RheinStars als Außenseiter nach Crailsheim

Unterschiedlicher kann die Ausgangslage eigentlich nicht sein. Die RheinStars Köln, am Sonntagabend Last-Second-Sieger in Dresden beim abgeschlagenen Schlusslicht der 2. Basketball-Bundesliga ProA, treffen nach kurzer Verweildauer im nächsten Auswärtsspiel am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr/live zu sehen bei merlins.airtango.de) auf den Tabellenzweiten Crailsheim Merlins. Genau auf jene Mannschaft, die seit sieben erfolgreichen Spielen durch die Liga pflügt und die nicht einmal vom dominanten Mitteldeutschen BC in eigener Halle gestoppt werden konnte.

„Wir fahren sicherlich nicht als Favorit dahin, das wäre vermessen “, sagt Headcoach Arne Woltmann. Selbst das umkämpfte Hinspiel und die knappe 78:82-Niederlage tauge da wenig als Gradmesser. Die Merlins spielen eine starke schnelle Offense, setzen insgesamt auf hohes Tempo und auf Erfahrung und würden aufgrund der letzten Wochen sicherlich mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung gehen, führt Woltmann vor dem Auftritt des Außenseiters in der Arena Hohenlohe aus.

Dazu kommen mit Chase Griffin, dem ehemaligen Nationalspieler Konrad Wysocki, dem 36 Jahre alten früheren deutschen Vizemeister Patrick Flomo und mit dem finnischen Alt-Internationalen Tuuka Kotti eine Reihe von Spielern, die wissen, wie erfolgreich Basketball gespielt wird. Auch rein statistisch spricht wenig für die RheinStars. Außer vielleicht, dass alle Mann an Bord sind und Köln im Laufe der Saison mehr Rebounds sammeln konnte, mehr Blocks verzeichnete und weniger Turnover fabrizierte. Der Rest? „Ich liebe solche Spiel“, sagt Woltmann, „wir können nur gewinnen.“

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Bild zeigt Jelani Hewitt I Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars feiern Comeback und Last-Second-Sieg

In einem unglaublich spannenden Finish haben die RheinStars Köln ihre Chancen auf eine Teilnahme an den Playoffs am Sonntagabend erhalten und sogar ausbauen können. Beim 72:71 (30:42) sahen die Gäste beim abgeschlagenen Tabellenletzten Dresden Titans nach einer lange Zeit wenig erfreulichen Vorstellung wie die sicheren Verlierer aus, um dann 0,3 Sekunden vor Ablauf tatsächlich den kaum noch für möglich gehaltenen Auswärtssieg am 20. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga Pro A vor knapp 1.800 Zuschauern in der Margon Arena einzufahren. Zeit zum Durchschnaufen bleibt indes nicht, bereits am Mittwoch geht es bei Bundesliga-Absteiger Crailsheim Merlin weiter.

„Ich bin sehr, sehr glücklich über unseren Sieg, der uns im Kampf um die Playoff-Plätze richtig hilft“, schnaufte Manager Stephan Baeck durch. „Aber ich bin auch sehr unglücklich über die Leistung in den ersten knapp 25 Minuten. So wollen wir uns nicht präsentieren, denn so gefährden wir auf Dauer alle unsere Ziele. Das hatte mit einer Mannschaft, die in die Playoffs will überhaupt nichts zu tun.“ Erst der hohe Rückstand und eine Auszeit weckten die Kölner Lebensgeister. Angestachelt durch den aufdrehenden Chris Eversley, einen Hugh Robertson auf hohem Niveau, den zulegenden Jelani Hewitt sowie den eiskalten Williams in der Schlussphase krempelten die RheinStars endlich die Ärmel hoch und meldeten sich doch noch als ernsthafter Teilnehmer des Spiels zurück.

