25. Spieltag

106 VS 94

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WochentagMittwoch
Datum28.02.2018
Uhrzeit19:30
OrtArena Hohenlohe
Ilshofen

Vorbericht

RHEINSTARS BEI DEN MERLINS – BESTE DEFENSE TRIFFT AUF BESTE OFFENSE

Vor ihrer wohl schwersten Aufgabe in den sechs verbliebenen Hauptrunden-Spielen stehen die RheinStars Köln. Am Mittwoch tritt der Tabellenfünfte am 25. Spieltag bei den Crailsheim Merlins (19.30 Uhr/live auf airtango.live) an; dem zu Hause noch ungeschlagenen Tabellenzweiten in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Ich halte Crailsheim für die spielstärkste Mannschaft in der Liga“, sagt Cheftrainer Denis Wucherer. Aber natürlich wollen die RheinStars trotzdem etwas mitnehmen. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen“, bringt es Manager Stephan Baeck auf den Punkt.

Die Kölner begegnen dem ehemaligen Bundesligisten mit Respekt, aber ambitioniert. Schließlich weist auch die Statistik die RheinStars keineswegs als chancenlos aus. Im Hinspiel ging es nach dem Buzzer-Beater von Max DiLeo für beide Teams in die Verlängerung. Die Merlins setzten sich am Ende glücklich mit 81:76 durch. In der Hauptrunde – ohne Playoffs – sind die Crailsheimer auf eigenem Parkett seit über einem Jahr ungeschlagen. Als letzte Gästemannschaft waren es die RheinStars selbst, die am 1. Februar 2017 die Arena Hohenlohe bei ihrem 71:63-Erfolg zwei Zähler eroberten, nach einem ebenfalls knappen 78:82 in eigener Halle.

Allerdings haben sich die Crailsheimer unter ihrem Coach Tuomas Iisalo im dritten Jahr ihrer Zusammenarbeit zu einer echten Offensivmacht in der ProA entwickelt. 2.145 Punkte hat die Mannschaft aus dem Nordosten Baden-Württembergs in 24 Saisonspielen erzielt. Über 400 mehr als die RheinStars. 122 Punkte gegen Phoenix Hagen. 116 gegen die Baunach Young Pikes, 115 Ehingen Urspring. Sechsmal kamen sie bislang auf über 100 Zähler. Im Schnitt werfen die „Zauberer“ also knapp 17,5 Punkte mehr als die Kölner.

Vor allem das Duo Frank Turner/Sherman Gay hat es dem Kölner Trainer angetan. „Die sind brandgefährlich, verstehen sich blind. Überhaupt ist die gesamte Mannschaft sehr erfahren und produziert wenig Fehler“, sagt Wucherer. Defensiv haben die RheinStars allerdings die Nase vorne. Um „Verteidigungsminister“ Max DiLeo und den erfahrenen Keith Ramsey haben sich die Kölner einen Ruf als unangenehmer Gegner im Saisonverlauf redlich erarbeitet. Zudem ist mit der Rückkehr von Jesse Morgan ein Punktegarant nach seiner Verletzung auf dem Weg zurück zu alter Form.

Die beste Verteidigung der Liga tritt also auf den besten Angriff. Eine hochinteressante Partie also, die am Mittwoch ab 19.30 Uhr live auf airtango.live zu verfolgen sein wird.

Max DiLeo I Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

200 PUNKTE-SPEKTAKEL IN CRAILSHEIM

Am Ende eines sehr unterhaltsamen Abends in der Arena Hohenlohe traten die RheinStars ohne zusätzliche Punkte, aber mit einigen positiven Erkenntnissen die Heimreise an. Mit 94:106 (30:29, 25:30, 21:21, 18:26) unterlagen die Kölner am Mittwoch dem seit über einem Jahr in eigener Halle ungeschlagenen ehemaligen Bundesligisten Crailsheim Merlins.  Bis zum Freitag bleiben die RheinStars auf Platz fünf der 2. Basketball-Bundesliga, erst dann wird der 25. Spieltag komplettiert. Sonntag (17 Uhr/live auf airtango) sind die Kölner dann bei den Niners Chemnitzer wieder gefordert im Endspurt um die Playoffs.

