RheinStars können Karlsruhe nicht aufhalten

Der Wunsch war da, der  Versuch und der Wille erkennbar. Doch die RheinStars haben der ersten Playoffrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProA keine Wende geben können. Mit 68:88 (19:28, 19:21, 16:19, 14:20) unterlagen die Kölner am Donnerstagabend auch im dritten Vergleich den PS Karlsruhe Lions und beendeten eine eigentlich gelungene Saison zu frühund auch ein wenig unter Wert geschlagen. Nach Platz 12 und 8 nun Rang vier nach der Hauptrunde im dritten Jahr. Allein die Playoffs blieben den RheinStars auf merkwürdige Weise verschlossen. Wie im Vorjahr gegen den späteren Aufsteiger Mitteldeutscher BC gab es drei verdiente Niederlagen und das schnelle Aus.

Die 1.494 Zuschauer in der LANXESS arena registrierten schon den Willen der Mannschaft von Cheftrainer Denis Wucherer, die Serie zumindest um ein Spiel zu verlängern, doch es war den RheinStars der Playoff-Serie 2017/2018 nicht möglich.  Michael Mai, der Trainer der erfolgreichen Karlsruher, erklärte vielleicht stellvertretend warum: „Wir wussten, das Kavin Gilder-Tilbury und auch Matt Vest angeschlagen waren und ihre Probleme haben. Das sind zwei ganz entscheidende Spieler bei den Kölnern. Dabei haben sie eine sehr gute Saison mit Platz vier gespielt. Aber wenn du in die Playoff gehst, brauchst du deine Mannschaft topfit und gesund.“ Das war den RheinStars in dieser Spielzeit nicht gegönnt.

„Karlsruhe hat eine erstklassige Defense spielen können. Vielleicht mit Vechta die beste der Liga. Wir wären gerne ein echter Herausforderer für die Lions gewesen, aber dazu waren wir leider nicht in der Lage. Wir arbeiten das jetzt auf und dann schauen wir, wie es weitergeht“, bilanzierte Kölns Cheftrainer Denis Wucherer.  „Ich glaube, es fehlen im Kader noch ein, zwei Puzzlestücke, um endgültig ganz oben angreifen zu können. Mit Platz vier – oder fast Platz drei – haben wir uns in dieser Saison schon richtig eingeordnet in der Tabelle.“

Das Spiel ist eigentlich schnell erzählt. Köln führte anfangs 2:0 und bis zur 5. Minute 12:8, kam noch einmal auf 17:18 Ende des ersten Viertels heran. Aber mit fortlaufender Spielzeit bekamen die Gäste das Spiel mehr und mehr unter Kontrolle. Köln hatte zudem mit einer unterirdischen Dreierquote von 10 Prozent – 2 von 20 Versuchen trafen ihr Ziel – ein Problem in den eigenen Reihen – und u.a. mit dem ehemaligen RheinStar Richie Williams eines beim Gegner. Mindestens. 21 Punkte, eine Plusminus-Statistik von 24. Kein Vergleich mit den beherztesten Kölnern um Max Dileo, Lukas Wank, Dennis Heinzmann, Leon Baeck, Alex Foster oder – eben doch – Matt Vest. So gab es am Ende auch keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen in dieser Playoff-Paarung – wie gut der Topfavorit Rasta Vechta im Halbfinale damit ab dem 21. April zurechtkommen wird, ist dann eine andere Sache.

Spielfilm: 12:8 (5.), 19:28 (10.), 27:39 (15.), 38:49 (20.), 45:61 (25.), 54:68 (30.), 56:75 (35.), 68:88 (40.)

Teamstats: Köln 25 von 66 Würfen aus dem Feld (38%), Karlsruhe 31 von 68 (46%), Dreier Köln 2/20 (10%), Karlsruhe 13/23 (39%), Assists 15:21, Rebounds 39:40, Steals 7:8, Turnover 22:18, Blocked Shots 4:0.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (3), Jesse Morgan (9), Max DiLeo (9/1 Dreier), Besnik Bekteshi (4), Leon Baeck (4), Jonas Gottschalk (2), Keith Ramsey (9/1), Dennis Heinzmann (3), Matt Vest (11), Alex Foster, Ante Gospic (2), Lukas Wank (10).