19 Punkte lagen die RheinStars nach 25 Minuten zurück (39:58), durch einen 13:0-Lauf nur noch 52:58 (31.); 66:71 dann 21 Sekunden vor Schluss, nachdem sie sogar einmal geführt hatten (65:64/38.). Doch die Energie, mit der sich die Kölner trotz aller Widrigkeiten nicht aufgaben, brachte schließlich den Erfolg und den zehnten Saisonsieg. Auch weil Dresden seinerseits Nerven zeigte: Erst bei 68:71 17 Sekunden vor Ende den Ball nicht schnell genug ins Spiel brachte; bei 70:71 und noch 8 Sekunden zwei Freiwürfe vergab – und schließlich nicht einmal eine halbe Sekunde vor dem möglichen Heimsieg Richard Williams nur per Foul am Korbwurf hindern mochte. Und Williams nahm alle Möglichkeiten an, verwandelte eiskalt sechs Freiwürfe in Serie für die Punkte 67 bis 72 nach Fouls an ihm und wurde zum Matchwinner.

Titans-Coach Liam Flynn: „Für mich hat die Erfahrung Kölns den Ausschlag gegeben. Wir haben gelernt wie es ist, wenn man die letzten beiden Minuten das Spiel nicht exekutiert.“ Also den Sieg nicht nur vorzubereiten, sondern auch nach Hause zu bringen. „Wir hatten es vielleicht lange nicht verdient zu gewinnen. Aber wenn du von 19 Punkten hinten zurückkommst und das Spiel noch drehen kannst, da ist es am Ende auch nicht unverdient“, kommentierte Headcoach Arne Woltmann, der eines festgehalten haben wollte.: „Wir sind nicht mit dem Schlafwagen angereist und wir haben den Gegner nicht unterschätzt, sondern einfach schwach gespielt.“

Viertelergebnisse: 13:17, 17:25, 20:16, 22:13

Besondere Stats: Robertson (16 Punkte, 5 Assists, 7 Rebounds, 3 Blocks, 4 Steals), Eversley (8 Rebounds/3 Steals), Rebounds 36:41, Assists 14:17, Steals 9:4, Turnover 10:16.

Besonderes Ereignis: Erste Saisonminuten von Leon Baeck (2:41 Min)

RheinStars: Anthony King (2 Punkte), Richard Williams (19/1 Dreier), Chris Eversley (5), Jelani Hewitt (7/1), Tim van der Velde, Lennart Steffen, Leon Baeck, Andi Wenzl, Dennis Heinzmann (9), Alex Foster (5/1), Hugh Robertson (16), Robin Christen (9/2).

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Foto: Chris Eversley I Gero Müller-Laschet

 

RheinStars wollen ihr Spiel in Dresden durchsetzen

Vor einer kniffligen Herausforderung stehen die RheinStars Köln am kommenden Wochenende am 20. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Zum einen steht am Sonntag (16 Uhr, live auf livestream.com) mit der Auswärtsaufgabe bei den Dresden Titans das Treffen mit einem gutbesetzten Kontrahenten auf dem Plan, der die RheinStars auch beim 91:85-Erfolg in der LANXESS arena richtig forderte. Auf der anderen Seite ist mit dem Auftritt beim aktuell abgeschlagenen Schlusslicht ein Sieg Pflicht. Eigentlich. „Wir haben in Chemnitz in der ersten Halbzeit sehr stark gespielt. So wollen wir uns präsentieren. Wenn wir das als Team über das komplette Spiel zeigen, dann werden wir uns die Punkte holen können. Aber nur dann“, sagt Manager Stephan Baeck.

Die Heimbilanz des Aufsteigers steht bei 2:7, zuletzt setzte es vier Niederlagen in Serie und der Trainerwechsel von Steven Clauss zu Liam Flynn Anfang Dezember konnte bislang nicht den entscheidenden Umschwung bringen. Zudem lösten die Titans vor knapp einer Woche die Verträge von Topscorer Randal Holt (16 Punkte pro Spiel) und dem starken Rebounder Keithric Pressley auf. Und gerade in dieser Melange lauert eine mögliche Gefahr, nachzulesen bei den Hamburg Towers. In Norddeutschland setzte es für die Titans eine 54:86-Packung, wenige Wochen später jubelten sie über den 75:61-Erfolg im Rückspiel.

