17. Spieltag

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80 VS 81

WochentagDienstag
Datum09.01.2018
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

„JETZT GEHT ES RICHTIG LOS“ – AUFTAKT GEGEN BAMBERGS FARMTEAM

Vor einem spannenden Monat stehen die RheinStars Köln in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Anfang Februar werden wir wissen, in welche Richtung wir uns in der Tabelle für das letzte Saisondrittel orientieren können“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer mit Blick auf die kommenden Partien gegen Baunach, Ulm, Trier, Heidelberg und Hanau. Kann Platz drei gehalten oder ausgebaut werden? Rutschen die RheinStars ins dichte Mittelfeld zurück oder gelingt sogar der Anschluss an das Spitzenduo mit Vechta und Crailsheim? Den Anfang bildet die diesjährige Heimpremiere gegen das Farmteam von Serienmeister Brose Bamberg, die Baunach Young Pikes,  am kommenden Dienstag (19.30 Uhr in der LANXESS arena/Livestream auf airtango.live).

Coach Wucherer will auf jeden Fall den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde erreichen, also unter den ersten vier Plätzen bleiben. „Aber bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor uns – und vor allem die Aufgabe, uns immer auf den nächsten Gegner zu konzentrieren und einzustellen.“ Nach der Ulmer Orange Academy kurz vor Weihnachten tritt dabei eine weitere, mit im Schnitt 19,7 Jahren, sehr junge, aber ebenso hochtbegabte Mannschaft in Köln an. Die muss sich aktuell allerdings im Abstiegskampf bewähren, verlor auch das Hinspiel gegen die RheinStars mit 67:78.

„Man darf sich vom letzten Platz nicht täuschen lassen. Die haben mehr Talent im Kader als wir jemals haben werden. Zumindest in den nächsten Jahren. Dazu kommen einige Spieler mit Bundesliga- und Euroleague-Erfahrung. Genau wie gegen Ulm gilt für uns zuerst, dass wir ihnen möglichst schnell den Spaß am Spielen nehmen“, gibt Wucherer die Marschrichtung vor. Köln ist nicht umsonst die defensivstärkste Mannschaft der Liga. „Gegen uns will eigentlich keiner spielen“, ergänzt der Trainer. Die intensive Verteidigung hat sich in der Liga herumgesprochen. „Auch Offensiv haben wir in den letzten Spielen zulegen können. Vor Wochen hab ich mal gesagt, wir sind so bei 60 Prozent unseres Leistungsvermögens. Aktuell würde ich uns bei 70 bis 75 Prozent einordnen. Wir haben also noch Luft nach oben.“

Die Kölner nahmen nach der Pause zum Jahreswechsel am vergangenen Mittwoch mit dem gewohnten Personal das Training wieder auf. Kevin Gilder-Tilbury und Jesse Morgan waren zwischenzeitlich zu ihren Familien in die USA geflogen und motiviert zurückgekehrt. „Das hat gut getan, jetzt kann es richtig losgehen“, sagte Morgan. Auch Leon Baeck nähert sich nach seiner Knieverletzung langsam wieder dem Mannschaftstraining.

Beim kommenden Gegner indes ist über Weihnachten einiges passiert. Fabian Villmeter wurde als Trainer freigestellt und noch ohne den neuen Coach Mario Dugandzic (kam von der BG Karlsruhe) besiegte die Bamberger Talentfiliale mit dem herausragenden 19 Jahre alten australischen Pointguard William McDowell-White (28 Punkte/12 Assists) überraschend die NINERS Chemnitz nach Verlängerung 91:89. An der Seitenlinie agierten Co-Trainer Mario Völkl und der ehemalige Kölner Yassin Idbihi, der als Jugendkoordinator die Geschicke des ambitionierten Programms leitet. Und noch ein weiterer früherer Kölner spielt eine auffällige Rolle im Team der Gäste: Tibor Taras (20) ist aktuell Topwerfer der Young Pikes mit 190 Zählern aus 16 Spielen.