Die hochprozentige Auseinandersetzung vor den 2.087 Zuschauern beim Tabellenzweiten war mit insgesamt 200 Punkten bislang die Liga-Partie mit den meisten Korbpunkten in dieser Saison. „Es war ein Spiel mit großartigen Wurfquoten, gerade aus dem Dreier-Territorium. Da haben wir gut mitgehalten“, bilanzierte Cheftrainer Denis Wucherer, „den Unterschied machten die Quoten in Korbnähe aus, wo wir bei 42 Prozent lagen und Crailsheim bei 70. Sie haben deutlich mehr leichte Punkte gemacht als wir.“ Bei 43:37 Versuchen für Köln.

So reichten auch die 16 getroffenen Dreier bei einer Quote von 62 Prozent nicht zum Sieg, wohl aber zur Erkenntnis, das sowohl Jesse Morgan als auch Kavin Gilder-Tilbury zurück zu ihrer Wurfsicherheit gefunden haben. Morgan traf vier seiner sieben Versuche (insgesamt 20 Punkte), Gilder-Tilbury fünf von sieben (29 Punkte) und Besnik Bekteshi sogar vier seiner fünf Würfe jenseits der Dreierlinie. 57, 71 und 80 Prozent. Die drei waren auch die statistisch effektivsten RheinStars des Spiels, in dem die Kölner aufgrund seiner muskulären Probleme auf Matt Vest verzichten mussten.

Und noch einen Unterschied – wohl den entscheidenden – benannte Wucherer. „Außerdem konnten wir Frank Turner nicht in den Griff bekommen. Er hat seine Extraklasse gezeigt. Er ist wahrscheinlich der beste Pointguard der Liga. Vielleicht auch ein bisschen zu gut für die Liga, auf jeden Fall aber zu gut für uns heute.“ Der in diesem Jahr 30 Jahre alte Spielmacher der Hausherren lenkte das Spiel seines Teams, diktierte und variierte das Tempo und punktete vor allem in Korbnähe nach Belieben.

Zwar war das Spiel lange eng und nahezu ausgeglichen, doch spätestens im Verlauf des dritten Viertels zeichnete sich ab, dass die Merlins, anders beim Kölner Sieg vor über einem Jahr, diesmal immer eine Antwort auf die Bemühungen ihrer Gäste finden würden. Zudem ließen die RheinStars insgesamt viele gut herausgespielte Chancen auf einfache Korbleger ungenutzt. Ein einziges Mal konnten die Kölner in den zweiten 20 Minuten ausgleichen (76:76/29. Minute). Doch nur neun Sekunden später führten die Hausherren wieder. Zu schnell und zu leicht. Symptomatisch für die Auseinandersetzung über das komplette Spiel hinweg. Köln gut, Merlins einen Tick besser. Zumindest an diesem Abend.

Spielfim: 14:12 (5.), 30:29 (10.), 41:49 (15.), 55:59 (20.), 66:72 (25.), 76:80 (30.), 82:94 (35.), 94:106 (40.).

Weitere Teamstats: Rebounds 27 Köln: 34 Crailsheim, Assists 18:26, Steals 9:7, Turnover 9:12

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (29/5 Dreier), Jesse Morgan (20/4), Max DiLeo (2), Besnik Bekteshi (14/4), Ante Gospic (8/1), Leon Baeck (5), Keith Ramsey (6), Dennis Heinzmann (2), Alex Foster (3/1), Lukas Wank (5/1).

Alle Stats gibt es hier

Bild zeigt Jesse Morgan (l.)  im Duell mit Frank Turner Foto: Förstergrafie