„Wir werden das Spiel ganz seriös und konzentriert angehen“, sagt Headcoach Arne Woltmann, der bereits am Samstag mit dem Kader in die Elbmetropole reisen wird. „Wir müssen unser Spiel durchbekommen. Den Ball im Angriff schnell bewegen und in der Abwehr konsequent sein.“ Er kann aktuell auf alle Spieler zugreifen und dementsprechend in der Trainingsarbeit das Zusammenspiel weiter entwickeln. Im Vergleich beider Teams sind die Statistiken in der Tat nicht so weit auseinander: Köln und Dresden treffen nahezu identisch aus dem Feld. Bei der Freiwurf-Quote liegen die Titans vorne. Die RheinStars bei der Anzahl der Rebounds, den Steals und produzieren weniger Ballverluste. Und auch ohne Holt und Pressley zeigten die Titans beim anschließenden Auftritt in Kirchheim (70:88) eine couragierte Leistung.

Dennis Heizmann I Richard Williams im Angriff I Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars verspielen möglichen Sieg nach der Pause

Einen Rückschlag auf dem Weg in die Playoff-Plätze haben die RheinStars Köln hinnehmen müssen. Am Samstagabend unterlag der Tabellenneunte bei den heimstarken Niners Chemnitz mit 67:75 (41:32). Dabei verpasste es die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann vor 1.764 Zuschauern am 19. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA auch, den Abstand zwischen Köln und den viertplazierten Niners in der Tabelle noch einmal richtig eng zu machen. Anstelle von nur noch zwei Siegen Unterschied sind es nun vor den verbleibenden elf Saisonspielen vier.

Dabei hatten die RheinStars, in deren Kader der gegen Hanau erkrankte Lennart Steffen zurückkehrte, den klar besseren Start in der Hartmann-Halle. Angekickt durch eine schnelle 5:0-Führung prägten die Gäste in der ersten Hälfte das Geschehen. Über 20:9 (8.) und 35:22 (17.) ging es bis zur Pause auf 41:32. Dabei ließen die RheinStars die Sachsen nicht näher heran als sechs Punkte.

„Bis zur Pause haben wir aus einem Guss gespielt, genauso wie wir das brauchen, um uns in der Tabelle nach vorne arbeiten zu können“, sagte Manager Stephan Baeck. „Aber nach dem Wechsel haben wir unsere Intensität verloren und Chemnitz wieder stark gemacht. Allein Hugh hat durchweg auf sehr hohem Niveau gespielt.“

Trainer Woltmann: „Die ersten 20 Minuten waren wahrscheinlich die besten der Saison. Aber dann schaffen wir es nicht, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen und bauen die Niners nach der Pause auf.“ Durch den nachlässigen Start der Kölner änderte sich nach dem Wechsel das Geschehen komplett. Chemnitz gelang ein 2:12-Lauf und in der 25. Minute die erste Führung (43:44). Noch einmal konnten sich die Kölner vom zunehmenden Druck der Niners befreien und zogen wieder auf 54:46 (28.) weg. Aber die Hausherren ließen sich nicht mehr abschütteln. Bei 56:54 ging es ins letzte Viertel.

Die RheinStars trafen zum Start zwar den ersten Dreier, aber mit einem 0:7-Lauf wechselte die Führung erneut in Richtung Gastgeber. Der letzte Gleichstand gelang Köln bei 64:64 knapp vier Minuten vor Ende. Aber sie konnten nicht nachlegen, Chemnitz setzte die spielentscheidenden Akzente. Unterm Strich gelangen den RheinStars im letzten Viertel nur noch 11 Punkte – zu wenig für einen durchaus möglichen Auswärtserfolg an diesem Abend.

Viertelergebnisse: 22:14, 19:18, 15:22, 11:21

Besondere Stats: Topscorer Hugh Roberston (21 Punkte/5 Rebounds), Richard Wiliams 8 Assists. Rebounds 33:39, Steals 9:7, Turnover 13:16.

RheinStars: Richard Williams (9 Punkte/1 Dreier), Hugh Robertson (21/3), Robin Christen (6/1), Alex Foster (4/1), Anthony King (9), Jelani Hewitt (7/1), Lennart Steffen (5/1), Chris Eversley (2), Dennis Heinzmann (4), Andi Wenz. Ohne Spielzeit: Tim van der Velde

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Topscorer Hugh Robertson I Foto: Gero Müller-Laschet

Konzentriert zu den heimstarken Niners nach Sachsen

Vor einer Reihe schwerer Auswärtsaufgaben stehen die RheinStars Köln in den kommenden Wochen, bevor am Mittwoch, 8. Februar die Kirchheim Knights in der LANXESS arena gastieren. Der Spielplan schickt den Tabellenneunten auf Reisen nach Chemnitz, Dresden und Crailsheim. Los geht es mit dem Auftritt bei den heimstarken Niners am kommenden Samstag (19 Uhr, Liveticker auf zweite-basketball-bundesliga.de), die als Tabellenvierter der 2. Basketball-Bundesliga ProA erst zwei ihrer neun Heimspiele verloren haben.

