20. Spieltag

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68 VS 70

WochentagMittwoch
Datum31.01.2018
Uhrzeit19:30
OrtLANXESS arena Köln

Vorbericht

RheinStars vs. Heidelberg – das Duell um Platz vier

Vor einer neuen Saisonbestmarke stehen die RheinStars vor dem wegweisenden Topspiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Bereits am Vortag waren rund 1.500 Tickets für den Kampf um den vierten Playoff-Platz gegen die MLP Academis Heidelberg zum Abschluss des 20. Spieltags verkauft, so viele wie noch nie in dieser Saison an einem gewöhnlichen Wochentag. „Es geht ja auch um richtig was. Für uns – und für Heidelberg“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer vor dem Duell am Mittwoch (19.30 Uhr/live auf airtango.live) in der LANXESS arena. Präsentiert von Sion Kölsch trifft Köln als Vierter auf den Tabellenfünften. Am Ende der Hauptrunde haben die Plätze eins bis vier Heimrecht in der ersten Playoff-Runde „best of five“– ein attraktives Ziel.

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnen die RheinStars, dann wächst der Vorsprung vor dem letzten Saisondrittel auf vier Punkte an. Gewinnen die RheinStars sogar mit vier Punkten oder mehr, holen sie sich auch den direkten Vergleich – und wären bei Punktgleichheit vor den Gästen. Denn das Hinspiel ging am dritten Spieltag mit 66:69 an die Heidelberger. Gewinnen die Gäste, rutschen die RheinStars zurück ins enge Feld der Playoff-Kandidaten. Dann würde der Kölner Vorsprung nur noch vier Punkte auf Platz neun betragen.

Coach Wucherer hat aber für sich und seine Mannschaft andere Pläne. „Platz eins und zwei mit Vechta und Crailsheim sind sicher schon so gut wie weg, aber Platz drei halte ich für machbar und wäre für mich aktuell das optimal machbare. Aber dafür müssen wir jetzt erst einmal gegen Heidelberg bestehen.“ Sowohl die Kölner mit ihrem Neuzugang Ante Gospic und Rückkehrer Leon Baeck als auch die Academics haben die zehntägige Spielpause in der vergangenen Woche zu intensiven Trainingseinheiten genutzt. „Wir haben gut gearbeitet, aber letztlich ist der Wettkampf entscheidend. Dort erst können wir sehen, was unsere Arbeit unter der Woche Wert war.

Auf Heidelberger Seite steht seit vergangenem Sommer mit Lennart Steffen ein ehemaliger Kölner im Kader, der in den Jahren zuvor viel zur Entwicklung der RheinStars aus der 2. Regionalliga bis in die 2. Bundesliga ProA beigetragen hat. Für ihn wird es der erste Auftritt als Gastspieler in der LANXESS arena sein. Ein anderer ehemaliger Kölner ist hingegen weiter in der Reha. Jelani Hewitt war mit Steffen in Stadt am Neckar gewechselt, erlitt jedoch ausgerechnet im Spiel gegen Köln einen Kreuzbandriss.

Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RHEINSTARS NUTZEN IHRE CHANCEN NICHT

Die RheinStars haben eine vorentscheidende Chance im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs nicht nutzen können. In dem von Sion Kölsch präsentierten Duell mit dem direkten Konkurrenten MLP Academics Heidelberg unterlagen die Kölner am 20. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA mit 68:70 (19:21, 2:18, 16:16, 12:15) und tauschten am Mittwochabend mit dem Sieger die Plätze in der Tabelle. Beide weisen aktuell 24:16-Zähler auf. Am kommenden Montag erwarten die RheinStars mit den Hebeisen Hanau White Wings in der LANXESS arena den nächsten Anwärter auf einen der ersten acht Plätze, die zum Einzug in die Playoffs berechtigen.

„Wir hatten eine große Chance heute, uns mit einem Sieg von Heidelberg in der Tabelle abzusetzen. Aber am Ende hatten wir ein paar individuelle Fehler zu viel gemacht. Hier dumme Fouls bei Dreierwürfen, da einen leicht Korbleger liegen gelassen. Dann verlierst du halt so ein Spiel“, bilanzierte Cheftrainer Denis Wucherer nach dem Auftritt seiner Mannschaft. Wobei die gute Wochentags-Kulisse von 1.838 Zuschauern sicherlich zumindest ein kämpferisches Kölner Team erleben konnte, das sich aber anders als vor Wochen aktuell noch auf der Suche nach der hundertprozentigen Sicherheit befindet. Noch ist die Mannschaft nach der Verpflichtung von Ante Gospic nicht eingespielt, sind nicht alle Rollen verinnerlicht. Auch wenn der mögliche Weg sichtbar ist.

„Die Mannschaften von Denis werden immer in der zweiten Saisonhälfte stärker. Die RheinStars sicher auch, aber wir haben die Kölner heute zum Glück an einem ihrer schwächeren Tage erwischt“, kommentierte MLP-Coach Frenki Ignatovic den glücklichen, aber auch verdienten Sieg. Denn immer, wenn die Kölner durch ihre intensive Defense in der zweiten Hälfte drauf und dran waren, ihren Gästen möglicherweise den Schneid abzukaufen, standen sie sich im Angriff selbst im Weg. Die Academics blieben dran – und als sie plötzlich ihre Chance erkannten, griffen sie beherzt zu. In Form von zwei verwandelten Freiwürfen zum Sieg.

Symptomatisch für die nicht genutzten Kölner Chancen: Beim Stand von 63:60 bzw. 63:62 konnten zwischen der 34. und 36. Minute drei Korbleger nicht genutzt werden, bis die Heidelberger ausgleichen bzw. in Führung gehen konnten. Oder beim 68:68 die vergebenen Möglichkeiten von Matt Vest, der Ballverlust von Keith Ramsey und der zu späte Pass von Besnik Bekteshi in den Schlussminuten. Es sollte eben nicht sein an diesem Abend.

Immerhin, die Zuschauer sahen bis zur Entscheidung einen unterhaltsamen Krimi, ein spannendes Spiel. Kein Team ging weiter als mit sechs Punkten in Führung, die insgesamt 16mal wechselte. 14mal stand die Partie unentschieden. Nach der Pause nahm die Intensität auf beiden Seiten zu, kein Zentimeter wurde verschenkt – nur die jubelnden Heidelberger hätte es aus Sicht der Kölner nicht gebraucht.

Spielfilm: 12:13 (5.), 19:21 (10.), 28:29 (15.), 40:39 (20.), 49:47 (25.), 56:55 (30.), 63:62 (35.), 68:70 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld Köln 43% (24/56), Heidelberg 46% (24/52), Rebounds 31:37, Assists 23:11, Steals 10:6, Turnover 14:17, Effektivität 82:72.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (11/1 Dreier), Besnik Bekteshi (6/2), Keith Ramsey (11), Matt Vest (11/1), Lukas Wank (4), Jesse Morgan (14/1), Max diLeo, Dennis Heinzmann (7), Alex Foster, Bene van Laack, Ante Gospic (4). Ohne Spielzeit: Leon Baeck.

Alle Stats gibt es hier

Foto: Gero Müller-Laschet