwei schwere Begegnungen stehen für die RheinStars am ersten Doppelspieltag der Rückrunde im Saisonplan. Am Freitag gastieren die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons im niedersächsischen Quakenbrück. Tippoff ist um 19.30 Uhr. Zwei Tage später kommen die Uni Baskets Münster in die Motorworld. Tippoff gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist dann um 17 Uhr.  „Vor uns liegen herausfordernde Aufgaben“, sagt Geschäftsführer Stephan Baeck. „Die Dragons spielen bisher ein starke Saison und sind mit den eigenen Fans im Rücken sehr schwer zu spielen. Münster hat gerade nachverpflichtet und versucht in jedem noch verbleibenden Spiel alles für den Ligaverbleib zu tun, was möglich ist.“

Zwar bereiten sich die RheinStars intensiv auf das kommende Wochenende vor, doch Anfang der Woche gab es bei den Kölnern nach der 88:89-Niederlage gegen die Paderborn Baskets noch einiges aufzuarbeiten. „Wobei die Trainer und mich besonders die Art und Weise der Niederlage ärgert“, sagt Baeck. „Obwohl einige unserer sonst sehr beständig agierenden Spieler nicht gut gespielt haben, wäre es mit ein bisschen mehr Fokus auf die Aufgabe sehr gut möglich gewesen, zu gewinnen. Aber wir haben einfach zu viele Chancen leichtfertig weggeworfen.“ Headcoach Zoran Kukic sagt: „Wir sprechen mit den Spielern, wir arbeiten mit den Spielern und wir werden mit allen zusammen am Wochenende eine andere Leistung zeigen, das sind wir uns, aber vor allem auch unseren Fans und Zuschauern schuldig.“

Gegen die besten Spieler der Liga am Freitag 

Dabei ist die Aufgabe rein sportlich betrachtet am Freitag wahrscheinlich sogar einfacher in der Ausgangslage. Als Saison-Premierengast in der Motorworld setzen sich die Dragons Anfang Oktober 84:72 beim Aufsteiger durch. Dabei führten die RheinStars in der 35. Spielminute noch 70:67, bevor sie einen 0:17-Lauf kassierten. Allein11 Punkte steuerte einer der beiden Dragons-Topscorer Benjamin Burnham bei. Amir Hinton ist der andere.  Die beiden Forwards kommen zusammen im Schnitt auf fast 40 Punkte pro Spiel. Hinton auf 20.1, Burnham auf 19.1. Kein weiterer Spieler im Kader von Trainer Hendrik Gruhn punktet ansonsten zweistellig im Schnitt.

„Burnham und Adam Hinton sind wahrscheinlich die besten Spieler in der ProA in dieser Saison. Die zwei müssen wir stoppen“, sagt Assistant Coach Oliver Elling mit Blick auf den Tabellenfünften, der bei 13:7-Erfolgen steht. „Das wird zwar schwer genug, aber natürlich fahren wir nach Quakenbrück, um dort etwas zu holen.“ Die Dragons selbst unterlagen zuletzt etwas überraschend in Bochum bei den VfL Sparkassenstars 75:90; werden also ähnlich wie die RheinStars auf Wiedergutmachung brennen.

Lage der Liga

Im Kampf um die besten Plätze vor den beiden Abstiegsrängen hat sich das Feld durch die Heimniederlage der Kölner gegen die Paderborn Baskets wieder erweitert. Nach dem 20. Spieltag beginnt die unangenehme Zone bei Platz 11 mit den Karlsruhe Lions. Ebenso wie Paderborn und Köln direkt dahinter weisen sie acht Saisonerfolge aus. Bei sieben Erfolgen stehen die seit sieben Spielen sieglosen Tigers Tübingen sowie der BBC Bayreuth. Auf den Rängen 16, 17 und 18 liegen Münster, die Bayer Giants Leverkusen und die SBB Baskets Wolmirstedt als aktuelles Schlusslicht bei fünf Erfolgen. Weiterhin führen Phoenix Hagen (17:3 Siege), BG Göttingen (16:4) und die Hakro Merlins Crailsheim (15:5) das Tableau an.