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Foto: RheinStars Köln

Ein Spiel um Stolz und die richtige Anpassung

Noch einmal wollen die RheinStars alle Kräfte bündeln, um zumindest den ersten Schritt zu machen. „Jetzt geht es zuallererst und ganz einfach um unseren Stolz. Als Sportler, als, Mannschaft, als Verein“, gibt Denis Wucherer die Richtung vor. „Wenn du solange und so hart für die Playoffs gearbeitet hast, dann willst du nicht in der ersten Runde in drei Spielen mit drei Niederlagen aus der Saison gehen.“ In knapp 24 Stunden wissen alle mehr, die Fans, die Spieler, die Organisation. Am Donnerstag, 12 April, ist um 19.30 Uhr Tippoff in der LANXESS arena (Livestream auf airtango.live) für die dritte Begegnung in der ersten Playoffrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Do or die.

Das Hauptproblem der Serie sind aktuell neben den eigenen Vorstellungen vor allem der Auftritt der PS Karlsruhe Lions, die sich bislang in blendender Verfassung präsentieren. Hart, präzise, treffsicher. „Wir müssen sie aus ihrer Ruhe bringen, aus ihrer Selbstverständlichkeit. Dann haben wir eine Chance“, sagt Manager Stephan Baeck.  „Pointcenter“ Keith Ramsey sagt: „Playoffs sind auch deshalb anders als die Hauptrunde, weil du auf den gleichen Gegner bis zu fünf Mal in kürzester Zeit triffst. Da geht es um Anpassung. Vor allem um Anpassung.“  Die RheinStars müssten etwas finden, was das eigene System verändert und das andere dadurch in Probleme bringt. Deshalb seien die Playoffs ja so spannend, weil man trotz zweier klarer Niederlagen mit einem Sieg wieder zurück ins Rennen kommen könne, sagt Ramsey.

„Wir fokussieren uns jetzt auf den ersten Schritt“, sagt der Cheftrainer. „Wenn der klappt, dann konzentrieren wir uns auf den zweiten. Step by step“. Wieder mit von der Partie wird dabei Kavin Gilder-Tilbury sein können. Der hochtalentierte US-Forward trainierte nach seiner Pause im zweiten Spiel am Montag wieder mit der Mannschaft. Eine Option mehr also, um den Lions eine gelungene Anpassung als Herausforderung zu offerieren.

Foto: Kavin Gilder-Tilbury I Gero Müller-Laschet

„Jetzt erst recht“ – RheinStars kämpferisch

Am Tag nach dem Auswärtsspiel bei den PS Karlsruhe Lions stand bei den RheinStars das Thema Regeneration auf dem Programm. Lockeres Werfen im Trainingszentrum in Hürth, Besuche bei der Physiotherapie von Physiosport, Checkups bei den angeschlagenen Spielern wie Kavin Gilder-Tilbury oder Besnik Bekteshi bei der Orthopädie im Gürzenich.

„Wir sammeln unsere Kräfte, damit wir am Donnerstag endlich den ersten Sieg landen können. Das sind wir den Fans schuldig, aber vor allem auch uns selbst“, sagt Kölns Manager Stephan Baeck vor dem dritten Aufeinandertreffen mit den „Löwen“ am Donnerstag, 12. April (19.30 Uhr) in der LANXESS arena. Jetzt erst recht. „Momentan spricht vieles gegen uns. Aber mein Vertrauen in die Mannschaft und die Coaches ist groß und ungebrochen. Wir werden einen Weg zum ersten Sieg finden. Und wenn wir den haben, das sind wir auch zurück in der Serie“, sagt Baeck weiter. Die RheinStars müssen nach dem 0:2-Rückstand in der Serie „Best of five“ gewinnen, sonst ist die Saison 2017/2018 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA am Donnerstagabend vorbei.

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Foto: Marcus Müller-Saran

RheinStars verlieren auch Spiel zwei

Die Playoffs 2017/2018 der 2. Basketball-Bundesliga ProA und die RheinStars entwickeln aktuell keine Freundschaft. Auch im zweiten Spiel unterlagen die Kölner ihrem Kontrahenten PS Karlsruhe Lions klar. Nach der 18-Punkte-Niederlage in eigener Halle gab es am Montagabend ein noch deutlicheres 70:92 (17:30, 16:15, 11:25, 26:22) vor gut 1.450 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle. In der „Best of five“-Serie liegen die RheinStars 0:2 hinten – und wenn am Donnerstag um 19.30 Uhr in der LANXESS arena nicht die Wende kommt, ist die Saison trotz einer guten Hauptrunde mit dem Aus im Viertelfinale schnell vorbei. Do or die. Kommt der Umschwung, sehen sich die beiden Kontrahenten zum vierten Mal am kommenden Samstag. Dann wieder in Baden.