„Die Niners spielen eine starke Saison“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Sie sind als Team stark und haben oft unterschiedliche Scorer. Dementsprechend schwer sind sie auszurechnen.“ So warf Kapitän Michael Fleischmann als Forward die Chemnitzer zuletzt beim knappen Sieg in Ehingen mit 33 Punkten zum Sieg. Topscorer des Teams ist aber eigentlich Forward Joseph Emmanuel Lawson III mit durchschnittlich 14,2 Punkten. Effektivster Spieler wiederum ist Guard Christopher Carter. Alle drei zusammen waren auch maßgeblich am 81:76-Erfolg beim Hinspiel in Köln beteiligt. Dazu kommt mit Neujahrs-Verpflichtung Craig Bradshaw von den Crailsheim Merlins ein weiterer starker Akteur. Der Guard bestreitet gegen die RheinStars sein zweites Spiel.

Von den letzten acht Spielen haben die Niners acht gewonnen, allein das Derby gegen die Oettinger Rockets ging vor über 2.000 Zuschauern verloren. In der Richard-Hartmann-Halle, im Volksmund Hartmann-Hölle, gab es zuvor erst eine weitere Niederlage in dieser Saison. Gegen den souveränen Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger Mitteldeutscher BC. Und zwischendurch verfolgten über 5.000 Zuschauer das Sachsen-Derby in der Arena Chemnitz. Basketball in Chemnitz ist unter Coach Rodrigo Pastore auf dem Vormarsch.

Andererseits kann man es auch so sehen: Nach ihrem holprigen Start haben die RheinStars selbst acht ihrer letzten elf Spiele gewonnen. Gegen Hanau lieferte die Mannschaft beim jüngsten Heimsieg ihrer wohl beste Saisonleistung ab. Mit Richard Williams und Anthony King stehen zwei entscheidende Qualitätsfaktoren mehr im Team. Die Mannschaft konnte zuletzt komplett, gesund und intensiv trainieren – und reist zur besseren Vorbereitung einen Tag früher an.

„Unsere Entwicklung ist unübersehbar. Wir haben Anschluss an die Playoffs gefunden. Wir werden alles versuchen, um dran zu bleiben“, sagt Manager Stephan Baeck. Trainer Woltmann sagt: „Wir müssen sehr konzentriert verteidigen. Offensiv brauchen wir Geduld für den richtigen Wurf und Disziplin in unseren Setplays.“ Alle beide reizt die Aussicht, mit einem Sieg den Rückstand auf die Sachsen am 19. Spieltag auf zwei Siege zu verkürzen. Warum auch nicht? Im Vorjahr gewannen die RheinStars schon einmal in der Hartmann-Hölle. Die Voraussetzungen für einen spannenden Basketball-Abend sind also auf jeden Fall gegeben.

Qualitätsfaktor Anthony King Foto: Gero Müller-Laschet

Der weite Weg der Rückkehrer

Etwas über vier Minuten waren es am Donnerstagabend gegen die Hebeisen White Wings Hanau für Tim van den Velde auf dem Spielfeld. Davor waren es 26 Sekunden im Spiel gegen die MLP Academics Heidelberg. Und dazwischen lagen 65 Tage und ein paar zerquetsche Minuten und Sekunden, in denen sich das Eigengewächs der RheinStars zurückarbeiten musste. Zurück von der Verletzung des Schienbeinkopfs, über die Reha, über das Individualtraining bis hinzu zum Comeback im regulären Mannschaftstraining und schließlich aufs Feld.

