16. Spieltag

72 VS 76

rsk_spielplan_250x250_rheinstars

WochentagMittwoch
Datum27.12.2017
Uhrzeit19:30
OrtFriedrich-List-Schule
Karlsruhe

Vorbericht

RHEINSTARS MIT MAX DILEO NACH KARLSRUHE

Noch ein Spiel bis zum Jahresende steht für die RheinStars Köln auf dem Programm, ein Spiel noch bevor es für die Mannschaft in eine sechstägige Verschnaufpause gehen wird. Aber die Partie des Tabellenvierten der 2. Basketball-Bundesliga ProA am kommenden Mittwoch beim Fünften PS Karlsruhe Lions (19.30 Uhr/live auf airtango.live) hat es in sich. Der bärenstarke Aufsteiger liegt mit den Kölnern bei jeweils zehn Siegen gleichauf und hat zum Auftakt der Rückrunde am 16. Spieltag sicherlich noch eine Menge Lust auf Wiedergutmachung aus dem Hinspiel.  75:57 setzten sich die RheinStars vor zweieinhalb Monaten klar durch. „Aber nicht allein deshalb wird das eine große Herausforderung für uns“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer vor dem Auftritt in der altehrwürdigen Europahalle.

Beide Teams befinden sich aktuell in guter Verfassung. Die Kölner gewannen sieben der letzten acht Begegnungen, die Lions neun der letzten elf. Während sich Köln zuletzt mit dem sicher herausgespielten 68:51 über die Ulmer Talentschmiede Orange Academy in Weihnachtsstimmung brachte, verbuchten die Karlsruher einen Sieg in letzter Sekunden bei den Niners Chemnitz. Fast mit der Schlusssirene senkte sich ein Dreier von Orlando Parker in den Korb der Chemnitzer zum 85:84-Auswärtssieg.

„Die Mannschaft der Karlsruher hat sich sehr gut entwickelt. Aber wenn wir uns unter den ersten vier Teams festsetzen wollen, dann sollten wir uns dort den Sieg holen“, sagt Kölns Trainer Wucherer. Während die Lions weiterhin mit einer zahlenmäßig kleinen, aber höchst erfolgreichen Rotation mit dem ehemaligen Kölner Richie Williams als Kopf unterwegs sind, verteilen sich die Zeiten und Punkte bei den RheinStars auf mehrere Köpfe. „Wir haben in der Hinrunde ein echtes Team entwickelt, das in der Abwehr mit viel Energie zu Werke geht und im Angriff auf einem guten Weg ist“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf den weiteren Verlauf der Saison.

Auch MaxDiLeo wird in Karlsruhe dabei sein. Der Kapitän der RheinStars hatte sich in der ersten Halbzeit des Weihnachtsspiels gegen die Ulmer die Nase gebrochen. Wie schon in der vergangenen Saison fertigte das Sanitätshaus Malzkorn eine Spezialmaske übers Wochenende an, die ihm den Einsatz in den nächsten Wochen möglich macht. „Ich kann spielen“, sagt DiLeo. Deshalb reist der 24-Jährige am Abend des zweiten Weihnachtstags nach dem training mit dem Team gen Süden.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

STARKE RHEINSTARS FESTIGEN PLATZ DREI IN KARLSRUHE

Mit einem Ausrufezeichen verabschieden sich die RheinStars Köln in die Pause zum Jahreswechsel. Beim starken Aufsteiger PS Karlsruhe Lions setzten sich die Kölner am Mittwochabend knapp aber verdient mit 76:72 (23:14, 14:27, 24:19, 15:12) durch und genießen den Jahreswechsel als alleiniger Tabellendritter der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Auf dem Weg zu einer aussichtsreichen Playoff-Platzierung trugen sie zum Auftakt der Rückrunde am 16. Spieltag einen „Vier-Punkte-Sieg“ davon, denn der Auswärtssieg beim Tabellennachbarn sicherte den aktuellen Rang auch nach hinten ab. Vor den RheinStars liegen jetzt allein noch die beiden ehemaligen Bundesligisten RASTA Vechta und Crailsheim Merlins, wobei die Merlins ihre Tabellenführung durch die gleichzeitige 70:76-Niederlage bei den Römerstrom Gladiators Trier abgeben mussten. Den nächsten Auftritt der RheinStars gibt es dann am Dienstag, 9. Januar zu sehen, wenn die Bamberger Nachwuchsschmiede der Baunach Young Pikes in der LANXESS arena aufläuft.