„Es droht das letzte Saisonspiel und dementsprechend werden wir motiviert zu Werke gehen. Wir werden nochmal alles reinwerfen und schauen, was wir noch im Tank haben“, fordert Cheftrainer Denis Wucherer von seinen Jungs, auch wenn die Lions den RheinStars aktuell in der Körperlichkeit weit enteilt scheinen. „Sie spielen athletischer und was wir angeboten haben – gerade in der Offense – war einfach zu wenig.“

Während die Lions mittlerweile einen fast gesunden Kader aufweisen, schleppen sich die RheinStars mehr oder weniger von Spiel zu Spiel. In Karlsruhe musste Kavin Gilder-Tilbury wegen seiner muskulären Probleme wie schon in Hagen passen. Nach der Pause blieben dann auch Besnik Bekteshi (Rücken) und Matt Vest (Hüftmuskel) auf der Strecke bzw. auf der Bank. Dafür kämpften Alex Foster, Dennis Heinzmann, Max DiLeo, Lukas Wank und Leon Baeck mit allem was sie geben konnten.

Immerhin, anders als in Köln (31:51 zur Halbzeit) schwammen die RheinStars bis kurz nach der Pause zumindest im Fahrwasser der Gastgeber. Nachdem das erste Viertel klar mit 17:30 an die Hausherren ging, hatten sich die Kölner halbwegs stabilisiert. Mit 16:15 holten sie sich den zweiten Durchgang. Nach dem Wechsel schienen sie weiter verkürzen zu können. Aber wie schon in Spiel eins wollte sich das Momentum nicht auf ihre Seite schlagen. Näher als zehn Punkte kamen die Rheinstars nicht heran (39:49/23.)

Beim Stand von 41:52 verabschiedeten sich die Karlsruher endgültig mit einem 0:15-Lauf. Über 41:67 (28.) ging es auf 44:70 nach 30 Minuten – und bis zur 38. Minute wuchs der Rückstand auf 28 Zähler (62:90). Wenigstens gelang gegen Ende Ergebniskosmetik und der Gewinn des letztens Viertels mit 26:22. Doch die Playoffs als Spielform hätten nicht ihren legendären Ruf, wenn sich Teams nicht auch aus solch misslichen und scheinbar aussichtslosen Lagen noch befreit hätten. Zum Beispiel Gotha mit ihrem letztjährigen Kapitän Max DiLeo nach einem 0:2-Rückstand im Halbfinale gegen Chemnitz und sogar zwei Auswärtsspielen vor der Brust.

Spielfilm: 7:12 (5.), 17:30 (10.), 24:35 (15.), 33:45 (20.), 41:61 (25.), 44:70 (30.), 58:82 (35.), 70:92 (40.)

Teamstats: Köln 24 von 59 Würfen aus dem Feld (%), Karlsruhe 32 von 59 (54%), Dreier Köln 6/19 (32%), Karlsruhe 12/25 (48%), Assists 18:23, Rebounds 31:34, Steals 8:12, Turnover 20:19, Blocked Shots 1:3.

RheinStars: Jesse Morgan (14/2 Dreier), Max DiLeo (5/1), Besnik Bekteshi, Leon Baeck (6), Keith Ramsey (11), Dennis Heinzmann (8), Matt Vest, Alex Foster (12/2 ), Ante Gospic (8), Lukas Wank (6/1). Ohne Spielminuten: Jonas Gottschalk

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Foto: Simon Westphal

 

 

 

RheinStars unterliegen zum Auftakt

Mit einer Niederlage sind die RheinStars in die Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProA gestartet. Zum Auftakt des Viertelfinales unterlagen die Kölner am Samstagabend den PSK Karlsruhe Lions verdient mit 67:85 (14:26, 17:25, 17:17, 19:17)  – und müssen nun am kommenden Montag (19.30 Uhr) im ersten Auswärtsspiel in der Europahalle versuchen, die „best-of-five-Serie“ auszugleichen. „Es ist gut, dass wir schnell die Chance zur Antwort haben“, sagte Kölns Manager Stephan Baeck. Schon am Sonntag wird sich die Mannschaft nach dem Training in den Süden aufmachen, um sich in Ruhe auf die zweite Partie vorzubereiten.