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Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/45NNM5j

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars ärgern sich über verpasste Chance

Eine große Siegchance auf dem Weg zum Klassenerhalt haben die RheinStars zu Beginn des Februars liegen gelassen. Mit 88:89 (41:44) unterlagen die Kölner ihrem Mitaufsteiger Paderborn Baskets am frühen Sonntagabend zum 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In einer jederzeit engen und spannenden Partie vor 1.424 Zuschauern in der Motorworld ärgerten sich die RheinStars allesamt über einen gebrauchten Tag vom Team und ein Ergebnis, das so nicht hätte passieren müssen. „Ich war selbst Spieler und weiß, dass Kritik nach einer schlechten Leistung nicht immer einfach zu verdauen ist, aber unseren Auftritt und unseren Focus und Engagement war der Bedeutung dieses Spieles überhaupt nicht angemessen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Baeck weiter: „Wir hätten einen großen Schritt für das Erreichen unserer Ziele machen können und um diese zu erreichen, brauchen wir immer eine geschlossene Leistung und dann vor allem Siege gegen die Teams, die mit uns um die Liga kämpfen. Wir haben überhaupt keinen Anlass nach oben in der Tabelle zu schauen. In Magdeburg am Freitag vergangener Woche hat uns am Ende des Spiels genau diese Geschlossenheit und Willen ausgezeichnet das Spiel für uns zu entscheiden. Heute haben wird das nicht aufs Parkett bekommen. Sehr ärgerlich für alle.“ Kommenden Freitag geht es bei den Artland Dragons weiter, bevor dann am nächsten Sonntag an gleicher Stelle die Uni Baskets Münster zum nächsten Kellerduell in der Motorworld gastieren.

Dabei war den Kölnern diesmal sogar ein passabler Start in die Partie gelungen, der Weg führte dabei vor allem über den gut aufgelegten Björn Rohwer, der von seinen Mitspielern immer wieder in Szene gesetzt wurde, brachte die Gäste ein ums andere Mal in Verlegenheit. Auch schienen die Hausherren anders als beim 69:87 im Hinspiel diesmal insgesamt das talentiertere Team auf dem Feld sein zu können. Allerdings muss sich das dann auch in Zählbares umsetzen lassen, und genau den Nachweis konnte die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic an diesem Sonntag nicht liefern. Immer wieder blieben Chancen unterm Korb ungenutzt, freie Dreier wurden teilweise fahrlässig verworfen. Die Paderborner hingegen nutzen ihre Möglichkeiten besser. „Wir können nur gewinnen, wenn sich alle einbringen und wir nicht zu viele Ausfälle haben“, sagte Zoran Kukic. „Heute haben wir zu viele Spieler gehabt, die ihre Leistung nicht abrufen konnten. Wir werden das besprechen.“

Neuzugang Kenny Baptiste mit ersten Double-Double 

Und so blieb die Partie immer eng, was den Zuschauern immerhin einen spannenden Abend bescherte. Ende des dritten Viertels gelingt den Gästen ein 7:0-Lauf zum 59:66, den die RheinStars im letzten Viertel mit einem 12:0-Lauf ihrerseits kontern bis zur 33. Minute. Die Partie wogt nun hin und her, wobei Kölner mit einem Dreier von Cedric Russell auf 74:68 (34.) erhöhen und nun drauf und dran sind, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Aber sie lassen in der nächsten anderthalb Minuten sechs Chancen auf weitere Punkte aus in einer Phase, in der die Baskets nur dreimal zum Kölner Korb kommen, daraus aber drei Punkte machen – und mit der vierten Aktion schließlich wieder andocken können bei 74:73 (36.).