„Tim hat seine Sache sehr ordentlich gemacht“, befand sein Trainer Arne Woltmann – und nicht nur er freute sich über den beherzten Auftritt des Rückkehrers und dessen erste Punkte im neuen Jahr. „Es ist ein langer und kein leichter Weg zurück für unsere Jungs, zumal es ja auch im Kader einige Veränderungen gab. Da müssen sie sich erst wieder neu einordnen, vielleicht sogar eine neue Rolle finden“, erklärt der Headcoach und unterscheidet dabei nicht zufällig sehr fein zwischen spielfähig sein und der Rückkehr in den Kreis der dann tatsächlich eingesetzten zwölf Akteure im mittlerweile 18köpfigen Kader.

Tim van der Velde ist ja im verletzungsintensivsten Jahr der RheinStars beileibe kein Einzelfall. Leon Okpara stand 128 Sekunden auf dem Parkett zum Saisonauftakt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA Ende September. Seit dem vergangenen Wochenende greift der NBBL-Spieler nach mehreren muskulären Problemen wieder ins Spielgeschehen ein. Auch Leon Baeck ist nach einem Teilriss der Patellasehne zurück auf dem Sprung und wieder voll ins Training eingestiegen. Er hat noch gar kein Spiel in dieser Saison in der ProA absolvieren können nach dem Sommer in der U20-Nationalmannschaft. „Es gibt Spieler bei uns in der Mannschaft, die haben mit Leon noch nie zusammengespielt“, sagt Woltmann.

David Downs ist nach seiner Fußoperation inzwischen im Individualtraining mit Ball angekommen. „Er bewegt sich gut“, sagt Woltmann über den Kapitän, den er Mitte Oktober nach dem fünften Saisonspiel verletzungsbedingt verlor. Filip Kukic ist etwa auf dem gleichen Stand. Für beide peilt die Abteilung „Reha und Aufbau“, sprich Physiosport, Ago Sport und die Orthopädie am Gürzenich, die Rückkehr in den kommenden Wochen an. „Es ist wichtig für Spieler, ein Ziel vor Augen zu haben. Denn in unserem Kader ist der Schritt zurück ins Training und dann auch noch ins Spiel – und ich rede hier von dem Spiel im Training – allein schwer genug, um sich tatsächlich die nötige Spielpraxis holen zu können“, sagt Woltmann.

So hilft es zumindest den jungen Spielern, dass die zweite Mannschaft in der 2. Regionalliga inzwischen auf Belange der Profiabteilung abgestimmt ist und mit Headcoach Platon Papadopoulos viele Systeme der Zweitliga-Mannschaft spielt. „So haben es unsere Jungs einfacher, sich einzufinden und Praxis sinnvoll sammeln zu können. Das haben wir in dieser Saison im Vergleich zum Vorjahr ändern können“, erklärt Woltmann den Schritt hin zu einer reinen Ausbildungsmannschaft.

So bekam es die SG Sechtem am gestrigen Samstagabend dann gleich mit fünf Akteuren aus dem ProA-Kader zu tun. Mit Van der Velde, Baeck, Okpara, Van Laack und Müller-Laschet. Und auch die NBBL mit Trainer Max Schwamborn arbeitet in die Richtung, so dass den ganz jungen Spielern um Okpara, Müller-Laschet und – wenn er denn zurück ist – Kukic eine Gelegenheit geboten werden kann, sich an zwei Spielen am Wochenende im Wettkampf zu beweisen.

Tim van der Velde I Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars untermauern Ambitionen mit Sieg über Hanau

Starkes Spiel, zwei Teams auf Augenhöhe und einen Sieger, der aus Köln kam. Da hüpft das kölsche Basketballherz. Vor Freude. Mit 80:72 (40:41) bezwangen die RheinStars Köln zum Auftakt des 18. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA die Hebeisen White Wings Hanau am Donnerstagabend vor 1.055 Zuschauern in der LANXESS arena. „Die Mannschaft hat sich in einem sehr guten Zweitligaspiel durchgesetzt, man sieht die Steigerung und die Entwicklung“, sagte Manager Stephan Baeck erleichtert und erfreut zugleich. Denn die RheinStars untermauerten mit dieser wohl besten Saisonleistung die Ambitionen, unter die besten acht Teams und in die Playoffs der Liga zu wollen.