„Wir haben heute gegen einen besseren Gegner verloren“, gratulierte Cheftrainer Denis Wucherer seinem Lions-Kollegen Michael Mai nach dem ersten Saisonerfolg des starken Aufsteigers über seine Mannschaft, die zuvor zweimal das bessere Ende für sich hatte. „Aber ich glaube an meine Jungs, weil wir gemeinsam in dieser Saison schon schwierige Situationen durchlebt und anschließend auch gemeistert haben. Wir haben den Charakter und die Qualität in der Mannschaft, uns den Heimvorteil zurückzuholen“, führte Wucherer aus.

Karlsruhe war vor den 1.849 Zuschauern in der LANXESS arena hellwach in die Partie gestartet, ließ den Ball schnell laufen und spielte leichtfüßig und äußert mannschaftsdienlich – und zum Leidwesen der kölschen Anhänger zudem noch höchst erfolgreich. 31:51 stand es bei Halbzeit. Die Lions hatten knapp die Hälfte ihrer Würfe aus der Dreier-Distanz getroffen, weit über 60 Prozent in Korbnähe und dominierten die Bretter. Zudem sammelten die Hausherren schnell Fouls und gerieten so zusätzlich unter Druck.

So kamen die RheinStars trotz intensiver Unterstützung der fast alle im blauen Playoff-Shirt gekleideten Fans nur mühsam ins Spiel, obwohl auch Kavin Gilder-Tilbury und Dennis Heinzmann zurück in den Kader kehrten. Und immer, wenn sie zumindest in die Nähe einer möglichen Spielwende kamen, standen sie sich selbst im Weg oder die Gäste fanden die bessere Antwort. Ob nun beim 27:40 nach einem 8:0-Lauf (17. Minute), bei 39:53 (8:2/24.) oder 63:76 (8:3/37.). So ging der Sieg am Ende verdient an Karlsruhe.

„Wir haben das gut gemacht heute. Aber ich glaube, es wird eine Serie, die noch länger gehen wird“, sagte Michael Mai – und bekam dafür natürlich auch den Applaus der Kölner Fans. Die können in der Arena am kommenden Donnerstag (19.30 Uhr) dann Spiel drei in ihrer Heimat erleben.

Spielfilm: 4:13 (5.), 14:26 (10.),  25:40 (15.), 31:51 (20.),  41:59 (25.), 48:68 (30.),  60:75 (35.),  67:85 (40.)

Teamstats: Köln 23 von 65 Würfen aus dem Feld (35%), Karlsruhe 29 von 63 (46%), Dreier Köln 7/22 (32%), Karlsruhe 10/24 (42%), Assists 14:24, Rebounds 39:46, Steals 9:5, Turnover 18:18, Blocked Shots 5:4.

RheinStars: Kavin Gilder-Tibury (2), Jesse Morgan (18/3 Dreier), Max DiLeo (13/2), Besnik Bekteshi (8/2), Leon Baeck (2), Keith Ramsey (8), Dennis Heinzmann (6), Matt Vest,  Alex Foster (2), Ante Gospic (8), Lukas Wank. Ohne Spielzeit: Jonas Gottschalk

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Foto: Gero Müller-Laschet

Bock auf Karlsruhe – Gilder-Tilbury und Heinzmann zurück

Morgen geht es endlich los. Die unruhige Vorfreude auf die erste Partie in der Playoff-Serie gegen die PSK Karlsruhe Lions ist überall spürbar bei den RheinStars Köln. Beim Team, den Coaches, den Fans, den Medien, den Mitarbeitern im Hintergrund. Die Mannschaft will zeigen, dass mit den Kölnern in dieser Saison zu rechnen ist. Ab 19.00 Uhr geht es los in der LANXESS arena (live auf airtango.live). Wer zuerst drei Spiele gewinnt im Modus „best of five“ steht im Playoff-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

„Samstag beginnt für uns der Teil der Saison, dem alle entgegenfiebern. Jetzt kommen die Spiele, an die sich später alle erinnern werden“, sagt Manager Stephan Baeck. „Die Emotionen, die frei werden, wenn man auf höchstem Niveau Erfolg hat – was da in einem passiert – da erinnert man sich gerne dran. Genau da wollen wir hin“, ergänzte Cheftrainer Denis Wucherer am Dienstagabend im Filmpalast, nach der optischen Zeitreise durch die Kölner Basketballgeschichte.