Schön und von besonderer Güte ist das Spiel in der Endphase sicher nicht mehr, aber mitreißend spannend. Übers gesamte Spiel hinweg wechselt die Führung 13mal, sieben Mal steht es Remis. 47 Sekunden vor Schluss liegen die Kölner vorne (82:81), doch die Baskets sammeln Punkt um Punkt. Bei 84:87 und sechs Sekunden verbleibender Zeit steht Haris Hujic für drei Freiwürfe an der Linie, verwandelt aber nur zwei davon. 86:87. Köln gelingt ein schnelles Foul, doch Kevin Osawe trifft beide Freiwürfe. 86:89. Auszeit Köln, noch 5 Sekunden. Einwurf RheinStars. Die versuchen, Cedric Russell in Schussposition für einen Dreier zu bringen, doch der Ball kommt zu Mike Miller, der nicht richtig zum Wurf kommt. Letztendlich findet der Ball über Neuzugang Kenny Baptiste (13 Punkte, 13 Rebounds) den Weg durchs Netz. 88:89. Das Spiel ist aus. Jubel im stark besetzten Paderborner Fanblock, lange Gesichter bei den RheinStars und ihren Anhängern. Chance vertan.

Viertel:  28:26, 13:18, 21:22, 26:23

Spielfilm: 14:13 (5.), 28:26 (10.), 35:34 (15.), 41:44 (20.), 52:54 (25.), 62:66 (30.), 74:71 (35.), 88:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 31 von 66/47%, Baskets (30/61, 49%), FW Köln 86% (19/22) zu 89% (24/27), 12:12 Assists, 35 (12 offensiv): 32 (9) Rebounds, 21:19 Fouls, 5:8 Steals, 0:3 Blocks, 13:10 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/3M0egK4

RheinStars: Cedric Russell (24 Punkte/3 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds), Zac Watson, Jasper Günther (2, 2Reb), Maxi Begue (2 Ass.), Haris Hujic (2, 1 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (3), Björn Rohwer (19, 8 Reb), Justin Onyejiaka (7/1), Mike Miller (14/2, 2 Ass, 5 Reb.), Hall B. Elisias (4, 2 Reb.), Kenny Baptiste (13/1, 13 Reb.)

Kenny Baptiste – Foto: Gero Müller-Laschet

Rupi Hennen wechselt innerhalb der RheinStars

Rupert Hennen schließt sich ab sofort der zweiten Mannschaft der RheinStars an und wird mithelfen, den Aufstieg in die erste Regionalliga zu realisieren. Der Sportstudent verlässt das ProA-Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als Kapitän und wird beim aktuellen Tabellenführer der 2. Regionalliga auf viele ehemalige Mitspieler und Freunde treffen. „Wir freuen uns sehr, dass Rupi sich an einer für die Gesamtentwicklung des Vereins wichtigen Stelle weiter einbringen möchte“, führen die Geschäftsführer Stephan Baeck und Tibor Taras aus.  Zuletzt hatte der ProB-MVP der Saison 2023/2024 immer weniger Spielzeit im Team von Headcoach Zoran Kukic erhalten, so dass sich der Wechsel innerhalb der RheinStars als aktuell bestmögliche Situation für alle Beteiligten anbot.

Hennen bestritt in ProB und ProA seit 2022 in nun vier Spielzeiten insgesamt 105 Partien für die RheinStars. Er erzielte 1.592 Punkte und spielte 547 Assists, davon erreichte er in dieser Saison in 15 Spielen 86 Punkte bzw. 28 Assists.