Höchst zufrieden zeigte sich auch Headcoach Arne Woltmann nach dem äußerst unterhaltsamen Basketballabend mit intensiver Defense auf beiden Seiten, wenig Raum unter den Körben, 50 Würfen jenseits der Dreierlinie – und vielen Assists. „Wir haben das insgesamt sehr gut gemacht, wir haben gute Lösungen gefunden. Für mich war der Schlüssel, das wir uns in der zweiten Hälfte besser auf Josef Eichler eingestellt hatten. Er war für unsere „Big Man“ schwer zu verteidigen.“

Gäste-Center Eichler hatte den Hausherren am Ende mit 5 von 8 erfolgreichen Dreiern vor allem vor der Pause Kopfzerbrechen bereitet. Und auch der herausragende Gästespieler Kruize Pinkins steuerte seinen Anteil bei. So wurden bei 40:41 die Seiten gewechselt, nach dem die Kölner lange knapp geführt hatten – und Hanau mit einem 7:0-Lauf die Führung eroberte (35:36/19). Doch mehr als zwei Punkte kamen die Gäste nicht weg.

Auch nach der Pause sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, in der am Ende achtmal die Führung wechselte und es dreimal Remis stand. Mit dem Fortlauf der Begegnung erarbeiteten sich die RheinStars um die starken und intensiven Hugh Robertson, Robin Christen und Richie Williams ein leichten Vorsprung – und auch Anthony King versah unter dem Korb seine Arbeit ohne Schnörkel, aber voller Effektivität. Bei 72:69 verabschiedeten sich die RheinStars schließlich von ihren Gästen. Mit einem 8:0-Lauf knapp zwei Minuten vor Schluss über knapp 80 Sekunden entschieden sie das Spiel. Der erste Punktspiel-Sieg über Hanau im vierten Anlauf war perfekt.

Viertelergebnisse: 24:20, 16:21, 19:12, 21:19

Besondere Stats: Hugh Robertson (20 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists), Robin Christen (15/6/7), Richie Williams 6 Assists. Rebounds 38:37, Assists 21:16, Steals 8:8, Turnover 13:13.

RheinStars: Hugh Robertson (20/2 Dreier), Richie Williams (6/1), Robin Christen (15/2), Anthony King (10), Alex Foster (10/2), Chris Eversley (6/2), Dennis Heinzmann (4), Jelani Hewitt (5/1), Bene van Laack (2), Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: Leon Baeck, Andi Wenzl.

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Foto: Hugh Robertson I Gero Müller-Laschet

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White Wings kommen als Prüfstein und Gradmesser

Zu einem hochinteressanten Vergleich erwarten die RheinStars Köln die Hebeisen White Wings aus Hanau am Donnerstag in der LANXESS arena (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). „Hanau ist eine topbesetzte Mannschaft, spielerisch stark und gut gecoacht. Sie sind für uns ein echter Prüfstein und Gradmesser für unsere aktuelle Entwicklung“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Auftakt des 18. Spieltags in der 2. Basketball-Bundesliga ProA

Köln kann nach dem schwierigen Start in die Saison mit einem Erfolg in dieser Saison die Bilanz bei Sieg und Niederlage ausgleichen. Es wäre das erste Mal. Aber Hanau bietet nicht allein deshalb Anlass für eine intensive Auseinandersetzung: Zum einen sind beide Mannschaften mit jeweils 7:3-Siegen aktuell die erfolgreichsten Teams der letzten zehn Spieltage in der ProA nach den beiden Bundesligaabsteigern Mitteldeutscher BC und Crailsheim Merlins. Dann stehen die Hessen aktuell auf dem sechsten Platz in den Playoff-Rängen. Also dort, wo die RheinStars hinwollen – und tatsächlich haben die Hausherren gegen die White Wings noch keines ihrer Punktspiele gewonnen. Allein in der Saisonvorbereitung gab es einen Erfolg.