Mit den Karlsruhern steht von Beginn an eine große Herausforderung den Ambitionen der RheinStars im Weg. Gerade in den Playoffs ist mit dem bärenstarken Neuling um den letztjährigen Kölner Aufbauspieler Richie Williams immer zu rechnen. Seit Jahren klettern die Badener von Liga zu Liga. Der Klub Post Südstadt Karlsruhe hat einen ähnlichen Weg wie die RheinStars hinter sich. 2014/2015 spielten die Lions noch in der 2. Regionalliga.

Karlsruhe ist deshalb vieles, aber sicherlich kein klassischer Neuling.  Mit dem ehemaligen Kirchheimer Headcoach Michael Mai haben sich die Lions einen erfahrenen Coach geholt, der im Vorjahr mit den Knights bis ins Halbfinale vorgedrungen war und wieder eine starke Truppe um seinen „Spiritus rector“ Richie Williams entwickelt hat. Manager Danijel Ljubic: „Es wird schwer für Köln uns drei Mal in Folge zu schlagen. Die Lions werden Zähne zeigen und kämpfen! Wenn wir die schwache Phase gegen Ende der Rückrunde abhaken und frisch motiviert in die Playoffs starten ist alles möglich!“

Aber die Kölner sind eh gewarnt, haben Bock auf ihren Gegner. „Sie werden zeigen wollen, dass sie uns schlagen können. Und wir werden ihnen zeigen, dass das nicht geht“, sagt Trainer Wucherer trotz der beiden Erfolge über die Lions in der abgelaufenen Hauptrunde und erklärt: „In den Playoffs beginnt alles wieder bei null. Aber ich bin mit unserer Entwicklung, gerade in den letzten Wochen und mit unseren fünf Siegen in Serie gut zufrieden. Wir haben schwere Auswärtsspiele in Chemnitz, Hamburg und Hagen gewonnen, die Playoffs können kommen.“

Zumal sich auch die Liste der potenziellen Ausfälle im Laufe der Woche reduziert hat. Kavin Gilder-Tilbury wird nach seinen muskulären Problemen genauso wieder mitmischen wie Dennis Heinzmann, der sich knapp acht Tage nach seinem zweifachen Bänderriss im Training zurückgemeldet hat. „Es sind Playoffs, Baby“, erklärt der 2,16m große Center der RheinStars – und er will seinen Beitrag zum Erfolg leisten.

Dennis Heinzmann und Kavin Gilder-Tilbury sind dabei. Foto: Gero Müller-Laschet

Das Playoff-Duell gegen Karlsruhe in Zahlen

Playoffs,Baby! Die RheinStars Köln treffen in der Runde der letzten acht Mannschaften als Vierter der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf den auf Position fünf platzierten Aufsteiger PS Karlsruhe Lions. Mit dem Start in die Playoffs am Samstag (7. April, 19 Uhr, LANXESS arena) können sich die Fans auf eine spektakuläre Auseinandersetzung freuen. Wer als erster drei Siege in der „best of five“-Serie einfährt, zieht ins Halbfinale ein gegen den Sieger aus dem Duell der ehemaligen Erstligisten zwischen RASTA Vechta und Phoenix Hagen. Let´s go, RheinStars!

RheinStars Köln vs. PS Karlsruhe Lions, der Blick auf die Fakten 

Die direkten Vergleiche
Karlsruhe gegen Köln ist ein junges Duell. Die PSK Lions sind erst seit dieser Saison als Aufsteiger in der ProA, die RheinStars im dritten Jahr. Bislang gingen alle Spiele an die RheinStars – 75:57 in Köln, 76:72 in Karlsruhe. Köln gewann dabei sechs der acht gespielten Viertel und wies in beiden Partien bei allen Wurfstatistiken die bessere Werte auf.