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Foto: Gero Müller-Laschet

Reizvolle Gegner und viele Möglichkeiten

Vor spannenden Wochen voller Möglichkeiten und attraktiver Spiele stehen die RheinStars mit Beginn des Februars. Am kommenden Sonntag erwarten die Kölner die Paderborn Baskets zum ersten NRW-Duell des Monats in der Motorworld. Tippoff am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist um 17 Uhr. Eine Woche darauf gastieren mit den Uni Baskets Münster die nächsten Westfalen am Butzweiler Hof, dazwischen liegt noch die Partie bei Ex-Bundesligist Artland Dragons am Freitag, 6. Februar. Und am Karnevalssonntag spielt mit den Eisbären Bremerhaven ein weiterer ehemaliger Erstligist in Köln vor. „Wir stehen vor spannende Aufgaben im Februar, wobei unsere größte Priorität und Aufmerksamkeit natürlich auf den beiden Partien gegen Paderborn und Münster liegt. Insgesamt werden die Aufgaben, die vor uns liegen, eine gute Standortbestimmung sein und uns Aufschluss darüber geben,  wie weit wir in unserer Entwicklung  gekommen sind“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Mit den Paderborn Baskets kommt dabei ein Kontrahent nach Köln, gegen den sich die RheinStars eine ihrer schwächsten Saison-Vorstellungen beim 69:87 leisteten. Inzwischen aber konnten die RheinStars die Paderborner wieder im Tableau überholen und liegen derzeit mit einem Sieg mehr, zwei Plätze vor den Gästen aus Westfalen. „Wir haben durch unsere Erfolge in den vergangenen Wochen mehr und mehr zu unserem Spiel gefunden“, sagt Kölns Headcoach Zoran Kukic. „So nehmen wir nicht allein die Punkte, sondern auch die positiven Dinge im Spiel aus Wolmirstedt mit auf unserem Weg von Spiel zu Spiel. In der Woche haben wir gut trainiert und ich bin optimistisch, dass wir das auch zeigen können am Sonntag.“

Die Baskets sind derzeit das Team mit den wenigsten Dreierversuchen (403) und den meisten Abschlüssen im Zweier-Bereich (815) und zählen auch zu den Mannschaften mit den meisten Freiwürfen (421). Köln hat die wenigsten Freiwurf-Versuche der Liga (342) und steht bei den Zweiern (686) und Dreiern (543) eher im breiten Mittelfeld.  Topscorer im Kader von Headcoach Milos Stankovic ist der dänische Shooting Guard Jonathan Klussmann, der im Schnitt 7.3 seiner 19.7 Punkte von der Freiwurf-Linie erzielt. Dahinter folgen Forward Efosa Kevin Osawe (16.8), auch der Team-Toprebounder, Pointguard Brandon Maughmer (12.3) und Center Jalen Lee Johnson (11.2). Ihre beiden jüngsten Auswärtsspiele gewannen die Baskets bei BBC Bayreuth (103:92) und den Bayer Giants in Leverkusen (84:73), in eigener Halle wurden zwei Niederlagen verzeichnet, aber zum Jahresausklang auch ein 82:70 über die BG Göttingen.

Lage der Liga

Die vier Spitzenklubs der ProA genießen am kommenden Wochenende Heimrecht. Phoenix Hagen, die BG Göttingen, die Hakro Merlins Crailsheim und die Eisbären Bremerhaven empfangen mit den Teams aus Tübingen, Wolmirstedt, Karlsruhe und Leverkusen jeweils Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Am vergangenen Sonntag konnten die Bayer Giants ihre Serie von zwölf Niederlagen in Folge stoppen und besiegten im Kellerduell die BBC Bayreuth mit 99:65. Nun tragen die Uni Baskets (5) und Tigers Tübingen die aktuell längsten Sieglos-Serien mit sich, die längste Erfolgstrecke genießen aktuell die Merlins mit fünf Siegen.

Boxscore/Liveticker: https://bit.ly/3M0egK4

Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/4a4wEcM

Tickets: https://bit.ly/4et7OnJ

Justin Onyeiaka – Foto: Gero Müller-Laschet

Eindrucksvolles Comeback in Magdeburg

Einen wichtigen und eindrucksvollen Comeback-Sieg landeten die RheinStars am Freitagabend in Magdeburg. Beim 93:89-Erfolg bei den SBB Baskets lagen die Kölner noch Mitte des dritten Viertels mit 21 Punkten in Rückstand, bevor sie ihre ganze Energie aufs Spielfeld warfen und den Umschwung erzwangen. Mit ihrem achten Saisonsieg konnten die RheinStars zum Start des 19. Spieltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt besiegen. Der Abstand auf die letzten drei Plätze der Liga beträgt nun mindestens drei Siege. Weiter geht es für den Aufsteiger am Sonntag, 1. Februar mit dem NRW-Derby gegen die Paderborn Baskets, eine Woche später kommen die Uni Baskets Münster in die Motorworld. Dazwischen liegt am 6. Februar noch der Auswärtsauftritt in Niedersachsen bei den Artland Dragons.

