RheinStars verlieren prickelnde Heimpremiere

Es wurde das versprochene spannende Spiel zweier Playoff-Kandidaten. Zwischen den RheinStars und den Eisbären Bremerhaven gab es im dritten Vergleich der beiden Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA das nächste Herzschlag-Finale. Erst nach Verlängerung mussten sich die Kölner am Sonntagabend ihren Gästen geschlagen geben. 83:85 (33:46, 76:76) verloren die Kölner ihre Heimpremiere gegen den Vorjahreshalbfinalisten vor 1.211 Zuschauern in der Motorworld. Denkbar knapp, es wäre mehr möglich gewesen. „Wir haben die erste Hälfte verschlafen. Wir waren mental nicht bereit für das Spiel. Dann haben wir uns zurückgekämpft – trotz aller Schwierigkeiten. Zum Schluss hatten die Gäste auch ein bisschen mehr das Glück auf ihrer Seite“, sagte Zoran Kukic, Headcoach der RheinStars.

Es war tatsächlich eine erste Hälfte zum Vergessen. Die RheinStars führten zwar schnell 2:0, verloren dann aber zusehends Rhythmus und Selbstvertrauen. „Wir hatten gute und freie Würfe in der ersten Hälfte, hadern aber zu sehr mit uns, wenn wir unsere Chancen vergeben. Ich würde gern sehen, dass wir dann eher mit noch mehr Energie spielen, um das Spiel wieder auf unsere Seite zu ziehen“, sagte Stephan Baeck, Geschäftsführer Sport. „Aber das war alles nicht mit genug Energie und der letzten Überzeugung gespielt. In dieser engen Liga, in der jeder jeden schlagen kann, musst du von Anfang bis Ende immer voll im Spiel sein.“  Bremerhaven indes spielte solide und konzentriert – und so ging es verdientermaßen mit 33:46 in die Halbzeit.

Jasper Günther mit unwiderstehlicher Energie

Auch nach dem Wechsel schien es so, als ob die Kölner an diesem Abend nicht recht zu sich selbst finden würden. In der 24. Minute lagen sie mit 17 Zählern im Hintertreffen (38:55). Dann aber war es die unwiderstehliche Energie von Jasper Günther (16 Punkte, 6 Assists), die seine Mannschaft weckte und anzündete. Auch Björn Rohwer (11 Punkte) in seinem 100. Spiel für die RheinStars schien wenig Lust zu haben, sein Jubiläumsspiel sang- und klanglos abzugeben. Ein 9:0-Lauf verkürzte den Spielstand auf 52:59, bei 52:61 ging es ins vierte Viertel.

Stephan Baeck und Björn Rohwer

Dort zogen die RheinStars das Momentum endgültig auf ihre Seite. Sie verkürzten Punkt um Punkt. In Minute 33 rauschte ein Dreier von Topscorer Cedric Russell (17 Punkte) zum 63:63 durchs Netz der Gäste. Antonio Williams legt zum 65:63 nach. Das Spiel war endgültig zum wilden Spektakel geraten. Beide Teams warfen nun alles in die Waagschale. Die Führung wechselte hin und her. Köln führte 118 Sekunden vor Schluss 76:72, doch die Eisbären glichen wieder aus. Verlängerung.

In der fünfminütigen Overtime waren die Kölner erneut drauf und dran, das Spiel endgültig auf ihre Seite zu ziehen. 81:76 (43.) lagen sie vorne, hatten die Chance, sich einen weiteren Angriff zu holen. Doch mit drei Offensivrebounds erzwangen die Norddeutschen die nächsten Punkte für sich. Köln verwarf im Gegenzug drei Dreier und plötzlich lagen die Bremerhavener 81:85 vorne und freuten sich über ihren Auswärtssieg.

Trotz der Niederlage, die Spannung, die Atmosphäre und der packende Schlussspurt machten Lust auf mehr: Auf eine spannende Saison, bei der die RheinStars sicherlich im weiteren Verlauf ihre Baustellen aufarbeiten werden, auch Haris Hujic (Belastungssteuerung) wird demnächst zurück sein. Die nächsten Chancen, die Kölner in eigener Halle zu treffen: Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr gegen Medikamente per Klick Bayreuth und dann schon wenige Tage später am Mittwoch, 28. Oktober gegen die Nürnberg Falcons (19.30 Uhr). Davor geht es nächste Woche Samstag zu den Gießen 46ers.

Viertel:  12:19, 21:27, 19:15, 24:15, 7:9

Spielfilm: 5:10 (5.), 12:19 (10.), 21:31 (15.), 33:46 (20.), 43:57 (25.), 52:61 (30.), 67:67 (35.), 76:76 (40.),83:85 (45.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 34 von816/42%, Eisbären (28/69, 41%), FW Köln 73% (8/11) zu 95% (21/22), 12:17 Assists, 42 (17 offensiv): 45 (17) Rebounds, 18:16 Fouls, 3:5 Steals, 2:1 Blocks, 12:14 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4rW98aA

RheinStars: Cedric Russell (17 Punkte/3 Dreier, 3 Rebounds), Antonio Williams (9/1, 1 Ass, 4 Reb), Kris Monroe (7/1, 8 Reb.), Biggie Patterson (3, 3 Reb), Jasper Günther (16/1, 6 Ass.), Konsti Lehmann, Nat Diallo (7, 7 Reb), Maxi Begue (9, 7 Reb, 5 Ass), Karl Bühner (4), Björn Rohwer (11/1, 4 Reb.).

Fotos: Gero Müller-Laschet

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