Saisonverlauf
Köln und Karlsruhe beendeten die Hinrunde mit 10:5-Siegen: Iin der Rückrunde gewann Köln 9 seiner 15 Spiele, Karlsruhe 8. Von den letzten zehn gewann Köln sieben, Karlsruhe vier. Köln kommt mit fünf Siegen in Serie in die Playoffs, die Karlsruher Serie wechselte von Spieltag zu Spieltag.

Die Dauerbrenner
Keith Ramsey und Alex Foster bei Köln haben bislang alle 30 Partien der Saison absolviert, bei Karlsruhe sind das Richie Williams, Orlando Parker, Jarelle Reischel und Cyrus Tate.

Spielzeiten
Die Karlsruher Richie Williams (31:05 min), Craig Bradshaw (29:40) und Jarelle Reischell (28:19) haben durchschnittlich mehr Spielzeit als der bislang am meisten eingesetzte Kölner Spieler, Keith Ramsey (27:01min).  Die RheinStars weisen in der Statistik sieben eingesetzte Akteure mit mehr als 20 Minuten Einsatzzeit pro Spiel aus, bei den Lions sind es sechs.

Treffsicher
Erfolgreichster Zweipunktewerfer bei Karlsruhe ist Maurice Pluskota mit 113 Körben vor Jarelle Reischel (111). Bei Köln kommt Keith Ramsey auf 123 Körbe (63,4%), gefolgt von Kavin Gilder-Tilbury (97/54,8%). Jenseits der Dreierlinie stellen die RheinStars vier Spieler mit 45 Treffern oder mehr: Besnik Bekteshi (53), Kavin Gilder-Tilbury (47), Alex Foster und Jesse Morgan (bei 46). Bei Karlsruhe sind es mit Craig Bradshaw (53) und Richie Williams (49) zwei. Treffsicherster Freiwerfer ist für die RheinStars Besnik Bekteshi (84,6%), für Karlsruhe Roland Nyama.

Geben und Nehmen
Die Lions haben in Richie Williams (173 Assists/74 Ballverluste) und Craig Bradshaw (117/60) ihre Zuspielkönige – und Turnover-Aspiranten zusammen mit Jarelle Reischel (83/63). Bei Köln sind das Keith Ramsey (99/59), Matt Vest (93/37) und Besnik Bekteshi (71/35).

Die Packer
Für Köln holten bislang Keith Ramsey (192) und Kavin Gilder-Tilbury (134) die meisten Rebounds. Auf Karlsruher Seite Maurice Pluskota (175) und Jarelle Reischel (183).

Team-Tops
Köln stellt mit 9,7 Steals pro Partie den Topwert der Liga, Karhsruhe teilt sich mit RASTA Vechta den zweiten Platz (9,5). Die Lions sind auch bei den Rebounds (37,5) unter den Top drei, die RheinStars kommen auf 34,4 pro Spiel.

Heim- und Auswärts
Köln ist die Mannschaft mit der fünftbesten Heim- (10:5) und vierbesten Auswärts-Bilanz (9:6), Karlsruhe kommt auf 8:7-Siege Zuhause (Platz 9) und 10:5 in fremden Hallen (3. Platz).

„Pointcenter“ Keith Ramsey Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

Kreation von Alex Foster und Lukas Wank & Playoff-Shirt für alle!

Wie bekomme ich ein Playoff-Shirt?

  • Zum ersten Heimspiel am kommenden Samstag erhalten alle Zuschauer das offiziell Playoff-T-Shirt, mit dem sich die RheinStars zusammen mit ihren Partnern bei den Fans für die Unterstützung bedanken wollen. Besonders unterstützt haben die Aktion Weinor, die RheinEnergie AG, Flossbach von Storch und Sion Kölsch.
  • Zudem ist ab Samstag eine „limited Edition“ von Playoff-Shirts am Merchandisingstand in der LANXESS arena erhältlich, die von Alex Foster und Lukas Wank entworfen wurde. Das T-Shirt zeigt die Konterfeis aller Spieler und kostet 19 Euro.