„Nicht allein mit dem Blick auf die Tabelle war es ein sehr wichtiger Erfolg, nichtsdestotrotz müssen wir einen Weg finden mit größerer Bereitschaft und Fokus in die Partien zu starten“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Aber es ist schön zu sehen, dass die hohe Niederlage in Crailsheim keine bleibenden Erschütterungen in der Mannschaft hinterlassen hat.“ Headcoach Zoran Kukic kommentierte: „So können wir in Ruhe weiterarbeiten. Die Jungs haben jetzt zwei Tage frei, damit sie ihre Körper pflegen können, und Montag starten wir dann ausgeruht und konzentriert in die kommende Woche.“

An einem verrückten Freitagabend vor 1.302 Zuschauern in der Magdeburger Wolfgang-Lakenmacher-Halle hatte es dabei lange nicht nach einem Happyend für die RheinStars ausgesehen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der die Kölner so ziemlich alles vermissen ließen, was man für ein erfolgreiches Basketballspiel braucht, lagen die RheinStars mit 41:54 zurück. Die Hausherren waren gedanklich schneller, spielten sicher und hatten in ihrem späteren Topscorer Davian Williamson (30 Punkte) und Nigel Pruitt von der Dreierline zwei nicht zu stoppende Faktoren im Spiel. Allein Kölns Neuzugang Kenny Baptiste (später der effektivste Spieler) deutete schon im ersten Durchgang an, welch positiver Faktor er für sein neues Team sein kann.

In der Pause schienen die Kölner Coaches aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Auch wenn es trotz einer merklichen Steigerung in Sachen Intensität erst einmal weiter in die falsche Richtung ging. 43:64 stand es aus Sicht der Gäste zu Beginn der 24. Spielminute, bevor das Kölner Team zur Aufholjagd ansetzte und der Abend kippte. „Nicht viele Mannschaften kommen nach einem solchen Rückstand noch mal zurück“, stellt SBB-Coach Eiko Potthast später anerkennend fest. Endlich waren die RheinStars auf Augenhöhe im Spiel, stoppten die Baskets öfters und machten es ihren Gegner auch bei den Würfen von außen zunehmend ungemütlicher.

Und wie das im Basketball manchmal so vorkommt, brach die bis dato deutliche Führung der SBB Baskets binnen Minuten wie ein Kartenhaus zusammen. Die Kölner spielten und kämpften sich von 51:67 (27.) binnen drei Minuten auf 68:70 zum Ende des dritten Viertels heran. Mit dem Start des letzten Durchgangs war die Partie durch einen imaginären Reset-Knopf neu gestartet worden. Natürlich hielten die Hausherren dagegen, beide Teams warfen alles in die Begegnung.

Die Baskets hielten ihren Vorsprung bis knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende, bevor Topscorer Mike Miller (18 Punkte) per Dreier zum 86:86 ausglich. Die Helden dieser Phase hießen bei den RheinStars Miller, Jasper Günther, Hall B Elisias und Baptiste sowie Maxi Begue, der dann Haris Hujic Platz machte – kurz vor der ersten Kölner Führung (87:86) durch Günther 133 Sekunden vor Schluss per Freiwurf nach einem Technischen Foul wegen Flopping. Die Baskets versuchten durch schnelle Fouls und schnelle Abschlüsse das Spiel noch einmal zu wenden, doch die RheinStars behielten die Nerven und das Momentum. Nacheinander marschierten Elisias, Günther und zum Abschluss Miller an die Freiwurflinie – alle trafen. Der Rest war pure Freude beim Team und den mitgereisten Fans sowie konsternierte Blicke bei den SBB Baskets, die ihren Zuschauern eigentlich einen starken Abend geboten hatten.