Die RheinStars konnten unter der Woche komplett trainieren und arbeiten sich langsam an den Kontrahenten heran, der in Power Forward Kruize Pinkins den effektivsten Akteur der Liga in seinen Reihen weiß. Unter den Körben also eine Herausforderung für Anthony King, Alex Foster, Andi Wenzl, Dennis Heinzmann und Chris Eversley. Dazu kommt, dass die Hanauer im Aufbau schwer auszurechnen und immer für eine Überraschung gut sind. Gerade die Spielmacher ziehen intensiv zum Korb, um so freie Räume für die Flügelspieler zu kreieren. Zumal die Truppe von Headcoach Simon Cote dann auch noch verlässlich hochprozentig von jenseits der Dreierlinie trifft.  Beim 66:76 im Hinspiel waren es 43 Prozent. Und Hanau ist die Mannschaft mit den wenigsten Ballverlusten in der Liga – also wenig anfällig für Fehler.  Es wird also spannend.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars gewinnen mit Erfahrung und Christens Dreiern

Intensiver Schlussspurt, feiernde Zuschauer und am Ende ein schwer erarbeiteter Sieg. Die RheinStars Köln starten am Samstagabend vor knapp 2.000 Zuschauern in der LANXESS arena mit einem verdienten 75:70 (33:32)-Erfolg über die Baunach Young Pikes ins Jahr 2017.  „Das war eine harte Nuss. Ich freue mich über unseren Sieg, das war sehr wichtig für uns. Wir entwickeln uns in die richtige Richtung, aber wir müssen es schaffen, als Mannschaft die Intensität über das komplette Spiel hochzuhalten“, sagte Manager Stephan Baeck nach dem achten Saisonerfolg der RheinStars am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

In einer ausgeglichenen und gutklassigen Partie setzte sich am Ende wohl die Erfahrung der Hausherren gegen das sichtbar vorhandene Talent der jungen Gäste (knapp 18 Jahre im Schnitt) durch. „Die beiden Dreier von Robin Christen waren für mich entscheidend“, sagte RheinStars-Headcoach Arne Woltmann zu den beiden erfolgreichen Versuchen von Christen (mit 17 Zählern auch Topscorer) zum 66:68 (36.) und 71:68 (38.), die Köln das Momentum beim Stande von 63:68 (36.) zurückholten.

Denn Baunach war als Ausbildungsteam von Serienmeister Brose Bamberg zwar nicht in besonders tiefer Besetzung angereist, aber mit den herausragenden Talenten Leon Kratzer, Aleksej Nikolic und Arnoldas Kulboka. Letzterer markierte alleine nach der Pause 20 Punkte (29 insgesamt). Auch Kratzer (13 Punkte/10 Rebounds) und Nikolic (15/12 Assists) überzeugten, doch die RheinStars hatten in Center Dennis Heinzmann unter dem Korb die richtige Antwort parat. Und auf der Spielmacherposition stemmten sich abwechselnd Richie Williams, Jelani Hewitt und Lennart Steffen gegen den jungen Slowenen.

Heinzmann legte dabei 14 Punkte auf und fischte 14 Rebounds, davon 8 in der Offense. Eine beeindruckende Saisonbestleistung. „Ich glaube, wir werden solche Dinge von ihm in Zukunft noch öfters sehen“, sagte Woltmann, der auch die entscheidenden Aktionen von Williams in den Schlussminuten nicht unerwähnt lassen wollte. „In der Phase hat er uns das Richtige gegeben, das hat uns sehr geholfen.“ Köln hatte auch dank ihm in einem Spiel, in dem keiner der Kontrahenten weiter als sechs Punkte davonziehen konnte, mit 11:0-Punkten den besten Lauf zur rechten Zeit – und am kommenden Donnerstag nun die Chance, im Heimspiel gegen die Hebeisen White Wings Hanau (19.30 Uhr) weiteren Boden auf die Playoff-Plätze gutzumachen.

Viertel: 14:17, 19:15, 19:20, 23:18

Besondere Stats: Dennis Heinzmann (14 Punkte/14 Rebounds), Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier). Richie Williams (7 Assists). Rebounds: 44:39 für Köln, Assists 19:17, Steals 8:4.

RheinStars: Robin Christen (17 Punkte/4 Dreier), Hugh Robertson (15/2), Alex Foster (2), Jelani Hewitt (5/1), Anthony King (4), Richie Williams (12/2), Dennis Heinzmann (14), Lennart Steffen (2), Chris Eversley (4), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Andi Wenzl.

Alle Stats

Spielentscheidender Moment: Dreier von Robin Christen – Foto: Gero Müller-Laschet