Foto: RheinStars Köln

RheinStar mit fünftem Sieg in Serie als Vierte in die Playoffs

In einer mitreißenden Partie haben die Rheinstars sich und ihre rund 100 mitgereisten Fans auf die kommenden Aufgaben in den Playoffs eingestimmt und sich gleichzeitig bei Phoenix Hagen für die bittere Niederlage zum Saisonauftakt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA revanchiert. Mit 93:86 (31:24, 24:26, 23:21, 15:15) gewannen die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten am Samstagabend und sicherten sich den vierten Tabellenplatz am Ende der Hauptrunde. Im Playoff-Viertelfinale treffen die RheinStars nun in der Serie „best of five“ auf die fünftplatzierten PS Karlsruhe Lions. Die Serie wird mit der ersten Partie am kommenden Samstag, 7. April in der LANXESS arena ab 19 Uhr eröffnet. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, kommt dann in der nächsten Runde gegen den Sieger der Serie SC RASTA Vechta gegen Phoenix Hagen. Köln hat gegen Karlsruhe das Heimrecht.

„Das war die richtige Antwort auf die vergangene Woche“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer, der nun wie schon in seiner Aufstiegssaison mit Gießen von Rang vier aus in die Playoffs startet. Platz vier ist die beste Platzierung der RheinStars nach Platz 12 im ersten und Platz acht im zweiten ProA-Jahr. „Das untermauert unsere Entwicklung. Dafür arbeiten wir hart, jetzt wollen wir uns auch mit einer guten Playoff-Serie belohnen“, sagt Manager Stephan Baeck. Nach den Crailsheim Merlins mit elf Siegen in Folge weisen die Kölner mit fünf Erfolgen in Reihe den aktuell zweitbesten Lauf der Liga auf.

In Hagen bewiesen die Kölner jedenfalls nicht allein Siegeswillen, sondern auch, dass sie wichtige Ausfälle in diesem Jahr auffangen können. So wurde Topscorer Kavin Gilder-Tilbury (muskuläre Probleme) mit Blick auf die Playoffs geschont, zudem knickte Center Dennis Heinzmann im Training mit dem rechten Fuß um und erlitt einen zweifachen Bänderriß. Die Ausfälle drei und vier nach Bene van Laack (Hand) und Thomas Müller-Laschet (Schienbeinkopf).

Die Trainer ließen anstelle von Heinzmann Jonas Gottschalk in der Startformation ran – und der Youngster bedankte sich mit den ersten Punkten des Spiels. Im Anschluss entwickelte sich bis zur Pause eine Vollgasveranstaltung beider Teams, die beide Fanlager in der mit 2.464 Zuschauern gut besuchten Ischelandhalle regelmäßig aus den Sitzen holte. Köln führte über die kompletten 40 Spielminuten. Hagen versuchte alles, ihre Gäste hatten aber – anders als beim 83:69-Hinspielerfolg, immer die Antwort parat.

Auffälligste Spieler bei den RheinStars waren dabei Keith Ramsey mit 15 Punkten, 12 Rebounds und acht Assists, Jesse Morgan in Halbzeit eins, Lukas Wank vor allem nach dem Wechsel, der kampfstarke und gerade in den kniffligen Situationen äußerst präsente Alex Foster – und Ante Gospic. Der kroatische Center-Forward traf sicher aus dem Feld (77,8 Prozent) aus der Nah- und Mitteldistanz und steuerte mit 14 Zählern so viele Punkte wie noch nie zum Teamerfolg bei. Zudem wies er den besten Plusminus-Wert aller Spieler auf (+15).

Bis Mitte des letzten Viertels schien sich das Spiel sogar zum Rekordspiel der Saison nach erzielten Korbpunkten (bislang 201) entwickeln zu können, bei Halbzeit hatten beide Teams 105 Punkte erzielt (55:50 für Köln). Doch im letzten Viertel zollten die Kontrahenten ihrem hohen Tempo ein wenig Tribut. Die Partie blieb spannend, die Punkte aber fielen spärlicher. 7:23 Minuten vor dem Ende hatten die Rheinstars bereits 86 ihre 93 Punkte erzielt, Hagen 73 von 86. Den Zuschauern war es wurscht, es war ein prima Abschluss einer guten Hauptrunde. So gab es am Ende mit den Fans erneut eine verdiente „Humba“. Die Playoffs können kommen.

Spielfilm: 17:13 (5.), 31:24 (10.), 44:39 (15.), 55:50 (20.), 68:57 (25.), 78:71 (30.), 86:76 (35.), 93.86 (40.)

Teamstats: Köln 37 von 67 Würfen aus dem Feld (55%), Hagen 31 von 67 (45%), Dreier Köln 9/25 (36%), Hagen 7/23 (30%), Assists 25:21, Rebounds 34:41, Steals 10:8, Turnover 14:18, Blocked Shots 3:3.