Viertel:  15:30, 26:25, 27:15, 25:19

Spielfilm: 8:16 (5.), 15:30 (10.), 29:39 (15.), 41:55 (20.), 48:64 (25.), 68:70 (30.), 81:86 (35.), 93:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 64/47%, Baskets (33/68, 49%), FW Köln 83% (24/29) zu 67% (12/18), 10:20 Assists, 40 (16 offensiv): 32 (11) Rebounds, 18:23 Fouls, 6:9 Steals, 1:4 Blocks, 15:14 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (8 Punkte/2 Dreier), Zac Watson, Jasper Günther (9, 4 Ass., 3 Reb), Maxi Begue (5/1), Haris Hujic (8/2, 3 Ass., 2 Steals), Timmy Davis, Adam Paige (4 Reb), Björn Rohwer (4, 3 Reb), Justin Onyejiaka (12, 4 Reb), Mike Miller (18/2, 9 Reb., 2 Steals), Hall B. Elisias (13, 4 Reb.), Kenny Baptiste (16/2, 8 Reb.)

Foto: Hartmut Boesener

Knifflige Aufgabe in Magdeburg

Nach Sachsen-Anhalt zieht es die RheinStars am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Freitag treffen die Kölner mit den SBB Baskets einen langjährigen Kontrahenten, allerdings in einer neuen Spielhalle. Tippoff ist um 19.30 Uhr nicht mehr in der „Halle der Freundschaft“ im beschaulichen Wolmirstedt, sondern knapp 20 Kilometer südlich in der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle geht es dann um wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der ProA. „Mit einem Sieg können sich beide Teams Luft nach unten in der Tabelle verschaffen, deshalb erwarte ich von Beginn an ein intensives Spiel“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Aktuell liegen die SBB Baskets mit fünf Saisonerfolgen einen Sieg vor den beiden Abstiegsrängen und zwei Plätze und zwei Siege hinter den RheinStars. Allerdings haben die Baskets aufgrund ihres Umzugs zwei Heimspiele weniger absolviert als ihre Konkurrenten.  Nicht allein deshalb geht Headcoach Zoran Kukic mit einer gehörigen Portion Respekt in das Spiel. „Die Baskets haben eine Mannschaft, die besser besetzt ist und besser spielt als es der Tabellenplatz vermuten lässt.“ Es wird eine knifflige Aufgabe, die es zu lösen gilt.

Im Hinspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Eiko Potthast mit 80:72 in der Motorworld durch, profitierte dabei vor allem von einem spektakulären Start. Schon nach drei Sekunden schlug der Ball per Dunk von Travis Henson im Kölner Korb ein. Aktuell allerdings ist einer der wohl besten Spieler der Liga seit Wochen verletzt. Dafür ist seit dem ersten Aufeinandertreffen in Köln Mitte November mit dem US-Amerikaner DeVondre Perry ein weiterer Forward hinzugekommen. Mit seinen durchschnittlich 12.7 Punkten pro Spiel zählt er zusammen mit Dalvien Williamson (14.9), Michael Hughes (12.1), Jalen Benjamin (11.2), Nigel Pruitt (11). Und Trey Stewart (10.9) zu den Topscorern seines Teams.

Lage der Liga – Spitzentrio mit Auswärtsaufgaben

In der unteren Zone der Liga steht mit der Partie der Bayer Giants Leverkusen gegen den BBC Bayreuth ein weiteres Kellerduell am kommenden Spieltag auf dem Programm. Am Sonntag will der deutsche Rekordmeister seinen negativen Lauf von 12 sieglosen Spielen endlich stoppen. Und das gegen einen Gegner, der selbst nur zwei Siege mehr aufweist und zuletzt gegen die Paderborn Baskets und die RheinStars jeweils unterlag.  An der Tabellenspitze stehen Phoenix Hagen (in Koblenz), die BG Göttingen (in Tübingen) und die HAKRO Merlins Crailsheim (in Münster) jeweils vor Auswärtsaufgaben.