„Wir sind alle sehr froh und glücklich, dass wir das Jahr und ja auch quasi die erste Hälfte der Saison auf diese Art und Weise beenden konnten. Das war ein sehr intensives Spiel gegen einen sehr guten Gegner“, freute sich Manager Stephan Baeck nach der Auseinandersetzung vor der Lions-Saisonrekordkulisse von 1.350 Zuschauern in der renommierten Karlsruher Europahalle. „Bis auf das zweite Viertel, in dem wir zwischenzeitlich den Rhythmus verloren haben, weil wir mit der aggressiven Verteidigung der Karlsruher nicht zurechtgekommen sind, haben wir das heute gut gelöst“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer.

Zu Beginn der Partie hatten die RheinStars nahtlos an das dominante Hinspiel (75:57) anknüpfen können. Sie ließen wenig zu, hielten den ehemaligen Kölner Aufbau Richie Williams in Schach und punkteten konzentriert. Bis auf 23:11 (10.) zogen sie davon. Aber dann kamen die Löwen ins Rollen – und die RheinStars ihre Nöte. Bis zur Pause kassierten sie, oft eingeleitet durch den guten Williams und verursacht durch hastige Abschlüsse und leichte Ballverluste 14:30-Punkte. Doch schon gegen Ende der ersten Halbzeit schienen sich die RheinStars zu fangen und wurden auch nicht nervös, als die Hausherren kurz nach Wiederbeginn auf 37:47 (23.) davonzogen.

„Wir haben unseren Rhythmus wiedergefunden, auch in der Offensive zunehmend gute Lösungen gefunden und dann auch verdient gewonnen“, befand Wucherer und erntete keinen Widerspruch bei seiner Analyse. Köln gelangte in der 27. Minute (54:53) wieder in Führung, verlor diese noch einmal kurz bei 61:64 (31.). Übernahm aber zunehmend das Kommando auf dem Parkett. Karlsruhe hielt zwar dagegen, doch die RheinStars hatten ihr Selbstvertrauen und die passenden Antworten parat. Drei Sekunden vor dem Ende beendeten dann der kleinste und der größte Spieler des Spiels die Partie. Bei 76:72 und nach der Auszeit Lions stellte Coach Wucherer Center Dennis Heinzmann mit seinen 2,16m gegen den einwerfenden Richie Williams (1,78m). Der kam an Heinzmann nicht vorbei, verursachte den letzten Turnover der Partie – und die Kölner zogen glücklich in die Pause bis Anfang Januar. „Dann starten wir mit frischen Kräften ins neue Jahr“, beschloss Wucherer seinen letzten Arbeitstag im ablaufenden Jahr.

Spielfilm:  9:3 (5.), 23:14 (10.), 29:25 (15.), 37:41 (20.), 46:49 (25.), 61:60 (30.), 70:66 (35.), 76:72 (40.)

Besondere Stats:  Gilder-Tilbury (16 Punkte/ 4 Steals), Jesse Morgan (21/6 von 6 Freiwürfe) Rebounds Köln 24:39 Karlsruhe, Assists 12:17, Steals 13:7, Turnover 15: 20

RheinStars: Besnik Bekteshi (5/1 Dreier), Matt Vest (12/2), Lukas Wank (6/2), Kavin Gilder-Tilbury (16/2), Keith Ramsey (6), Max DiLeo, Jesse Morgan (21/3), Dennis Heinzmann (4), Alex Foster (6/2). Ohne Spielzeit: Benedict van Laak, Filip Kukic, Thomas Müller-Laschet

Alle Stats gibt es hier: http://live.zweite-basketball-bundesliga.de/g/103718

Topscorer Jesse Morgan. Foto: Gero Müller-Laschet