RheinStars: Jesse Morgan (18/3 Dreier), Max DiLeo (3), Besnik Bekteshi (10/2 ),
Leon Baeck (4), Jonas Gottschalk (2), Keith Ramsey (15), Matt Vest (2), Alex Foster (11/3), Ante Gospic (14), Lukas Wank (14). Ohne Spielzeit: Filip Kukic

Foto: Jörg Laube

Vorfreude auf „heißen Tanz“ in der „Ische“

Im Zeichen der Vorfreude steht die Auswärtsaufgabe der RheinStars bei Phoenix Hagen am Ostersamstag. Wer wird nach dem abschließenden Spieltag der Hauptrunde der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf welchen Gegner in den Playoffs treffen, die am Wochenende danach beginnen? Beide Fanlager können sich den Spekulationen entspannt hingeben, denn beide Teams sind schon vor dem Tippoff um 19.30 Uhr (live auf airtango.live) qualifiziert.

Trotzdem wird es in der Ischelandhalle sicher hoch hergehen. „Ich freue mich sehr auf das Spiel“, sagt RheinStars-Manager Stephan Baeck. Er selbst lief Ende der 90er Jahre eine Saison lang für Brandt Hagen auf und hat so manchen Strauß auch als Spieler für Köln, Leverkusen oder Berlin in der traditionsreichen Spielhalle ausgefochten, die seit 1966 die Heimstätte der besten Hagener Basketballklubs ist. Köln gegen Hagen, das hat Derbycharakter. Und die „Phoenixe“ liegen nach dem überraschend klaren 83:69 im Hinspiel deutlich vorne bei „Halbzeit“. Rund 100 Kölner werden die RheinStars in den westfälischen Traditionsstandort begleiten, um die mögliche Revanche in der „Ische“ stimmlich zu unterstützen. Saisonrekord.

Was für den Manager und für „Pointcenter“ Keith Ramsey gilt, der zwei Jahre für Phoenix in der ersten Liga spielte, trifft natürlich auch auf den Kölner Cheftrainer zu, der unter anderem mit Leverkusen und Frankfurt in Hagen auflief. „Dazu kommen die Fans aus Hagen, das wird nochmal ein ganz heißer Tanz – und damit die richtige Vorbereitung auf die Playoffs“, sagt Denis Wucherer.  Am Samstagabend entscheidet sich dann auch, ob nun Köln als Vierter oder Fünfter in die Playoffs einziehen wird, oder Hagen als Siebter oder Achter.

Alle Anhänger dürfen gespannt sein, wer sich nun mit welcher Tagesform in der „Ischehölle“ vorstellen wird. Köln hat vier Spiele in Serie gewonnen und ist in die der Liga die Mannschaft, die vor allem als Spielverderber beim Punktezählen auffällt. In den Spielen mit Köln fallen zusammengezählt auf beiden Seiten die wenigsten Körbe. Mit Abstand. „Wir wollen ihnen den Spaß am Spielen nehmen, denn wenn Phoenix mit seinen guten Werfern einen Lauf bekommt, wenn wir sie spielen lassen, wird es schwer dort zu gewinnen“, sagt Wucherer.

Hagen gilt dagegen als zuverlässiger Produzent von spektakulären Ergebnissen. Die Bandbreite reicht allein Zuhause von triumphalen Siegen wie das 99:55 über die Orange Academy Ulm bis zur 71:122-Packung gegen die Crailsheim Merlins. Allerdings waren beide Teams an den ProA-Partien mit den meisten Korbpunkten insgesamt beteiligt. Hagen beim 99:102 bei den Hanau White Wings, Köln beim 96:104 in Crailsheim.  Wer weiß, vielleicht gibt es ja einen neuen Bestwert. Zumal die RheinStars mit der „vollen Kapelle“ auflaufen können. So beschreibt zumindest Denis Wucherer seinen Kader. Auch wenn sich der gerade von seinem Bänderriss im Knie genesene Nachwuchsakteur Benedict van Laack am Montag im Training bei einem Sturz einen Kahnbeinbruch an der linken Hand zugezogen hat.

Auf nach Hagen mit Keith Ramsey! Foto: Gero Müller-Laschet