Boxscore/Liveticker: https://bit.ly/4pLb8zB

Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/45PJgmQ

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars diesmal chancenlos

Einen chancenlosen, aber möglicherweise auch lehrreichen Abend auf ihrem Weg durch die Saison erlebten die RheinStars zum Auftakt der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit 58:99 (31:58) unterlag der Aufsteiger bei den HAKRO Merlins Crailsheim vor 2.294 Zuschauern in der Arena Hohenlohe. Die deutliche Niederlage und ihr Zustandekommen unterstrichen dabei am Samstagabend nachhaltig, wie außergewöhnlich der Kölner Erfolg aus dem Hinspiel vor wenigen Wochen war. „Wir haben heute gegen einen sehr körperlichen, aggressiven und von der ersten bis zur letzten Minute konzentrierten und sehr wachen Gegner verloren, der zurecht zu den Aufstiegsfavoriten in der Liga gezählt wird. Sie haben sofort mit ihrer Intensität den Ton für die gesamte Partie gesetzt und uns mit ihrer Physis überfordert“, sagte Geschäftsführer Stephan Baeck. „Das macht unsere jüngsten Erfolge nicht schlechter, ordnet diese aber auch gut ein.“

Kukic: “Aus solchen Spielen können wir sehr viel lernen”

Baeck führte weiter aus: „Die Merlins sind nicht unser Maßstab. Wir müssen unsere Punkte gegen die Teams holen, die in unserer Tabellenregion stehen.“ In den kommenden Wochen kommen dabei wichtige Aufgaben auf die Kölner zu: Am kommenden Freitag gastieren die RheinStars beim Drittletzten SBB Baskets Wolmirstedt in Magdeburg, bevor zwei Heimspiele gegen die Paderborn Baskets und die Uni Baskets Münster folgen. „Der Abend hat uns heute gezeigt, dass du in dieser Liga nichts geschenkt bekommst. Du musst in jedem Spiel an dein Limit gehen“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Ich habe auch den Jungs nachher gesagt, dass wir alle – ich auch als Trainer – aus solchen Spielen sehr viel lernen können. Wenn wir schlau damit umgehen und die richtigen Schlüsse ziehen.“

Wie schon im Hinspiel in Düsseldorf waren die Merlins schnell, intensiv und besser als ihr Kontrahent in die Partie gestartet. Bei 0:10 und 96 Sekunden baten die RheinStars-Coaches zur ersten Auszeit. Nach etwas mehr als drei Minuten erzielten die Kölner durch Björn Rohwer die ersten Punkte zum 2:15. Während sich aber beim 83:81-Hinspielerfolg der Sturm der Merlins irgendwann im Laufe des Spiels legte, hielt er diesmal bis zum Ende an und schraubte den Abstand zwischen beide Mannschaften auf zwischenzeitlich bis zu 47 Punkte (28./37:84). „Wenn so ein Gegner erst einmal ins Laufen kommt und das Publikum so wie heute auf seine Seite ziehen kann, dann ist es wirklich sehr schwer“, bilanzierte der routinierte Center. Bis zum Ende waren die Hausherren in allen Belangen besser.

Auch weil die Qualität des Gegners an diesem Abend so eindrucksvoll aufs Parkett kam, hielt sich der Frust der Kölner in Grenzen. „Wir wussten schon vorher um die Schwere der Aufgabe. Deshalb ist es für uns wichtig, den Fokus schnell auf die nächsten Spiele zu legen“, sagte Headcoach Kukic. Zumal mit der Rückkehr von Hall B. Elisias nach beinahe zwei Monaten Verletzungspause und der Premiere von Neuzugang Kenny Baptiste die Aufgaben und Rollen im Team neu sortiert und austariert werden müssen. Kukic: „Das braucht alles Zeit und benötigt viel Arbeit.“