Jesse Morgan – Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

STARKES AUFTAKTVIERTEL REICHT RHEINSTARS NICHT

Das Gute zuerst: Auch nach dem 17. Spieltag sind die RheinStars Tabellendritter in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Allerdings startete die Mannschaft von Cheftrainer Denis Wucherer am Dienstagabend mit einer unangenehmen Heimniederlage ins neue Jahr. 80:81 (33:18, 12:22, 15:22, 20:19) unterlagen die Kölner dem Tabellenschlusslicht Baunach Young Pikes vor 1.037 Zuschauern in der LANXESS arena. „Heute haben wir alles getan, um das Spiel nicht zu gewinnen“, ärgerte sich der Trainer anschließend über zwei leichtfertig verschenkte Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. „Zum Glück müssen wir am Freitag in Ulm bei der Orange Academy schon wieder ran, da können wir es besser machen.“

In der Tat waren die RheinStars nach ihrer Pause zum Jahreswechsel locker und leicht in das Spiel gestartet und hatten ihren Gegner in den ersten zehn Minuten dominiert. 17 Punkte betrug zwischenzeitlich der Vorsprung, bei 33:18 ging es ins zweite Viertel.  „Vielleicht war der Anfang für uns zu leicht“, mutmaßte Kapitän Max DiLeo später. Wie auch immer, die Hausherren schalteten irgendwie einen Gang zurück und bauten dabei Zug um Zug ihren Kontrahenten auf: Das Bamberger Farmteam kämpfte sich unter seinem neuen Trainer Mario Dugandzic auf 33:30 (16. Minute) heran. Köln traf sechs Minuten lang nichts, um sich dann schnell und leicht in 90 Sekunden auf 41:30 (18.) abzusetzen. Kein Grund zur Sorge also.

Doch die Gäste hatten um ihre tragenden Kräfte William McDowell-White und Tibor Taras (19 Punkte) längst Morgenluft gewittert und wollten unbedingt den dritten Saison- und ersten Auswärtssieg zum Einstieg ihres neuen Coaches. Bei 45:40 für die RheinStars wurden die Seiten gewechselt – und fünf Minuten später lagen sie erstmals hinten (49:51). Es war längst ein Spiel auf Augenhöhe geworden, bei dem die Führung hin und her wechselte.

Die Kölner Leistung bewegte sich dabei weiter wie auf einer Achterbahn. Ein, zwei guten Aktionen folgten haarsträubende Fehler und Unachtsamkeiten, vor allem in der Verteidigung. Von der sonst so intensiven Defense war über das gesamte Spiel hinweg eigentlich nichts zu erkennen. Vor allem die Fastbreaks der Baunacher führten oft zu einfach ins Ziel. In der Offense hingegen paarte sich eine schwache Freiwurfquote zunehmend mit mangelnder Entschlossenheit und umständlichem Spiel. An diesem Abend ein verhängnisvoller Mix.

Knapp drei Sekunden vor Schluss senkte sich ein Dreier von McDowell-White über Keith Ramsey hinweg zum 80:81 in den Korb. Köln nahm noch einmal eine Auszeit. Doch als Top-Scorer und -Rebounder Kavin Gilder-Tilbury (23 Punkte/7 Rebounds) den Ball nach dem Einwurf nicht unter Kontrolle brachte, waren die Punkte weg. „Das passiert uns nicht noch einmal“, sagte Alex Foster – am Freitag geht es in Ulm weiter.

Spielfilm: 17:14 (5.), 33:18 (10.), 33:26 (15.), 45:40 (20.), 49:51 (25.), 60:62 (30.), 70:68 (35.), 80:81 (40.)

Besondere Stats:  Wurfquote Köln (30 von 62) 48%, Baunach (32/70) 46%, Freiwürfe Köln (12/22) 51%, Baunach (13/16) 81%, Rebounds 38:36, Assists 19:21, Blocked Shots 5:1, Steals 9:11, Turnover 16:13.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (23 Punkte/1 Dreier), Besnik Bekteshi (10/2), Keith Ramsey (5), Matt Vest (10/1), Lukas Wank (4), Jesse Morgan (13/2), Max DiLeo (6), Dennis Heinzmann (3), Alex Foster (3/1), Bene van Laack (3/1). Ohne Spielzeit: Filip Kukic, Jonas Gottschalk

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