Viertel:  10:25, 21:33, 15:26, 12:15

Spielfilm: 2:19 (5.), 10:25 (10.), 21:41 (15.), 31:58 (20.), 33:75 (25.), 46:84 (30.), 50:91 (35.), 58:99 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 21 von 53/40%, Merlins (31/72, 43%), FW Köln 69% (9/13) zu 74% (20/27), 11:24 Assists, 31 (6 offensiv): 42 (16) Rebounds, 26:18 Fouls, 4:14 Steals, 1:2 Blocks, 25:13 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4jK3lAH

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier), Zac Watson (5/1, 4 Reb), Rupert Hennen (2), Jasper Günther (2, 3 Ass., 3 Reb), Maxi Begue (3, 3 Ass.), Haris Hujic (6/2), Adam Paige (10/1, 6 Reb), Björn Rohwer (5), Justin Onyejiaka, Mike Miller (2), Hall B. Elisias (4, 4 Reb.), Kenny Baptiste (7/1, 4 Reb.)

Foto: dieLICHTBUILDER Klamann & Bauer Fotografie

Herkulesaufgabe in Crailsheim

Vor einer Herkulesaufgabe stehen die RheinStars zum Auftakt der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Samstag müssen sich die Kölner bei den Drittplatzierten HAKRO Merlins in Crailsheim beweisen. „Crailsheim möchte zurück in die Bundesliga und dementsprechend ist der Kader zusammengestellt“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Es wird sehr schwer werden für uns, sie noch einmal so zu überraschen wie in Düsseldorf.“

Im Hinspiel fügten die RheinStars dem Aufstiegsfavoriten am Vorabend des vierten Advents eine überraschende Niederlage zu. Beim 83:81retteten die Kölner dank einer starken Teamleistung einen schmelzenden Vorsprung über die Ziellinie gegen die zu spät aufwachenden und dann stark drängenden Merlins. Beste Werfer vor knapp dreieinhalb Wochen: Mike Miller (16 Punkte), Cedric Russell (14) und Justin Onyejiaka (12), auch Jasper Günther und Zac Watson (je 10) punkteten zweistellig.

Im Anschluss entwickelten sich jedoch beide Teams positiv weiter, so dass am Samstag neben den Eisbären Bremerhaven die ProA-Mannschaften mit den aktuell längsten Siegesserien (3) aufeinandertreffen. Während sich die Merlins derweil mit Xavier Johnson aus Orleans verstärkten, der beim Debüt in Leverkusen (79:71) vor Wochenfrist 10 Punkte und vier Assists auflegte, steht bei den RheinStars Kenny Baptiste vor seiner Premiere. „Beide Mannschaften haben sehr unterschiedliche Ziele in dieser Saison, entsprechend sind sicher nicht wir der Favorit“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Aber unsere Mannschaft hat gut trainiert und entsprechend werden wir uns zur Wehr setzen gegen einen sehr starken und aufgrund des Hinspiels bestimmt sehr motivierten Gegner.“

Lage der Liga

Die Hinrunde der ProA ist absolviert, die Mannschaften haben sich in der Tabelle einsortiert und nun noch bis Mitte Februar Zeit, Veränderungen an ihren Kadern vorzunehmen. Neben Köln und Crailsheim haben u.a. die Uni Baskets Münster als Tabellenletzter den US-Forward Philip Alston aus der NBA G-League nachverpflichtet. Bei den Paderborn Baskets kam der dänische Pointguard Balsa Veljicneu hinzu, schon am vergangenen Sonntag konnten die Fans in Köln den Neu-Bayreuther Willem Brandwijk auf der Centerposition im Duell mit Björn Rohwer beobachten. Ansonsten ist die Liga-Situation ähnlich den Vorwochen: Vorne gehen Phoenix Hagen (14:3 Siege) und die BG Göttingen (13:4) voran, es folgen dichtauf Crailsheim und Bremerhaven (13:5), auf den Abstiegsplätzen liegen Münster und die Bayer Giants Leverkusen (je 4:13), davor SBB Baskets Wolmirstedt (5:12), Paderborn, Bayreuth (6:11) und Köln (7:10)

Liveticker/Boxscore: https://bit.ly/4jK3lAH

Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/4bkbBFF.

Foto: Gero Müller-Laschet